Beiträge von MilaB

    Noch ne Idee wäre ein Verhaltensplan in Verbindung mit einem Belohnungssystem.
    Ich weiß, hört sich nach viel Aufwand und Kuschelpädagogik an (ist es tlw. auch) und ich mache es nur in Ausnahmefällen (bezogen auf den Verhaltensplan, nicht auf die Belohnungen ;) ), aber es kann langfristig wirklich etwas bringen und für alle Beteiligten entlastend wirken. Wahrscheinlich sollte der Schüler direkte Rückmeldungen und eine enge Anleitung erhalten... Auf Basis des Verhaltensplans 10 Minuten Besprechung pro Woche einplanen, den Eltern rückmelden und sie dadurch aktiv einbinden...

    Bei mir in der Klasse, bzw an meiner Schule sind wohl 80 Prozent der Schüler genau so (bis auf das Weinen - dafür werden andere beleidigt o.ä.). Hauptschule halt.
    Immer wieder an Regeln erinnern, Rituale einüben, explizit die Schritte das Verhalten vorgeben, die/das erwartet werden/wird, bevor(!) der Schüler mit etwas anfängt usw. Zum Beispiel "Achtung, jetzt erkläre ich etwas" oder beim Aufräumen genau benennen was wohin soll etc.
    Ständige Gespräche mit Mitschüler : Einzeltisch und nur für Partnerarbeit zusammensetzen. Evt neben deinen Tisch platzieren, so dass du ihn gut im Blick hast, bremsen/unterstützen kannst?

    • Es ist bestimmt mühsam, aber sei froh, dass du nur einen davon hast ;)

    ...ist doch alles ganz einfach: Entweder bekommt jeder (und zwar jeder) Lehrer einen Arbeitslaptop mit dem entsprechende Daten geschützt verarbeitet werden können oder die Schulen müssen bis 18/19 Uhr geöffnet sein, so dass jeder Lehrer Zugang zu Verwaltungsrechnern bekommt, an denen er arbeiten kann.
    Ich sage es mal ganz ehrlich: meine Schule schließt um 16 Uhr, freitags um 15. Während dieser Zeit ist es nicht möglich, alles in der Schule zu erledigen um keine Daten mit nach Hause zu nehmen. Es ist eine Schande, diese Umstände, unter denen wir unser Daten verarbeiten (müssen!). Stellt euch mal vor, das Arbeitsamt oder die Polizei hätte keine Verwaltungsrechner mit geschützten Datenbanken... Und dann geht's bei uns meistens sogar noch um Minderjährige...
    Ich nehme meine Sachen mit zum bearbeiten und ich hab auch was aufm Laptop gespeichert. Mir ist nicht wohl dabei aber andernfalls könnte ich meine Arbeit nicht mehr machen.

    Ich mache das ähnlich wie lera1 - nur nutze ich statt Kurrentschrift ein System aus Symbolen (Stern, Pik, Karo, Kleeblatt, Gießkanne...), dem jeweils ein Schüler zugeordnet ist.
    Statt Klassen stehen Tiere da, z.B. ist die aktuelle 10a ein Gnu und die 6b ein Okapi.


    Alles andere - Klarnamen, Klarklassen - wäre grob fahrlässig.

    Echt jetzt?

    Also im Grunde ist es ja ganz einfach: Entweder man "rettet" jetzt noch das dreigliedrige Schulsystem - erhält/ wiederbelebt gute Förder- und Hauptschulen, sowie die kostenlosen (!) Gymnasien. (In dem Fall könnte man über eine Selektion der Kiner erst ab Klasse 5 oder 6 nachdenken.)
    ODER: Man stopft alle auf Sekundar- Gemeinschafts- oder Gesamtschulen und fördert den Boom von Privatschulen.


    Zweites Szenario: Goodbye Sozialstaat.

    Achso, ja die Klassen sind wohl krasser geworden. Laut Kollegen kann das Material aus dem letzten Jahrgang vor 6 Jahren zB nicht mehr benutzt werden. Wir arbeiten mit sonderpädagogischen Arbeitsheften als Klassensätze in den Nebenfächern, weil die einfachsten Schulbücher für Geschichte, Bio oder Erdkunde zu schwer sind für unsere Schüler. Kognitiv wären schon einige in der Lage, mit anspruchsvollerem Material zu arbeiten, aber sie stehen sich mit ihrem Verhalten selbst im Weg und aufgrund der großen Klassen, kommt man nicht mit dem individuellen Fördern hinterher. Wir haben kaum "echte" Hauptschüler, wie es in ländlichen Regionen oft noch ist. Wir sind eigentlich fast nur noch eine Auffangschule für Zugezogene, Heruntergestufte, Geflüchtete und diejenigen, die auf keiner Gesamtschule genommen wurden. Ich habe z.B. ein deutsches Kind in meiner Klasse. Die Eltern vieler Kinder wollen ihre Kinder einfach nicht mehr auf einer HS anmelden und gehen lieber zur Gesamtschule. Andersherum landen bei uns alle diejenigen, die Anmeldefristen nicht einhalten etc.
    Es ist schon ziemlich extrem. Wir halten gut zusammen in Kollegium und Schulleitung. Aber ungerecht ist das alles schon sehr ... und unbefriedigend auch (beides sowohl auf Lehrer als auch auf die Schüler bezogen).
    2 Std Förderung die Woche sind besser als nichts.

    Was ich mich frage: ist das eine Inklusionsfolge oder die normale Klasse, nur diesmal mit offiziellem Label für die Problemkinder?

    Ich verstehe deine Frage nicht ganz, kann aber zur Klasse noch etwas sagen, so dass ich dadurch hoffentlich trotzdem darauf antworte: Zu Beginn der Klasse 5 befanden sich ein Schüler mit LE und ein Schüler mit dem Förderbedarf LE/ES in der Klasse. Wir haben viele Kinder an der Schule, deren Eltern gar nicht oder nur sehr schwer zu erreichen sind. In der Unterstufe 5/6 zeigen sich dann bei uns häufig Auffälligkeiten, die dann in Zusammenarbeit mit den Sonderpädagogen überprüft/ beobachtet werden und tlw. in ein AOSF übergehen. Auf diesem Weg kamen 3 weitere offizielle Förderschüler mit LE dazu. Nach den Sommerferien kamen dann noch "Wiederholer" hinzu und "aussortierte" Realschüler.
    Wenn ich deine Frage so verstehe, ob wir den Problemkindern ein Label aufsetzen, um aus ihnen offizielle Föderkinder zu machen? Nein! Natürlich und definitiv nicht. Sonst hätten 80 Prozent unserer Schüler irgend einen Status. Eins der "neu" bestätigten LE Kinder ist kurz vor GE, der andere Schüler hatte eine jahrelange medizinische Behandlung in seiner Vorgeschichte, die erst im Verlauf des Verfahrens ans Licht kam... Ich kann mir vostellen, dass die Grundschulkollegen ebenso wie wir nur schwer an die Eltern rankamen und es einfach nicht geschafft haben, diese Kinder umfassend zu überprüfen. So führen wir dann einfach die Arbeit an der Stelle weiter und dürfen das ja innerhalb der 6. Klasse dann zum Glück noch in die Wege leiten.

    Ich würde mir als Regelschulkollege auch überlegen, was ich genau vom Sonderschullehrer will. Immer montags 3. Stunde neben Gustav sitzen ist nicht unbedingt für alle hilfreich. Vielleicht sowas, wie Differenzierungsmaterial erstellen/Förderpläne schreiben/Elternkontakt aufrecht erhalten/Anzeige Kindeswohlgefährdung oder Jugendamtkontakt...?

    Genau, wir arbeiten in Bezug auf Eltern/ Ämter etc. sehr eng und gut zusammen. Förderpläne sollen bei uns die Regelschullehrer schreiben (darüber haben sich viele Kollegen aufgeregt, kann ich auch nachvollziehen, weil wir ohnehin schon mit der Arbeit nicht mehr hinterherkommen und uns da erstmal einarbeiten mussten.) Textzeugnisse schreiben wir, weil die Sonderpädagogen die Kinder ja so wenig sehen und nicht so viel zur Entwicklung sagen können. Sie lesen dann aber nochmal gegen und verbessern ggf. die Formulierungen.
    Das Thema Material wäre eine tolle Entlastung, allerdings ist es aufgrund der Klassenstärken an unserer Schule, in denen wirklich alle Kinder sehr viel Hilfe benötigen, für die Förderkinder besonders schwierig "am Ball zu bleiben". Es wäre so schön, wenn die Kleingruppe von 5 Förderschülern wenigstens eine Stunde am Tag Förderunterricht bekäme (räumlich getrennt vor allem dann).

    , dass es diese Stundenzuordnung zu den Förderschwerpunkten bei LES eben nicht mehr gibt.

    ...bedeutet dann, dass der Sonderpädagoge die Schüler gar nicht mehr sieht?

    Aber vielleicht habt ihr besonders viele ES Schüler an der Schule, die oft im Trainingsraum landen und das wäre ja dann wieder als Entlastung für die Kollegen zu sehen.

    Wir haben nicht viele festgestellte ES Kinder - allerdings eine Zahl nicht offizieller Verdachtsfälle, wenn man es so nennen kann und generell sind natürlich die meisten Kinder bei uns verhaltensauffällig. Daher ist das Trainingsraumkonzept tatsächlich sehr wichtig für unsere Schule.

    Hallo,
    wir haben an unserer Hauptschule im Brennpunkt zwei Sonderpädagogen mit voller Stelle.
    Nun stellt sich die Verteilung der Stunden der Sonderpädagogen im Stundenplan so dar, dass die Sonderpädagogen nicht nur für den Einsatz im Unterricht eingeteilt werden, sondern auch für die Besetzung des Trainingsraum u.ä.
    Letztlich bleiben in meinem Fall dann 2 Stunden Förderunterricht in der Woche für den GU übrig, die durch den Sonderpädagogen stattfinden können (In meiner Klasse befinden sich 26 Schüler, von denen 5 Kinder mit LE und ES, ein Junge mit ADHS, ein Junge mit nicht offiziell festgestelltem aber sehr eindeutigem ES Bedarf und ein VK Schüler, der gerade erst Deutsch lernt).
    Es gibt einzelne Klassen, da passte die Verteilung der Stunden besser und die Schüler erhalten 4 Stunden, aber das sind nur 3 von 11 Klassen.
    Ich gebe natürlich auch mein Bestes, differenziere Material, erstelle natürlich angepasste Klassenarbeiten usw. Aber die Kinder haben ja ein Recht auf Föderstunden. Laut Erlass sind das bei LE 2,6 Std pro Woche und bei ES 3,5. Damit wäre ich ja nicht mal sehr weit unter dem Richtwert.
    Wie sieht das bei euch an den Schulen aus? Wie wird der Einsatz der Sonderpädagogen geregelt? Werden sie ausschließlich im GU eingesetzt oder erhalten sie auch Stunden für andere Tätigkeiten, die dann wiederum im GU fehlen?
    Ich erachte den anderweitigen Eisantz nicht als unwichtig, frage mich nur, inwieweit man den GU deswegen reduzieren sollte.


    Lieber Gruß MilaB

    In NRW kann man sich auf so genannte PM Stellen (pädagogischer Mitarbeiter) teils bei den Bezirksregierungen, teils bei den Schulämtern oder gar beim Ministerium bewerben. Diese Stellen sind jedoch zeitlich in der Regel auf drei Jahre befristet. Die Besoldungsstufe bleibt dabei gleich. Ggf. ist sogar eine Beförderung während des Abordnungszeitraums möglich.
    Ich mache das demnächst auch, weil ich zum einen gesundheitlich bestimmte Dinge in der Schule nicht mehr "kann" und weil ich zum anderen für einen begrenzten Zeitraum einmal etwas anderes machen möchte.

    Hallo @Bolzbold, ich bin auch in NRW und sehr interessiert, eine Zeit lang aus dem aktiven Unterrichten rauszugehen. Ich bin zwar noch nicht sehr lang dabei, aber es gibt zahlreiche Gründe momentan, die mich zumindest für eine überschaubare Zeit lang dort hinziehen würden.
    Mich würde mal interessieren, wo man diese Stellen finden kann. Über STELLA hab ich solche Stellen noch nie gesehen... Kannst du mir da nähere Infos geben oder kennst du jemanden, der solch eine Stelle angetreten hat? Wie wahrscheinlich ist es, diese Stellen zu bekommen? Läuft das evt. so ähnlich ab, wie bei einer Versetzung an eine andere Schule, dass du nach einer bestimmten Anzahl an Anträgen, versetzt werden "musst" (sofern andere dienstliche Gründe nicht dagegen sprechen...)?


    Gruß, MilaB.

    Es muss halt mal jemand aus dem H/R-Bereich, der den neuen Masterabschluss hat, auf A13Z durchklagen.
    Dann wird sich auch etwas bewegen. Das ist wie mit den Altersstufen damals, nachdem es das Antidiskriminierungsgesetz gab.

    Ich hoffe doch sehr , dass nicht nur die Masterabsolventen auf A13 hochgestuft werden sollen.

    Ich frage mich bei der Diskussion um A13 seit längerem schon, inwieweit nur die Grundschulen hochgestockt werden sollen... In der Sek1 haben wir mit 28 Wochenstd die höchste Unterrichtsverpflichtung, speziell an Hauptschulen den größten Anteil an Förderkindern mit gleichzeitig schlechtem Personalschlüssel. Brennpunktlehrer leisten mindestens so viel Sozialarbeit und Stunden für das ganze Drumherum, wie GS-Lehrer.
    Die GEW fordert ja soweit ich weiß, A13 für alle, aber die aktuelle Diskussion (geführt von den Grünen) betrifft nur GS-Lehrer.
    Ist jemand auf einem aktuellen Stand, was diverse politische Stellungnahmen betrifft?


    https://www.news4teachers.de/2…-grundschulen-in-nrw-vor/

    Hallo zusammen,
    ich habe in diesem Schuljahr das erste Mal an der Lernstandserhebung 8 in Englisch teilgenommen. Per Hand hatte ich die Hefte bereits vor 10 Tagen korrigiert. Nun sitze ich zu Hause an meinem Laptop und wollte mit der Onlineeingabe beginnen... Ich habe jetzt gesehen, dass ich die SuS, die nicht teilgenommen haben, trotzdem mit ihrer Kennnummer eingeben und mit "nicht teilgenommen" vermerken muss. Ich habe leider die Hefte der SuS, die an dem Tag nicht da waren in der Schule liegen gelassen, da ich dachte, dass diese nicht mehr gebraucht werden. Nun mache ich mir schlimme Sorgen, dass die Daten nicht stimmen oder so nicht akzeptiert werden - bzw. jmd auf mich zukommt, da die SuS-Listen als Klasse evt abgeglichen werden?!
    Oder spielt es keine Rolle, dass die nicht teilgenommen SuS nicht eingegeben werden?
    Ich mache mir gerade heftige Vorwürfe und bin sehr verunsichert. Ich bin erst seit November verbeamtet auf Probe und möchte mir keinen Fehler erlauben, der auffallend negative Konsequenzen hat.
    Ich hoffe sehr auf Hilfe oder eine Rückmeldung von jemandem, der evt. schon mal in der selben Situation war?!
    Viele liebe Grüße
    Milla

Werbung