Beiträge von O. Meier

    Ich wollte damit nur sagen, dass man auch mit mehr Stoff schwimmen kann und es nicht der Intention des Schwimmenlernens widersprechen muss.

    Das dürfte unstriitg sein. Nach der bisherigen Darstellung handelt es sich um dezidierte Schwimmkleidung. Inwiefern benötigt man Kenntnisse über Turnerinnen-Bekleidung, um das zu beurteilen?

    Und - dass sich manche Menschen einfach wohler fühlen, wenn sie mehr Stoff am Körper haben. Und das auch einer Grundschülerin zugestanden werden kann, wenn sie es gerne möchte.

    Ja, das kann man ihr zugestehen. Wozu benötigen wir Beispiel von Kolleginnen, die lieber langärmelig ihr Auto reparieren, um der Schülerin das zuzugestehen? Hier wolte halt viele noch mal was Anekdotisches schreiben, einen Schwank aus der Jugend oder irgendeine Erfahrung am Strand, im Freibad oder bei Aldi. Fein.

    Das Problem, vor dem man hier steht, kann man damit natürlich prima überdecken. Ist „mehr Stoff am Körper“ der Beweggrund? ist es der einzige? Inwiefern machen die Eltern hier dem Mädchen Vorschriften, die seinem Schwimmgefühl entgegenstehen. Vielleicht wäre es mit weniger Stoff noch zufriedener. Hilft man ihm als Schule, wenn man da eine andere Position vertritt. Oder schützt man es mehr, wenn man die Schwimmkleidung akzeptiert.

    Und was ist mit dem Geschlecherrollenbild, das womöglich hinter der Verhüllung steht? Kennen wir das? Können wir das vernatowrten? Möchten wir, dass ein Mädchen so aufwächst? Und wieviel religiöse Toletranz brauchen wir und wie viel können wir uns leisten?

    Das finde ich alles ziemlich schwierig und ich habe auf keine der Fragen eine Antwort. Darüber hätte man sprechen können. Aber es war ja wichtiger, zu erzählen, wie man selbst joggen geht und wie man sich auf der Hütte wäscht. Danke schön.

    Mit der Rechtfertigung, dass es in bestimmten Sportarten üblich ist oder wird, die unterschiedliche Bekleidung selbst bei Wettkämpfen zuzulassen, selbst wenn bisherige Vorgaben oder Normen anderes vorsahen.

    Ich sehe immer noch nicht, welchen Einfluss die Bekleidung von Turnerinnen oder der Kolleginnen beim Schnorcheln auf die Entscheidung der Schule bezüglich der Schwimmbekleidung hat. Für diese gibt es zwei Aspekte. Zum einen, ob die Kleidung zum Schwimmen zweckmäßig ist. Zum anderen, inwiefern man den kulturellen Hintergrund anerkennen möchte. Auf beides hat die Bekleidung von Beach-Volleyballerinnen keinen Einfluss.

    Das übrigens wird auch auf die Sportbekleidung der Hobby-SportlerInnen Auswirkungen haben

    So bekloppt möchte ich mal sein, dass ich meine Sportkleidung danach aussuche, was andere Leute tragen und nicht nach rein pragmatischen Erwägungen. Ob ich mich in etwas gut bewegen kann, hängt doch nicht davon ab, was andere tragen.

    Aber um mich geht’s ja nicht. Inwiefern hilft denn die Bekleidung von Turnerinnen denn nun bei der Entscheidung, ob man die genannte Schwimmbekleidung im Unterricht akzeptiert?

    Da würde ich dann 30€ für irgendeinen Stift investieren.

    Dagegen. Ich möchte da niemanden Vorschriften machen, aber ich möchte doch meinen virtuellen Kopf über die Idee schütteln. Die Schulträgerin kauft ein unvollständiges Gerät und die Lemminge gleichen das mit privatem Geld aus. Leute, wann ist denn mal Schluss mit der Selbstverarschung?

    Bei uns rennen auch Kolleginnen stolz wie Oskar mit privat finanzierten Stiften ’rum. Je länger ich das beobachte, um so unverständlicher wird’s mir.

    Ich mache gerne Sport - würde mich aber in den lange Zeit für Beach-Volleyball oder auch Turnen vorgeschriebenen enganliegenden und sehr knappen Outfits maximal unwohl fühlen

    Sieht mir so als, als verwechselst du hier Sport mit dem Teil der Medienindustrie, zu dessen Darbietung auch körperliche Aktivitäten gehören, vulgo „Profi-Sport“. Warum sollten mich als Freizeit- und Gesundheizssportlerin deren Bekleidungsvorschriften interessieren.

    Derlei bringt uns hier genau so wenig weiter, wie die (verzerrte) Körperwahrnehmung Erwachsener oder deren Erfahrungen mit unterschiedlichen Neopren-Ausführungen beim Schnorcheln.

    Es geht hier um ein Kind, dessen Entscheidungsfreiheit ebenso eingeschränkt sein dürfte wie ihr Urteilvermögen. Andere treffen die Entscheidung für sie, mit welcher Bekleidung sie am Schwimmunterricht teilnimmt. Das sind zum einen die Eltern (vieleicht noch andere Teile der Familie), zum anderen erhebt auch die Schule einen Anspruch, Grenzen ziehen zu dürfen.

    Dafür ist vieles von dem, was hier genannt wurde, ist dafür einfahc irrelevant.

    Wir haben es hier mit den Verwerfungen zu tun, die immer entstehen, wenn Kulturen aufeinander treffen. So lange man darüber reden kann, ist alles im Grünen Beeich. Wenn man dann sogar noch darüber nachdenkt, was man entscheidet, umso besser.

    Wie ich schon erwähnte, halte ich die Sozialisation in ein verenketes Geschlechetrollenbild für das größere Übel, das dem Mädchen widerfahren kann. Das wird sie nicht so leicht abstreifen können, wie komische Blicke oder Bemerkungen. Danach müssen wir die Tolerenaz bemessen, die wir den Ideen hinter der Badebekleidung (und nicht etwa der Badebekelidung selbst) entgegenbringen.

    Soweit. Hier könnte die Diskussion dann anfangen.

    st doch gerade die persönliche Beziehung, die ich mit Gott habe, richtig?

    Die persönliche Beziehung zu fiktiven Figuren gibt mir eher Anlass zur Sorge. Aber wie dem auch sei, der Streit um die Innenansicht verschiedener Religionen, die unter dem Label „Christentum“ zusammengefasst werden sollen, bringt uns dann weiter, wenn wir mal wieder einen Krieg führen wollen. Dazu hält die Auseinadersetzung um den „richtigen Glauben“ traditionell Anlässe bereit.

    Wir sollten die Religionen an ihrer realen Erscheinung messen. Wenn jemand ihre Maßstäbe auf die ganze Gesellschaft ausdehnen will, ist es mir wurscht, ob sie auf die Ideen in der „Kommunikation mit Gott“ gekommen ist. Sie muss schon Argumente für das konkrete Vorhaben finden.

    das Gebet die tägliche Kommunikation und der regelmäßige Kontakt zu Gott.

    Es wirkt doch wie eine sehr einseitige „Kommunikation“.


    Von außen mag das wie Äußerlichkeiten aussehen, aber für gläubige Christen ist das der Kern ihrer Religion.

    Zauberwald hat dies in der Innenansicht als Äußerlichkeiten wahrgenommen. Es scheint da unterschiedliche Wahrnehmung zu geben. Und überhaupt. Wenn alle, die sich als Christinnen bezeichnen, sich im Verständnis ihrer Religion einig wären, hätten wir jede Menge Ärger nicht.

    Warum ist "kein Sex vor der Ehe" schlimm (oder "bekloppt")?

    Sagte jemand so etwas? Oder wird hier einer These widersprochen, die keiner aufgestellt hat.

    Ist doch eine individuelle Entscheidung.

    Ist es das? Zunächst mal ist das eine Entscheidung von (mindestens) zwei Personen. Einvernehmlich soll's ja schon sein. Der Punkt ist aber, dass es Menschen gibt, die diese Entscheidung nicht den Betroffenen überlassen wollen. Solche, die sich z. B. „göttliche“ Gebote ausdenken, um Leute dazu zu bewegen, diese Entscheidung nicht frei mit den Partnerinnen zu treffen, sondern den Wünschen Dritter nachzugeben.

Werbung