Ich hab nicht von Sinnhaftigkeit geschrieben, sondern von Normalität vs. psychischer Erkrankung.
Inwefern macht sich eine psychische Erkrankung an Mehrheiten und Anteilen fest? Wenn jemand Zwiesprache mit fiktiven Personen hält, ist das zumindest komisch. Das muss noch keine psychische Erkrankung sein. Da mögen sich die Fachleute drum kümmern. Aber allein aus der Zahl derjenigen, die das auch machen, zu schließen, dass das kein Problem sei, halte ich für schwierig.
Religiosität scheint ein Bedürfnis vieler Menschen zu sein.
Es scheint so. Vielen Menschen wurden ihre Religionen ansozialisiert. Das sagt halt nichts darüber aus, ob die Inhalte in irgendeiner Form sinnvoll sind oder ob uns die Religionen irgendwie weiter bringen.
Ich finde es nicht hilfreich für die Diskussion, von psychischer Anomalie zu reden
Es ging und die Kommunikation mit fiktiven Personen. So etwas kommt auch bei bestimmten psychischen Erkrankungen vor. Man sollte da nicht einfach drüber hinweggehen. Ich fühle mich da überfordert zu beurteilen, bis zu welchem Punkt das noch OK ist und wann man das behandeln muss.
Lasst die Leute doch anbeten, wen und Trost suchen worin sie wollen.
Oh, das können sie. Wenn sie sich öffentlich dazu äußern, müssen sie aber auch damit rechnen, dass man dazu Stellung nimmt. Sie müssen mir ja nichts über ihre Zwiesprache mit einem Nudelsieb erzählen und auch nichts von ihren Ekel-Ritualen. Dann muss ich mich auch nicht wundern.
Allerdings, und das ist das gesellschaftliche Problem, um das es in diesem Thread auch mal ging, geben sich manche Religionen mit Anbetung und Trost nicht zufrieden. Sie möchten Einfluss auf die Gesellschaft nehmen. Und dann müssen sie ihre Ideen bitteschön auch an der Realität messen lassen.