Beiträge von Kiggie

    Wir haben jetzt ganz unfassbar viel Aufsichten, weit über die Pausen hinaus. Mir graut davor, auf dem Schulhof herumzulaufen und die Leute auseinanderzutreiben. Habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht? Funktioniert das? Bei den Prüfungen sind alle ganz brav, aber es gibt auch weniger einsichtige Schüler ... Ich sehe mich da schon mit Schlag- äh - Zollstock rumfuchteln ... Das ist so gar nicht meins.

    Wir haben zum Teil gar keine großen Pausen, sondern individuelle Unterrichtszeiten. Da bin ich auch mal gespannt, das trifft auf meinen Unterricht zu.

    Zum Teil, beim eher schwierigen Klientel, gilt (duales System, Handwerk), nach Hause, bzw. in den Betrieb schicken. Betrieb und Bereichsleitung informieren. Da bin ich sehr glücklich mit.

    Ich gebe da eine 5. in einem Fall (Klausur war 6, null Beteiligung, will eh wiederholen, verweigert alles) auch eine 6.

    Wenn die plötzlich mit dem Zeugnis abgehen will ich nicht diejenige sein, die da eine 4 gegeben hat. Das ist den anderen gegenüber nicht fair, die sich reingehängt haben und eine 4 schaffen.

    Genau das!

    Wenn sich jemand bemüht und mitteilt, dass er geht, bin ich auch immer bereit das zu honorieren, aber ich habe auch drei Kandidaten, die komplett durch Nichtstun auffallen, auch vorher schon, da wird es die Konsequenz geben. Auch wenn alle versetzt werden, ich will nicht hinterher gefragt werden, warum hatte der bei dir denn ne 4?

    Ich kann das nachvollziehen, Tagesschau schaue ich nur noch sporadisch.

    Was mir hilft: Selbst positive Dinge erzeugen und dies in die Zeitung bringen. Ich bin ehrenamtlich/gemeinnützig tätig für ein besseres Klima im Bereich Radverkehr. Da freue ich mich über die positiven Beiträge, die ich leiste und das Danke von den Menschen, denen ich helfen konnte.

    Leider macht aber die Umweltkatastrophe keine Pause, nur die Arbeit daran, dass Klima zu verbessern. Das stimmt mich trauriger als der Virus. Aber dagegen arbeite ich eben auch selbst an.

    Ich bin positiv überrascht: Der Schnitt an freiwilligen wiederholern ist bei meinen sus dieses Jahr höher, als der Schnitt derer, die sonst wiederholen MÜSSEN, weil die Noten nicht stimmen. Das liegt vor allem daran, dass die meisten zuhauss gemerkt haben, das sie alleine mit den Aufgaben ohne Präsenzunterricht heillos überfordert sind. Sonst kommen die mit tausend Hilfestellungen und Erklärungen immer irgendwie noch mit im Unterricht und wollen dann nicht auf den Ratschlag hören, dass sie den nächsthöheren Bildungsgang nicht schaffen können. Zumindest in der Hinsicht der selbsteinschätzung kann ich der corona Zwangspause also etwas gutes abgewinnen.

    Weiß gar nicht, wie das bei uns ist. Ich wüsste ein paar Kandidaten, aber habe noch nichts von Gesprächen oder so mitbekommen. Bin selbst aber auch keine Klassenlehrerin.

    Ich habe gestern (mit recht viel Aufwand verbunden) einen Test in Moodle erstellt.

    Und zwei Schüler, die noch nie was bei mir abgegeben haben oder sich gemeldet haben, haben ihn absolviert. Alleine dafür hat es sich gelohnt! <3

    Egal, wie viele insgesamt den Test bearbeiten. Darüber freue ich mich gerade tierisch (bekloppt oder? ^^)

    Im Raum mit viel Abstand ziehe ich meine Maske auch ab. Bei uns sind aber auch konsequent alle Türen und Fenster offen, also eine gute Zirkulation.

    Es gibt keinen 100%igen Schutz!

    Aber die Chance bei Ansteckung die Virenlast gering zu halten und darum geht es.

    Ein bisschen anders als sonst.

    Zu beginn alle reinschauen und dann werden kurz Fragen geklärt, die dem Verständnis der Aufgabenstellung dienen.

    Wenn Schüler später Fragen hatten, mit Abstand, Maske bei Beiden.

    Die Maske verringert ja die Gefahr gerade wenn man sich näher als 1,50 m kommt.

    Ansonsten hast du hier bereits viele hilfreiche Tipps bekommen. Aber annehmen willst du sie anscheinend nicht. Du findest lieber Gründe, warum das alles einfach doof ist. Ist auch ne Einstellung. Bringt dich aber nicht weiter.

    Nicht nur, warum alles doof ist. Sondern Gründe, warum sie gekündigt werden wird.

    Aber eine Kündigung, gerade bei Lehrern (scheinbar bist du angestellt?), ist nicht eben so ausgesprochen.

    Oder bist du nicht beim Land angestellt? So klingt es für mich fast zum Teil. Als Landesangestellter -beamter hat man es doch recht gut. Da muss man schon ziemlich arg danebenliegen.

    Aber nein, ich vergaß, erst gestern wieder gelesen in der Zeitung. Lehrer gekündigt, weil Klassenarbeit zu spät zurück gegeben.

    Sorry, ich kann das nicht mehr ernst nehmen. Langsam klingt es nach Troll für mich. Spätestens mit den Gesetzen der EU.

    (Willst du auch bezahlt werden, wie manche Lehrer in der EU?)

    In dem von dir zitierten Absatz geht es um Unterrichtseinsatz, nicht um Prüfungen.

    Zum Beispiel sind bei uns viele Lehrkräfte, die nicht unterrichten oder in Prüfungen der Schule eingesetzt sind, aber in den IHK und HWK Prüfungen mitwirken...

    Und was machst du mit Schülern, die aufgrund ihrer technischen Ausstattung nicht teilnehmen können?
    Aufgabenabgaben dürfen lediglich positiv bewertet werden. Wenn du also einen Schüler hast, der nichts abgibt, darfst du ihm keine schlechte Note geben. Daher bin ich sehr vorsichtig was die Bewertung angeht.

    Wenn zum Teil Präsenzunterricht ist und ich eine Aufgabe bis zum nächsten Präsenztag aufgebe, dann dürfte ich das wohl problemlos bewerten dürfen, oder?

    Online-Meetings zu bewerten erachte ich auch nach wie vor als kritisch.

    Ich zitiere mich mal selber, denn mittlerweile ist das oben Genannte Erlasslage. Auch für die BVJ- und Berufseinstiegsklassen soll der Unterricht in desem Schuljahr schon am 26.06. enden. Unsere Schulleitung "überlegt" noch, inwiefern das zu Minusstunden führt (ich hätte dann ab übernächster Woche zunächst vier, ab KW 27 sogar 20 Minusstunden; zum Glück starten in KW 29 die Sommerferien)...

    Ich hoffe für dich, dass es nicht so kommt. Bzw. höchstens durch andere Aufgaben (die ja zum Teil in der aktuellen Zeit ja auch schon durchgeführt wurden) einfach verrechnet werden.
    Kann ja eigentlich nicht sein.

    Es wäre natürlich eine Hoffnung meinerseits gewesen, ob sie jetzt realistisch oder nicht war, dafür bin ich zu wenig Virologe - da bist du fachlich näher dran. Aber klar, aus heutiger Sicht ist mir nicht so ganz klar, warum man jetzt den Lockdown in der Form wählte, wie er in Deutschland passierte - außer, es ging wirklich nur und ausschließlich darum, zu verhindern, dass das Gesundheitssystem kollabiert (aber auch dann hätte man den extremen Lockdown wählen können, oder?).

    Warum einen extremen Weg gehen, wenn es auch in sanft funktioniert?

    Gründe für das Runterfahren, also den Mehrwert, habe ich oben geschrieben.

    Nicht nur Gesundheitssystem sondern auch Zeitgewinnung um Testkapazitäten auszuweiten und Behandlung zu erforschen.

    Durch den Lockdown hat man ja definitiv Zeit gewonnen,

    - man kann den Virus nun besser einschätzen (zumindest im Ansatz).

    - Krankenhäuser und Praxen konnten sich vorbereiten

    - man weiß (?) mittlerweile bessere, wie man behandeln kann

    - die Leute sind (zumindest zum Teil) vorsichtiger.

    Daher denke ich auch dass soweit alles richtig war. Aber eben auch, dass es nicht ewig so weiter geht.

    Mir graut es mehr vorm ÖPNV als vor den Schulen. Wobei es dort auch manchmal echt eng zugeht. Also rollierendes System für den Start empfinde ich persönlich auch als entspannter.

Werbung