Beiträge von state_of_Trance

    Woher kommt dieses "Gefühl"?

    Im asiatischen Raum wird nicht "gekuschelt", sondern da wird Leistung gefordert. Das kann man mit Deutschland nicht ansatzweise vergleichen. Vielleicht vor 50 Jahren oder so.

    Edit: Dazu kommt natürlich die Schamkultur. In Deutschland ist man ja stolz drauf, nichts zu können.

    Ich habe eben Artikel gelesen, dass sich Japan in allem Disziplinen seit 2018 verbessert hat. Den größten Sprung hab es wohl beim Leseverständnis, was durch extra Kurse oder ähnliches verbessert wurde. Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Kurse nicht sonderlich "schülerzentriert" waren, aber komischerweise gewirkt haben.

    Wenn einem sonst nichts mehr einfällt, greift man halt ein bisschen in die stereotype Klischeekiste und stellt das Gegenüber als unmündigen Mitleidsempfänger dar ^^

    Edit: Erstell du bitte mal an einer 1500-Personen-Schule auch nur eine Woche lang den Vertretungsplan. Dann sprechen wir nochmal.

    Ne, das ist nicht nur das Klischee. Du hast dich schon mehrfach stereotypisch bayrisch geäußert. Ich unterstelle das nicht automatisch allen Lehrkräften aus Bayern, aber du hast dir das Klischee mit vorigen Beitragen bereits verdient.

    Für ausreichend Entlastung, gerne. Ich würde aber Mails verlangen, ich habe selbst keine Lust zu telefonieren und dieser Kommunikationsweg ist doch auch wahnsinnig ineffizient. Mit Mails sieht man auf einen Blick, wer fehlt.

    Die Vorstellung, ich habe Unterricht um 10 und schlafe bis 9. Wirkt auf mich wie ein Teenager ;)

    Erst recht die Argumentation:; ich habe erst um 10 Uhr Unterricht, also ist mir nicht zuzumuten, um 7 in der Schule anzurufen (Anrufen bei Krankheit halte ich auch für antiquiert, per mail ist sinnvoller): So würden meine Schüler in 8, 9 und 10 auch argumentieren :rofl:

    Das sind die blöden Sprüche von den Lerchen, die meinen IHR Lebensmodell wäre automatisch das einzig richtige. Ich finde den Beitrag unglaublich anmaßend.

    Angeblich "können" Jugendliche in der Schweiz gar nicht mal so schlecht Mathe. Ich halte das für ein Gerücht. Oder mir fehlt es an Vorstellungsvermögen, wie viel schlechter man eigentlich noch Mathe können kann.

    Dann hospitiere mal an einer typischen Schule in NRW. Ich lade dich gerne ein. Wenn du meinst bei mir der 2. Bildungsweg ist nicht "typisch" genug können wir gerne mal am Tagesgymnasium im selben Gebäude vormittags hospitieren.

    Ich muss bezüglich des "Kalküls" nochmal ansetzen. Bei uns machen Schüler Abitur, die immer noch die pq-Formel nicht unfallfrei anwenden können (falls sie ihnen überhaupt einfällt), die immer noch nicht wissen, dass exp(ax) nicht Null wird, die immer noch keine Klammern sinnvoll auflösen können, die immer noch nicht wissen, wie man selbst einfachste Funktionen ableitet.

    Wir bekommen Fachabiturienten von anderen Schulen, die können nicht 2x+1=3 nach x auflösen. Nicht (-3)*(-2) berechnen. Von Brüchen will ich gar nicht erst anfangen.

    Kann man bei solchen Leuten von "Kompetenzen" sprechen?

    Genau....warum auch sachbezogene Anwendungen, Argumentation u.ä. vermitteln, wenn die rein mechanische Abarbeitung von Kalkülen auch reicht....die dann später ohnehin niemand mehr verwendet. Das bereitet mit Sicherheit gut auf das Berufsleben vor.

    Die Betrachtung von kubisch wachsenden Pflanzen oder periodischen Tageslängen ohne Sinusfunktion trägt sicherlich zum Berufsleben bei. Oder Verschlüsselunhsverfahren als das Volumen einer Pyramide. Alle diese Dinge kamen im NRW Abitur bisher vor. So läuft das Berufsleben also.

    Ich bin für Anwendungen, da wo sie wirklich Sinn ergeben und nicht konstruiert sind. Beispielsweise bei exponentielles Prozessen.

    Argumentationen gehören selbstverständlich zum mathematischen Inhalt. Aber die Kalküle müssen nunmal auch beherrscht werden und da sehe ich große Defizite, sehe mich aufgrund der erwarteten Aufgabentypen im Abitur aber auch außer stande an allen Baustellen gleichzeitig zu arbeiten.

    Wem das schriftliche nicht liegt, der kann es nicht. Die Somi-Note ist einfach nur ein Notenschönungs-Werkzeug.

    Die Diskussionen darüber gehen mir unglaublich auf die Nerven. Ich hatte gerade erst wieder heftige Diskussionen mit einem Schüler, der der Meinung war er könnte unmöglich 3 stehen. Dabei hat dieser Schüler im Unterricht keinerlei weiterführende Beiträge geleistet und auch in Arbeitsphasen nur oberflächlich die Aufgaben bearbeitet. Da war die 3 also schon nett. Sein Argument bezüglich des AFB 2 und 3 war, dass er ja da wäre um es zu lernen. Ich finde es einfach ungerecht überhaupt die sonstige Mitarbeit zu bewerten. Ich würde lieber mehr kleine Tests schreiben. Theoretisch könnte ich das auch so machen, aber das ist an meiner Schulform nicht realistisch möglich, da man nie weiß wer am nächsten Tag so da sein wird. Kündigt man irgendwas an, fehlen so gut wie alle.

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