Beiträge von O. Meier

    Da sich offenbar alle Entscheidungen in der katholischen Kirche auf theologischen Antworten begründen, muss sie sich ja keiner Kritik stellen.

    Doch, muss sie. Sie möchte es nicht. Aber so einfach ist das nicht. Die Frage nach geschlechtsspezifischen Berufsverboten bleibt eine politische und eine gesellschaftliche Frage, auch wenn das Einzelnen nicht passt.

    Aber ich nehme die implizierte Erklärung der katholischen Kirche, sich mit politischen oder gesellschaftlichen Fragen nicht befassen zu möchten, gerne zur Kenntnis. Macht das bitte so. Haltet euch einfach raus, wenn es um Menschen geht.

    Beschäftigt euch damit, wieviel heiße Luft in eine Knalltüte geht oder mit theologischen Fragen. Nicht, dass euch der Zeitgeist überrollt.

    Die Mitgliedschaft in der Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts, ja.

    Die dürfte für die Beiträge relevant sein.

    Die Mitgliedschaft in der Kirche als mystischer Leib Christi ist zumindest nach erfolgter Taufe nicht rückgängig zu machen (character indelebilis).

    Ui, da klappern aber die Worthülsen, wenn sie auf den Boden fallen. Ich sehe nicht, dass diese Folge von Worten irgendeinen Sinn ergeben könnte. Eine rechtliche Bedeutung hat sie aber nicht, insbesondere kann daraus keine Verpflichtung zur Zahlung ableitet werden. Die Verpflichtung zur Zahlung entspringt - wie bei einem Verein - nun mal einer Mitgliedschaft, die durch einseitige Erklärung beendet werden kann.

    Die sind freiwillig.

    Mit der Mitgliedschaft ist man zur Zahlung verpflichtet, im Verein wie in der Religionsgemeinschaft.

    Die Kirche ist kein Verein

    Mag sein. Relevanz?

    die Kirchensteuer kein Mitgliedschaftsbeitrag.

    Ich sehe da einen Unterschied in der Begrifflichkeit, gerne. Die Einziehung zusammen mit der Einkommenssteuer ist sicher ein administrativer Unterschied. In der Sache sehe ich viele Gemeinsamkeiten, z. B. die Verpflichtung zur Zahlung in Folge der Mitgliedschaft.

    Kirchensteuer fehlt auch noch, meine ich?

    Die Beiträge zum Sportverein auch. In den allermeisten Vereinen sind die Mitglieder zur Zahlung dieser verpflichtet. Diese Verpflichtung geht man mit der Mitgliedschaft ein.

    Die Mitgliedschaft im Sportverein ist wie die in einer Religionsgemeinschaft individuell und freiwillig.

    Die Beiträge zahlt man ebenso individuell von dem, was man hat oder bekommt. Das soll alles in den Besoldungsrechner einfließen?

    ChatGPT ist keine belastbare Quelle.

    „geht nicht, also muss es gemacht werden wie bisher“?

    Es geht immer alles nicht, bis man es einfach macht. In NRW haben die Kolleginnen jahr(zehnt)elang auf die Erstattung der Reisekosten verzichtet, weil es so auf dem Formular stand (und sie den Passus nicht gestrichen haben). Dann hat eine Kollegin geklagt und das ganze Kartenhaus ist zusammengebrochen. Und auf einmal hat das Ministerium im Keller Geld für Klassenfahrten gefunden.

    So lange Lehrerinnen mit einem zu geringen Betreuungsschlüssel ins Bad gehen, muss das Land sich keinen Kopp machen. Wenn sie das nicht machten, passierte etwas. Tatsächlich dürfte es doch niemandem egal sein, wenn eine Schülerin ertrinkt. Das allein müsste doch reichen, um Sicherheit an erste Stelle zu stellen. Wem das nicht reicht, sollte sich (um mal auf den Ausgangspunkt des Thread zurückzukommen) vergegenwärtigen, dass man eben auch noch (straf)-rechtlich das Nachsehen hat, wenn etwas passiert.

    Ich bin Trainerin für eine, sagen wir, nicht ganz risikofreie Sportart. Laut Erlass „Sicherheit im Schulsport“ für NRW reichte sogar eine geringere Qualifikation als das, um an der Schule das gleiche zu machen wie im Verein. Das ergibt keinen Sinn, die physikalischen Gesetze sind ja nicht anders. Der Betreuungsschlüssel ist auch ein anderer. Ich dürfte anderthalb mal so viel Schülerinnen ausbilden und beaufsichtigen, wie der Fachverband vorsieht. Äh, nö. In meiner AG gab es immer nur so viel Plätze, wie ich nach Fachverbandssicht hätte haben dürfen. Was soll der Quatsch. Ich kann doch nicht auf einmal um die Ecke kucken, nur weil das eine schulische Veranstaltung ist.

    Auch in den vereinseigenen Jugendgruppen steht Sicherheit an erster Stelle. Es gibt keinen Kompromiss zwischen richtig und falsch.

    Zum Thema: Man sollte schwimmen können. Schwimmunterricht gehört in die Schulen. Aber wenn die Dienstherrin nicht für genug Personal sorgt, kann das nicht stattfinden. Wie absurd ist das denn? Die Kinder sollen Schwimmunterricht bekommen, damit die nicht ertrinken, und dann ertrinken sie während dieses Unterrichts, weil mal wieder an den Schulen gespart wurde.

    Nur ist vom Danebenstehen und bedauern, wie schwer es die armen Hascherl doch haben keinem einzigen davon geholfen.

    Ihr scheint euch recht einig zu sein, das aus SH genau nur das tut. In ihren Beiträgen hier aber wird nicht ihr komplettes Leben beschrieben. Apropos beschreiben: bevor man sich über Lösungen Gedanken macht, sollte man klar haben, wie die Situation überhaupt ist. Ich bin da immer etwas vorsichtig, wenn man sich in der Problemanalyse nicht einig ist, man aber schon Lösungen parat hat - vornehmlich schnelle und einfache.

    Ich werde hier nicht ums Eck kommen und erklären, man müsste nur dies und das und fertig. Über Generationen ansozialisierte Defizite wird man nicht so schnell los. Und wir müsse auch damit leben, dass es vielleicht nicht bei jeder klappt. Sehr wohl meine auch ich, dass auch das zu unserem Erziehungsauftrag gehört. Gleichwohl sparte ich gerne Zeit bei der Verwaltung, um diese dann in junge Menschen mit entsprechendem Bedarf zu investieren.

    Ein Punkt wurde schon angesprochen, nämlich der Zugang zu den möglichen staatlichen Hilfen. Ich fand z. B. die Kindergrundsicherung eine gute Idee. Alle Hilfen zusammenfassen, damit es eine zuständige Stelle gibt, an die man sich wenden kann. In der gesetzlichen Umsetzung hat die Ampel-Koalition kläglich versagt. Es wurde nur darüber diskutiert, was das mehr kostet. Dabei muss es gar nicht mehr kosten, man kann sogar Verwaltungskosten sparen. Es geht um eine andere Organisation eines Hilfe-Konglomerats. Am um Ende bleibt über, dass die Union das wieder abschaffen möchte. Grandios, den ganzen Tag über christliche Werte, Familie und Kinder lamentieren, aber wenn die Grundsicherung für die ach so lieben Kinder abgeschafft werden soll, nicken das alle ab. Also die Idee ist gründlich verkackt worden. Und dagegen dürfen wir dann anarbeiten, wenn wir Einzelnen helfen wollen.

    Der Aufwand ist aber im Vergleich zu der Korrektur nicht wirklich erwähnenswert. Vor allem, wo es in Geschichte eh so einen Fundus an Klausuren gibt

    Berufliche Schule? Geschichte? Aha. Bundesland?

    Wenn viel Zeit für Wiederholungsklausuren drauf geht, musst du woanders sparen. Wenn ich dich richtig verstehe, macht es keinen Unterschied, wie aufwändig du den Unterricht vorbereitest.

    Oder du gibst allen 'ne Vier, bereitest wenig vor und machst dir 'nen lauen Lenz.

    Have fun.

    Was ich sagen will: Es muss nicht jeder in Köln, München, Hamburg, Tübingen, Münster, etc. studieren, besonders nicht für Allerweltsfächer und erst Recht nicht, um Lehrer zu werden. Wer das möchte, soll es bezahlen.

    Es hat halt nicht jede die Wahl. Einige können sich leisten (bzw. die Eltern können das), sich den Studienort auszusuchen. Andere müssen das nehmen, was sie bezahlen können.

    Für mich war es ebenfalls kein Problem, in einer „preiswerten“ Stadt an einer relativ kleinen Universität zu studieren. Das zweite empfand ich sogar als Vorteil, ich habe dort wirklich etwas lernen können. Trotzdem gibt es die oben beschriebene gesellschaftliche Asymmetrie.

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