In erster Linie sind es doch wohl die Eltern, die mit ihrem Verhalten als Vorbilder fungieren.
Ups. Einen Fall „Die Eltern sind Schuld“ ./. “Die Schule ist schuld“ wollte ich gar nicht aufmachen. Das wäre mir dann doch zu flach.
Natürlich tragen wir in der Schule zur Sozialisierung der jungen Menschen bei. Es ist müßig, dass aus dem Handgelenk quantifizieren zu wollen. Wenn jemand etwas Belastbares hat, gerne.
Ansonsten erscheint es mir aber naheligend, dass die Schülerinnen in der Schule erlerntes Verhalten auch in der Schule anwenden. Oder anders: wenn sie in der Schule mit einer Strategie durchkommen, werden sie ind er Schule wieder die gleiche Strategie versuchen, Ob wir da nun Modell oder Verstärkerin waren, können wir lange diskutieren. Auf jeden Fall tragen wir bei.
Dabei ist die Schule als System angesprochen. Hier wird doch keine Einzelne Abgründe offenbaren, indem sie ohne Not in eine Verteidingungshaltung geht?
Ich nehme auch für mich in Anspruch, konsequent zu sein, die Einhaltung von Regeln einzufordern, aber auch die Sinnhaftigkeit von Regeln erklären zu können. Trotzdem weiß ich, dass das nicht immer so funktioniert, wie ich das möchte. Vielleicht, weil ich es nicht immer so gut hinkriege. Ziemlich sicher aber, weil die politische Großwetterlage in eine andere Richtung pfeift. Und jede Menge Kolleginnen auch.
Wir wären jetzt in einer Situation, in der Konsequenz besonders wichtig ist. Insofern wäre das eine Situation, in der wir Konsequenz besonders gut einüben könnten. Einige schienen da schon aufgegeben zu haben. Schade, selbst wenn es verständlich ist.
Jenseits gekränkter Eitelkeiten könnte man mal darüber nachdenken, wie man dne Infektionsschutz durchsetzt, ohne sich unnötigem Stress auszusetzen. Nein, da habe ich keine Musterlösung parat. Aber es schadet nichts, sich den Ursachen der Problematik zu stellen.