Beiträge von state_of_Trance

    Das stimmt, ich hatte mich falsch ausgedrückt. Ich hatte mich nur darüber geärgert, dass schon wieder mal der Schmarrn mit den "Lerntypen" auftaucht, das ist halt einfach Blödsinn. Für Chemie sind Lernvideos z. B. sinnvoll für Reaktionsgleichungen aufstellen (v. a. Redox) oder Moleküle zeichnen, nicht sinnvoll sind sie natürlich, wenn Probleme argumentativ gelöst werden sollen (genau das, was Du auch schreibst). Da bei mir meistens argumentiert und wenig nach Schema F gearbeitet wird, kann ich entsprechend wenig Lernvideos gebrauchen. Ich rate meinen Schülern auch explizit von Simpleclub & Co. ab weil deren Videos erfahrungsgemäss mehr Verwirrung stiften als dass sie nutzen.

    Während wir in Mathe auch nicht nur nach Schema F arbeiten, gibt es wohl doch mehr immer wiederkehrende Bestandteile in Aufgaben. Dinge wie Anwendung der pq-Formel, Berechnung von Extrempunkten, Anwendung der Ableitungsregeln und solche Sachen. Das, was wirklich sitzen muss, damit vernetzendere Aufgaben überhaupt möglich sind. Zum Erlernen solcher Grundkompetenzen finde ich die Videos, die es so gibt, meist recht gut.

    Das habe ich auf meinem Privatrechner auch. Jedoch habe ich als Fachlehrer kein Zugriffsrecht/ Administration für Schulrechner. Das kann nur der zuständige Administrator oder der zuständige Fachlehrer. Und von dem stammt die Info, dass wir kein Youtube im Unterricht wegen der Werbung verwenden dürfen und den landeseigenen Bildungsserver nutzen sollen.

    Kein Youtube verwenden zu dürfen ist eine absolut irre Einschränkung. Es geht ja nicht nur um Mathe-Lernvideos, auch für Einstiege können kurze Szenen aus Youtube super sein. Auf einen landeseigenen Bildungsserver zu verweisen klingt eher nach den Vorstellungen von Leuten, die nie selbst unterrichten.

    Da muss man meine Schule mal loben, das WLAN schränkt viele Seiten ein, aber Youtube explizit nicht.

    Also ich wurde genau wie weiter oben berichtet, an einem 1.5. in NRW eingestellt und die Unterlagen waren noch nicht alle da. Ich war dann ca. 2 Wochen angestellter und wurde um den 15.5. herum dann verbeamtet. Absolut kein Problem. Das Gehalt wurde dann in den späteren Monaten nachgezahlt/angeglichen, weiß es nicht mehr genau, es hat aber alles gestimmt.

    Hallo keckks,

    ich schreibe immer in "Briefform", weil ich wohl so sozialisiert worden bin: Persönliche Anrede und Verabschiedung.

    Das hat doch nix mit Sozialisierung zu tun, ein Forum ist einfach ein gänzlich anderer Raum, in dem andere Regeln gelten. Wie z.B. auch, dass im Internet prinzipiell geduzt wird. Das Briefformat mutet gleich sonderbar an. Und das ist kein piesacken, sondern objektiver Fakt.

    wie gesagt ist das fachliche interesse v.a. bei lehramtskandidaten in der germanistik häufig sehr überschaubar. ist ja bei dir auch eher so nach deinen aussagen.

    interesse an der lehrveranstaltung ist an der uni tausendprozentig bringschuld der studierenden. wer das nicht an sich schon alles spannend findet, soll bitte zuhause bleiben. das ist keine infotainment-kiste sondern erwachsenenbildung, völlig freiwillig.

    Das selbe kann man über Lehramtskandidaten in der Mathematik leider auch sagen. Da wird sehr schnell nach dem "wofür brauch ich das in der Schule" gefragt. Fand ich immer extrem nervig, ein großer Teil versteht einfach nicht, was ein Studium an einer Universität eigentlich ist.

    Du könntest auch das Ref in Hessen machen. Ich glaube da muss man nicht so oft umziehen und es geht 21 Monate? Müsstest dann, wenn du hier eingestellt wirst, erst drei Monate als Angestellter arbeiten, bevor du verbeamtet wirst.

    Na dann kann er auch nach NRW kommen, da geht es 18 Monate und man wird sofort verbeamtet, wenn sich eine Stelle findet ;)

    Ist doch beides gut - kann doch jeder so machen, wie er in der Unterrichtspraxis am besten zurechtkommt ;) .

    Das stimmt schon, aber das Ziel im Sinne der Work-Life-Balance (siehe der andere Thread zur Teilzeit) sollte sein, Material zu erstellen, welches möglichst oft wiederverwendet werden kann. Kleine Änderungen sind bei handschriftlichem Material nicht mehr mal eben vorzunehmen, schwer zu finden in dicken Ordnern abgeheftet ist es auch.

    Handschriftliche Arbeitsblätter? Das kann doch unmöglich dein Ernst sein, ich weiß gar nicht, wo ich da überhaupt anfangen soll. Alles, was ich nur handschriftlich habe wird abfotografiert/gescannt und das Papier wandert unverzüglich in den Müll.

    Erstellst du als Junglehrer (Noch-Referendar?) allen Ernstes handschriftliche Arbeitsblätter und heftest die dann in physischen Ordnern ab? Pack doch gleich die Dias und Videokassetten aus.

    Gruß aus dem Jahre 2019 :)

    Ich habe keine Kinder, niemanden zu pflegen und werde auch auf Teilzeit gehen. Warum? -> weil ich auch in Teilzeit finanziell über die Runden komme, weil ich keine Lust mehr auf die vielen Korrekturen habe und weil mir eine Menge Dinge einfallen, für die ich die gewonnene Zeit besser gebrauchen kann. Sprich, mir geht es schlichtweg um eine bessere work-life-balance und mehr Freizeit.

    Vorausgesetzt du belügst dich nicht selbst und arbeitest trotzdem 100%, weil du bei allem zu viel "Geschiss" machst und den Unterricht besonders intensiv vorbereitest für die "lieben Kleinen". Damit würdest du nämlich genau zur beschrieben "Hobby-Teilzeit-Lehrerin" werden, die die Preise kaputt macht.

    Für mehr Freizeit würde ich persönlich meinen Arbeitsaufwand trotzdem minimieren, angeschaffte Lehrwerke nutzen, korrekturfreundliche Klausuren stellen etc.
    Aber ohne Teilzeit. Ich bin aber auch keine Frau ;)

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