Beiträge von Caro07

    Sabine ist in den Spitzenwerten übrigens mehr als 100 km/h schwächer als es z. B. Lothar war.

    Lothar war 1999 am 26.12. in den Weihnachtsferien. Wir waren zu dieser Zeit (also während des Sturms) auf der Autobahn Richtung Karlsruhe und im Nordschwarzwald mit dem Auto unterwegs. Wie man jetzt nachlesen kann, waren es bei Khe Spitzengeschwindigkeiten von 157 km/h. Das Warnsystem war damals noch nicht so ausgeprägt und wir unterschätzten die Gefahr. Auf der Autobahn haben wir uns schon gefragt, warum wir eigentlich losgefahren sind, denn so etwas hatten wir bis dato noch nie erlebt. Äste flogen herum und Steine wirbelten auf. Auf dem Land war das Heftigste schon rum, als wir dort fuhren. Dort lagen umgestürzte Bäume, die glücklicherweise niemanden getroffen hatten - die Aufräumarbeiten waren schon im Gange. Wir hatten im Endeffekt eine durch aufwirbelnde Steine auf der Autobahn leicht beschädigte Frontscheibe.

    Mit einem Sturm ist nicht zu spaßen. Beim letzten großen Sturm fielen bei uns - Gott sei Dank am Nachmittag, als keiner mehr da war - auf unserem Schulhof ein paar ältere Bäume um. Da war morgens Unterricht, aber wir hatten zur großen Pause die Kinder wegen des Sturms im Gebäude gelassen.

    Bei uns fiel bayernweit der Unterricht aus. Selbstverständlich gab es einen Notdienst an der Schule.

    Bei uns ist keiner gekommen, wie die Lehrkräfte, die vor Ort waren, berichteten.

    Der Schulausfall wurde durch die Medien gut verbreitet, außerdem haben wir über eine App ein gutes Benachrichtigungssystem.

    Präsenzpflicht für alle Lehrkräfte und Minusstunden finde ich einen Quatsch.

    Erstens ist der Unterrichtsausfall von oben her angeordnet, zweitens, wenn man den Schulweg schon für Kinder für zu gefährlich hält, sollte das auch für Lehrkräfte gelten und drittens hat man genug zuhause für den Unterricht zu machen. Dann macht man eben verstärkt Homeoffice. Der ausgefallene Unterricht sollte für uns ja dennoch ein Arbeitstag sein. Wenn ich sehe, was viele von uns am Wochenende machen und wie viele Vertretungsstunden jeder von uns schon unentgeltlich geleistet hat, dann wäre das so oder so längst ausgeglichen. Überstunden schreiben wir ja in unserem Beruf nicht auf und da häufen sich trotz Ferien genug an!

    Herzlichen Dank für eure Ideen.

    Von der ursprünglichen Idee sind wir jetzt doch etwas abgerückt, weil das einfach in sich nicht gepasst hat und der Wettkampfcharakter zu groß war. Das Konzept steht jetzt einigermaßen. Wir bauen doch Vertrauensspiele und Ähnliches ein. Jede Station hat jetzt einen anderen Schwerpunkt unter dem Oberthema wie z.B. Vertrauen, etwas gemeinsam erreichen durch die Verständigung, Rücksicht nehmen, Empathie usw.

    Stimmt es überhaupt, was die Schulleitung alles so von sich gibt? Manche behaupten ja nur etwas, das muss nicht alles stimmen.

    Welche Lösungen gäbe es außer der Flucht?

    Gäbe es eine Möglichkeit, dass eine Abordnung von euch bei der übergeordneten Behörde vorspricht?

    Sammelt doch einmal alles mit Datum, was in euren Augen von der Schulleitung in Richtung "Bossing" geht.

    Vor allem tauscht euch aus und behaltet nichts aus falscher Scham im stillen Kämmerlein.

    Es gäbe z.B. die Möglichkeit einen außenstehenden Mediator einzuschalten.

    Wenn man hört „also bei mir ist xy hervorragend“, obwohl xy bei einem selbst unbewusste Projektionen vornimmt und dies dann eben durchs „Stören“ zeigt, dann kann man den Dialog leider vergessen.

    Ich habe so das Gefühl, dass man in einigen Schulen oder auch Schul(arten)? endlich einmal umdenken muss. Wahrscheinlich ist der Leidensdruck noch nicht hoch genug, dass man einen Handlungsbedarf sieht und Maßnahmen ergreift.

    Bei uns an der Schule ist es selbstverständlich, dass wir zusammenstehen und wir erfahren schon seit Jahren, dass eine offene Zusammenarbeit bei diesen Sachen den Stress mindert.Außerdem wundert mich, dass bei hoher Fluktuationsrate an manchen Schulen die Behörden nicht hellhörig werden und sich die ganze Schulsituation genauer anschauen.

    So wie ich es verstanden habe, hast du mit einem Mitglied der Schulleitung geredet und nicht mit der Schulleitung selbst.

    Ich würde da ohne Rücksicht auf Verluste das Gespräch mit dem oder der Schulleiter/in suchen und ihr/ihm die Situation schildern. Die Schulleitung kann das doch nicht verharmlosen! Der/die Schulleiter/in muss dir dann Strategien an die Hand geben, wie du dich beim nächsten Mal verhalten sollst.

    Ich habe immer, egal bei welcher Schulleitung, erlebt, dass sie die Sache nicht abgewiegelt haben, denn es geht ja schließlich um den Ruf der Schule! Wenn herauskommt, dass Schüler gegen Lehrer tätlich sein können!

    Im Fall an sich, sehe ich es auch so, dass man erst mit Kollegen bzw. der Klassenleitung sprechen sollte, was zu tun ist. Aber die Klassenleitung scheint ja nicht greifbar.

    Wenn es an der Schule Auffangsysteme gibt wie die Sozialarbeit, diese einschalten (wurde schon erwähnt).

    Ansonsten hätte ich selbst mit dem Schüler in Ruhe ein paar Stunden später selbst gesprochen und dann einmal abgewartet, wie er reagiert.

    Wenn du Angst vor der Wiederholung hast, dann auf jeden Fall der oder dem Schulleiter dieser Fall schildern und fragen, was man tun kann. Schonung der Schulleitung ist das Falsche!

    Aus meiner "Grundschullaufbahn" kenne ich das auch, dass Schüler einmal aus Wut und Unbeherrschtheit mit Gegenständen werfen. Da gab es unterschiedliche Vorgeschichten und es bestand oft die Chance mit Gesprächen und in Zusammenarbeit mit der Sozialarbeit und den Eltern pädagogisch darauf reagieren. Es gab aber auch Fälle, da mussten dann die Ordnungsmaßnahmen her.

    Wenn die Schule kein Konzept hat, wie sie bei solchen Fällen reagiert, wird es schwer. Da sollte man vielleicht einmal vorschlagen, dass man einen Handlungskatalog entwirft.

    Als es bei uns vor vielen Jahren in der Grundschule schwierig geworden ist, haben wir uns entschlossen, uns über die Stufung von Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen Gedanken zu machen und diese für alle festzulegen. Inzwischen haben wir sogar einen Notfallplan für die Klasse, was zu tun ist, wenn der Lehrer kurzfristig aus der Klasse muss z.B. wenn ein wütender Schüler verschwinden will.

    Liebes Forum,

    ich suche zündende Ideen für folgende Aktion:

    5 vierte Klassen machen in einer Dreifachsporthalle Stationen zu dem Thema: friedliches Miteinander, Kooperation.

    Es wird als Stationenbetrieb durchgeführt, 5 Stationen. Dauer an einer Station: ca. 10-15 min, evtl. zum Schluss noch etwas Gemeinsames

    Dauer insgesamt: eine Doppelstunde

    Es soll das Ergebnis in Form einer Dokumentation herauskommen, z.B. jede Klasse schreibt eine Spielanleitung.

    Wir sind jetzt schon länger dran, etwas zu suchen, was einem gemeinsamen Miteinander pro Station entspricht und wo es irgendwelche gemeinsamen "Erfolgserlebnisse oder Freude" gibt.

    Wir dachten an:

    - Wie oft kann eine Klasse einen Ball in der Luft halten

    - Wie lange schafft man es als Klasse irgendetwas zu transportieren (Tischtennisball o.ä.)

    Doch irgendwie ist das noch mager. Vertrauensspiele und gordischer Knoten lösen, jonglieren, Pyramiden bauen wollten wir nicht machen.

    Ich selbst dachte an eine Station "Inselball", wo man aber viel Platz braucht und wir haben eine große Halle für 5 große Klassen.

    Hat jemand irgendwelche Ideen, die man verwerten könnte?

    Lieben Dank: Caro

    Zeitaufwand für die Mittelschule:

    In wie fern ist dieser geringer? Ist es die Korrektur oder die Unterrichtsvorbereitung?

    Ist es nicht so, dass man sich als Referendar in jedes Thema, das man neu macht, erst einmal einarbeiten muss, vor allem, wenn das nicht Gegenstand des Studiums war? Gerade am Gymnasium wird viel Hintergrundswissen erwartet.

    Wir hatten hier einen Thread, wo es um die Unterrichtsvorbereitung ging. Der allgemeine Tenor war unabhängig von den Schularten, dass dieser zwar abhängig vom Fach, aber dennoch weniger wird.

    Es wäre die Frage, wie es nach ein paar Jahren Berufserfahrung aussehen würde. Ich glaube, dass man die Erfahrung von Referendaren bzw. Umsteigern nicht in Richtung Gesamtsituation verallgemeinern kann.

    Wer weiß, ob ältere KuK diese Stunde Mehrarbeit je als Ausgleich zurückbekommen (weil sie vllt. zwischendurch pensioniert werden).

    Diese Arbeitszeitkontoregelung gilt für Grundschullehrer bis 58. Man geht davon aus, dass man bis 67 -1/ 2 Jahre (Antragsruhestand) arbeitet. Dann können sie es zurückgeben, wenn nichts dazwischenkommt.

    Ich habe momentan 22 Schüler in einer 3. Klasse und sitze nur an Deutsch- und Matheheften und ABs mindestens eine Stunde pro Tag an den Korrekturen.

    Ich brauche, bis ich alles fertig habe, was die Schüler alles so produziert haben, inklusive Aufschreiben, also Organisatorisches bei 25 ziemlich heterogenen Schülern meistens jeden Tag so an die 2 Stunden, wobei mich schwache Schüler das Doppelte an Zeit kosten. Sie sollen ja auch noch etwas aus ihren Arbeiten herausziehen. Doch das ist auch mein Limit. Ich muss schließlich auch noch andere Sachen machen. Die anderen Unterrichtsbeobachtungen sind da noch nicht alle aufgeschrieben (was ich oft vernachlässigen muss), Unterricht in den unterschiedlichen Fächern nicht vorbereitet, keine Probe korrigiert, geschweige denn entworfen. Ich bin ein alter Hase, aber die Arbeit hat nie abgenommen.

    Die Kontrolle nach dem Unterricht ist schon ein Zeitfresser. Als ich eine Zeitlang in der Mittelschule unterrichtet habe, habe ich Sachen nur sporadisch eingesammelt, weil wir tatsächlich die Hausaufgaben besprochen haben (währenddessen habe ich geschaut, ob es alle hatten) und ich dachte, dass die Schüler alt genug sind, für ihre Sachen bzw. Verbesserungen selbst verantwortlich zu sein. Das spart Zeit.

    In Bayern wird in der Grundschule die Kontrolle erwartet, so lernt man es auch in der Ausbildung. Da geht es sogar so weit, dass jede Arbeit des Schülers entsprechend persönlich gewürdigt werden soll, was wirklich nicht leistbar ist.

    Letztendlich macht man schon Abstriche, man könnte noch viel mehr machen.

    Zu der Stunde mehr:

    Bei uns ist die Stunde mehr ein Problem, weil die Volldeputatslehrer schon gewaltig über dem Limit arbeiten und gar nicht mehr so unterrichten können und ihren Verpflichtungen nachkommen können, wie sie es gerne hätten. Es gibt in meinem Kollegium Stimmen, dass die wenigen Vollzeitlehrer eine Stunde reduzieren wollen.

    Das volle Deputat von 28 Stunden an der Grundschule (und jetzt dann 29) ist schon ein Problem.

    Leider haben wir Grundschullehrer viel zu lange still gehalten. Ich bin selbst erstaunt, wie jetzt bei vielen die Dämme brechen und sagen: "Es reicht!"

    So deutlich und realistisch, wie im Augenblick von allen Seiten die Belastung geschildert wird, hatten wir noch nie.

    Ich schlage vor, sich einmal die Sendung "Jetzt red i" von vorgestern (BR) anzuschauen. Da kamen einige Argumente ganz gut heraus und es gab auch interessante Vorschläge, z.B. einen Ausbildungsberuf der pädagogischen Hilfskraft zu kreiieren. Wir haben haben so etwas Ähnliches, nämlich die Förderlehrer, die Kleingruppen übernehmen. Doch leider viel zu wenige.

    Um den Beruf des Grundschullehramts und des Mittelschullehramts attraktiver zu machen, braucht man A13 als Einstiegsbesoldung. Vielleicht lassen sich damit mehr arbeitslose Real - und Gymnasiallehrer umschulen. Dann in Bezug auf die Grundschule das Versprechen, in einigen Jahren, wenn hoffentlich wieder mehr Grundschullehrer nachkommen (es sind mehr Studienplätze geschaffen worden, ich hoffe, dass das noch steigend ist), dass sie ans Gymnasium können.

    Ich bin kein Freund von Seiteneinsteigern in der Grundschule, die vorher nichts in der Richtung gemacht haben. Es braucht eine intensive Ausbildung für die Grundschule. Crashkurse und Betreuung reicht nicht aus. Diese müssten wir dann so intensiv betreuen, dass das uns nichts bringt und wir noch mehr belastet sind.

    Kurzfristig geht es um die Dinge on Top, eben die Kür. Das muss man erst einmal streichen. Jetzt gibt es Signale von Piazolo, dass er die Anzahl der verpflichtenden Proben bis zum Übertrittszeugnis moderat senken will. Ich frage mich ebenso, warum man an den 3 Stunden Religion/Ethik in der Woche festhalten will. 2 Wochenstunden reichen vollkommen. Da muss man sich halt einmal von seinem Traditionsgedanken lösen und zweckmäßig denken.

    Letztendlich haben wir an der Grundschule eine viel zu hohe Voll - Deputatszahl, denn viele machen die Antragsteilszeit (also nicht die familienpolitische) um den ganzen Anforderungen gerecht zu werden.

    Bei der Mittelschule sieht es übrigens an Studieninteressenten mager aus. Da hat man in der Vergangenheit die Studienplätze gar nicht alle besetzen können. Die längeren Krankheitsvertretungen werden oft von mobilen Reserven der Grundschule übernommen. Dieser Beruf muss durch A13 attraktiver gemacht werden oder/und das Lehramtsstudium muss so gestaltet werden, dass durchlässiger eingesetzt werden kann.

    Ich habe die Sendung komplett nachgehört.

    Die Argumentationen waren teilweise ziemlich individuell. Ich befürworte nicht alles, was Grundschullehrer gesagt haben, z.B. die Meinung, dass zusätzliche Aktionen (klingt für mich wie Aktionismus) zu allen Bedingungen sein müssen. Es geht schließlich auch um die Lehrergesundheit. Ein wichtiges Argument ist aufgetaucht: Man hat bei dieser Stundenzunahme zu viele Lehrerstunden, aber es fehlen dann die Köpfe für Klassenleitungen. Da bin ich so oder so gespannt, wie das funktionieren soll. Ebenso denke ich auch wie erwähnt wurde, dass dann Vollzeitkräfte um eine Stunde reduzieren, um die Belastung nicht zu erhöhen.
    Ich weiß nicht, ob der Sender das absichtlich gemacht hat: Zuerst kamen eher die betroffenen Grundschullehrer zu Wort, das Schlusswort hatte sozusagen eine Befürworterin der Maßnahme. Gerade die beiden letzten Meinungen hatten doch wenig Einblick in die Materie und ihr ureigenes Bild von Grundschullehrern, das hat man als Insider deutlich gemerkt. Nur konnte da halt niemand mehr etwas dagegen sagen, denn die Sendezeit war dann rum. Der Redakteur der Augsburger Allgemeinen hatte ebenso seine eigene, individuell geprägte Meinung.

    Interessant, dass gerade in Bayern die TZ-Quote so extrem hoch ist (hier arbeiten lt. Sendung 2/3 Lehrer*innen in TZ), und viele Anfänger fangen nach dem Ref. sogar in TZ an!

    Dass immer mehr Referendare mit TZ einsteigen, das habe ich in letzter Zeit ebenfalls leicht verwundert wahrgenommen. Wenn man danach fragt, sagen sie, dass sie es anders nicht schaffen.

    2/3 in TZ - für meine Schule passt das ungefähr - bei uns sind eher noch weniger in Vollzeit. Die meisten arbeiten in TZ (auch ohne Kinder), weil ihnen der Stress sonst zu hoch ist. Das sind auch Singles und Leute ohne Kinder dabei, also hat das nicht unbedingt familiäre Gründe. Nur wer unbedingt muss (Hauptverdiener z.B.), arbeitet in Vollzeit.
    Traurig aber wahr: Die Leute, die ein paar Stunden ermäßigt haben, beteiligen sich ungefähr mit demselben Aufwand an den anstehenden Teams und Arbeitskreisen. Ein Vollzeitlehrer schafft zeitlich auch nicht mehr - er ist so oder so schon stark mit dem Unterricht belastet.

    Unterm Strich zeigt die viele Teilzeit in der Grundschule, dass die Unterrichts- und Arbeitsbelastung mit allem Drum und Dran viel zu hoch ist, sonst würden nicht so viele Teilzeit beantragen (die familienpolitische einmal ausgenommen).

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