Das Problem ist jedoch, dass sie ja eben NICHT geschlechtsneutral sind. In der Singularform muss man wieder mit der oder die Studierende unterscheiden.
Das spricht aber nicht dagegen diese Begriffe ganz entspannt und neutral im Plural zu verwenden. Ja, was ist nun praktischer „der/die Studierende“ oder „Student*in“. Kann man doch so oder so machen.
Glaubt man aber einer der Studien aus dem Bereich (Braun et al., 1998) wirken die Partizipformen im Plural in etwa genau so wie ein generisches Maskulinum. Teilweise hat man sich sogar weniger Frauen vorgestellt.
Ja, natürlich ist da immer noch eine Asymmetrie in den Köpfen. Dauert wohl noch. Der Wandel der Sprache ist ja nur ein Schritt. Die Sprechende müssen sich auch darauf einlassen.
Auch des Betrauern der verstorbenen Studierenden klingt einfach seltsam bis witzig. Obwohl schon mausetot kriegt man sie nicht von den Büchern weg!
Ist das nun traurig oder witzig, dass man immer noch auf der ältlichen Bedeutung des Partizips beharrt, damit solche Beispiele funtionieren? ich weiß es nicht. Es ist schon so, dass Sprache sich langsamer wandelt, als es manchmal nötig wäre. Und das ist einigen noch zu schnell.