Beiträge von Caro07

    Meinst du mit Gedächtnisspielen sowas wie "Ich packe meinen Koffer..." oder "Quatschsilben merken und nachsprechen"?

    Nicht nur das, vielleicht irgendwelche gezielten Lernspiele (Brettspiele, Kartenspiele), die die Merkfähigkeit schulen. - Wenn es etwas nutzt, da der Beitrag von Wollsocken besagt, dass das nichts nutzen soll.

    Und Shadow, die Merkmale, die du beschreibst, treffen auf "meinen Fall" ähnlich zu, nicht ganz so ausgepägt in den Bereichen, weshalb noch zielgleich unterrichtet wird.

    Zur AVWS: Wurde mehrmals geprüft, das ist Kind durchgecheckt, mehr kann man nicht machen. Es waren keine akustischen Hörhilfen notwendig.
    Aber es ist eine Idee, dass der Wortschatz hinterherhinkt. Letztes Jahr war das Weihnachtsgedicht kürzer und sprachlich nicht ganz so anspruchsvoll, das hat das Kind noch bewältigt. Das könnte deine These bestätigen, Conni.

    Ansonsten, danke für eure Gedanken.

    Wie ich aus den bisherigen Beiträgen sehe, ist man wohl zuhause eher beschränkt, das Gedächtnis allgemein zu trainieren und muss das Kind zu einem koordinationstechnischen Sport schicken oder es muss ein Instrument lernen. Das besagte Kind ist sportlich und auch koordinationsmäßig ziemlich gut (was ich so im Sportunterricht sehe und wenn ich die Ergebnisse in den künstlerischen Fächern sehe) und spielt Fußball.

    Danke für deine Tipps für Schwächere, konkret ein Gedicht zu lernen.
    Ich bin bei der Benotung jetzt schon großzügig gewesen und habe weniger erwartet - eine kleine Minimalleistung war sichtbar - obwohl sonst kein Nachteilsausgleich besteht.

    Zum laut lesen:
    Ich wollte damit sagen, dass keine großen Leseschwierigkeiten in Bezug auf das Gedicht bestanden.
    Schwerhörig ist das Kind nicht, es hat einen Notenschutz bei der Rechtschreibung und einen Nachteilsausgleich bei längeren Lesetexten.

    Mir ist aber durch diese Aktion bewusst geworden, dass es Kinder gibt, die dringend zusätzlich ihr Gedächtnis trainieren sollten. Und da sie schulisch schon genug gefordert sind, dachte ich daran, mich einmal schlau zu machen, was man den Eltern spielerisch außer das bekannte Memory empfehlen kann, das man so in der Freizeit machen kann. Darum geht es mir in diesem Thread.

    Ich suche nach Gedächtnisspielen, die ich Eltern empfehlen kann, deren Kinder Merkschwächen haben, am besten für 8-10 Jährige.

    Gerade habe ich einen aktuellen Fall, da konnte sich das Kind (sonderpäd. Förderbedarf, akkustische Hörverarbeitungsprobleme) zum ersten Mal in meiner Laufbahn als Lehrerin ein Gedicht, das bisher alle nach einer gewissen Zeit auswendig konnten, trotz hohem Übungsaufwand nicht auswendig merken. Das Kind liest regelmäßig laut.

    Meine Frage besonders an KollegInnen und Sonderpädagogen:
    Kennt ihr da etwas Spielerisches, das man zuhause machen kann und wo effektive Fortschritte zu sehen sind? Mit irgendetwas muss man doch seine Gehirnzellen trainieren können.
    Mir fällt da erst einmal nur das altbekannte Memory ein. Doch das arbeitet mit Bildern und nicht mit Wörtern. Aber das ist wenigstens etwas.

    Edit, kann man nicht lieber das Unterrichtsfach Glück einführen? Achtsamkeit, Meditation, Konfliktlösung, gutes Gesprächsklima und sowas, da gibts doch genug erforschte Techniken, die Menschen gut tun.

    Das fände ich gut als Alternative. Wenn es ein Fach gäbe, wo ein achtsamer Umgang miteinander nachhaltig bewusst gemacht werden würde, dann würde das den Religionsunterricht ersetzen, der sich u.a. auch intensiv Gedanken macht, wie man tolerant und mitmenschlich lebt.
    Religionsunterricht gehört in die Glaubensgemeinschaften, wir brauchen eine Trennung von Staat und Kirche mit allen Konsequenzen (Kirchensteuern usw.). Irgendwann wird es auch so weit kommen, da immer mehr Menschen aus den großen Kirchengemeinschaften austreten.

    Ich recherchiere immer wieder.

    Jetzt habe ich von Kolleginnen den JBL3 charge (war interessanterweise zu leise) und den Dockin D Mate (ging gerade in der Lautstärke, aber der Klang war ziemlich trocken) ausprobiert.

    Jetzt liebäugle ich mit dem Bose SoundLink Revolve (gibt es gerade im Angebot, der Plus ist mir zu teuer). Hat jemand Erfahrung mit diesem Modell?

    Woher weißt du denn, dass es Gott gar nicht geben KANN ?

    Wobei wir hier wieder bei dem Gottesbild sind, das unterschiedlich in den ganzen Religionen der Erde ist und gemeinsam haben, dass diese Götter den Menschen überlegen sind.

    Dennoch darf man bei all den Diskussionen nicht vergessen, dass der Mensch zwar gut reflektieren und für seine Verhältnisse gut forschen kann und schon einiges erkannt hat, aber noch lange nicht alles weiß.
    Außerdem gibt es auch andere Attribute neben dem Kognitiven, die den Menschen ausmachen. Die Naturwissenschaft setzt auf das Kognitive, religiöse Ausrichtungen haben auch andere Elemente.

    Dass der Mensch letztendlich nicht viel weiß und seine Auffassungsgabe beschränkt ist, ist mir neulich beim Besuch eines Planetariums wieder vor Augen geführt worden:
    Was war vor dem angenommenen Urknall?
    Gibt es etwas außer Raum und Zeit?
    Was ist die treibende Kraft der Bewegungen im Weltall?
    Warum ist ausgerechnet durch so viele Zufälle Leben auf Erden entstanden?
    Ist der Mensch nur das, was sichtbar ist?

    Antwortversuche finden wir in den Religionen und in den Wissenschaften. Negativ für die Religionen ist, dass man das Handeln bzw. Nichthandeln der angeblich unsichtbar präsenten göttlichen Kräfte nicht nachvollziehen kann.
    Doch wir wissen letztendlich nicht, was sich hinter allem verbirgt (oder nicht) und ob wir es je als Mensch erfassen können.
    Das kann man so stehen lassen, sich einer Antwort einer Religion anschließen, seine eigenen Schlüsse ziehen oder zu dem Schluss kommen, da ist nichts und war noch nie etwas.

    Ich hatte heute auch wieder so eine Situation, bei der ich dachte: Dann lass sie doch machen, was sie will.
    Einerseits liegt sie mir und meinem Bruder ständig in den Ohren, dass alles so schrecklich ist und wenn man dann Vorschläge macht, jammert sie, dass dieses und jenes nicht geht.
    Es vergiftet langsam echt das Familienklima.

    Ich würde dir nun, nachdem du das so konkret geschrieben hast, ganz konkret raten, für dich (und deinen Bruder) eine Beratungsstelle aufzusuchen. Wir haben z.B. vor Ort eine Familienberatungsstelle, wo man solche Probleme in der Familie mit Experten besprechen kann. Das Mobbingproblem wirkt sich auf die ganze Familie aus und da brauchst du erstmal als zweiter Erwachsener in der Familie eine unterstützende Beratung, wie du am besten mit der Situation umgehen kannst. Es geht ja auch darum, wie die Gesamtsituation einzuschätzen ist und wie deutlich es Sinn macht, darauf zu reagieren.
    Du versuchst ja hier im Netz Hilfe zu finden, wenn es aber in realen Gesprächen geschieht, hat das eine bessere Qualität.

    Ich kann diesen Zwiespalt gut nachvollziehen, der in deinen Posts hervorkommt, denn ich hatte in dem Alter - lang ist es her, ich habe inzwischen erwachsene Kinder - einige Probleme mit meinen Eltern, wo ich im Zwiespalt war, wie deutlich werden soll, mit Sachen, die von meinen Eltern an mich herangetragen wurden, die ich ganz anders sah. Da geht es auch um Verlustängste und befürchtete oder geäußerte Krankheiten (deswegen) von Seiten der Eltern erhöhen den Druck noch viel mehr. Ich konnte mich irgendwann mit professioneller Hilfe von diesen für mich ungesunden Verbindlichkeiten befreien (ähnlich wie Miss Jones habe ich dann radikale Schritte gewagt) und das Verhältnis wurde nach kurzem Stillstand im Lauf der Jahre viel besser.

    Man darf bei all dem guten Verhältnis zueinander nicht vergessen, dass man als Eltern seine Kinder loslassen muss und es als Kind wichtig ist, sich irgendwann von den Eltern abzunabeln.
    Wenn man als Elternteil aber wie es in diesem Fall zu sein scheint, Probleme ausschließlich mit seinem Kind bespricht und nicht den Rat von anderen Personen einholt, belastet man dieses unnötig.

    Ich empfehle deswegen dem Threadersteller, der Mutter zu raten, auch einmal mit anderen Personen zu sprechen und sagen, dass man selbst nicht mehr weiter weiß und die Mutter sich an eine professionelle Beratung wenden soll.

    Ich stolpere beim Lesen des Falls über Folgendes (Ich gehöre auch zu der älteren Kolleginnenfraktion):

    - Warum fragt eine Mutter eines ihrer Kinder ständig um Rat, obwohl diese Person noch keine Erfahrung im Lehrerkollegium hat und sich in der Schule nicht auskennt?

    - Warum wendet sich die Mutter nicht an andere Bezugspersonen, z.B. ehemalige Kolleginnen, wenn das für sie so ein großes Bedürfnis ist? Das macht man nämlich normalerweise und so kenne ich es auch. Jeder Ältere hat jemand seines Vertrauens im Schuldienst oder auch jemanden Pensionierten, mit dem er reden könnte. Wer sehr große Probleme hat, holt sich zudem professionelle Hilfe. Da müsste man schon sehr isoliert gewesen sein, was ich mir so nicht vorstellen kann.
    Ich frage zudem meine erwachsenen Kinder höchstens um Rat, wenn es etwas ist, was in ihren beruflichen und erlebnismäßigen Spezialbereich fällt, aber nie etwas, was sie nicht richtig einschätzen können.

    - Mich verwundert, dass ausgerechnet der Sozialarbeiter die treibende Kraft ist. Alle Sozialarbeiter, die ich an der Schule erlebt habe, waren eher umgekehrt drauf. Gerade Sozialarbeiter sind besonders bei Schülern geschult, Mobbingfälle zu erkennen und sie haben da auch Konzepte. Warum mobbt ein solcher Sozialarbeiter ausgerechnet im kollegialen Bereich?

    Die Termine sind sicher noch nicht vergeben. Ich würde der Lehrerin im Nachhinein zurückmelden, dass du gerne einen Samstagstermin nehmen würdest.

    Bei der Terminvergabe ist es so, dass man diejenigen, die alles angekreuzt haben in die entstehenden Lücken setzt. Allerdings hätte man es auch anders verteilen können, wenn weniger Auswahl gewesen wäre.
    Zu wenig Auswahl ist auch ungeschickt, deswegen bitte ich die Eltern mindestens 3 mögliche stündliche Zeiträume anzukreuzen. Ich biete allerdings auch mehr Termine an wie nötig sind und fasse dann die Termine zusammen. Zu spät abends mache ich erfahrungsgesmäß nichts mehr, weil da die Kinder zu müde sind. Ich hatte schon gähnende, unkonzentrierte Kinder in den Gesprächen als ich noch späte Termine anbot.
    Wenn beide Eltern kommen wollen, wählen sie durchweg einen Samstagstermin.

    Hm, bei mir kommt in der Regel nur ein Elternteil. Das finde ich auch gut so.
    Das Gespräch findet zwischen Kind und Lehrkraft statt.
    Da Eltern den zuhörenden Teil haben, empfinde ich die Situation für die meisten Kinder entspannter, wenn sie nur ein Elternteil anwesend ist.
    Viele Kinder sind so oder so etwas eingeschüchtert, wenn die Eltern zuhören, vor allem, wenn manche Dinge besprochen werden, die Eltern u.U. zum ersten Mal hören.
    Bei Eltern im Doppelpack ist das evtl. schwieriger für die Kinder.

    Von außen betrachtet gibt es zwischen der katholischen und evangelischen Religion Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Luther hat sich nicht umsonst vom Katholizismus losgesagt und wenn es so einfach wäre, wären beide Konfessionen schon längst wieder zusammen. Seit Jahrzehnten gibt es die ökumenische Bewegung, die schon einiges erreicht hat, aber nicht die Vereinigung der beiden Konfessionen.
    Die Unterschiede sind im Dogmatischen begründet. Im Studium gab es bei uns früher Veranstaltungen, die wir entweder gemeinsam (biblische Themen) oder nur getrennt (Dogmatik) besuchen konnten.

    Ich kenne mich in den Lehrplänen nicht mehr aus, da ich schon lange aus persönlichen Gründen keine Religion mehr unterrichtet habe. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, nur die ökumenischen Themen zu unterrichten und halt alles, was in die spezielle konfessionelle Richtung geht, wegzulassen.

    Nun ist es so, dass eine Kollegin von ihr das rausbekommen hat und das ganze an das Schulamt melden möchte!

    Für mich ist das Problem die Meldung an das Schulamt. Das ist doch nicht Aufgabe der besagten Kollegin. Der Schulleitung muss das schon längst aufgefallen sein und das ist deren Aufgabe! Zudem sollte das dem Schulamt bei so vielen Krankmeldungen am Wochenende von einer besagten Lehrkraft selbst auffallen - sollte man meinen.

    Wir sind in Deutschland verlässliche Grundschulen. D.h., die Vertretungen müssen von anderen Kolleginnen in Mehrarbeit gemacht werden ohne dass sie woanders einen Ausgleich bekommen - zumindest ist das bei uns, seit wir die verlässliche Grundschule haben, so. Daher finde ich ein solches Verhalten, wegen eines Hobbys öfter zu fehlen, unkollegial.

    In Süddeutschland (Baden- Württemberg und Bayern) wird nicht zwischen stimmhaftem s und stimmlosen s unterschieden. Alles wird stimmlos gesprochen. Ich weiß allerdings nicht, wo die "nördliche" Grenzlinie von uns aus gesehen verläuft.
    Deswegen kann man diese Regel hier im Süden nicht anwenden.

    In der Dienstbesprechung kann man vor allem organisatorische Dinge besprechen:
    - Durchführung Bundesjugendspiele
    - Nachbesprechung Feueralarm
    - Durchführung eines Projekttages /Informationen, was das ganze Kollegium angeht
    - Abschlussfeier
    - bei uns ist es in regelmäßiger Wiederkehr die Durchführung der Einschulung
    - Weihnachtsaktion
    - Fasching an der Schule, wie das gehandhabt wird und was man gemeinsam macht
    - aktuelle Vorfälle an der Schule und wie man darauf reagiert
    - evtl. auch Maßgaben der Schulleitung dem Kollegium gegenüber, z.B. wie eine Beurteilung abläuft
    - irgendeine Info vom Schulamt
    - Organisatorisches zur Zeugniserstellung

    In einer Dienstbesprechung geht es nicht um großes Palaver, sondern um notwendige Infos, die nur kurz besprochen werden oder wo nur informiert/erklärt wird.

    Viele Sachen davon kann man allerdings auch schriftlich ans Kollegium weitergeben, dann sind nicht so viele Dienstbesprechungen nötig.

    Vielen Dank für eure Ideen. Mit der Steinsuppe habe ich mich zuerst beschäftigt, hatte dazu aber nicht so richtig die zündende Idee.

    Letztendlich mache ich nun etwas ganz anderes.
    Irgendwann bin ich auf den Helbling Verlag gestoßen und dort auf das Märchen: "Das Täubchen des Friedens". Diese Aufnahme kann man sich herunterladen und die gibt es auch in einem Buch mit Vorschlägen zur musikalischen Untermalung.
    Das habe ich mehr oder weniger übernommen, Text und musikalische Gestaltung etwas vereinfacht bzw. angepasst. Da ich mit meiner Klasse schon öfter im Musikunterricht Texte musikalisch untermalt bzw. mit orffschen Instrumenten gestaltet habe, war das relativ schnell eingeübt.

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