Beiträge von Tom123

    Doch. Mit der amtsangemessenen Alimentierung und dem Punkt, dass die auch bei Beamten mit Kindern gilt

    Das ist die formale Begründung, die juristisch greift. Aber viele empfinden das nicht als richtig.

    Genau genommen könnte das Land auch die Besoldung allgemein erhöhen, um auf eine amtsangemessene Besoldung zu kommen. Es gibt keine Vorgabe, dass nur Kinder- und Ortszuschläge erhöht werden müssen. Es gibt verschiedene Wege, wie das amtsangemessen Alimentation erreicht werden kann. Und es sicherlich auch im Sinne des Landes, das die Besoldung von den Mitarbeitern als fair wahrgenommen wird. Und wenn am Ende der Wohnort- und die Anzahl der Kinder als die Tätigkeit, wird das sicherlich von vielen nicht mal als fair empfunden werden.

    Es wären 46:38 Stunden bei einer angenommenen 40h-Woche, die Verwaltungsbeamte haben.

    https://www.gew.de/aktuelles/deta…er-hochbelastet

    Danke Palim, aber gab es nicht später auch noch eine zweite kleinere? Ich meine mich da dunkel erinnern zu können.

    Wenn man in die Studie steht da übrigens, dass man die Defizite bei Teilzeitkräften nur lösen kann, indem man die Stundenzahl verringert. Wenn sich die einzelnen Aspekte der Arbeitszeit ansieht, sieht man auch, dass es ansonsten sehr wenig Bereiche gibt, wo man außerhalb von Unterricht, Vorbereitung, Nachbereitung etc. Zeit sparen kann. Letztlich geht zu viel Zeit für den Unterricht und das viele, was dazu gehört, drauf. Die anderen Aufgaben und Ausflüge etc. machen am Ende wenig aus.

    Ich glaube, dass die 43 aus der Arbeitszeitstudie in Niedersachsen kommen. Die Ferien komplett frei, passt ja auch nicht. Wir haben die letzte Woche der Sommerferien in der Regel 2-3 Tage in der Schule. Meistens ist man auch am Ferienbeginn noch ein Tag in der Schule, um Restarbeiten zu erledigen. Dazu natürlich noch die normalen Aufgaben in den Ferien. Unterrichtsplanung, Korrekturen, Berichte/Zeugnisse etc. schreiben. Am Ende müsste man es mal genau zählen. Dazu fehlt mir aber die Lust.

    Also alles wie bei mir als Lehrkraft mit 2 Unterschieden:

    1. Ich bin nicht fertig mit der Arbeit, wenn ich heimkomme. Da ich nach so langen Tagen meist nicht mehr in der Lage bin, noch was zu tun, bleibt Vieles liegen, das ich dann am Wochenende oder in den Ferien erledigen muss.

    2. Mein Arbeitszeit an der Schule wird immer wieder unterbrochen durch zeitlich nicht erfasste Phasen, die ich dank fehlenden eigenen Arbeitsplatzes nicht so effektiv nutzen kann, wie erforderlich wäre.

    Du bist jeden Tag durchgehend an der Schule? Das ist bei uns natürlich nicht der Fall. Ich bin höchstens 1-2 mal in der Woche über Mittag in der Schule.
    Den Arbeitsplatz sehe ich auch als großen Nachteil. Dazu kommt noch, dass man sich Arbeitsmittel viel zu oft selbst kaufen muss, wenn man etwas vernünftiges haben will.
    Wir haben das Glück, dass wir so gut wie keine Freistunden haben. Die Zeiten, die ich an der Schule bin und kein Unterricht habe, kann ich daher immer relativ gut nutzen. Ich bleibe sogar eher länger, um noch eben zu kopieren etc..

    Die Grenzen dessen was einzurechnen ist und was nicht zieht das BVerfG. Das sollen die dort auch weiter machen.

    Die Vorgaben macht der Gesetzgeber. Das BVerfG soll eigentlich nur prüfen, ob es verfassungsgemäß ist. Es ist eine Unart, die sich in Deutschland aber auch in anderen Ländern zeigt, dass die Gerichte mehr und mehr zum Gesetzgeber werden und dem Gesetzgeber konkrete Vorgaben machen. Oft auch deswegen, weil der Gesetzgeber seiner Pflicht nicht nachkommt. Richtig ist es trotzdem nicht.

    Ich dachte auch schon daran, dass die Kinderzuschläge animieren sollen, nicht so viel in Teilzeit zu arbeiten und somit den Lehrkräftemangel zu verbessern.

    Wenn man Alimentation konsequent durchzieht, ist die Frage, ob es überhaupt richtig ist, die Zuschläge bei Teilzeit zu kürzen. Man könnte auch fordern, dass die Kinderzuschläge weiter voll bezahlt werden.
    Das zeigt aus meiner Sicht auch wieder, dass man das ganze System einfach mal neu überdenken muss.

    What? Du hast gesagt, ich solle konkrete Ideen vorschlagen. Das habe ich gemacht.

    Der Rest ist wieder alles "da kann man leider nichts machen".

    Naja, ich habe dir unsere Situation geschildert und gefragt, was wir besser machen können. Und du schreibst Dinge, die überhaupt nicht passen. Natürlich wäre es alles kein Problem, wenn wir mehr Lehrkräfte und mehr Stunden haben. Ich kann einfach jeder Lehrkraft von ihrem Deputat zwei Stunden für solche Aufgaben abziehen und alle sind glücklich. Nur dass leider nicht geht. Was hilft es mir, wenn Du Aufgabe auf nicht vorhandene Lehrkräfte verteilst?

    Wenn ich die Ferien mitrechne, muss ich irgendwie rund 43 h pro Woche arbeiten. Da sind dann die Tage, die ich in den Ferien arbeite oder in der Schule bin eingerechnet. Wenn ich aber im Schnitt 45 h arbeite, mache ich zwei Stunden unbezahlte Mehrarbeit.
    Entweder muss ich also Sachen liegen lassen oder Aufgaben so erfüllen, dass ich auf die 43 h komme. Ich lasse Ausflüge, mache die Unterrichtsvorbereitung weniger intensiv. Kürze Gespräche. Was auch immer. Dann macht mir persönlich meine Arbeit aber insgesamt nicht mehr so viel Spaß.

    Also lebe ich persönlich damit, dass ich auch mal mehr mache. Ist nicht gut und ich bin sofort für eine Reduzierung des Stundendeputat, um das Problem zu lösen. Aber letztlich lebe ich damit.

    Bitte tu dir keine Zwang an! Der Sinn von Foren ist die Diskussion!

    Ich bin gern bereit Dinge zu korrigieren, wenn ich falsch liege.

    Meiner Meinung nach hast du nicht mal verstanden was Kindergeld ist und wieso es nicht als sozialer Ausgleich funktionieren wird, obwohl es eine soziale Komponente hat.

    Der Austausch funktioniert aber nur mit einem vernünftigen Miteinander. Und da habe ich leider das Gefühl, dass es bei dir nicht wirklich vorhanden ist. Da wären die Grundvoraussetzungen, dass Du dich thematisch auch mit den Gegenargumenten auseinandersetzt.

    Zum Kindergeld: Natürlich ist es formal erstmal eine steuerliche Leistung. Aber in der Praxis wird es natürlich durch die Günstigerprüfung auch eine Art Transferleistung. Ob man nun das ganze am Kindergeld oder Kindergrundsicherung oder Raketenzahlung nennt, ist eigentlich auch vollkommen egal. Es geht darum, ob es nicht angemessener wäre Eltern generell finanziell besser zu unterstützen als nur die Beamten in den Blick zu nehmen.
    Inhaltlich wird das Kindergeld übrigens auch jetzt schon bei der amtsangemessenen Alimentation berücksichtigt. Ergo kann eine Erhöhung des Kindergeldes durchaus auch jetzt schon sinkenden Kinderzuschlägen führen.

    Wir hatten diese Diskussion schon mal. Im Grundsatz die Alimentation nicht starr festgeschrieben. Was eine angemessene Alimentation ist und wie diese gestaltet werden soll, steht in Grundzügen fest. Durch den gesellschaftlichen Wandel und andere Formen des Zusammenlebens, müssen wir sie aber immer wieder anpassen. Wir haben heute ein Familienbild, dass nicht mehr mit dem Familienbild der 50er-Jahre zusammenpasst. Der Familienvater, der die Familie ernährt während die Mutter zuhause sich um Haushalt und Kinder kümmert, ist heute nicht mehr das gängige Familienbild. Wie man das bei der Alimentation berücksichtigt, ist eine spannende Frage. Dazu kommen natürlich auch ganz viele weitere Aspekte. Was muss bei der Alimentation berücksichtigt werden und was nicht? Hat der Beamte in der Stadt den Anspruch auf eine genauso große Wohnung, wie der Beamte auf dem Dorf? Ist es noch zeitgemäß zwischen einer Ehe und einem Zusammenleben ohne Trauschein zu unterscheiden?

    Ich habe nicht behauptet, dass die Besoldung von Kinderlosen steigt. Warum sollte sie das?
    Ich habe ursprünglich geschrieben, dass ich befürchte, dass eine regionale Komponente in die Besoldung aufgenommen werden könnte, die ich aber nicht für sinnvoll halte. Das hat nichts mit Kindern zu tun.

    Ich sehe es aber auch grundsätzlich so, dass die aktuellen Entwicklungen teilweise zu Ergebnissen führen, die nur schwierig nachvollziehbar sind. Wenn ich das Beispiel mit dem Anwärter lese, verstehe ich die Aufregung. Ich habe auch keine gute Lösung. Aber es sind Dinge, über die man sich Gedanken machen sollte.

    100 Stunden findet du okay?! Wäre das das Ergebnis meiner Arbeitszeiterfassung, würde ich eine Überlastungsanzeige stellen und darin darauf hinweisen, dass angesichts der ausgeschöpften Arbeitszeit leider keinerlei individuelle Förderung und Differenzierung mehr stattfinden kann. Planungstreffen am Nachmittag und Material erstellen fielen als erstes raus.

    Naja, 2 h pro Schulwoche. Das sind dann rund 25 min pro Tag. Dafür kann ich oft von Zuhause arbeiten und spare mir die Fahrten, die sonst keine Arbeitszeit wären. In den Ferien habe ich kaum Fahrtzeiten. Da bin ich also schon bei +/- 0. Ich bin flexibel in der Zeiteinteilung. Das ist ein Pluspunkt. Und ich weiß auch, dass ich viele Dinge mache, die ich weglassen könnte aber nicht möchte. Ich fahre auf Klassenfahrten und Ausflüge. Besuche Fortbildungen, weil sie mich interessieren. Mache Dinge für die Schule, die ich nicht machen müsste. Wenn ich wollte, käme ich auch auf +/- 0. Aber dann würde mir die Arbeit nicht so viel Spaß machen. Also ist es für mich ok. Aber das ist meine persönliche Sicht der Dinge. An einer anderen Schule, mit einer anderen SL würde es vielleicht anders aussehen.

    Ich habe früher in der freien Wirtschaft gearbeitet. Da macht man auch unbezahlte Überstunden. Ich bin morgens zur Arbeit, abends zurück. Ich musste mich an die Arbeitszeiten halten. Ich hatte exakt 1h Mittagspause. Ich musste von der Arbeitsstätte los, um irgendwas zu essen, dann wieder zurück. Oder halt im ungemütlichen Pausenraum etwas Mitgebrachtes verzehren. Das kostete auch alles irgendwie Zeit. Dann war natürlich ich nicht pünktlich zum Arbeitsbeginn wieder aus der Mittagspause da, sondern meist 5 min vorher. Abends kam man auch nicht unbedingt pünktlich raus.
    Wenn ich es vergleiche ist es für mich persönlich ok. Und Disclaimer: Deswegen muss es nicht für andere ok sein. Und deswegen ist es auch nicht ok, dass unbezahlte Mehrarbeit anfällt.

    Berlin z.B. zahlt Teilzeitkräfte während einer Klassenfahrt dann auch voll, das macht Sinn und ist auch nur gerecht, denn eine wirkliche Entlastung dafür kann es einfach nicht geben, wenn ich also genauso belastet bin wie der Vollzeitkollege, möchte ich auch das Geld haben, was er hat ;)

    Gibt es in Niedersachsen auch aber nur für angestellte Lehrkräfte. Bei Beamten zählt es zu den Dienstpflichten und soll ausgeglichen werden. Auch so ein Schwachsinn wo jemand mal gegen klagen sollte...

    Wenn Du das so machen willst, muß aber auch der Dienst- und nicht der Wohnort maßgeblich sein. Sonst suche ich mir eine schöne Schule auf dem Land mit üblicherweise einfacherer Schülerklientel und ziehe in die teuerste Stadt, die ich im Umkreis finden kann, um die entsprechenden Zuschüsse abgreifen zu können. :pirat:

    Ich will das nicht machen. Ich finde das absolut schwachsinnig. Aber ich sehe die Gefahr, dass so was kommt. Und natürlich würde ich da auch ernsthaft darüber nachdenken in die Großstadt zu ziehen und zu pendeln. Besserer Wohnort und als Ausgleich noch mehr Geld. Wenn ich es richtig verstehe, ist es in NRW doch bereits so.

    Wechsel zum Nächsten, der es nicht verstehen will.

    Ich gratuliere dir zu deinem Selbstbewusst sein. Inhaltlich ist da so viel falsches drin, dass es mir zu viel wird dir alles zu erklären. Allerdings ein kleiner Hinweis: Die Diskussion, dass bei Ehepartnern das Einkommen angerechnet wird und dann Leistungen wegfallen ist gerade aktuell. Auch die Alimentation unterliegt gesellschaftlichen Veränderungen.

    Außerdem verursachen 3 Kinder auch deutlich mehr Kosten als 0 Kinder. Da sind locker 1500 - 2000 € (das ist aber auch unteres Ende) im Monat für die Kinder weg. Ziehen wir 777 € Kindergeld ab bleiben 700 - 1300 € übrig. In der Stadt wird es alleine durch die höheren Mieten noch mehr sein.

    Bei diesen Alimentierungsbestandteilen geht es nicht um Leistung. Das ist fürs Grundgehalt und andere pensionswirksame Bestandteile.

    Das tun die Kinder aber auch bei Menschen, die keine Beamte sind. Dann müssten man doch eher das Kindergeld für alle erhöhen?
    Und heutzutage arbeiten doch die meisten Ehepartner. Warum müssen wir sie noch alimentieren? Und bei den Kindern muss dann nicht auch das Einkommen des Partners berücksichtigt werden?

    Erstens nein, man spart sich in der Stadt nicht zwingend das Auto. Zweitens, vergleiche mal Münchner Mieten oder Immobilienpreise mit denen von irgendwo am Land. Dann mach weiter und vergleiche die Preise in Cafés, Kinos, Restaurants etc. Selbst wenn man in der Stadt aufs Auto verzichtet (ÖPNV ist übrigens auch nicht kostenlos!) hat man Mehrkosten.

    Die große Mehrheit möchte aber trotzdem in die Städte. Warum wohl. Wird es dann auch ausgeglichen, dass ich auf dem Land erstmal kilometerweit fahren muss, um eine nette Kneipe, ein gutes Restaurant etc. zu finden. Gleiches gilt für Theater, Kino, etc..

    Normalerweise müsste man es andersrum machen. Da wo keiner hin will, erhöht man durch mehr Geld die Attraktivität. Da wo alle hinwollen zahlt man weniger. Wenn jetzt auch noch das Gehalt in den Städten höher wäre, gibt es ja noch mehr Gründe, um in Richtung Stadt zu ziehen.

    Tom123

    Bei dem, was du schilderst, kann die Konsequenz ja nur sein, die Unterrichtsplanung auf 0 runterzufahren. Sprich, 100% Einsatz fertigen Verlagsmaterials, keine Anpassungen und Individualisierungen, keine Differenzierung. Damit wiederum müsste sich dann allerdings ja durchaus gut Arbeitszeit einsparen lassen.

    Jaein. Ich denke schon, dass bei der Mehrheit der Lehrkräfte die Unterrichtsvorbereitung auf schnell und effektiv ausgelegt ist. Es gibt sicherlich Wochen, wo ich 2 Tage Elternsprechtag habe und am nächsten Tage die nächste Seite im Buch machen. Es gibt aber auch Wochen, wo wir uns nachmittags treffen und gemeinsam ausführlich die nächste Sachunterrichtseinheit planen, Aufgaben verteilen und Material erstellen. Natürlich setzen wir auch viel fertiges Material ein. Es gibt inzwischen ein so breites Angebot von hochwertigem Material, dass ich auch noch selbst anpassen kann. Warum sollte ich das nicht nutzen? Individualisierung und Differenzierung kommt hinzu. Mit ein paar Jahren im Dienst, geht es das recht zügig. Aber tatsächlich fallen gerade unsere Förderschulkinder oft durchs Raster. Die machen dann die nächste Seite, weil man weder in der Vorbereitung noch im Unterricht selbst die Zeit hat, sich wirklich mit Ihnen auseinanderzusetzen.

    Mann muss ja auch mal überlegen, über was wir reden. Die Arbeitszeitstudie kam bei uns auf rund 2 h zu viel pro Woche. Dann haben wir 100 Stunden unbezahlte Mehrarbeit pro Jahr. Das ist nicht schön, bringt mich jetzt aber auch nicht um.

    Das ist einfach nicht richtig. Unbezahlte Mehrarbeit ist nicht Teil unseres Jobs. Egal wie viele Kollegen ihrem Dienstherrn Teile ihre Freizeit schenken. Mein Dienst beinhaltet in Vollzeit 41 Arbeitsstunden pro Arbeitswoche bzw 46 Arbeitsstunden pro Schulwoche, wenn ich mir alle Ferien arbeitsfrei halten möchte. Ähnlich ist es in allen Bundesländern.

    Und wenn bei Teilzeitkräften die durch unteilbare Dienstpflichten anteilig größere Belastung nicht ausgeglichener werden kann, weil auch die Vollzeitkräfte keine Arbeitsstunden mehr übrig haben, dann müssen so viele nicht verpflichtende Aufgaben gestrichen werden bis es wieder in der Verfügbaren Gesamtarbeitskraft aller Kollegen leistbar ist.

    Da sollte kein Lehrer sagen oder schreiben, dass Mehrarbeit regelmäßig dazu gehört!

    ...

    Mit zu vielen Teilzeitkräften sind daher einfach nicht so viele Fahrten möglich.

    Grundsätzlich sind deine Aussagen vollkommen legitim. Trotzdem gehört unbezahlte Mehrarbeit für die meisten Lehrkräfte zu mindestens an den Grundschulen dazu. Und ich habe schon x-Mal gesagt, dass ich jede Lehrkraft unterstütze, die sagt, dass sie etwas nicht macht, weil sie dann über ihre Stunden kommt. Das ist aber nun mal nicht die Realität. Und dann muss jede Lehrkraft selbst entscheiden, wo sie ihre Grenze setzt.

    Extraaufgaben, die wir streichen könnten, haben wir eigentlich nicht. Es gibt nur wenige. Und das was wir machen wollen wir entweder oder wir brauchen es.

    Klassenfahrten sind in Nds. sowieso freiwillig. Jeder kann ohne Nennung von Gründen einfach zuhause bleiben. Aber auch da ist es so, dass die Leute in der Regel fahren wollen. Ich persönlich weiß auch, dass unsere Klassenfahrt in der vierten unbezahlte Mehrarbeit für mich bedeutet. Aber ich freue mich auch, mit der Klasse, die ich vier Jahre hatte, nun gemeinsam einen tollen Abschluss zu gestalten. Meine persönliche Entscheidung.

    Dies sind Beispiele, du musst also nicht aufzählen, warum das alles an deiner Schule nicht geht.

    Doch das mache ich gerne. Wenn ich nicht mehr Lehrkräfte habe, können sich auch nicht 2 Lehrkräfte eine Klasse teilen. Klar arbeiten wir auch als Team. Aber wenn fast jede Lehrkraft eine Klasse hat, hilft die Hälfte deiner Vorschläge nichts.

    Ich habe dir ganz konkret unsere Situation geschildert. Es ist ziemlich arrogant, wenn Du es entweder nicht mal gelesen hast oder es ignoriert. Natürlich gibt es ganz viele wundervolle Ideen, die in einer Fantasiewelt funktionieren. Aber wir brauchen Ideen, die in echten Schulen funktionieren.

    Auch das mit Klassenfahrt hilft doch kaum etwas. Erstmal gibt es eine offizielle Regelung, die ich schlecht ignorieren kann und außerdem fährt man maximal alle 4 Jahre einmal auf Klassenfahrt. Das bringt mir doch keine grundsätzliche Ermäßigung.

    P.S. In Nds bekommst Du bei Klassenfahrten eine Entlastung von ungefähr der Mehrarbeit. Aber eine weiterführende Entlastung ist nicht vorgesehen. Momentan gibt es eine ganze Stunde pro Tag angerechnet.

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