Nein, das kann man eben nicht. DU stellst es so fest.
Aber der Mathe-Studiengang hat keinen NC, keine Aufnahmeprüfung, keine Zulassungsbedingungen, die vorgeschaltet sind.
Dieses Studium kann JEDER ergreifen.
Wenn man nicht weiß, was man machen will, bekommt man in Mathe in jedem Fall einen Studienplatz, inm Lehramt Grundschule mit Hauptfach Deutsch übrigens nicht, da gibt es ja einen NC, das kann eben nicht jeder studieren.
In anderen Fächern gibt es weitere Zulassungsvoraussetzungen, die weit vor der ersten Klausur in einem Teilfach des Studienganges greifen.
Geschichte, English Studies (Sprachnachweis B2 wird benötigt, das hat formal jeder Abiturient), Kunstgeschichte usw. sind hier auch zulassungsfrei. Die kann jeder studieren, der will. Zumal du unterstellst, dass der Abischnitt mit dem Studienerfolg korreliert. Das halte ich für ein Gerücht.
Dass ein Sport oder insbesondere Musik Studium anspruchsvoll sind, habe ich nicht bezweifelt. Ebensowenig übrigens, wie ich behauptet habe, ein bspw. Anglistik oder Grundschullehramtsstudium Studium sei geschenkt.
Zitat
Und es gibt tatsächlich - das war ja auch eine Frage - Studiengänge, die mehr erwarten, als nur Mathematik. Diejenigen, die Lehramt Grundschule absolvieren, müssen zusätzlich u.a. Mathe belegen. Die Mathematiker aber keinen Kurs in z.B. Kommunikation, selbst wenn sie anschließend in den Schuldienst gehen.
Mathe für angehende Grundschullehrer ist (in Hessen und vermutlich auch anderswo) ein bisschen was anderes, als Mathe für Marhematiker. Ich hatte im Abi auch Analysis. Aber nur, weil zwei Dinge gleich heißen, sind sie noch lange nicht dasselbe.
Zu "Kommunikations" Kursen an der Uni sage ich mal nichts. Und dass es nicht automatisch anspruchsvoller wird, weil man statt 4 Anglistik Seminaren, 2 Anglistik und 2 Germanistik Seminare besucht, weißt du sicher auch.
Zitat
Bei deiner Aussage stellst du die Teilnehmenden der 1. Mathe-Klausur, an der jeder mit Hochschulzugangsberechtigung, der will, teilhaben kann,
gegenüber denen, die die Zulassung zum Studium geschafft haben und Klausuren erst absolvieren, nachdem sie ihre Eignung für ein Studium schon darlegen mussten.
Nö. Siehe oben.
Wieso jemand mit Abischnitt 2,5 weniger für einen bestimmten Studiengamg geeignet sein soll, als jemand mit einem 1,8er Schnitt oder besser geeignet sein soll, als jemand mit 3,5er Schnitt erschließt sich mir nicht. Der NC ist keine Auswahl nach Eignung, sondern ein Mittel, um begrenzte Studienplätze effizient zu verteilen.
Zitat
Von den durch Zulassungsbeschränkung Ausgewählten, die durchaus auch im Studium ihre Anforderungen gestellt bekommen, können dann vielleicht einfach mehr ein Studium erfolgreich absolvieren, weil sie vorab erheblich mehr Engagement, Zeit und Ehrgeiz aufbringen mussten, als die Mathe-Studierenden im 1. Semester.
Wieso sollte jemand mit einem 2,3er Schnitt, der Grundschullehramt studiert vor dem Studium mehr geareitet haben, als der 1,5er Abiturient, der Mathe studiert (und an den Erstsemesterklausuren scheitert)?
Zitat
Pädagogisch gesehen könnte es
a) genauso wie in anderen Studienbereichen Zulassungsbedingungen geben, die transparente Kriterien bieten - so wie in Kunst, Musik, Sport
b) klare Vorgaben und ggf. Vorbereitungskurse geben, so wie fürs Graecum, Hebraicum, sodass man im Rahmen des Studiums die ersten Semester für die Vor-Qualifizierung einsetzen muss und das Studium entsprechend ggf. länger dauert.
a) Man kann in Mathe keine Prüfungem vorschalten, weil sich erst im Studium zeigt, ob das klappt oder nicht. Was will man denn da prüfen? Und viel wichtiger: warum sollte man? Das Problem sind nicht zu viele Studienanfänger.
b) Es gibt zahlreiche Angebote in den verschiedenen mathelastigen Studiengängen. Man muss auch nicht alles gleich im ersten Semester machen und kann sich selbstständig Zeit im Studium lassen. Dadurch löst sich aber das Problem nicht.
Zitat
Du hast es in der Hand!
Was wohl die Mathelehrer in den vergangenen 50 Jahren gemacht haben, dass diese Förderung nicht erfolgt ist und so wenige Menschen die ersten Matheklausuren bestehen?
Und immer noch hält sich hartnäckig, dass man Mathe einfach nicht kann. Dass man es erlernen kann, wird offenbar zu wenig vermittelt.
Ich bin kein Mathe Lehrer. Die Kollegen die Mathe unterrichten sehen das überwiegend so wie ich und versuchen auch, diese Einstellung an ihre Schüler zu vermitteln. Da grätschen nur gerne Eltern, Mitschüler und Kollegen anderer Fächer rein.