Ich hatte heute auch wieder so eine Situation, bei der ich dachte: Dann lass sie doch machen, was sie will.
Einerseits liegt sie mir und meinem Bruder ständig in den Ohren, dass alles so schrecklich ist und wenn man dann Vorschläge macht, jammert sie, dass dieses und jenes nicht geht.
Es vergiftet langsam echt das Familienklima.
Ich würde dir nun, nachdem du das so konkret geschrieben hast, ganz konkret raten, für dich (und deinen Bruder) eine Beratungsstelle aufzusuchen. Wir haben z.B. vor Ort eine Familienberatungsstelle, wo man solche Probleme in der Familie mit Experten besprechen kann. Das Mobbingproblem wirkt sich auf die ganze Familie aus und da brauchst du erstmal als zweiter Erwachsener in der Familie eine unterstützende Beratung, wie du am besten mit der Situation umgehen kannst. Es geht ja auch darum, wie die Gesamtsituation einzuschätzen ist und wie deutlich es Sinn macht, darauf zu reagieren.
Du versuchst ja hier im Netz Hilfe zu finden, wenn es aber in realen Gesprächen geschieht, hat das eine bessere Qualität.
Ich kann diesen Zwiespalt gut nachvollziehen, der in deinen Posts hervorkommt, denn ich hatte in dem Alter - lang ist es her, ich habe inzwischen erwachsene Kinder - einige Probleme mit meinen Eltern, wo ich im Zwiespalt war, wie deutlich werden soll, mit Sachen, die von meinen Eltern an mich herangetragen wurden, die ich ganz anders sah. Da geht es auch um Verlustängste und befürchtete oder geäußerte Krankheiten (deswegen) von Seiten der Eltern erhöhen den Druck noch viel mehr. Ich konnte mich irgendwann mit professioneller Hilfe von diesen für mich ungesunden Verbindlichkeiten befreien (ähnlich wie Miss Jones habe ich dann radikale Schritte gewagt) und das Verhältnis wurde nach kurzem Stillstand im Lauf der Jahre viel besser.