Beiträge von Mikael

    Zitat

    Original von Hannes
    2. Die SuS sind formell erwachsen, faktisch mehr oder weniger, manchmal habe ich das Gefühl, weniger. Die Entscheidung für eine dieser Sauftouren ohne Sinn und Verstand bei hohem finanziellen Aufwand (jaja, wir haben das auch bezahlt...) zeugt ja auch nicht unbedingt von Reife...

    Wenn du das Ganze so problematisch findest, warum hast du das
    1. als Elternteil bezahlt?
    2. nicht persönlich mit deinem Kind geklärt?

    Du solltest als Lehrkraft doch selber wissen, dass die Schule nicht für alles Verantwortung tragem kann und sollte, was sonst noch passiert (oder willst du vielleicht in die Bildungspolitik wechseln? :D)

    Gruß !

    §11 Abs.7 S. 1 NSchG: "Die gymnasiale Oberstufe schließt mit der Abiturprüfung ab."

    Damit ist eigentlich alles gesagt.

    Der Auftrag des Gymnasiums ist nicht Schüler und Schülerinnen zu bechäftigen, die sonst nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen.

    Gruß !

    Zitat

    Original von Hannes
    1. Zwar endet mit den schriftlichen Klausuren das Schuljahr für die Abiturientinnen und Abiturienten (bei uns Ende März) - sprich, sie haben keinen Unterricht mehr, ist das aber gleichbedeutend mit einer Entlassung (im juristischen Sinne), so dass die Schule für diese Dinge keine Verantwortung mehr trägt?
    2. Ist diese Praxis gang und gäbe an Gymnasien? Wird sowas problematisiert? Mir ist klar, es handelt sich um erwachsene junge Menschen, die letztlich tun können, was sie wollen - kann die Schule zu diesem Zeitpunkt überhaupt nichts mehr beeinflussen?


    Die Schüler und Schülerinnen haben keine Anwesenheitspflicht mehr an der Schule. Staatliche Bevormundung sollte nicht soweit gehen erwachsenen Menschen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. Wenn es keine Schulveranstaltung ist sollten sich die Eltern darum kümmern...

    Zitat

    3. Was machen die Lehrkräfte, die keinen Unterricht mehr in den Kursen haben? Ist ja ein nicht unerheblicher Zeitraum....


    Nur mal so als Info: Abiturkorrekturen können zwischen 40 und 80 Stunden Arbeitsaufwand für einen Kurs bedeuten. Da ist der Ausfall von ein paar Stunden Unterricht wohl gerechtfertigt... Die Sache mit den Vertretungen (Nighthawk) ist auch gängige Praxis.

    Zitat

    Lässt sich für die Zeit zwischen den schriftlichen Klausuren und der faktischen Schulentlassung nix mehr einfallen.


    Tut mir leid, aber ich sehe die Aufgabe zumindest des Gymnasaiums immer noch in der Bildung, nicht im Betreuen, insbesondere nicht von Erwachsenen.

    Gruß !

    Zitat

    Original von Aktenklammer
    Gut, die Bild-Zeitung zeichnet sich ja durch seriösen, unreißerischen Journalismus aus. Ggf. kann man sich auch folgenden Artikel aus dem Spiegel dazu durchlesen:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m…,636914,00.html

    "Experte warnt vor Viren-Hysteri"

    Naja, die Bundesregierung will 25 Millionen Personen impfen lassen und für die WHO ist das Ganze eine Pandemie...

    da halte ich es eben mit der Regierung und der WHO und bin halt "hysterisch".

    Gruß !

    edit: (aus dem verlinkten Spiegel-Artikel)

    Zitat

    Die WHO hat unterdessen angekündigt, dass sie die weltweite Zählung der von Laboren bestätigten Schweinegrippe-Fälle vorerst einstellen wird.


    Sehr vertrauenserweckend: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß."
    [Blockierte Grafik: http://www.handelszeitung.ch/imgs/14947378_1e6a847c7a.jpg]

    Hier wird's gruselig!
    edit: Link verbessert!

    Man beachte Großbritannien!

    Wenn ich daran denke, wie rasend schnell sich Infektionen in einer Schule ausbreiten (einmal umgedreht, schon angenießt...)

    und Lehrkräfte und erst recht Kinder sind keine besonders bei der Impfung zu priorisierende Gruppe:


    http://www.bild.de/BILD/news/2009…eimpft-who.html

    Ich prognostiziere ein spannendes Schuljahr!

    Gruß !

    Wir haben auch eine Menge Treppen und damit viel Rennerei.
    Einigen älteren Kollegen macht es auch offensichtlich zu schaffen, diese Treppen 5-6 mal am Tag hoch- und runterlaufen zu müssen.

    Für die Schülerinnen und Schüler mag das ja sinnvoll sein (Bewegung), aber mit fortschreitendem Alter wird es für die Lehrkräfte zur Zumutung. Unser Aufzug hilft auch nicht wirklich, da er sich in einer ungünstig gelegenen Ecke des Gebäudes befindet.

    Die Kita-Beschäftigten streiken ja u.a. auch für gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen... könnten wir Lehrkräfte uns eine Scheibe von abschneiden.

    Gruß !

    Ich habe auch noch ein paar Ideen!

    In der organischen Chemie könnten die Kegel Kohlenstoff-Atome symbolisieren, die Stäbe die Elektronenbindungen.

    In Geschichte könnte man aus den Stäben eine Zeitleiste bauen, die Kegel sind dann wichtige historische Ereignisse: Die Schüler müssen sich merken welches!

    In der Physik könnte man mit den Stäben Feldlinien des elekrischen Feldes darstellen, die Kegel sind dann die elektrischen Ladungen.

    Man könnte auch Sternzeichen mit den Stäben nachbauen, die Kegel sind dann die Sterne.

    In Deutsch könnten die Kegel die Protagonisten eines Romans / eines Dramas darstellen, die Stäben wären dann deren Beziehungen zueinander.

    Man könnte so natürlcih auch die Beziehungen in einer Klasse darstellen, um Probleme zu klären (wer ist beliebt, wer ist es nicht usw.)

    In der Informatik könnte man das Problem des Handelsreisenden nachvollziehen: Die Kegel sind die Städte, die Stangen die Straßen: Welcher Weg ist der günstigste?

    Oder in der Politik: Die Kegel sind die Parteien, die Stäbe die Wählerwanderungen (bald sind Bundestagswahlen!).

    Man könnte auch in Wirtschaft ein einfaches Geld-/Warenkreislaufmodell darstellen: Die Kegel sind die Haushalte/Unternehmen usw., die Stangen die Geld- und Warenströme.

    Geht auch in Erdkunde: Die Kegel als wichtige Produktions-/Rohstoffzentren, die Stangen die Warenströme.

    Aber ich mach jetzt erst mal Schluss! Auf jeden Fall aufbewahren!

    Gruß !

    Zitat

    Original von kleiner gruener frosch
    1. Es gibt Ärzte-Bewertungslisten. Man findet sie z.B. regelmäßig im Focus.


    Inkl. der Katgorien "unsexy", "hat Mundgeruch", "langweilig" ?


    Zitat

    2. wie willst du bei Ärzten die Arbeitszeit noch verlängern? Ich muss als Lehrer nicht nachts in der Schule "schlafen", weil ja ein Schüler vorbeikommen könne.


    Als Angestellte bekommen sie ihre Überstunden bezahlt (gibt genügend Gerichtsurteile dazu), als Freiberufler teilen sie sich die Arbeit selber ein. Es ging mir um unbezahlte Mehrarbeit, die bei uns Lehrkräfte ja mittlerweile zum bildungspolitischen Kalkül gehört.

    Zitat

    3. Wenn du gerne von einem Quereinsteiger operiert werden möchtest, okay. Bei Ärzten fühle ich mich persönlich bei einem studierten Arzt sicherer als bei einem umgeschulten Automechaniker. In der Schule sind Quereinsteiger oft genug eine Bereicherung.

    Genau, unterrichten kann jeder. Ganz im Ernst: Heutzutage könnte ich niemandem mit gutem Gewissen empfehlen, auf Lehramt zu studieren. Man hält sich mit anderen Studiengängen mehr Optionen offen. Notfalls kann man immer noch in die Schule gehen, wenn man nichts anderes findet. Das sehen übrigens Kollegen mit Kindern, die studieren oder es demnächst werden, genauso.

    Zitat

    kl. gr. Frosch

    P.S.: Ach ja, und "zwangsversetzt" für 5 Jahre werden die entsprechend geförderten Ärzte auch.

    Welcher Lehramststudent bekommt den aus Ausgleich dafür Stipendien und die Studiengebühren erlassen?

    Gruß !

    Zitat

    Ulla Schmidt will junge Ärzte aufs Land locken
    Von P. Neumann und S. von Borstel
    12. Juli 2009, 17:21 Uhr


    Stipendien für Medizinstudenten und die Befreiung von Studiengebühren: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt will dem Ärztemangel den Kampf ansagen. Allerdings fordert sie von jungen Ärzten eine Gegenleistung. Sie sollen sich verpflichten, fünf Jahre dahin zu gehen, wo sie am nötigsten gebraucht werden.


    http://www.welt.de/politik/deutsc…ml#vote_4031126

    Gut, dass wir für den Lehrermangel die bewährten Rezepte Seiten-/Quereinsteiger(sind auch noch billiger), U-Plus u.ä., Spickmich, "Faule-Säcke-" und "Miesen-Abischnitt-Kampagnen", Arbeitszeitverlängerung und Zwangs-Abordnungen/-Versetzungen haben!

    Gruß !

    Timm:

    Ok, in NDS gehört Nachsitzen (um "Lernrückstände" nacharbeiten zu lassen) eindeutig zu den Erziehungsmaßnahmen und ist damit kein Verwaltungsakt.

    Nebenbei: In NDS sollte man tunlichst den Begriff "Strafarbeiten" vermeiden, denn die sind nicht erlaubt.

    Gruß !

    Zitat

    Original von Timm
    Wenn es eine Maßnahme nach dem Schulgesetz ist, sollen die Eltern Widerspruch einlegen. Wenn dem Widerspruch nicht statt gegeben wird, ist die Sache klar

    Hier muss man Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen unterscheiden: Gegen Erziehungsmaßnahmen können die Eltern keinen "Widerspruch" einlegen: Ein Widerspruch ist ein förmlicher Rechtsbehelf, eine Erziehungsmaßnahme aber kein "Verwaltungsakt".

    Gruß !

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