Beiträge von O. Meier

    Ich vertraue darauf, dass mir die Wahrheit gesagt wird, da das Konzept von Geschlecht nicht irgendetwas beliebiges ist, worunter jeder etwas anderes versteht. Alle wissen, was ein Mann und eine Frau ist, da es objektive Kriterien dafür gibt.

    Okay. D. h., dass du nur bestimmte Selbstauskünfte akzeptierst. Wie wendest du denn diese objektiven Kriterien im Alltag an?

    Was ist mit Säugetieren, die bei ihrer Geburt der menschlichen Spezies zugeordnet wurden und sagen "Ich bin kein Mensch."?

    Ist das ein Problem, das dich beschäftigt? Möchtest etwas zu dessen Lösung beitragen? Oder geht esn nur darum, zu sagen, dass man sich nicht mit <A> beschäftigen möchte, so lange sich andere nicht um <B> gekümmert haben?

    Siehe ihr Musikvideo zu "Stupid Girls" aus dem Jahr 2006!

    Das ist ja eine künstlerische Darstellung, keine Reportage.

    Sie machte immer schon, worauf sie Bock hatte, ohne je ihr Geschlecht infrage zu stellen.

    Ist das die Message? „Macht wozu ihr Bock habt. Nur euer Geschlecht in Frage zu stellen, lassen wir euch nicht durchgehen.“

    OK.

    Das, was du zitierst, sind Selbstauskünfte.

    Das klingt ein Bisschen, als seien Selbstauskünfte was Schlimmes. Wenn du im Alltag jemandem begegnest, dessen Geschlecht du falsch einschätzt, sprichst sie mit — sagen wir — „Herr Meyer“ an (womöglich weil auf dem Namensschild keine Anrede mit dabei steht), und die Person weist dich kurz darauf hin, dass „Frau Meyer“ aber richtig wäre, nimmst du dann diese Selbstauskunft ernst oder prüfst du dass meyersche Geschlecht wie Crocodile Dundee, weil dir die tiefe Stimme suspekt ist?

    An der Stelle würde mich zu sehr interessieren, was für sie z.B. Mannsein bedeutet und warum das auf sie nicht zutrifft.

    Dann frag' sie doch. Es scheint sich ja um öffentlich bekannte Fälle zu handeln. Haben die sich nie dazu geäußert?

    Oder ist das eine Aufforderung zur Spekulation?

    Zeig du mir lieber mal die wissenschaftliche Grundlage für die Annahme, jeder könne sich sein Geschlecht einfach wählen und dies hätte dann Gültigkeit.

    Es geht gar nicht darum, sein Geschlecht einfach zu wählen. Diese Darstellung ist schon respektlos.

    Auch wenn ich schätzen würde, wenn mehr auf wissenschaftlicher Basis entschieden würde, so funktioniert unsere Gesellschaft nicht. Die Wissenschaft liefert Fakten, diese ethisch einordnen müssen wir selbst.

    Wo ist die wissenschaftliche Begründung für die Existenz eines Verfassungsgerichts?

    Frapper hat übrigens auch den Unterschied zwischen sozialem und biologischem Geschlecht erwähnt.

    Und man ist dann respektlos, weil man nicht das Gendersternchen verwenden möchte?

    Wäre schwierig, wenn ich das jetzt so sagte. Ich verwende ja das Gendersternchen auch nicht. Aber um die Respektlosigkeiten zu erkennen, muss man mindestens die Bereitschaft haben, respektvoll über andere zu sprechen.

    Es ist durchaus möglich, dass Menschen die Sensibilität fehlt, die eigene Respektlosigkeit zu erkennen.

    In diesem Thread wurde viel erläutert. Wenn das alles nicht hilft, muss man such keinen weiteren Versuch starten.

    Vieles, das hier geäußert wird, kommt mir aber als bewusste Provokation vor. Als besondere Würze, kuckt man dann ganz unschuldig.

    Insgesamt habe ich aber keine Lust mehr, jede Pöbelei einzeln klarzustellen. Die Äußerungen sind auch ohne das entlarvend genug. Und wer sich mit solchen Sprüchen gefällt, braucht erst recht keine Erklärung.

    Und die Erklärung der Tatsache, dass das Geschlecht eine soziale Konstruktion ist, verschwende ich nicht an solche. Sie dürfen aber gerne die genetische Untersuchung vorlegen, die den Chromosomensatz, nach dem sie ihr Geschlecht ach so eindeutig festlegen, nachweist.

    Ich werde mich hier nicht für Frauenquote aussprechen. Nicht wegen beruflicher Kastrationsängste, sondern weil ich nicht sehe, dass man damit gegen männerbündische Diskriminierung ankommt.

    Es ist aber schon faszinierend, wie weit der sexistische Müll geht, der im Laufe einer solchen Diskussion geäußert wird. Ähnlich abstoßend ist die hier geäußerte Respektlosigkeit Menschen gegenüber, die mit ihrer sexuellen Identität in unserer Gesellschaft massive Probleme haben (und nicht etwa einen Frauentoiletten-Fetisch).

    Und doch ist i.d.R. bei überwiegend ausreichenden Leistungen und nur wenigen mangelhaften Leistungen insgesamt noch das Urteil "ausreichend" zu fällen. Kris24 weist vollkommen zurecht darauf hin, dass anderweitige Entscheidungen im Zweifelsfall vor Gericht kaum Bestand haben dürften, es sei denn es kommen belastbare Argumentationen dazu, warum die Gesamtleistung insgesamt mangelhaft war.

    Mangelhaft bedeutet, dass es erhebliche Mängel gibt. Wenn diese in einzelnen Leistungen aufgetreten sind, ist zu überprüfen, am sie am Ende noch bestehen und ob sie in der Gesamtschau immernoch erheblich sind. Bei einem mangelhaften Ausrutscher vielleicht nicht. In anderen Konstellationen sehr wohl.

    Womöglich gab es auch ungenügende Leistungen, die „rechnerisch“ durch bessere Noten ausgeglichen werden zu können scheinen. Ungenügend bedeutet aber, dass die Mängel nicht in absehbarer Zeit zu beheben sind. Da ist die Annahme, dass diese zum Jahresende verdunstet sein könnten, schon gewagt.

    Aber solche Abwägungen trifft man halt. Mich stört es nur, wenn jemand ganz furchtbar genau rechnen will, am liebsten auf sieben Nachkommastellen, und wenn einem die errechnete Zahl nicht passt, wird grob gerundet.

    Bei der Prüfung zum zweiten Staatsexamen wurde mir übrigens erläutert, dass wir mit 4,0 bestanden hätten. Mit 4,1 nicht. Dort wird tatsächlich zur Ermittlung der Gesamtqualifikation errechnet und dnn auch dieses Rechenergebnis zu Grunde gelegt.

    Produziert jemand im Abitur überall 05 Punkte, aber an nur einer Stelle nur 04 Punkte (entspricht in etwas 4,3), ist sie durchgefallen oder nicht zugelassen. Überwiegend ausreichend?

    An den Stellen, wo tatsächlich nach PO gerechnet wird, wird das Ergebnis entsprechend genau genommen.

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