Beiträge von state_of_Trance

    Richtig.

    Aber sollte ein Streik nicht den Arbeitgeber direkt schädigen / unter Druck setzen? Was haben die unbeteiligten Mitmenschen damit zu tun?

    Richtig.

    Da machen die Lokführer ja genau das richtige. Nicht. Sie schädigen nur die Reisenden.

    Wir mussten am Freitag dann ein überteuertes Auto mieten, aufgrund einer nicht verschiebbaren Reise und durften zur Belohnung erwartungsgemäß auch sehr lange im Stau stehen.

    Wo hat das den Chefs der Lokführer geschadet?!

    Inwiefern ein Gesamtschulsystem einem selektiven System mit guter Durchlässigkeit vorzuziehen ist, erschließt sich mir ohnehin nicht.

    Im Endeffekt ist ein Gesamtschulsystem immer auch ein selektives System. Das fängt bei den E- und G-Kursen an, kann aber noch durch weitere Wahlen ausdifferenziert werden. Wären wirklich ALLE Schüler an diesen Gesamtschulen kann das System durchaus auch funktionieren.

    Ich weiß nicht, wer auf die unsägliche Idee kommt, ein dreigliedriges System und ein Gesamtschulsystem parallel laufen zu lassen. Beides kann nur ernsthaft funktionieren, wenn man daraus ein „entweder oder“ macht.

    Die Art und Weise wie das vorgetragen wird, wirkt auf mich nicht stolz, sondern so, dass man sich dahinter verstecken will.

    Ich habe den Eindruck du beschreibst eine etwas andere Eigenheit als die, die ich ursprünglich meinte. Mit "Stolz nichts zu können" meinte ich das Rumgepoltere der Eltern und leider auch der Kollegen, dass gerade Mathe doch sowieso unverständlich und sinnlos wäre und niemand das können müsse und das okay wäre. Da muss man sich nicht wundern, dass Innovationen schon lange nicht mehr aus Deutschland kommen.

    Diese Einstellung überragt sich aber auch direkt auf die Schüler. Eine traurige Erkenntnis war es für mich im Referendariat als ich zum ersten mal eine 8. Klasse in Physik bekommen habe. Ein großer Teil, gerade der Mädchen, war von vornherein abgeneigt, obwohl sie bisher gar keine persönlichen Erfahrungen mit dem Fach gemacht haben.

    Der "asiatische Raum" ist ziemlich groß und umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Länder, in denen sich auch die Bildungsideale und Schulsysteme mitunter sehr unterscheiden.

    Da kann ich nicht widersprechen. Ich bezog mich auf den ostasiatischen Raum, insbesondere die Länder China, Japan, Korea.

    OK und gibt es umgekehrt auch Fächer, die es in deren Herkunftsländern überhaupt nicht gibt oder in denen hier in Deutschland ein höherer Standard als Ziel schulischer Bildung gilt als das in ihren Herkunftsländern der Fall ist?

    Man mag es im europäischen Vergleich nicht glauben, aber im Fach Englisch sind wir gegenüber dem asiatischen Raum weit vorne. Dort ist der Unterricht "formaler" und auf das sprechen wird kaum Wert gelegt.

    Ok, also eine reine unfundierte Annahme von dir.

    Auch wenn ich das Klischee durchaus auch kenne und es mich nicht wundern würde, wenn es zuträfe.

    Wir haben teilweise Migranten aus Japan, China, Korea weil deren Abschlüsse nicht anerkannt werden. Die lachen über das, was bei uns läuft und können es gar nicht glauben. Ganz besonders in Mathe. Das ist da maximal 10. Klasse, was hier im Abi passiert.

    Woher kommt dieses "Gefühl"?

    Im asiatischen Raum wird nicht "gekuschelt", sondern da wird Leistung gefordert. Das kann man mit Deutschland nicht ansatzweise vergleichen. Vielleicht vor 50 Jahren oder so.

    Edit: Dazu kommt natürlich die Schamkultur. In Deutschland ist man ja stolz drauf, nichts zu können.

    Ich habe eben Artikel gelesen, dass sich Japan in allem Disziplinen seit 2018 verbessert hat. Den größten Sprung hab es wohl beim Leseverständnis, was durch extra Kurse oder ähnliches verbessert wurde. Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Kurse nicht sonderlich "schülerzentriert" waren, aber komischerweise gewirkt haben.

    Wenn einem sonst nichts mehr einfällt, greift man halt ein bisschen in die stereotype Klischeekiste und stellt das Gegenüber als unmündigen Mitleidsempfänger dar ^^

    Edit: Erstell du bitte mal an einer 1500-Personen-Schule auch nur eine Woche lang den Vertretungsplan. Dann sprechen wir nochmal.

    Ne, das ist nicht nur das Klischee. Du hast dich schon mehrfach stereotypisch bayrisch geäußert. Ich unterstelle das nicht automatisch allen Lehrkräften aus Bayern, aber du hast dir das Klischee mit vorigen Beitragen bereits verdient.

    Für ausreichend Entlastung, gerne. Ich würde aber Mails verlangen, ich habe selbst keine Lust zu telefonieren und dieser Kommunikationsweg ist doch auch wahnsinnig ineffizient. Mit Mails sieht man auf einen Blick, wer fehlt.

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