Beiträge von Tom123

    Klassenprojekte, Teamsitzungen etc passieren bei uns nicht kurzfristig bzw tangieren den Unterricht nicht. Hitzefrei gibt es nicht und Fachfortbildungen habe ich während der Ferien. Aber da habe ich noch von jedem deutschen Referenten gehört, dass in Deutschland während der Ferien keiner kommen würde.

    Das wird aber ein wenig schwierig, wenn die Referenten nur noch während der Ferien arbeiten und den Rest des Jahres Urlaub machen.

    Bei 50%-Teilzeit kann aber nicht 100% Bereitschaft (und damit Zugriff auf ca. ca. 41h Arbeitszeit) pro Woche verlangt werden.

    Da verwechselst Du aber gerade zwei Aspekte. Bereitschaft haben z.B. Ärzte wenn sie sich bereit halten müssen, um kurzfristig eingesetzt zu werden. In der Schule (sollte) es aber so sein, dass Du mit einen entsprechenden Vorlauf eingeladen wirst. Letztlich ist es eine vergleichbare Situation wie bei der Schichtarbeit. Du hast aber einen großen Teil deiner Arbeitszeit fest aber auch einen Teil der Arbeitszeit flexibel.

    Wenn ich wegen Kinderbetreuung reduzieren würde, würde ich an einer Schule ohne festem Konferenztag daher im Antrag auf familiengerechte Arbeitszeit auch tatsächlich Arbeitszeiten beantragen und nicht nur Unterrichtszeiten. Ich bin mir sicher, dass es einer Schule zuzumuten ist, gerade bei vielen Teilzeitkräften, für Konferenzen und Besprechungen einen festen Termin zu bestimmen. Für Zusatztermine, die auch für Vollzeitkräfte Zusatztermine sind, kann man im Teilzeitkonzept festhalten, wie Teilzeitkräfte dabei entsprechend ihrer Teilzeit entlastet werden können.

    Dem würde ich auch zustimmen. Ich denke, dass es generell sinnvoll ist, einen festen Konferenztag einzuplanen. Genauso hast Du vollkommen Recht, dass man Teilzeitkräfte entlasten muss. Wobei wir da auch wieder bei der Frage der teilbaren und der nichtteilbaren Aufgaben sind. Eine Nachbarschule erstellt am Anfang des Schuljahres Arbeitsaufträge, die in Gruppen bearbeitet werden. Je nach Stundenzahl und Interesse kann man da die Belastung unterschiedlich verteilen. Eine interessante Idee. Bei Konferenzen ist es natürlich schwieriger. Da gibt es sicherlich eine Reihe von Konferenzen an denen man einfach teilnehmen muss. Grundsätzlich liegt es natürlich auch am Umgang der Schule mit Konferenzen. Manche machen viele (unnötige) Konferenzen anderer nur das Wichtigste.

    Freut mich, dass dich das erheitert. Aber lies dich einfach mal in den Fall von damals ein. Dort wird sehr deutlich gemacht, dass ein Teilzeitanspruch nicht daran scheitert, dass dann auch arbeitnehmerseitig Einschränkungen der Verfügbarkeit zu bestimmten Zeiten vorliegen können. Es ist also keineswegs so, dass der Arbeitgeber lediglich darauf zu achten hat, dass die Arbeitszeitanteile der Teilzeitquote entsprechen, sondern sich auch zeitliche Einschränkungen gefallen lassen muss.

    Es ist nicht die aktuelle Rechtsprechung. Es ist hat ganz andere Hintergründe und beleuchtet in keinster Weise die Situation an Schulen. Es ist die Entscheidung eines Gerichts in einem konkreten Fall. Außerdem hat es weder formal eine Bindungswirkung noch handelt es sich um ein Bundesgericht an dem sich andere Gerichte orientieren würden. Ein anderes Gericht, womöglich in einem anderen Bundesland, würde den Fall vielleicht anders entscheiden. Vielleicht hätte auch das BAG den Fall anders entschieden.

    Auch Schichtarbeiter in Teilzeit können eine solche Verteilung der Arbeitszeit verlangen, dass sie nur noch einer bestimmten Schicht zugeordnet werden können. (vgl. LAG Köln, Az. 7 Sa 766/12).

    Gerade in Schule sehe ich wirklich keine Notwendigkeit, warum Besprechungen und Konferenzen quer über die Wochentage verteilt liegen müssten. Das gilt insbesondere bei kurzfristiger Terminierung, die dann de facto wirklich zu einer zu hohen "Bereitschaftszeit" (die gleichwohl eher keine ist) führen würde. Das Problem lässt sich einfach mit einem festen Besprechungstag lösen, der von allen Lehrkräften freizuhalten ist und an dem verlässlich diese ganzen Veranstaltungen liegen.

    Das Urteil hat relativ wenig mit Schule zu tun. Letztlich ist es eine Einzelfallentscheidung.

    Bei uns an der Schule ist durchaus so, dass es "betriebliche" Notwendigkeiten zu bestimmten Arbeitszeiten gibt. Beispielsweise müssen bestimmte Konferenzen so gelegt werden, dass die Eltern daran teilnehmen können. Daran würde bereits eine zugesicherte Arbeitszeit von 8:00 Uhr bis max. 16:00 Uhr scheitern. Wie soll da jemals ein Elternabend oder ein Elternsprechtag stattfinden? Weiterhin sind Fortbildungen auch an die Termine der Referenten gebunden. Dann haben wir Treffen mit anderen Schulen gemeinsam. Beispielsweise schulübergreifende Fachkonferenzen aber auch Förderkommissionen. Oder bestimmte Arbeitsgruppen. Ich war vor kurzem auf einer regionalen Fachkonferenz. Eingeladen durch die regionalen Fachberater und Anwesenheitspflicht für die Fachkonferenzleitungen.

    Und dann kommt natürlich auch einfach hinzu, dass zu mindestens bei uns rund 75% in irgendeiner Form Teilzeit haben. Wie soll man es hinbekommen, dass alle da nur innerhalb ihres 20 h Korridors Konferenzen haben.

    Was natürlich vollkommen richtig ist, dass die Schule sich bemühen muss die Konferenzen möglichst auf ein oder zwei feste Termine zu legen. Da sind wir wieder bei dem von dir zitierten Urteil. Die Teilzeitkraft muss nicht hinnehmen, dass die Schule Termine ohne jeglichen Grund quer über die Woche verteilen. Aber ich kann mir auch kaum vorstellen, dass es viele Schulen gibt, die so etwas machen. Aber auf der anderen Seite hat sie keinen Anspruch auf Einsatz an drei Tagen von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

    Ich habe mir das Schauspiel angesehen. Es erinnert mich an Kinder, die ein Spiel verlieren und deswegen durch lautes Geplärr die Regeln ändern wollen. Das kann man natürlich versuchen, muss es sicher auch nach Freund-Feind-Theorie, aber der Graben wird deswegen nur noch tiefer werden. Mit Blick auf das Wahlverhalten nach Alter, ist das eben langfristig nicht besonders klug.

    Wir sind einer Demokratie. Die AfD möchte als größte Fraktion den Landtagspräsidenten stellen. Der Rest möchte das nicht. Da der Rest mehr ist, hat die AfD Pech. Das fand sie nicht gut. Aber genau so ist es richtig. Das zeigt auch das Urteil.

    Definitiv muss die Schule dafür sorgen, dass Kollegen mit 50% Teilzeit auch 20 h / Woche zwischen 8 und 16 Uhr verlässlich frei von Pflichtterminen sind.

    Eigentlich ist genau andersrum. Die Schule muss so planen, dass die Lehrkraft mit 50% mit 20/21 h Arbeitszeit pro Woche hinkommen. Also inklusive der häuslichen Arbeitszeit. Dazu gehört allerdings auch, dass man bestimmte Termine wie Konferenzen oder Fortbildungen nicht fest terminieren kann. Das gehört zum Job. Ist beim Schichtarbeiter auch nicht anders.

    Nicht wirklich. Welcher Partei die weitere Polarisierung nützt, wird sich dann zeigen. Ob's weh tun wird?

    Es gibt vor allem eine Partei, die unsere Verfassung ändern/abschaffen möchte und den Rechtsstaat in der aktuellen Version ablehnt. Es gibt eine Reihe anderer Parteien, die unseren Staat schützen wollen. Ist doch nicht so schwer, oder?

    Letztlich ist es doch die Dummheit der Kollegen. Ich fahre gerne auf Klassenfahrten. Ich würde aber nicht im Traum darauf kommen für eine normale Klassenfahrt selbst etwas zu bezahlen. Vielleicht bei irgendwelchen Sachen, wo ich selbst einen privaten Mehrwert sehe. Aber doch nicht für eine normale Klassenfahrt. Wenn die SL mit irgendeiner Verzichtserklärung daher kommt, würde ich direkt sagen, dass das rechtlich unzulässig ist. Wo ist das Problem?

    Wenn aber stark reduziert wird, weil man seine Kinder selbst betreuen möchte, dann gilt das nicht. Wer nur ein 50% Deputat hat, sollte bei einem freien Vormittag auch vier immer (konferenz)freie Nachmittage genannt bekommen. Wenn es dann aus dienstlichen Gründen nur drei freie Nachmittage sind, dann kann man darüber reden, aber die Pflichttermine, die neben dem Unterricht anfallen, noch lustig und spontan über die ganze Woche zu verteilen, das passt eben nicht. Auch hier gilt: Wenige Ausnahmen (2x Notenkonferenz im Schuljahr) werden organisierbar sein, ständige Ausnahmen eher nicht.

    Die Frage ist muss sich Schule nach den Lehrer-Eltern richten oder müssen diese sich nach der Schule richten. Es gibt halt manchmal Dinge, die man einfach nicht anders regeln kann. Man kann ja schlecht die Schule zu machen, weil es gerade in einem Kollegium viele Kollegen mit Teilzeit gibt.

    Ich meine Migranten jeglicher Art, die ausreisepflichtig sind, egal ob ihr Touristenvisum abgelaufen ist oder ihr Asylantrag negativ beschieden wurde und die gerichtliche Überprüfung eine Ausreisepflicht zum Ergebnis hat.

    https://www.bamf.de/DE/Themen/Fors…ation-node.html

    Wenn ein Staat funktionieren soll, muss die Legislative die Regeln aufstellen, die Jurisdiktion muss die Regeln anwenden und die Exekutive muss die Ergebnisse der Anwendung dann auch wirklich durchsetzen. Sonst kann man sich die Regeln auch gleich klemmen.

    Das sind verschiedene Dinge.

    Im Idealfall hast Du Menschen mit einem Ausweis und einem Herkunftsland, das bereit ist sie wieder aufzunehmen oder Nachbarländern, die sie wieder aufnehmen würden.

    Im Normalfall hast Du Menschen ohne jegliche Dokumente oder Länder, die schlicht nicht bereit sind, diese Leute zurücknehmen. Ein Land wie Syrien sagt dann z.B., dass sie alle Staatsbürger wieder aufnehmen. Im Einzelfall verschleppen sie dann aber das Verfahren, fordern nicht vorhandene Dokumente oder bestreiten die Echtheit. Oder Du hast schlich einfach Menschen ohne Dokumente. Oder kurz vor der Abschiebung wird der Flüchtling krank. Oder es fällt ihm gerade ein, dass er homosexuell ist, oder dass er Christ ist oder oder...

    Oder Ansonsten reisen sie aus, nehmen ihr Übergangsgeld und kaufen sich eine Fahrkarte nach Polen. Von dort aus geht es über die grüne Grenze. Alternativ geht es nach Belarus. Dort gibt es noch Hilfe bei der Grenzübertretung.

    Ja, unsere Gerichte sind da ganz klar. Es geht ja eher darum die Gerichtsurteile auch wirklich zu vollziehen, also Ausreisepflichtige wirklich aus dem Land zu schaffen und ihre Wiedereinreise effektiv und möglichst effizient zu verhindern. Daran hapert es doch in unserem Land.

    Ich weiß nicht, welche Entscheidungen du da meinst. Vielleicht kannst du mal konkreter werden. Hier gibt es beispielsweise ein gutes Video von Solmecke über die 1000 € Handgeld, die die nach Afghanistan abgeschobenen bekommen haben:

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    Da wird auch noch mal deutlich, dass man die Leute nicht einfach so rausschmeißen kann.

    Guter Gedanke. Hast Du in diesem Zusammenhang auch schon einmal an die Würde der einheimischen Bevölkerung gedacht?

    ...

    Demnach treten alle Zuwanderer, die unsere westliche Lebensweise verachten und uns deswegen mit Terror übersäen, die Menschenwürde der hiesigen Bevölkerung mit Füßen.

    Oder willst Du der einheimischen Bevölkerung die Menschenwürde absprechen?

    Also ich sehe tatsächlich nicht, dass die Menschenwürde der einheimischen Bevölkerung in einem relevanten Rahmen beeinträchtigt ist. Natürlich beeinträchtigen Migranten unser Leben in D. Aber da gleich von einer Verletzung der Menschenwürde zu sprechen?

    Letztlich ist es aber auch egal was Du oder ich denken. Unsere Gerichte und unsere Verfassung sind da relativ klar. Jeder Mensch hat die gleichen Rechte. Und nur weil sich jemand durch Migranten in seiner Würde verletzt fühlt, haben diese trotzdem gleichen Rechte.

    Wie wäre es damit das Leben für sie hier in Deutschland so unattraktiv zu gestalten, dass sie von alleine wieder gehen? Einen Schritt in diese Richtung ist die FDP ja schon gegangen indem sämtliche Sozialleistungen für ausreisepflichtige Migranten gestrichen werden sollen. Ob sie dann in ihre Heimatländer gehen oder in ein anderes Land, in denen es ihnen besser geht, bleibt selbstverständlich ihnen überlassen.

    —> https://www.tagesschau.de/inland/innenpo…ebatte-100.html

    Toller Vorschlag. Finde ich gut. Machen wir es bei Bürgergeldempfängern gleich genauso? Und Rentner vielleicht auch?

    Allerdings gibt es noch ein Grundgesetz mit solchen Sachen wir "Die Würde des Menschen ist unantastbar.". Du kannst in Deutschland keine notleidende Menschen auf die Straße setzen und ihrem Schicksal überlassen. Wir können Sozialleistungen kürzen und vielleicht können wir Sachleistungen machen. Aber in irgendeiner Form müssen wir diese Menschen versorgen. Außerdem förderst Du damit, dass sie Leute kriminell werden. Die (wahrscheinlich) Millionen von illegalen Migranten in den USA verlassen das Land auch nicht, obwohl sie keinerlei Sozialleistungen bekommen.

    Vielleicht solltest Du dich einfach mal in diese Menschen hineinversetzen. In ihrer Heimat bekommen sie auch nichts. Eventuell droht ihr dort noch etwas. Warum sollten sie dann Deutschland verlassen? Dann werden Sie sich halt anders finanzieren.

    ICh bin durchaus dafür Sozialleistungen zu kürzen, auf Sachleistungen umzustellen etc.. Es ist aber am Ende ein kleiner Schritt. Dadurch löst Du das große Problem nicht. Das ist so als wenn du den landesweiten Lehrermangel bekämpfen willst, indem Du A13 einführst. Ja, es ist ein guter Schritt hilft. Aber nein. Das löst das Problem nicht.

    Das ist Unsinn. Ich wähle auch nicht AFD und bin sicher, einer Mehrheit anzugehören, die rigorose Abschiebungen bei illegalen Migranten befürwortet. Selbst wenn wir auch Regeln brechen wie unsere Nachbarn.

    Wie willst Du das machen?

    Wir können die Grenzen nicht dicht machen. Selbst wenn es technisch möglich wäre, müssten wir Mrd. investieren und dann noch Massen an Personal aufbauen. Und selbst dann kriegen wir nicht alle.

    Und wenn wir illegale Migranten hier haben, wie werden wir sie einfach los? Fahren wir mit LKWs zur polnischen Grenze und scheuchen sie über die Grenze? Mal abgesehen davon, dass Polen das nicht akzeptieren würde und ein solches Gesetz auch vorm Verfassungsgericht keinen Bestand hätte, was würde diese Menschen daran hindern einfach wieder reinzukommen?

    Oder schicken wir sie einfach zurück beispielsweise nach Afghanistan? Wer macht das? Zivile Fluglinien werden sich weigern. Soll die Bundeswehr dann gegen den Willen eines fremden Landes regelmäßig in ihren Luftraum eindringen und dort Leute absetzen?

    Und wieder die Frage: Was hindert diese Leute daran einfach zurückzukommen?

    Wir sind (fast) alle dafür illegale Migranten zurückzuschicken. Genauso wie straffällige. Aber das ist in der Praxis nicht einfach möglich.

    Die Frage ist nicht, ob sondern wie kontrolliert wird.

    Wer ohne Papiere trotzdem durchgelassen wird, nur weil ein Zauberwort gesprochen wird, hat Grenzkontrollen nicht zu befürchten.

    Das sind alles Pseudomaßnahmen zur Augenwischerei der Bevölkerung.

    Also noch mal für dich:

    1. Es bringt uns nichts, wenn eigentlich Dublin gilt, wir die Leute aber nicht loswerden.

    2. Man kann die Grenzen nicht dicht machen.

    a) Schaden Grenzkontrollen der Wirtschaft

    b) Ist es rein technisch nicht möglich. Wir bräuchten massiv personal und riesige Grenzanlagen. An der Grenze von Spanien (Melilla) zu Spanien gibt es massive Grenzanlagen. Mehrere Zäune, 6 m hoch, ... Alles was technisch möglich ist und trotzdem kommen immer wieder Flüchtlinge durch.

    Die USA versuchen seit Jahren die Grenze zu Mexiko dicht zu bekommen. Sie schaffen es auch nicht. Unsere Grenze ist noch rund 1/3 größer. Wie soll das gehen? Und wer bezahlt das? Und dann kommen Schlepper nutzen Schiffe, Tunnel, ... Selbst aus der DDR sind die Menschen damals geflohen. Und heutzutage ist es sicherlich deutlich einfacher.

    3. Wenn Menschen ohne Papiere hier sind, können wir sie nicht einfach wegschicken. Dann müssten wir erstmal unsere Verfassung und diverse Verträge ändern. Und selbst dann wäre noch die Frage, ob Land XY sie überhaupt zurücknehmen würde.

    Diese Menschen stehen nicht an der Grenze und fragen nett, ob sie reinkommen können. Sie sind in Deutschland. Und dann gelten für sie Menschenrechte und staatlicher Schutz wie für alle.

    Wenn man etwas ändern will, dann muss man die Gesetze und die Verfassung ändern. Aber das sagen die Populisten nicht. Es geht doch ganz einfach:

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dieses gilt aber nur Mensch deutscher Abstammung. Und auch dann nur wenn sie kein Bürgergeld empfangen.

    Dass ist das was ich meinte. Die Populisten verkaufen scheinbar einfache Lösungen für schwierige Probleme. Dann sollen sie sagen, was sie machen wollen. Schießbefehl an der Grenze? Illegale Ausländer werden interniert und zwangsabgeschoben? Es gibt sicherlich viel zu verbessern. Aber das Problem zu lösen wird unmöglich. Wir können Dinge besser machen, Sozialleistungen kürzen, Flüchtlingszahlen reduzieren. Aber wir werden es nicht lösen. Witzigerweise gibt es dort, wo die AfD stark ist auch kaum Flüchtlinge.

    Ich würde eher sagen, der deutschen Politik fehlt der Weitblick. Sowohl bei Brücken als auch bei der Migration.

    Was für ein Schwachsinn. Du kannst doch nicht die Schweiz so einfach mit Deutschland vergleichen. Du hast schon innerhalb Deutschland riesige Unterschiede. Du kannst auch nicht Bremerhaven mit Stuttgart vergleichen und sagen den Bremerhavenern fehlt der Weitblick.

    Dazu hat die Schweiz bestimmte geografische, historische ... Vorteile. Das sich die Schweiz als das Zentrum für Geldwäsche und Schwarzgeld etabliert hat, hat sicherlich auch geholfen.

    kodi: Das Problem ist nicht das Problem, sondern die Problemdichte, dass man eben andauernd um solche Problemchen herummäandern muss. Wenn das in deinem Lehrerleben nicht so ist, freu dich. Glück gehabt.

    Das Problem ist, dass die meisten Lehrkräfte nicht bereit sind, sich stark genug zu wehren. Eigentlich sind wir als i.R. Beamte in bester Position. Man müsste viel mehr Klagen. Man braucht starke Gewerkschaften. Mehr Einsatz. Man könnte so viel machen. Aber die meisten Lehrkräfte sind dann eher der Meinung, dass es uns so gut geht im Vergleich zu der armen Verkäuferin bei Aldi ...

    Es fehlt im politischen Spektrum aber genau das: eine Partei, die nicht pauschal und populistisch nach Remigration schreit, gleichzeitig aber einen umsetzbaren Plan präsentiert, wie es gelingt konsequent mit ausländischen Straftätern zu verfahren und diese tatsächlich außer Landes zu bekommen. Da kommt leider nach wie vor nix.

    Vielleicht liegt es daran, dass es einen solchen Plan nicht gibt? Das Problem ist uralt und viele Ländern versuchen sich an den verschiedenen Lösungen. Richtig gelöst bekommt man es aber nicht. Das fängt damit, dass andere Länder sie nicht zurücknehmen wollen. Dann kann man solche Lösungen wie England machen, dass man ein anderes Land bezahlt, damit es die Leute aufnimmt. Das scheitert dann aber wieder an unserer Verfassung. Wenn man keinen radikalen Plan haben will, hilft es nur langfristig die Fluchtursachen zu bekämpfen. Natürlich kann und muss man die aktuelle Situation verbessern. Aber man wird das Problem nicht komplett lösen.

    Die AFD verzeichnet ja schon große Erfolge, da sich die CDU von der merkelschen Einwanderungspolitik losgesagt hat.

    Letztendlich wird getrieben durch die Rechten an vielen Stellen in Europa der Grenzschutz neu gedacht und es werden Dinge gesagt, die vor zwei Jahren noch als undenkbar galten.

    Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan gehören dazu und wenn es erstmal bei Straftätern geht, wird es bei anderen auch nicht mehr lange dauern.

    Es gibt ein paar Alibi-Taten aber keine echten Lösungen.

    Auch deshalb weil die AfD keine Lösungen hat. Entweder ist es nicht umsetzbar oder nicht mit unserer Verfassung vereinbar oder es andere Nachteile. Die AfD sorgt nur dafür, dass die Leute sich von der Politik abwenden und verarscht vorkommen. Viele weil sie zu faul oder zu blöd sind sich über Dinge richtig zu informieren. Statt dessen wird gemeckert ohne die Hintergründe zu verstehen. Gerade dieser Populismus macht die AfD so gefährlich für unser politisches System. Und Russland und co freuen sich.

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