Beiträge von O. Meier

    st doch gerade die persönliche Beziehung, die ich mit Gott habe, richtig?

    Die persönliche Beziehung zu fiktiven Figuren gibt mir eher Anlass zur Sorge. Aber wie dem auch sei, der Streit um die Innenansicht verschiedener Religionen, die unter dem Label „Christentum“ zusammengefasst werden sollen, bringt uns dann weiter, wenn wir mal wieder einen Krieg führen wollen. Dazu hält die Auseinadersetzung um den „richtigen Glauben“ traditionell Anlässe bereit.

    Wir sollten die Religionen an ihrer realen Erscheinung messen. Wenn jemand ihre Maßstäbe auf die ganze Gesellschaft ausdehnen will, ist es mir wurscht, ob sie auf die Ideen in der „Kommunikation mit Gott“ gekommen ist. Sie muss schon Argumente für das konkrete Vorhaben finden.

    das Gebet die tägliche Kommunikation und der regelmäßige Kontakt zu Gott.

    Es wirkt doch wie eine sehr einseitige „Kommunikation“.


    Von außen mag das wie Äußerlichkeiten aussehen, aber für gläubige Christen ist das der Kern ihrer Religion.

    Zauberwald hat dies in der Innenansicht als Äußerlichkeiten wahrgenommen. Es scheint da unterschiedliche Wahrnehmung zu geben. Und überhaupt. Wenn alle, die sich als Christinnen bezeichnen, sich im Verständnis ihrer Religion einig wären, hätten wir jede Menge Ärger nicht.

    Warum ist "kein Sex vor der Ehe" schlimm (oder "bekloppt")?

    Sagte jemand so etwas? Oder wird hier einer These widersprochen, die keiner aufgestellt hat.

    Ist doch eine individuelle Entscheidung.

    Ist es das? Zunächst mal ist das eine Entscheidung von (mindestens) zwei Personen. Einvernehmlich soll's ja schon sein. Der Punkt ist aber, dass es Menschen gibt, die diese Entscheidung nicht den Betroffenen überlassen wollen. Solche, die sich z. B. „göttliche“ Gebote ausdenken, um Leute dazu zu bewegen, diese Entscheidung nicht frei mit den Partnerinnen zu treffen, sondern den Wünschen Dritter nachzugeben.

    Wer sonst sollte denn Nachprüfungen vorbereiten und abnehmen, wenn nicht der (ehemalige) Fachlehrer?

    Es muss möglich sein, die Nachprüfung auch ohne die jeweilige Fachlehrerin abzunehmen. Diese kann aus unterschiedlichen Gründen verhindert sein; krank, tot, im Sabbatjahr, pensioniert, in ein anderes Bundesland gewechselt, versetzt, in Elternzeit ...

    Wenn jetzt für die Schülerinnen und Schüler an vielen Schulen verpflichtend iPads angeschafft werden mussten, sollte das ja eigentlich die alten Rechnerräume überflüssig machen.

    Nein. Wie du ausführst, brauchen wir nach wie vor Computer.

    Den sozioökonomischen Hintergrund würde ich als Kriterium eher ausschließen, da es auch im akademischen Bereich (und sogar unter Ärzten) Impfskeptiker gibt.

    Ohje. Akzidentelle Verallgemeirung, tät ich sagen. Wie hoch der Anteil der Spinnerinnen in der jeweiligen Gruppe ist, wäre vielleicht auch interessant. Oder? Zu kompliziert?


    Auch hier gehe ich davon aus,

    Man kann von allem möglichen ausgehen. Vielleicht wäre es aber hilfreich, solche Annahmen zu begründen.

    Nachdem diese Art der Bekleidung in der Grundschule aber nicht aus der Religion begründbar wäre-

    Ich halte nichts davon, anderen zu erklären, wie ihre Religion funktioniert, wie dieses oder jenes „richtig“ auszulegen sei. Damit haben sie untereinander schon genug Anlass, sich zu streiten.

    Du beziehst dich darauf, dass sich Verhüllungegebot an geschlechtsreife Frauen wendet und dessen Übertragung auf Kinder diese unangemessen sexualisert. Ja, das sehe ich auch so. Die Gläubigen sehen das womöglich anders. In einer Religion, deren Prophet mit einer Achtjährigen verheiratet war, gelten womöglich andere Maßstäbe.

    Wo soll nun die Grenze sein, zwischen den religiösen Regeln, die man anerkennt, und denen, die man nicht als Begründung zulässt? Das Tragen des Ganzkörperbadeanzugs richtet womöglich keinen Schaden an. Die Sozialisierung des Kindes in ein gruseliges Geschlechterrollenbild durchaus. Das sollte der Maßstab sein, nicht die Interpretation einer Religion.

    allein schon aus meiner Sicht als Informatiklehrer, kein Fan von IPads

    Fan bin ich von überhaupt nichts. iPads haben in der Medien- und Informationswelt durchaus ihre Berechtigung — vornehmlich als Konsumgerät. Die Idee, dass man damit einen Computer ersetzen könne, ist absurd. Trotzdem können wir den jungen Menschen zeigen, wie man damit systematisch arbeitet, was geht und wo die Grenzen sind.

    Wir nehmen ihnen die Chance, die Auswahl von Werkzeugen zu lernen, indem wir ihnen die Geräte vorsetzen.

    In NRW wurden ja nicht massenhaft iPads in die Schulen geschwemmt, weil so gut geeignet sind für die Schule, sondern weil die unter der magischen 500-Euro-Grenze des Endgeräte-Feigenblatt-Programms lagen.

    Bei 'nem Raspberry Pi bekommt man einen Wolfram-Mathematica-Lizenz mit dazu. Okay, das ist auch nichts a priori auch nciht für Schülerinnen, aber immerhin.

    Nochmal zu Wolfram Alpha, das ich tatsächlich für Schülerinnen für zu oversized halte. Das grundsätzliche Problem scheint mir zu sein, dass man damit so arbeitet, dass man dem System ein paar Brocken hinwirft, das schaut nach, was es machen kann und wirft seinerseits die eigenen Brocken hin.

    Ich stelle mir aber eine eher kontrollierte Arbeitsweise vor. Man benennt die z. B. die Funktion, um die es gehen soll und lässt sich dann die Nullstellen der ersten Ableitung derer berechnen. Mit den Ergebnissen rechnet man dann weiter. Etc. Dann kann die Schülerin nachweisen, dass sie weiß, was sie da tut, auch wenn sie selbst rechnet. Ist die Anfrage nicht hinreichend genau, bekommt man keine Antwort. Ist in Alpha die Frage nicht genau genug, tritt das System in den Brockenschmeiß-Wettbewerb ein.

    Die allerdings, wie von mir angesprochen, kostenpflichtig ist. Momentan 32,99€ pro Stück, [...] Müsste halt der Schulträger beschaffen

    Mal sehen, ob sie das tut. Das System, nach dem bei der Schulträgerin mal Geld da ist und mal nicht, hat noch keiner erkannt.

    Gibt es davon eine Demo- oder Test-Version?

    Tastaturcover für's IPad?

    Haben wir nur für einen Teil der iPads. Aber die Erkenntnis, dass die ganze Tabletnummer nur mit zusätzlicher Hardware zum Arbeitsgerät wird, ist ja auch nicht neu. Das hält halt den Hype nicht auf.

    Ich danke für den Hinweis und präzisiere meine Frage: Kennt jemand eine CAS-App, für's iPad, die er guten Gewissens empfehlen kann?

    Man muss es halt nur lernen. Gib dir und vor allen den SuS da einfach ein bißchen Zeit.

    Ich HABE schlicht keine Zeit für so etwas. Der (einzige) Vorteil an den Bildschirmtastaturen ist, dass man sie an die Erfordernisse der App anpassen kann. Die Verweigerung dessen ist ein klares Ausschlusskriterium.

    Weiter: egal, ob ich mich daran „gewöhne“ oder etwas übe, selbst wenn es dann schneller geht, der Umstand, dass ich zwischen verschiedenen Tastaturbelegungen umschalten muss, bleibt.

    Gibt es nichts, dass jemand guten Gewissens empfehlen kann?

    Wir haben bisher als CAS für den Mathematik-Unterricht GeoGebra (also dessen CAS-Teil) auf Desktop-Rechnern verwendet.

    Jetzt wurden wir aber digitalisiert und es fliegen überall iPads ’rum. Setzen wir diese im Mathematik-Unterricht ein, sparten wir uns den Gang in den Computerraum.

    Nun habe ich mir die GeoGebra-Adaption auf dem iPad mal angesehen und fand die nicht gut. Auf den Bildschirm-Tastaturen eine Funktionsgleichung einzugeben, war ein rechter Krampf. Man musste mehrfach die Tastatur umschalten, um die passenden Symbole zu finden.

    Daraus resultiert meine Frage, ob ihr mit anderer Software bessere Erfahrungen gemacht habt.

    Merke, Lehrer studieren nicht nur ein Fach.

    Ich habe eines studiert und zwei anerkannt bekommen. Aber egal, es ging mir darum, dass die Aussage, man bräuchte im Studium einen Taschenrechner, einigermaßen unspezifisch ist. Dass man in Fächern, in denen viel gerechnet wird, einen zur Hand nimmt, ist ja trivial. In vielen anderen Fächern braucht man halt keinen.

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