Beiträge von Tom123

    So liest es sich deutlich ausgewogener, als wenn du pauschal Nymphicus gegen Kritik aller Art unkritisch in Schutz nimmst. Versuch das bitte einfach differenzierter darzustellen beim nächsten Mal und vor allem nicht nur einseitig auf problematisches Kommunikationsverhalten einzugehen, sondern auch das anzusprechen, was das Gegenüber (Nymphicus) an problematischem Kommunikationsverhalten einsetzt. Danke.

    Das ist vielleicht ein netter Text unter einem Aufsatz deiner Schüler gegenüber anderen Erwachsenen aber doch etwas komisch.

    Wenn ich ein Beitrag sehe, der einfach keine Substanz hat sondern aus meiner Sicht nur eine Beleidigung des anderen darstellt, werde ich das auch weiter ansprechen und ich hoffe sogar, dass das andere auch machen.

    Stimmt und gilt umgekehrt aber auch für Nymphicus. Dessen oder deren persönliche Herabsetzungen anderer User:innen vergisst du nämlich leider regelmäßig als problematisch anzusprechen.

    Natürlich gilt das auch für Nymphicus. Andererseits wird aber auch ihre/seine Aussagen durchaus kritisch angesprochen. Ich finde auch, dass die meiste Kritik vollkommen ok ist. Es ist vor allem State, wo ich die Art der Kritik persönlich nicht in Ordnung finde.

    Drosten ist doch auch gekauft. Und Lauterbach ist sowieso viel zu mild geworden.

    Niemand ist so ein harter Corona Hund wie die Nymphe.

    Wäre es nicht schön, wenn man einfach sachlich argumentieren könnte ohne jedes Mal die gleichen Leute zu beleidigen.

    Nymphicus ist sicher extrem. Aber sie hatte mit vielen Aussagen Recht, während sie noch von anderen belächelt wurde. Und selbst wenn man anderer Meinung ist, kann man diese doch sachlich äußern statt andere jedes Mal zu diskreditieren.

    Im Grundsatz haben Drosten und Co übrigens auf das Problem schon viel früher hingewiesen. Wenn wir Corona frei laufen lassen, wie es auch gerade unsere neue Bundesregierung tut, risikieren wir neue gefährlichere Mutationen. Und das einzige was Drosten jetzt gesagt hat ist, dass man erstmal abwarten muss wie gefährlich Omikron ist. Aber selbst wenn Omikron ungefährlich ist, bleibt das Problem, dass hohe Infektionszahlen Mutation fördern. Letztlich hätten man im Sommer eine Impfpflicht oder irgendwelche andere Impfanreize beschließen müssen, um einigermaßen sicher durch den Winter zu kommen. Das wurde nicht gemacht. Es waren ja auch Wahlen. Und nun werden wir wahrscheinlich vor einem Szenario stehen, dass schlimmer als letztes Jahr wird. Auch da würde ich Nymphicus Recht geben. Mal gucken, wie viele Pflegekräfte dieses Jahr kündigen.

    Wobei die Grundaussage durchaus richtig ist. Da wir nicht mehr alle Fälle systematisch erfassen können, ist die Vergleichbarkeit der Zahlen nicht mehr unbedingt gegeben. Selbst bei uns mit einer niedrigen Inzidenz schreibt das Gesundheitsamt, dass man seine Kontakte selber informieren soll, weil man es nicht mehr schafft. Man konzentriert sich auf "haushaltsnahe Kontakte". Was ist da erst in Sachsen oder Bayern los ...

    Wieso Vollzeit? Auch Teilzeitkräfte haben lange Tage, wird ja hier auch ständig gefordert. Ich z.B. komme mit halber Stelle 3x die Woche erst um 16 Uhr nach Hause + Konferenztag.

    Sorry, wenn ich das so hart sage. Aber dann machst du auch etwas falsch. Du bist als Lehrkraft entweder verbeamtet oder Angestellte im öffentlichen Diensten. In beiden Fällen kannst du dich sehr gut wehren.

    Es gibt eine bestimmte Arbeitszeit, die du leisten musst. Wenn du die Ferien mit einrechnest etc. kommst du mit einer halben Stelle wahrscheinlich irgendwo auf 25 Stunden. Vielleicht auch 23 oder 26. Keine Ahnung. Kann man ausrechnen. Niemand kann von dir erwarten, dass du regelmäßig mehr arbeitest. (Außer in besonderen Fällen)

    Wenn du mit deiner Arbeitszeit darüber liegst, muss du erstmal dir bewusst machen, wie du deine Arbeitszeit einteilst. Ich habe eine Kollegin die bastelt 2 Stunden irgendwelche Arbeitsblätter. Das kann man beispielsweise der Schule nicht vorwerfen. Oder eine andere kommt und ist permanent mit ihrer eigenen Klasse beschäftigt. Die macht da alles mögliche, was man nicht machen muss. Wenn Du dabei merkst, dass du da eigentlich keine Arbeitszeit "verschwendest" ist der nächste Weg zur Schulleitung (ggf. mit Personalrat). Am sinnvollsten natürlich mit einer ungefähren Auflistung deiner Arbeitszeit. Und ggf. endet das Gespräch dann mit dem Hinweis, dass man nicht alle Aufgaben schaffen kann und daher ggf. Dinge liegen bleiben. Man bittet dann um Nennung von Prioritäten. Wenn die SL sich quer stellt, geht es zum Hauptpersonalrat oder Gewerkschaft. Ggf. vor Gericht. Natürlich alles nur, wenn man wirklich Recht hat. Ich kenne es aus eigener Praxis, dass Kollegen sich oft beschweren aber bestimmte freiwillige Aufgaben auch nicht aufgeben wollen. Ich kenne eine Kollegin, die vor dem Unterricht einzelne Kinder fördert. Das ist super. Aber sie kann auch nicht erwarten, dass sie dafür entlastet wird, wenn wir dafür keine Stunden haben. Dann muss die freiwillige Mehrarbeit wegfallen. Auch wenn es schade ist.

    Das geht oft ja nicht, weil die Fristen zum Noteneintrag so knapp gesetzt sind. Das heißt, man KANN die Klausuren gar nicht liegen lassen.

    Und unsere Schulleitung würde sicherlich nicht die Klausuren einfach auf andere Kollegen verteilen, nur weil man selbst es nicht schafft.

    In ganz kleinen Fachschaften ist das auch gar nicht unbedingt möglich. Wenn es nur 5 Kollegen sind, davon 3 Teilzeit und die alle bis oben hin mit eigenen Klausuren "beschäftigt" sind - wie soll das gehen???

    Doch, kann man. Was soll denn die Schulleitung machen? Du musst halt nur darlegen können, dass du deiner Dienstpflicht nachkommst aber nicht alle Aufgaben zeitlich schaffen kann. Dann ist es an deiner Schulleitung zu entscheiden, was du machen sollst:

    Sehr geehrte SL,

    aufgrund der und der Bedingungen schaffe ich es nicht alle Arbeiten bis zum XY zu korrigieren. Ich hatte in den letzten Tagen schon eine wöchentliche Arbeitsbelastung von XY Stunden und bin damit schon über der maximalen gesetzlichen Arbeitszeit für Arbeitnehmern von 48 h. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie mich am Z und Z vom Unterricht ausplanen und ich in dieser Zeit die Korrekturen erledigen kann.

    Gruß

    Anna Lisa


    1-2 Tage ausplanen gibt es bei uns definitiv nicht. Hat auch den gleichen Effekt wie eine Krankmeldung.

    Wieso geht denn krank sein aber nicht ausplanen? Das Resultat ist doch das gleiche? Die Sache ist relativ einfach. Die Schulleitung kann entscheiden, wie deine Arbeitskraft am sinnvollsten eingesetzt wird. Das ist legitim. Wenn bestimmte Personen besonders stark betroffen sind, muss sie sich Gedanken machen. Ggf. muss das bei der Planung des Stundenplans schon besser berücksichtigt werden. Sich krank zu melden nur um Arbeiten zu korrigieren ist nicht legitim und kann schlimmstenfalls zur Entlassung führen.

    d) man legt der Schulleitung die nicht geschafften Klausuren der letzten Wochen auf den Tisch und die Kollegen dürfen ran (durfte da auch schon für andere ran, obwohl selbst von dem Problem betroffen)

    e) man meldet sich mit Schnüpfchen krank, korrigiert in Ruhe und fehlt nur zwei Tage statt eine Woche (klappt das?)

    Eigentlich erscheint mir e) das Beste für alle Beteiligten. Und doch fällt es vielen schwer.

    Für mich auch eindeutig d). Es müssen ja nicht zwingend die Kollegen ran. Vielleicht kann eine gute SL die Person aufgrund der Belastung auch einfach so einen oder zwei Tage mit dem Auftrag zu korrigieren ausplanen.

    Und vor allem nicht e). Sich krank zu melden nur um in Ruhe zu korrigieren ist sicherlich weder legitim noch sinnvoll. Ich rede natürlich vom "Schnüpfchen" und nicht von einer echten Krankheit. Wenn die Arbeitsbelastung zu hoch ist, muss der AG sie halt anders steuern. Da kann es nicht die Lösung sein, dass man zum krank machen animiert wird. Wenn genug Kollegen ihre Überlastung erklären, wird Schule irgendwann etwas ändern müssen. Lehrkräfte müssen viel stärker den Mut haben, auch mal etwas liegen zu lassen. Und ich mache sicherlich auch nicht (unfreiwillig) eine 60 Stunden Woche. Irgendwann bleiben Sachen einfach liegen. Ich habe natürlich auch schon mal 60+x Stunden gearbeitet. Aber da war es meine bewusste Entscheidung und in der Regel habe ich mir dafür woanders Stunden gespart.

    In der aktuellen Situation gibt es auch noch den Fall, dass man eigentlich nicht krank ist aber aufgrund der Vorgaben nicht zur Schule darf. In Niedersachsen sollst du teilweise erst nach 48 Symptomfreiheit wieder zur Schule. Ich könnte also durchaus gesund zu sein, weil ich am Vortag krank war. Oder wenn ich Kontakt zu einem positiven Fall hatte. Da kann/muss ich natürlich Homeoffice betreiben. Ich denke, dass gerade heutzutage nicht so selten ist.

    Häh? Das sind Hospitalisierungen pro Einwohner, was hat das mit der Anzahl Betten zu tun? Zumal ich dachte, das deutsche Betten-Märchen sei eh vom Tisch. De facto hat die Schweiz im Verhältnis doppelt so viele Pflegefachkräfte, die die Patienten auch betreuen können. Mit nem Bett alleine ist es nicht getan.

    Mal abgesehen von der ständigen Diskussion warum die Schweiz alles viel besser macht, ist das Argument von DFU nachvollziehbar. Wenn insgesamt weniger Betten pro 100k zur Verfügung stehen, wird man auch zwangsweise weniger hospitalisieren.

    Wenn ich mir die aktuellen Zahlen ansehe, hat die Schweiz bei 8,6 Mio EW 876 Intensivbetten. Deutschland hat bei 83 Mio EW heute 19.838. Ich könnte mir also vorstellen, dass man in D Leute eher auf die Intensivstationen legt während man sie in der Schweiz vielleicht noch anders behandelt. Wenn die Zahlen nicht stimmen, ist das natürlich was anderes. Ich würde aber erstmal davon ausgehen, dass die Zahlen richtig sind. Vielleicht ist nur die Definition eine andere.

    Ehrlich ... Ich glaube wirklich der Herr Spahn ist nicht die allerhellste Kerze auf der Torte. Jeder von uns weiss doch, welche organisatorischen Fehler z. B. an einer Schule passieren und was dahintersteckt. In der Regel Überarbeitung und eine gute Portion Inkompetenz bzw. Selbstüberschätzung.

    Ich glaube kaum, dass Herr Spahn das alles persönlich entscheidet. Da wird es sicherlich genug Mitarbeitet geben, die das alles ausarbeiten. Und diese werden sicherlich auch ein besseren Einblick als unsereins haben.

    Auch die Gewichtungen bzw. Präferenzen bei den Impfstoffen (77% Biontech 8% Moderna) waren lange bekannt. Warum man dennoch in anderen Gewichtungen bestellt hat und das auch weiterhin tut - ein Rätsel.

    Als die meisten Lieferverträge abgeschlossen wurden, war noch nicht mal klar, welcher Impfstoff überhaupt und wenn ja wann zugelassen wird. Die Präferenzen waren vielleicht im Sommer bekannt.

    Man hätte alles wissen können. Also eigentlich hat man das alles gewusst, man wollte es nur nicht wahr haben.

    Im Sommer wurde klar, dass die Impfbereitschaft nicht reicht. Es war klar, dass wir die Herdenimmunität nicht erreichen. Es war auch klar, dass wir nachimpfen müssen. Dazu hatten wir im Sommer die Kapazitäten, weil der Bedarf an Erstimpfung nachgelassen hat.

    Es war klar, dass die Inzidenzen durch die Decke gehen. Und damit war auch klar, dass es einen hohen Bedarf an Boosterimpfungen geben wird. Es war auch klar, dass wir die Impfzentren weiterhin oder andere Angebote brauchen werden.

    Jetzt stehen wir dumm da und können versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Dazu sollten wir die vorhandenen Impfstoffe verwenden. So einen Quatsch wie „freie Impfstoff-Wahl“ können wir uns nicht leisten.

    Naja, aber es gibt ja durchaus Argumenten gegen eine Impflicht. Die Entscheidung wurde ja nicht aus Dummheit gefällt, sondern man hat sich aus politischen Gründen für etwas entschieden. Auch wenn ich für eine Impfpflicht wäre, kann ich es nachvollziehen, wenn sie abgelehnt wird.

    Im Sommer bzw. im Frühsommer gab es schon lauthals Forderungen aus der Ärzteschaft, dass man die Impfzentren dringend schließen sollten und die Impfungen ausschließlich über die Ärzte laufen sollten. Im August und September war auch in vielen Impfzentren nicht viel los.

    Im Sommer wusste man noch nicht genau, wann (und ob) man eine Boosterimpfung braucht. Wir erinnern uns, dass man mal vor einer Schutzwirkung von einem Jahr gesprochen hat. Wir hatten die ersten Impfungen erst im Januar. Woher sollten man im Sommer schon wissen, dass man nach 6 Monaten boostern sollte? Das war nicht mehr als eine (gute) Theorie. Noch vor wenigen Wochen haben Experten davon gesprochen, dass Boosterimpfungen nicht für alle notwendig sind. Wir erinnern uns mal an die Stiko-Empfehlungen. Will man Spahn vorwerfen, dass er der Empfehlung der Stiko gefolgt ist? (Ist er auch nicht. Er hat ja schon vorher Impfungen für alle auch ohne Stiko gefordert)

    Außerdem war es im Sommer schon klar, dass wir genug Impfstoffe haben. Die Frage war also die freie Wahl zu lassen und Moderna notfalls in die Tonne zu hauen oder Biontech zu spenden mit der aktuellen Situation. Es ist ja nicht so, dass wir keinen Impfstoff haben. Wir haben mehr als genug. Wir haben nur nicht das Produkt, dass sich die meisten wünschen.

    Das was man Spahn am meisten vorwerfen kann, ist aus meiner Sicht, dass er nicht frühzeitiger gesagt hat, dass Biontech nur so und so viel zur Verfügung steht und der Rest in Moderna genommen werden muss. Das einzige Argument der Ärzteschaft, dass ich verstehe, ist das man nun etwas umplanen muss, weil bei Moderna 10 Impfungen auf einmal gemacht werden müssen und bei Biontech nur 6. Aber selbst wenn ich statt den 10 Moderna nur 6 verimpfe, ist es doch immer noch besser als 10 Moderna in die Tonne zu hauen?

    Dass Moderna mehr liefern würde als gedacht, wußte man spätestens im Juni:

    Glaubst du wirklich, dass die Leute im Ministerium einfach nur zu blöd sind?

    Es war kaum im Juni abzuschätzen, wie viele Impfungen wir im Dezember brauchen. Außerdem wusste man nicht, dass wir im Dezember auf einmal einen Run auf Boosterimpfungen und Impfungen bekommen. Die ganze Entwicklung war kaum absehbar.

    Man kann sicherlich einzelne Entscheidungen kritisieren oder anders sehen. Man musste z.B. keine Impfstoffe spenden. Man hätte auch Deutschland first machen können. Man kann auch kritisieren, dass man verschiedene Impfstoffe gekauft hat. Oder man kann sagen, dass es für einen kein Problem darstellt, wenn wir Impfstoffe wegschmeißen, die woanders fehlen.

    Aber man muss doch nicht ständig so tun als ob im Ministerium nur Idioten arbeiten.

    Also ich verstehe einige Leute echt nicht.

    Die Politik hat von Anfang an auf verschiedene Hersteller gesetzt. Das fanden die meisten gut. Niemand hat anfänglich gefordert nur Biontech zu kaufen.

    Wir haben deswegen deutlich mehr Impfdosen als wir brauchten. Weil wir nicht wussten, welcher Impfstoff wie gut und wie verfügbar sein wird. Auch das war sicherlich gut.

    Da wir zu viel Impfstoffe haben, haben wir einen Teil den wir voraussichtlich nicht benötigen gespendet. Da Moderna nicht gespendet werden darf, haben wir Biontech gespendet.

    Die Unterschiede zwischen Moderna und Biontech sind in der Praxis minimal. Wahrscheinlich hat Moderna ein wenig mehr Nebenwirkungen und dafür eine ein wenig längere Wirksamkeit.

    Da nun die Zahl der Impfungen durch Boostern, 2G und vierte Welle stark zunehmen, müssen wir sehen, dass wir alle Impfstoffe verwenden. Das sollten wir auch unabhängig davon machen, weil es eine Frechheit wäre, wenn Deutschland Impfstoffe wegschmeißt nur weil man Biontech bei gleicher Wirksamkeit schöner findet. Auf der anderen Seite der Erde sterben Menschen, Ärzte und Pflegepersonal weil gar kein Impfstoff verfügbar ist. Und wir haben ernsthaft Menschen, die Moderna in die Tonne hauen wollen, weil sie für ihre Drittimpfung doch lieber Biontech wollen.

    Das Gesundheitsministerium hat sicherlich viele Fehler gemacht. Kommunikation zum Beispiel. Aber im Grundsatz verstehe ich sie.

    Ich finde, dass sich einige Hausärzte auch echt anstellen. Viele leisten sicherlich vor Ort großartige Arbeit. Aber alleine der Gassen ist eine Katastrophe. Alleine wenn er davon spricht, dass die Lage nicht so schlimm ist.

    Vielleicht sollte man sich auch mal in Erinnerung rufen, dass die Ärzteschaft im Frühsommer gefordert hat, dass man die Impfzentren schließen und die Ärzte impfen lassen soll. Beziehungsweise die Kassenärztliche Vereinigung hat das gefordert. Und nun stellen wir fest, dass wir die Impfzentren doch bräuchten... Während der Vorstand der Kassenärzte immer noch sagt, dass alles kein Problem ist, stöhnen die Ärzte vor Ort.

    Es geht doch gar nicht darum, wie gut Moderna ist, sondern dass fünf vor 12 alles geändert werden muss. Es gab sooooo viele verunsichernde Momente, warum noch mehr produzieren? Und unsere Hausarztpraxis hat vor drei Tagen noch Leute mit was anderem als Biontech in der 1./2. Impfung abgewiesen, weil sie nur Biontech auf Biontech boostern.

    Hier wird doch ständig gepredigt, dass man sich mal auf die Fachleute verlassen solle, weil wir alle keine Ahnung haben, wenn die aber selbst von Kreuzimpfungen abraten und 3 Tage später zuraten, wen soll denn das noch überzeugen? Außerdem wird es den eh schon schleppenden Prozess sinnlos verzögern.

    Vielleicht wusste man vor ein paar Wochen noch nicht, dass man plötzlich anfängt alle zu boostern? Der Beschluss der Stiko ist ja noch nicht so lange her. Was wäre denn besser? Die Moderna-Dosen wegschmeißen oder verschenken? Und wenn wir sie verschenken und dann nicht genug haben, ist das besser?

    Welche Fachleute raten von Kreuzimpfungen ab? Im Gegenteil wird doch immer gesagt, dass Kreuzimpfungen besser sind. Es hieß nur mal, dass man möglichst den gleichen nehmen sollte.

    Nein, die Ärzte brauchen Planungssicherheit. Und da dem Ministerium das Dilemma mit den ablaufenden Moderna-Impfdosen ja hoffentlich nicht erst gestern aufgefallen ist, hätte ein wenig Vorlauf gutgetan. Einmal, um die Skeptiker zu überzeugen und dann, um jetzt nicht die Ärzte in Schwulitäten zu bringen. Die dürfen jetzt ausbaden, was Spahn verbockt hat.

    Sorry, aber mein Hausarzt schafft es auch ohne Planungssicherheit. Letztlich kann es doch den Ärzten fast egal sein, ob sie Moderna oder Biontech verimpfen. Bei uns im Impfzentrum war auch das Aufklärungsblatt das selbe. Ich habe erst vor Ort kurz vor der Impfung erfahren, dass ich die Moderna bekommen. Die haben 0 Unterschied gemacht. Die eine Straße hat Biontech, die andere Moderna verimpft. Man müsste nun nur mit den jüngeren aufpassen. Aber dafür gibt es ja auch Biontech dazu. Es ist doch vollkommen unproblematisch bei alle über 40 Jahre Moderna zu verimpfen?

    Wie kommst du auf zweite Klasse? Ich hatte Moderna und fand es aufgrund der besseren Daten zur Wirksamkeit sogar besser. Ich hätte auch bei der Auffrischimpfung sofort wieder Moderna genommen. Grundsätzlich sind Biontech und Moderna fast gleich. Glaubst du ernsthaft das ein größerer Teil der Bevölkerung sich vorher Gedanken macht, ob sie nun Biontech oder Moderna bekommen? Ich kennen keinen einzigen aus dem Reallife, der da Vorurteile hätte. Vielleicht bei Astra etc.. Ob Moderna oder Biontech sind doch eher Fragen, die sich nur sehr wenige stellen. Die meisten kennen wahrscheinlich gar nicht den Unterschied oder wissen, dass es verschiedene gibt.

    Mein Hausarzt impft sowohl mit Biontech als auch mit Moderna. Je nachdem was gerade da ist. Wäre es nicht Corona, hätte sich kein Mensch dafür interessiert, welchen Impfstoff er bekommt. Grundsätzlich finde ich es auch sinnvoll, dass man jetzt versucht die Moderna Impfdosen zu verimpfen bevor sie ablaufen. Laufen Sie ab, gibt es einen Skandal. Verschenkt man Sie und wir haben am Ende zu wenig, gibt es einen Skandal. Vielleicht wäre es nur einfacher gewesen die mobilen Teams nur noch mit Moderna auszustatten und die Hausärzte zu bitten mehr Moderna einzusetzen. Die Hausärzte sind ja anscheinend etwas eigen.

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