Es kamen schon die ersten Einwände, dass man auch das Tragen einer anderen Kopfbedeckung letztlich mit der "persönlichen Überzeugung" oder "religiösen Ansichten" begründen könnte.
Die Schülerinnen, die das sagen, wissen, dass das vorgeschoben ist. Das kann man ihnen auch so zurückmelden. Man könnte dann ein Gespräch über Glaubensfreiheit und religiöse Toleranz anschließen.
Ich verlange übrigens nicht, dass die Schülerinnen die Kopfbedeckungen abnehmen. Ich erkläre ihnen, dass das Ablegen der Kopfbedeckung (und auch das Ablegen der Jacke) bedeutet, dass man irgendwo angekommen sei, sich womöglich sogar dort wohl fühlt. Insofern bedeute das Aufbehalten der Kopfbedeckung, dass man eben (noch) nicht angekommen sei. Und wenn sie in Klassen genau so sitzen möchten, wie an der Bushaltestelle, dann sollten sie das tun.
Für etwas zwei Drittel reicht das. Mit dem Rest verschwende ich meine Zeit nicht. Sie dürfen so auf mich wirken, wie sie möchten. Allein. Von mir bekommen sie (einmalig) eine Rückmeldung über ihre Wirkung nach außen. So bekommen sie einen klitzekleine Übung darin, etwas für sich zu entscheiden und auch die Verantwortung dafür zu übernehmen.
Manchmal lassen sie die Mützen auch auf und die Jacken an, weil ihnen kalt ist. Soll ich da noch über diskutieren? Manche haben sogar Fleece- oder Wolldecken dabei.