Weil Corona, Ukraine, Klimakrise wohl nicht zu den "Hausaufgaben" des Staates gehören (bzw. der Staat irgendwo schon wir alle sind)? Weil "angemessener Rahmen" nicht gleich "12% Inflation also 12 % mehr" sein muss? Ich fürchte, ich verwirre Dich wieder, also her mit dem Smiley.
Warum? Deine Argumentation ist grundsätzlich nachvollziehbar. Allerdings würde das auch bedeuten, dass wir in guten Zeiten verhältnismäßig mehr Geld bekommen. Das ist leider auch nicht der Fall oder ich habe sie noch nicht erlebt.
Dazu ist es auch keineswegs so, dass der Staat kein Geld hat. Der Staat ist vielen Bereichen sehr großzügig. Die Erhöhung des Bürgergeldes bei gleichzeitigem Abbau von Hürden. Weniger Druck einen Job anzunehmen. Die ganzen Geschenke mit extra Kindergeldern etc. während der Coronapandemie. Die Ortszuschläge in NRW. Diverse Sonderprogramme, um politische Wünsche umzusetzen. Förderung XY und ZY ...
Am Ende ist es ganz einfach. Der Staat ist wie viele andere Arbeitgeber. Die Lohnkosten möchte er gering halten. Es kann mir auch keiner sagen, dass die Bundesländer blindlings in den Lehrermangel gestolpert sind. Nein, es war nur politisch nicht wichtig genug. Statt das Bürgergeld zu erhöhen, sollte man das Geld nehmen, um zielgerichtet Kinder aus sozial schwachen Familien zu fördern. Dass wir dort ein Problem haben, zeigt uns nämlich Pisa.
Am Ende möchte ich auch nur mit anderen Arbeitsnehmern verglichen werden. Als erste wäre da die allgemeine Entwicklung der Tarifabschlüsse. Wenn wir im Schnitt so viel mehr bekommen wie Mehrheit vergleichbarer Arbeitnehmer, wäre das schon ganz gut. Grundsätzlich würde ich auch erwarten, dass das Abstandsgebot eingehalten wird. Ich möchte das mein Aufwand mit Studium und Referendariat auch vergütet wird. Aber vor allem verstehe ich es nicht, warum ein Lehrer in Bayern bei gleicher Qualifikation und gleichen Umständen deutlich mehr bekommt. Und warum ist A12 beim Bund mehr als beim Land? Das wäre der erste Punkt an dem ich ansetzen würde. Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit.