Beiträge von Tom123

    Nein, bei uns läuft es leider auch nicht super, weil da Leute sind, die wie du einfach leider keine Möglichkeiten sehen.

    Wieso sollte irgendwer die Unterrichtsvorbereitung von jemand anderem machen, das ist Quatsch.

    Wenn an deiner Schule fast alle Teilzeit machen, dann können nicht alle Aktivitäten stattfinden, die in Schulen mit 3x so vielen Stunden stattfinden können.

    Also wenn ich weniger Teilzeitkräfte habe, habe ich trotzdem in der Summe nicht mehr Stunden. Sie sind nur anders aufgeteilt. Um eine echte Lösung zu finden, müsste man also die Anzahl der Stunden erhöhen. Beispielsweise 1 Anrechnungsstunden für jede Klassenlehrkraft, 0,5 Anrechnungsstunde für jedes I-Kind in der Klasse, ... Dann würde sich was ändern. Dass das passiert, ist aber wohl eher unwahrscheinlich.

    Vielleicht liegt es nicht an den Menschen, vielleicht liegen die Probleme am System.

    Dann würde ich jeder deiner Kolleginnen raten, sich Vollzeit bezahlen lassen und dann in dein Büro zu kommen, um von ihren privaten Problemen zu erzählen, um Sonderrechte einzufordern.

    Genau das ist nämlich bei uns auch das Problem: im kleinen Kollegium holt sich jeder, der mag, seine Sonderrechte ab egal ob es fair ist oder nicht. Und jeder, der nicht mag, verzichtet auf Rechte. In diesem Fall: Anspruch auf Ausgleich.

    Ich weiß nicht, was für Probleme du mit mir hast. Die müssten nicht zu mir kommen. Sie müssten zur Schulleitung kommen, die aber auch nichts machen kann. Sie müssten also zur Schulbehörde oder letzter Konsequenz den Dienstherr verklagen.

    Ich habe das Gefühl, dass Du mit deiner Situation sehr unzufrieden bist. Das ist natürlich schade und vielleicht läuft es bei dir auch wirklich schlecht, aber es hilft wenig wenn deswegen gegen andere schießt.

    Das Problem ist aber auch, dass von dir nichts inhaltliches kommt. Du stellst Forderungen, die auch durchaus berechtigt sind. Wie Du das umsetzen willst, steht aber auch in den Sternen.

    Aktivitäten streichen? Klar, kann man in einem bestimmten Maße machen. Aber wir haben auch nicht wirklich viele Aktivitäten. Ok, alle 2-3 Jahre machen wir ein Schulfest. Wie feiern Karneval und es gibt auch mehr oder minder große Weihnachtsfeier. Achja, und eigentlich müssen wir auch jedes Jahr ein Sportfest machen. Fällt manchmal aus aber meistens machen wir es in Kurzform. Karneval ist nur wenig Mehrarbeit. Weihnachtsfeier vorzubereiten schon deutlich mehr. Aber ich glaube kaum, dass jemand die ausfallen lassen will. Wenn eine Schule die Teilzeitkräfte entlasten möchte, brauche ich aber auch nicht 2-3 Stunden sondern eher 100+. Also wie machen wir es?

    Die Vorgabe deines Bundeslandes solltest Du selbst wissen. Notfalls googeln.

    Während der Arbeitsunfähigkeit machst Du gar nichts.

    Wie Seph schon schrieb, ist es in der Regel eine "Soll"-Regelung. Da es ja Konflikte mit deiner Schule gibt, wäre es ggf. sinnvoll, es der Schule mitzuteilen, dass Du die Korrektur aufgrund deiner Krankheit nicht fristgerecht schaffst. Entweder akzeptiert es die SL und du kannst es beispielsweise in den Osterferien machen oder sie gibt die Klausuren an eine andere Lehrkraft zur Korrektur. Sie könnten beispielsweise dein Fachlehrkraft mit der Korrektur beauftragen.

    Aber: erwartet wird von den Vollzeitkolleg*innen scheinbar immer, dass das mit 20 von 25 Unterrichtsstunden abgegolten ist und alles andere in vollem Umfang mitzumachen sei. Das ist einfach falsch und die falsche Herangehensweise.

    Ich selbst hab ewig Vollzeit gearbeitet, auch mit kleinen Kindern, weil ich eben weiß, dass man in Vollzeit am Ende weniger macht als anteilig in TZ. Jetzt ist es mal anders und ich ärgere mich über die TZ-Kolleg*innen die es stillschweigend mitmachen und zudem zusätzlich noch MEHR vorbereiten genauso wie über die scheinheiligen "Wer am Faschingsfest nur halb kommen will hat die Kinder wohl nicht lieb und ist ein großer Miesepeter"- Argumente.

    Die Vollzeitkollegen haben gar nichts zu erwarten. Du musst dich mit deiner Schulleitung und der Schulbehörde auseinandersetzen. Es werden dir doch keine andere Kollegen Aufgaben übergeben?

    Und warum ärgern die andere TZ-Kollegen? Es gibt auch Leute, die einfach damit zufrieden sind. Ich mache auch mehr als andere Kollegen. Ich beschwere mich auch nicht, wenn ich am Ende des Schuljahres mehr Tagesausflüge als Kollege y gemacht habe. Eine Lehrkraft macht jedes Jahr ein Klassenfest, der andere viele Unterrichtsgänge und der dritte weder noch. Das muss doch jeder selbst entscheiden können?
    Wenn Du mit deiner TZ-Situation nicht zufrieden bist, kläre es mit deiner Schulleitung. Und wenn die Vorgaben so sind, dann klage halt.

    Ich verstehe das ganze sowieso nicht. Du schreibst mir, wie einfach das alles möglich ist und regst dich über meine Schule auf aber anscheinend bekommt ihr es auch nicht hin? Vielleicht solltest Du an deiner Schule dann erstmal ein tragfähiges Konzept etablieren? Dann wirst du auch schnell merken, dass du von der Realität eingeholt wirst.

    Klar, wenn mir nicht sofort eine Lösung einfällt, stelle ich mich dumm. Das Leben kann so einfach sein!

    Oooder, wenn es nicht möglich ist, dass Konferenzen nur anteilig besucht werden, trifft sich die Teilzeitkollegin eben nicht mit zur Vorbereitung des Weihnachtsbastelns, sondern der stellvertretende Schulleiter macht das. Der arbeitet ja Vollzeit und hat noch Kapazitäten, gerade wenn er die Korrekturen schneller macht, geht das ganz einfach.

    Ernsthaft, verplane nicht die Zeit anderer Leute mit fadenscheinigen Begründungen. Jedes Schuljahr läuft in etwa gleich ab. Man kann voraussehen, wo Arbeit anfällt und sie entsprechend verteilen.

    Schade, dass Du keinen Bezug auf die gemachten Beiträge nimmst. Ich habe da relativ ausführlich dargestellt, wo die Probleme liegen.
    Bei euch an der Schule scheint das alles etwas anders als im Rest von Deutschland zu laufen aber bei uns ist es tatsächlich so, dass auch Vollzeitkollegen mit ihrer Arbeit ausgelastet sind. Jetzt musst Du auch noch bedenken, dass wir bereits geschrieben nur 2 VZ und rund 13 TZ haben. Sollen dann die beiden VZ die gesamte Vorbereitung für alle Klassen alleine machen? Und solche Verhältnisse sind an Grundschulen nicht unüblich. Da arbeiten einfach sehr viele in Teilzeit.

    Es ist total toll, wenn es an deiner Schule anders läuft. In der Praxis lässt es sich halt an unseren Schulen nicht umsetzen. Am Ende fehlen den meisten einfach zusätzliche Stunden.

    Aber Du kannst gerne einmal euer Konzept verlinken oder hier darstellen. Ich denke viele finden es spannend, wir ihr das Problem gelöst habt. Ich finde es toll, dass es bei euch so einfach umsetzbar ist. Wenn man das auch auf Grundschulen wie uns übertragbar ist, übernehmen wir dein Konzept gerne. Also erzähle. Wie löst ihr das konkret?

    Wir machen einmal im Monat rund 2 h. Die SL spricht alles an, was gerade aktuell anliegt. Nach dem Motto XY steht an, wollen wir was machen oder nicht. Oder halt nur als kurze Info. Wenn wirklich etwas gearbeitet werden muss, versuchen wir es mit Arbeitsgruppen. Da meldet man sich dann je nach Interessenlage freiwillig. Die erstellen dann was und wir besprechen es auf der nächsten Konferenz. Da alle schnell nach Hause wollen, klappt es eigentlich ganz gut.

    Jetzt könnt ihr ja überlegen, wie ihr diese Erfahrungen nutzen könnt, um es das nächste Mal besser zu machen, ohne das Projekt direkt schon wieder zu begraben. Schließlich gab es ja Gründe, warum ihr überhaupt damit begonnen habt, die bisherige Praxis zu überdenken.

    Das hört sich sehr gönnerhaft von dir an. Wir haben gelernt, dass es im aktuellen nicht besser umsetzbar ist. Letztlich hat bei uns keiner ein Problem, wenn sich eine Teilzeitkraft ihren Ausgleich nimmt. Wenn Kollegin Y nicht auf Klassenfahrt fährt, meckert keine. Weil wir gut zusammenarbeiten, sprechen wir uns i.R. im Jahrgang ab. Das verhindert viel Stress mit den Eltern. Dann fährt halt der Jahrgang nicht auf Klassenfahrt. Oder halt nur 2-3 Tage. Aber das löst das Teilzeitproblem natürlich nicht.

    In einem guten Kollegium nimmt man halt so oder so Rücksicht. Vielleicht die VZ-Kraft gerade nicht belastbar, weil die Eltern pflegebedürftig sind. Vielleicht geht gerade jemand kaputt, weil die Klasse oder Eltern einfach "doof" sind. Wir versuchen das zu merken und die Person zu entlasten. Wenn jemand wegen kleiner Kinder oder was auch in Teilzeit ist, versuchen wir den Stundenplan so gestalten, dass es passt. Aber das hat weniger etwas mit Teilzeitvorgaben zu tun. Das ist eine Frage des Miteinanders.

    Solche Probleme entstehen bei vielen LK, aber im besonderen Maß bei TZ-LK. ...

    Das sind wir uns mit allen Dingen auch vollkommen einig. Man könnte natürlich noch überlegen, wie weit es zum Beruf gehört und mit der Besoldung ausgeglichen wird. Ich würde z.B. eine Regelung sinnvoll finden, dass man z.B. 60% arbeitet aber 70% Bezüge bekommt, um unteilbare Aufgaben auszugleichen. Würde sicherlich von vielen akzeptiert.

    Am Ende wird man das Problem nur Lösen, wenn man das Personal an Schulen deutlich erhöht und damit überhaupt die Möglichkeit des Ausgleiches für Mehrarbeit schafft. Das Problem ist aber so vielschichtig, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass da irgendwann was kommt. Mal davon abgesehen, dass es gar nicht das Personal gibt. Man müsste verschiedene Fächer vergleichen, man müsste verschiedene Klassenzusammensetzungen vergleichen, Extraaufgaben, die gemacht werden, qualität und und quantität der Vorbereitung usw..

    Susaenne: Hattest Du dich nicht gegen die verwirrt-Smileys ausgesprochen?

    Was verwirrt dich? Das wir an der Grundschule fast nur Teilzeitkräfte haben? Ist das in Berlin anders?

    Oder das Konferenzen an der SEK 1 anders laufen als an der kleinen Grundschule?

    Bei Abstimmungen kann es aber eng werden werden. Wenn dann noch Pfarrer und andere Leute fehlen, die nicht täglich da sind, oder jemand krank ist, ist man gleich nicht mehr beschlussfähig.

    Vor allem wird auch oft viel im Konsens entschieden. Man tauscht sich aus und findet eine gemeinsame Basis. Da ist es auch wichtig, wenn alle da sind.

    Sagen wir mal, ein kleines Kollegium besteht aus 20 Kollegen (m/w/d) und die Hälfte fehlt (u.a.) aus Teilzeitgründen bei einer Konferenz. Was spricht dagegen, dass die anwesenden Kollegen (m/w/d) die Beschlüsse fassen und die abwesenden Kollegen (m/w/d) die Ergebnisse, sobald sie wieder vor Ort sind, nachlesen bzw. in Erfahrung bringen?

    So würde es doch auch passieren, wenn Kollegen krankheitsbedingt von Konferenzen fernbleiben, oder?

    Das war auch unsere Idee. Am Ende waren meist 2/3 da. Aber es wird halt viel auch abgesprochen, Termine vereinbart usw.. Wir hatten dann vereinbart, wer nicht da ist, hat Pech gehabt. Aber dann hast Du z.B. Karneval auf Tag XY gelegt und dann kam raus, dass die Klasse von der abwesenden Person, da nicht da ist. Oder es wurden Vereinbarungen getroffen, die aus welchen Gründen auch immer, für eine der abwesenden Personen doof waren. Am Ende führte es dazu, dass Themen auf der nächsten DV wieder aufgewärmt wurden oder das Leute unzufrieden waren. Bei uns ist halt auch so, dass fast alles, was auf der DV besprochen wird, alle betrifft. Dann wurden auf der DV die Praktikanten verteilt und Kollegin y kam an nächsten Tag und hatte Praktikantin Z in der eigenen Klasse und wollte auch so gerne eine. Wir haben dann gemeinsam festgestellt, dass es mehr Probleme macht als es hilft und haben es wieder abgeschafft. Bei der Fachkonferenzen etc. handhaben wir es tatsächlich anders. Da versuchen wir zu entlasten. Bei Klassenkonferenzen kann man auch mal "unwichtige" Lehrkräfte rauslassen. Aber auch da. Wenn ich als TZ-Kraft Deutsch unterrichte, muss ich in der Regel da sein. Bei der Sportlehrkraft ist das meistens nicht so wichtig.

    Ich hatte ja bereits einer Stelle geschrieben. Ich bin es irgendwo auch Leid permanent die gleiche Mail zu verschicken, nur weil an deiser Schule nie kommuniziert wird (Und das meine ich nicht auf dich bezogen, sondern generell). Es ist eine Unart, dass Kollegen während der Krankschreibung damit genervt werden.

    Das kann ich verstehen. Es ist aber auch immer die Frage, was üblich ist. Letztlich musst Du nur die Schulleitung und ggf. dein Seminar informieren. Ich weiß nicht genau, wie die Regelungen bei euch sind. Auf alles andere reagierst Du erst, wenn Du wieder fit bist. Dann schreibst Du allen eine kurze Mail, dass Du leider krankgeschrieben warst und die SL informiert hattest, dass du nicht erreichbar bist.

    Da die Klassenleitung eine nicht teilbare Aufgabe ist, muss durch die Schule ein Ausgleich geschaffen werden. Das ist keine Frage von "typisch für den Beruf". Ich wiederhole: Für TZ-Kräfte MUSS für nicht teilbare Aufgaben ein Ausgleich geschaffen werden.

    Und da erhoffe ich mir besonders für die TZ-Kräfte, dass eine AZ-Erfassung ihnen endlich eine adäquate Entlastung bringen wird. Dieses Problem wird ja bewusst ignoriert.

    Wir haben fast nur Teilzeitkräfte. Wie soll das gehen?
    Ich habe durchaus deine Meinung verstanden. Aber es hilft nichts, wenn sie an der Praxis scheitern. Ich kann gerne jeder Teilzeitkraft sagen, dass sie sich einen Ausgleich schaffen soll. Wie das funktionieren soll, ist dann eine andere Frage. Am besten bereitet sie ihren Unterricht dann einfacher schneller vor oder korrigiert schneller. Wie gesagt, auch bei Vollzeitkräften entsteht das Problem.

    Eine Arbeitszeiterfassung ist sicherlich eine interessante Sache. Sie wird bei allen Lehrkräften Probleme zeigen. Das hat aber nur begrenzt etwas mit Teilzeit zu tun.

    Das Problem bei der Teilzeit ist auch oft nicht die unteilbaren Aufgaben. Das Problem sind Springstunden, Einsatz nicht am Stück, etc.

    Bei Konferenzen könnte man es so machen, dass Vollzeitkollegen (m/w/d) an jeder Konferenz teilnehmen. Teilzeitkräfte nehmen, je nach Ausmaß der Teilzeit, an jeder 2. bis 3. Konferenz teil. Bei allen verpassten Konferenzen kann man sich entweder das Protokoll durchlesen oder sich von den Vollzeitkollegen (m/w/d) auf den neuesten Stand bringen lassen.

    Das haben wir mal versucht. Wir hatten damals exakt 2 Vollzeitkräfte. Das führte dazu, dass bei jeder Konferenz andere TZ-Kräfte anwesend waren. Am Ende konnten keine Absprachen stattfinden und keine sinnvolle Beschlüsse gefasst werden. Das mag an der SEK 1 anders sein aber gerade in der Grundschule dienen die üblichen DVs auch einfach zum Austausch und zur gemeinsamen Absprache.

    Letztlich ist es an vielen Schulen üblich, dass man Vertretungsmaterial schickt oder danach gefragt wird. Im Idealfall ist das auch eine Win-Win-Situation. Die kranke Lehrkraft kommt mit ihrem Stoff weiter und die Vertretungslehrkraft weiß, was sie machen soll.

    Oft ist man auch nicht so krank, dass man das nicht schafft.

    Aber man muss nichts schicken und am Ende ist auch die Frage, wie krank man ist. Im anderen Thread hat man dir schon Textvorschläge gemacht. Schreibe deiner SL kurz und höfflich, dass Du krank bist und aufgrund deiner Krankheit keine dienstlichen Aufgaben erledigen kannst und auch keine Material zuschicken kannst. Problem erledigt.

    Ich bezog mich auf klar benannte nicht teilbare Aufgaben wie bspw. Konferenzen, Klassenleitungen etc.

    Und den Begriff des TZ-Maßes bezog ich auf den Anteil der TZ zu VZ, der das Maß bildet, entsprechend bei den nicht teilbaren Aufgaben Entlastung zu schaffen.

    Aber wenn es Aufgaben gibt, die unteilbar sind, ist das halt schwierig möglich. Das habe ich ja in meinem Post geschrieben. Das ist bei Vollzeit das gleiche Problem. Wenn Du in Teilzeit einen großen Deutsch-Abi-Kurs hast, wirst Du um die Mehrarbeit nicht rumkommen. Das gleiche als Klassenlehrkraft in der Grundschule.
    Natürlich soll und kann man in Maßen Ausgleich schaffen. Aber das geht halt nicht zu 100%. Genauso ist auch bei Vollzeitkräften. Das ist am Ende halt typisch für unseren Beruf.

Werbung