Darf ich mal so provokant fragen: Viele scheinen ja BBS für sich als sehr gut zu empfinden. Warum ist das so? Es liest sich so (alles zusammen genommen, niemand spezielles), als das es auch oder insbesondere? ist, weil man "wenig" Arbeit hat. Die Schüler kommen eh nur kurz, oder gehen wieder ohne Abschluss, richtig was beibringen kann man auch nicht? Also mal salopp gesagt: Ich mache unterricht, ob sie was mitnehmen ist egal. Besonders Mühe gegeben wird sich nicht.
Definitiv sehr salopp gesagt.
Natürlich hast du gerade an einer BBS auch Schüler, die entweder schulpflichtig oder aus Gründen von Kindergeld (und keine Ausbildung) dort sind.
In einer Mittelstufe der Berufsfachschule (also 12. Klasse) habe ich zwei Schüler, die sich eigentlich abmelden wollten, stören und nichts tun, aber nun doch bleiben, weil keine Alternative und eben Kindergeld. Aber genauso habe ich einen Schüler, der wiederholt diese Klasse, war letztes Jahr richtig schwach und hat nun keine 5 mehr. Manche kriegen also auch die Kurve. Und diese erfreuen mich extrem.
Wenig Arbeit? Warum sollte es weniger sein? Es ist andere Arbeit.
Vor allem auch die Unterrichtszeiten sind breit gefächerter behaupte ich mal. Kommt aber auch wieder alles auf die Ausrichtung an.
Der Vorteil? Es ist eine Sek II Schule. Im Prinzip sind die Schüler mehr oder weniger freiwillig dort. Ich muss keinen mitschleppen! Und ich habe keine Eltern die mir an den Karren pissen wollen, weil der Sprößling eine schlechte Note hat.