@Buntflieger
Danke für den Text. Der lässt sich einmal leichter lesen als andere in dieser Sparte. 
Wenn man das Ganze einmal runterbricht, dann geht es doch letztendlich darum, wie einige schon geschrieben haben, ob man sich im pädagogischen Handeln auf die Erfahrungen und Ideen anderer stützen kann oder auf wissenschaftliche Forschungen, die den dafür gültigen, objektivierbaren Gütekriterien genügen.
Ich denke, da gibt es kein Entweder/Oder, sondern man handelt von dem Hintergrund von beidem heraus. Wissenschaftliche Forschungen, die der Pädagogik zuarbeiten, z.B. aus der Gehirnforschung oder der psychologischen Forschung liefern durchaus brauchbare Ergebnisse, die man persönlich in seiner Analyse von Situationen mit einbeziehen kann.
Ich fand das zwar jetzt interessant, aber wir kommen vom Thema ab.
Vielleicht auch noch etwas zum Referendariat:
Seit ich im Schuldienst bin, hat kein Referendar, dem ich begegnet bin, sein Referendariat abgebrochen, bis auf die letzten drei Jahre. Da waren es 3 Referendare (2 Grundschule, 1 Gymnasium), die den Stress nicht mehr aushielten oder mit dem ganzen hierarchischen System und den ellenlangen Dokumentationen mit Begründungen, die man anscheinend nach Gusto des Seminarleiters erstellen muss (war jetzt jemand vom Gymnasium, der das sagte) nicht mehr klarkamen. Alle Referendare hatten das Gefühl, dass man von ihnen Perfektheit erwartete, die sie nicht leisten konnten.
Inzwischen gibt mir das sehr zu denken! Irgendetwas stimmt da nicht mehr.
Ich hatte in meiner Ausbildung nie das Gefühl, dass ich perfekt sein muss, eher, dass ich meine Sachen so gut ich kann erledigen soll, das andere kommt dann schon. Ich hatte mich eher unterstützt und als Lernende gesehen als unter Druck.