In Niedersachsen sollen auch immer die Interesse der Lehrkräfte berücksichtigt werden. Trotzdem haben wir auch die Aussage, dass die Sicherstellung des Unterrichtes Vorrang hat. Gerade heutzutage. Wir sind verlässliche Grundschule. Was ist, wenn plötzlich 3 Lehrkräfte erfahren, dass sie am Wochenende gemeinsam mit jemanden zusammensaßen, der positiv ist? Die Kollegen gehen natürlich sofort nach Hause. Aber das muss auch vertreten werden. Und dann braucht man schon einen verdammt guten Grund, um frei zu bekommen. Dort überwiegt in der Regel das dienstliche Interesse und der AG hat auch nichts anders machen können. Eine Freundin hatte das mal auf einer Klassenfahrt. Sie sollten am Mittwoch mit einer Kollegin wechseln. Die zweite begleitende Lehrkraft wurde aber auf der Fahrt krank und sie ist dann deswegen bis Freitag vor Ort geblieben.
Um zum TE zurückzukommen. Auch dort ist es sicherlich so, dass man die Umstände betrachten muss. Hätte die Schule das schon frühzeitig wissen können? Ist die Umstellung zwingend kurzfristig möglich? Wenn Lehrkräfte kurzfristig ausfallen ist es rechtlich anders als wenn die lange geplante Stundenplanänderung eintritt. Hat die Schulleitung Alternativen, die weniger persönlich betroffen sind? Hat die Schule Alternativen, das Problem anders zu lösen. Stillarbeit für die Klasse? Juristisch wird das sicherlich auf ein Abwägen der Interessen hinauslaufen.
Normal wäre es sicherlich einfach das Gespräch mit der Schulleitung zu suchen. Eine gute SL würde wahrscheinlich eine Lösung finden.
Wenn so etwas ein Problem ist, ist es tatsächlich bei wichtigen Terminen zu empfehlen, diese der SL im Vorfeld mitzuteilen und darauf hinweisen, dass man dann nicht zur Verfügung stehen würde. Gleichzeitig mit der Frage, ob Bedenken vorliegen.