Beiträge von state_of_Trance

    Es würde wirklich helfen, wenn mehr Kollegen sich wenigstens gedanklich mal eine Prioritätenliste anlegen würden.

    Der reguläre Unterricht und die schnelle Rückgabe von Allerweltsklausuren stehen da ganz unten, wenn Dinge wie externe Zeitkorrektur, mündliches Abitur oder jede Form von Konferenzen anstehen.

    Wenn diese Unternehmungen zu viel der Wochenarbeitszeit in Anspruch nehmen, muss am Rest gespart werden. Sehr leicht könnten auch manche Sprachenlehrer mal daran sparen, ständig Produkte der Schüler zuhause zu korrigieren oder die Naturwissenschaftlicher nehmen halt mal eine Simulation statt eines aufwendigen Experimentes. Oder man schiebt eine Übungsstunde ein (geht in jedem Fach).

    Es ist übrigens sehr erhellend, tatsächlich mal die Arbeitszeit zu tracken, ich kann dafür die Android App "Zeiterfassung" empfohlen.
    Dort kann man verschiedene Tasks definieren und sich in einer Taskmatrix beispielsweise anzeigen lassen, welchen Anteil an der Wochenarbeitszeit z.B. die Korrektur in Klausurphasen hat.

    Die Punkteverteilung ist aber auch bei einem linearen Notenspiegel nicht linear. Es sei denn man trifft die absurde Annahme, dass alle Punkte einer Klassenarbeit die gleiche Wertigkeit haben. Die Punkte in Transferaufgaben sind oft deutlich schwieriger zu erreichen.

    Dazu kann ich nichts sagen, aber kann mir nicht vorstellen, dass die Durchfallquoten so hoch wie bei Mathematik/Gymnasium sind...

    Die hohen Durchfallquoten liegen in den allermeisten Fällen auch an Faulheit bzw. eigener Selbstüberschätzung.

    Ein weiterer häufiger Grund fürs Durchfallen von Lehramtskandidaten ist die vorherrschende Meinung, dass man den Stoff eh nicht brauche, und er einen dann nicht wirklich zu interessieren hat. Während des Studium hat man sich dafür zu interessieren, da muss die Anwendung in der Schule erst einmal hinten an stehen.

    Ich glaube das ist wirklich eine sehr individuelle Geschichte. Also 3 Tage 6 bis 7 Stunden an der Korrektur sitzen im Alltagsbetrieb wäre mir auch zu viel. Aber das Prinzip die Dinge möglichst schnell abzuwaschen, danach arbeite ich auch. Ein paar furchtbare Tage ziehe ich einer Korrektur, die sich zieht, vor.

    (Die Schüler denken dann immer ich korrigiere schnell für sie, dabei mach ich das für mich...)

    Mal ernsthaft: Ich brauche für eine ZP 10 in E mindestens 20 Minuten. Das wären dann 3 pro Stunde, also 19 Stunden. D.h. du hast an 3 Tagen jeweils ca. 6-7 Stunden korrigiert? Zusätzlich zum Unterricht und den Vorbereitungen? Wie machst du das? Bist du ein Roboter? Hast du keine Kinder? Keinen Haushalt? Kein Schlafbedürfnis? Ernährst du dich nur von Fast Food beim Korrigieren?

    Vermutlich wurde der Unterricht ganz einfach so geplant, wie es sich in Situationen außergewöhnlicher Belastungen mit höherer Priorität, gehört, nämlich mit Hilfe des Buches. Oder gar nicht. Davon ist noch kein Schüler gestorben.

    Falls grün irgendwann mal tatsächlich was zu sagen hat und sie ein paar mehr Verbote, Gängeleien und Veggie-Days durchgesetzt haben, wird sich das bei der Folgewahl auch mäßigen.

    Man sieht es ja sehr schön, dass grün vor allem in den Großstädten gewählt wurde. Dort, wo man eine privilegierte Lage hat. Da wettert es sich z.B. gut gegen Autos. In den Landkreisen sieht das logischerweise anders aus.

    Danke Nele, angeregt durch diesen Beitrag hab ich mir die "Umfrage" auch mal angeschaut und musste laut lachen bei den absurden Auswahlmöglichkeiten.

    Und dann auch noch (wie so oft) so schrecklich offensichtlich, dass es weh tut, worauf die Antworten hinauslaufen sollen.

    Wir haben lange über diese Art der "Lösung" gesprochen und sehen nach dieser Ausschreibungsrunde leider keine andere Möglichkeit, als es genau so zu machen. Ich persönlich finde einen solchen Missbrauch auch problematisch, aber uns entgehen jeden Monat ca. 650€. Und das seit gut 1,5 Jahren. Irgendwann ist das Maß halt voll und der Zeitpunkt ist jetzt gekommen.

    Du hast prinzipiell ja Recht, aber schau mal die Leute an, die aus welchen Gründen auch immer nicht verbeamten werden. Die haben dieses finanzielle Defizit ein ganzes Arbeitsleben lang.

    Also ich hätte auch keine Lust gehabt, mich an einer x-beliebigen Gesamtschule verbeamten zu lassen, nur damit ich eine feste Stelle habe. Ich glaube aber auch, dass die Stellen in gewisser Weise zyklisch ausgeschrieben werden. Die Großstadt Düsseldorf beispielsweise hat sehr viele Gymnasialstellen aufgeschrieben, während mancher Nachbarort gar keine Stellen zur Verfügung hat.

    Es gibt neben Gym, Ges und Bk übrigens noch eine weitere Sek 2 Schulform in NRW; nämlich das Weiterbildungskolleg. Wenn man keine Lust darauf hat zu erklären mit welchem Stift man den Merksatz abzuschreiben hat und lieber nur 22 statt 25,5 Stunden unterrichtet, dann sollte man diese Schulform auch im Blick haben.

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