Beiträge von Tom123

    Da für einzelne hier pragmatische Lösungen offensichtlich eine Zumutung sind, nennt doch mal eure Lösungsvorschläge.

    Es geht doch nicht um konkrete Lösungsvorschläge. Wenn es meine Gesundheit zulässt, versuche ich die KollegInnen und die Schule nach Möglichkeit zu unterstützen. Sei es durch Vertretungsvorschläge per Mail oder sei es durch Noten.

    Aber -und das ist der große Unterschied- ich entscheide, was möglich ist und was nicht. Und wenn ich es nicht kann, hat die Schule keinerlei Ansprüche an mich. Manchmal geht es halt einfach nicht. Das wird bei uns auch klaglos akzeptiert.

    Eine gute Freundin hatte einen Schlüssel zur Wohnung für Katzen, Blumen und Post. Die habe ich anerufen, sie hat die Klausuren mit nach Hause genommen, die Schule angerufen, einen Termin vereinbart, wann jemand bei ihr vorbeikommen konnte und das wars.

    Mal abgesehen, ob die Klausuren von einer fremden dritten Person gesehen werden dürfen, ist es doch schön, dass es eine Lösung dafür gegeben hat. Aber das ist eine Nettigkeit von dir und keine Pflicht. Und insbesondere kein Recht von irgendwelchen Eltern.

    Ich meine, wie können ja mal einen ganz anderen Fall ansehen:

    Ich nehme die Klausuren mit nach Hause, gehe Abends aus dem Haus und in der Nachbarwohnung entsteht ein Brand, der die Klausuren vernichtet. Kann auch passieren. Oder ich baue auf dem Rückweg einen Unfall. oder oder ....

    Am Ende sind das alles sehr ärgerliche Dinge. Aber für alles gibt Lösungen.

    Entschuldige bitte, aber das "wir" wird von "euch" immer nur genau dann als "allgemeingültig" oder irgendwie anstössig interpretiert, wenn jemand aus Österreich und der Schweiz schreibt. Es ist völlig klar, dass sowohl Frechdachs als auch ich uns jeweils an die Vorschriften halten, die für *uns* gelten wobei das auch in Österreich von einem Bundesland zu anderen unterschiedlich sein wird und bei uns ist es von einem Kanton zum anderen unterschiedlich.

    Das ist in manchen pädagogischen oder didaktischen Diskussionen sicherlich auch bereichernd. Allerdings sind zu mind. in Deutschland die meisten Lehrkräfte Beamte und hier geht es um geltendes Recht. Wenn Frechdachs Forderungen an krankgeschriebene Lehrkräfte stellt, dann müssen diese irgendwo herkommen. Dabei ist es vollkommen egal, welche persönliche Meinungen einzelne Forumsmitglieder haben oder wie die Rechtslage in Österreich oder der Schweiz ist.

    Eventuell msste man darüber nachdenken, dass Prüfungsunterlagen, Klassenarbeiten, Tests usw nicht aus dem Schulhaus mitgenommen werden dürften, wenn es so große Probleme darstellt, dass sie nicht an jemanden an der Tür übergeben werden können. 🤔

    Wenn der Dienstherr das für wichtig empfindet, wäre das eine Idee. Für jede Lehrkraft ein kleines Büro, Rechner, etc. Warum glaube ich bloß nicht, dass der Dienstherr das als wichtig empfindet?

    Ich bin auch dafür, dass Kinder nach einer guten Wassergewöhnung zuerst Rücken und Kraul lernen sollten. Dann können sie auch schneller eine Bahn sicher schwimmen. Brust ist koordinativ viel schwieriger.

    Laut Profil hast Du Mathe und Physik. Woher kommt dein Fachwissen zu diesem Thema? Ich kenne es auch weder aus der Schule noch aus dem Verein so, dass jemand diesen Weg geht.

    Da freue ich mich, dass wir in Deutschland und nicht in der Schweiz leben. Bei uns ist krank wirklich krank. Da hat der Arbeitgeber gar keine Ansprüche.

    Natürlich würde ich und die meisten anderen Kollegen auch, wenn es mein Gesundheitszustand zulässt mich um solche Sachen kümmern. Wenn es geht, bereite ich vielleicht etwas Unterricht vor, schreibe kurze Mails mit wichtigen Infos für die Vertretung oder korrigiere vielleicht auch Arbeiten oder mache Noten. Aber nur wenn ich der Meinung bin, dass das geht. Meine Schulleitung oder wer auch immer hat mich nicht anzurufen und danach zu fragen. Krank ist (in Deutschland) krank.

    Wenn die Eltern, die schwimmen können, es ihren Kindern selbst beibringen würden, wären mehr Plätze in den Kursen frei.

    Die Eltern aus entsprechenden Schichten melden ihr Kind 2 Jahre vorher für den Schwimmkurs an, kennen zufällig über Eck die Leiterin und finden Möglichkeiten, dass ihr Kind perfekte Startbedingungen haben. Diese Kinder sind im Schwimmunterricht auch kein Problem. Ich habe Kinder, die bereits am Anfang des Schwimmunterrichts Silber haben und die 4 m bis zum Boden der Sprunggrube tauchen können. Diese Kinder laufen auch kaum Gefahr beim Unterricht zu verunglücken. Das Problem sind die Kinder, die noch nichts können, Angst vorm Wasser haben und mit ihren Eltern niemals ein Schwimmbad betreten. Davon hast Du inzwischen mehrere. Und diese kannst Du kaum perfekt beaufsichtigen und gleichzeitig Ihnen Schwimmen beibringen.

    Naja, es gibt ja auch die Pflicht eine AU einzureichen.

    Da kann man auch das Paket Klassenarbeiten, in welchen Korrekturzustand sie auch sein mögen, in die Post geben (lassen).

    Kann man heutzutage sogar von DHL abholen lassen, sodass man nicht einmal aus dem Haus muss.

    Wenn ich krank bin, gibt es wichtigere Dinge als irgendwelche Arbeiten für irgendwelche Halbjahresnoten. Vielleicht muss man einfach mal überlegen, was wirklich wichtig ist.

    Wie schon oben geschrieben - diejenigen, die sich hier ständig im Forum befinden, merken es wohl absolut nicht, wie rau und unsachlich sich der Tonfall verändert hat - fast alle reden völlig am Thema vorbei und lesen nicht einmal das, was die anderen geschrieben haben.

    Wenn ich in einem Lehrerforum schreibe, dann erwarte ich Antworten zur Sache. Ich möchte eine Hilfestellung und keine Vorwürfe lesen.

    Wahrscheinlich ist das Problem, dass das ein Lehrerforum und kein Elternforum ist. Du fragst nicht in deiner Eigenschaft als Lehrkraft sondern als Mutter. Da bist Du vielleicht in einem Forum besser aufgehoben. Insbesondere fragst Du Dinge, die Du eigentlich als Lehrkraft des betroffenen Bundeslandes selbst wissen musst.

    Ich habe da eine andere interessante Statistik:

    https://de.statista.com/statistik/date…land-seit-1986/

    Wir hatten also 2023 11 tödliche Schulunfälle.

    Statistisch ist es wahrscheinlich, dass wir auch dieses Jahr um die 8-10 tödliche Schulunfälle haben. Müssen wir uns da nicht viel mehr Gedanken um die anderen Unfälle machen? Ich weiß nicht, welche Ursachen die Unfälle haben aber müssten wir nicht da auch über Maßnahmen reden?

    Keine konkrete. Nur persönliche Vermutungen: Lockdowns in der Coronazeit, generell zunehmende Unsportlichkeit, ...

    Die Zahl der Nichtschwimmer nimmt seit Jahren zu. Auch ohne Corona. Ich denke, dass die beiden Hauptaspekte einmal die veränderte Kindheit (Smartphones etc.) und einmal, dass unsere Kinder tendenziell eher aus immer sozial schwächeren Schichten kommen. Die Schere zwischen arm und reich wird größer und der Mittelstand wird immer kleiner. Dazu gefühlt seit Corona immer mehr Bekloppte. Wahrscheinlich glauben die inzwischen, dass man sich auch beim Schwimmen mit dem MRNA-Impfstoff infizieren kann ...

    Ja, sie können Schwimmen und da stehen, aber sie schubsen sich auch usw. es sind schon Leute in einer Pfütze ertrunken und wie man merkt, eben auch im Nichtschwimmerbecken!

    Wenn man mal fragt, ist es auch erschreckend wie viele Nichtschwimmer im Wasser unterwegs sind. Ich hatte erst letztes mit Eltern darüber gesprochen, dass ob sie mit ihrem Kind auch privat schwimmen gehen könnten. Antwort: Sie gehen nicht ins Hallenbad, da sie beide nicht schwimmen können. Aber im Sommer zum See. Der ist nicht so tief ... Der See genannte See ist deutlich über 10 m tief. Kein weiterer Kommentar...

    Oder so, ja. Dass plötzlich mehr Leute ertrinken würden, gibt keine Statistik her, habe ich verlinkt. Und über 40jährige, denen Mutti den Hintern abwischen muss, schreibe ich jetzt sicher nicht weiter.

    Also wenn wir dann mal beim DLRG nachsehen:

    https://www.dlrg.de/informieren/di…n/sommerbilanz/

    Ich zitiere mal "248 Tote seid Beginn der Badesaison" und "75 Opfer mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2023".

    Sorry, aber ein paar Leute, die hier schreiben, haben -glaube ich- noch nie Schwimmunterricht (in der Grundschule) gegeben. Die Ideen, die hier teilweise geschrieben werden, sind einfach nicht realistisch. Natürlich gibt es Lehrschwimmbecken mit 1,05 m tiefe. Es gibt Schwimmbäder mit Sitzbänken an den Seiten. Es mag auch irgendwo Schwimmbäder geben, wo man Quer schwimmen kann. Aber da fängt das schon an. In vielen Bädern ist auch öffentlicher Schwimmbetrieb. Da kann ich nicht einfach eine Querbahn abtrennen.

    Wenn ich den Vergleich mit Antimon und der Chemie sehe, ist das was anderes. Der Dienstherr sagt, wir sollen den Kindern schwimmen beibringen. Das geht nicht ohne Risiko. Ich kann in der Chemie sicherlich sagen, dass Experiment X oder Chemikalie Y zu gefährlich ist. Da sollte es auch einen Konsens geben. Aber ich kann kein Schwimmunterricht ohne ein Restrisiko geben.

    Wenn jedes Jahr 1 Mio Kinder auf die Art und Weise schwimmen lernen und alle 5 Jahre passiert etwas, würden die meisten von einem Unfall sprechen. Die Frage ist nicht, wie wir Unterricht ohne Risiko machen können. Alles was wir machen hat ein Restrisiko. Ein Kind kann die Treppe runtergeschubst werden und sich das Genick brechen. Muss dann an jeder Treppe eine Aufsicht stehen?

    Und wenn ich diese Idee mit einer Person, die auf die Kinder auf der Bank aufpasst und eine Lehrkraft, die die Kindern beim Schwimmen aufsichtigt, aufgreife:

    Wie viele (Nicht)schwimmer schwimmen dann auf einmal? 1? 2? 3?

    Wir haben ein Jahr lang schwimmen. Das sind max. 40 Schulwochen. 90 min. Inklusive Anreise, inklusive umziehen. Dann fallen Stunden auf: schulorganisatorisch, Revision im Schwimmbad, kranke Lehrkraft, Klasse unterwegs etc. Am Ende habe ich 30 Termine mit vielleicht 45 min im Wasser. Wenn ich jetzt sogar 5 von 20 Kindern in Wasser schicke, hat jeder 8 min Wasserzeit. Da lernt doch keiner was. Dann müssen wir sagen, dass es keinen Schwimmunterricht gibt.

    Und am besten auch keine Fahrradprüfung mehr. Passiert auch viel.

    Und erst Sport.

    Und Werken.

    Meine persönliche Erfahrung ist auch, dass die Anzahl der Nichtschwimmer und vor allem auch die Anzahl der problematischen Kinder zunimmt. Mit problematisch meine ich Kinder, die beispielsweise grundsätzlich Angst vor Wasser haben und irgendwelche negativen Vorerfahrungen haben. Das macht die Sache nicht einfach. Wir setzen auch deutlich mehr Personal als früher ein. Aber es ist natürlich schwierig. Es ist auch schwieriger Eltern oder andere Ehrenamtler zu finden, die uns unterstützen.

    Das Problem ist, man wird keine signifikant besseren Rahmenbedingungen schaffen können. Das fängt schon damit an, dass viele Schwimmbäder geschlossen werden oder auch Lehrschwimmbecken aufgegeben werden. Die einzige Alternative ist aus meiner Sicht, auf Schwimmunterricht weitgehend zu verzichten. Ich denke aber auch, dass das zu deutlich mehr Toten führen wird.

    Trotzdem sollte man natürlich alles dafür tun, den aktuellen Schwimmunterricht zu verbessern. Aber es wird immer ein Restrisiko bleiben.

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