Habe ich aus Bequemlichkeit auch lange gemacht, mir irgendwann bewusst gemacht, dass es reichlich arm ist aus purer Bequemlichkeit das weibliche Geschlecht nicht erwähnen zu wollen (und gerade als emanzipierte Frau auch irgendwie verdammt kurzsichtig, dieses Spiel mitzuspielen)
Das generische Maskulinum bzw. die Mehrzahlformen, die aussehen, wie Maskulina, erwähnen weder Männer noch Frauen. Sie erkennen an, dass das Geschlecht in der Regel vollkommen unerheblich ist. Wenn man in Deutschland zum Beispiel von Studenten redet, ist es weltfremd und realitätsleugnend, darunter nur Männer zu verstehen bzw. sich ausgeschlossen zu fühlen, wenn nicht explizit auch noch Studenten weiblichen Geschlechts genannt werden. Selbstverständlich sind Studenten heute Frauen und Männer (und meinetwegen auch noch Diverse). Statistische gesehen sogar mehr Frauen als Männer. Wie kann man da auf eine andere Idee kommen?
Zitat von CDLund habe ab dem Punkt- Bequemlichkeit und Gewohnheit hin oder her- entweder konsequent beide Formen ausgeschrieben (da ich ich Gendersternchen als leseunfreundlich empfinde) oder aber bei Dozenten, die die Verwendung eines generischen Maskulinums empfohlen haben einfach zur Abwechslung ein generisches Feminimum verwendet.
Dozenten?! ![]()
Zitat von CDLSchön aber zu wissen, dass ihr Herren so erhaben seid über diesen sprachlichen Ausdruck von Emanzipation und Gleichberechtigung. Passt beim einen oder anderen ja durchaus zum häufig hier proklamierten Frauen- und Familienbild...
Geschwätz ist niemals Ausdruck von Emanzipation oder Gleichberechtigung, sondern in diesem Fall das Setzen irrelevanter Schwerpunkte, die von tatsächlichen Problemen ablenken. Es ist Ausdruck von Emanzipation, sich zu emanzipieren, also ein selbstständiger, unabhängiger Mensch zu sein, der andere Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, gleich und respektvoll behandelt. Das Schlüsselwort hier ist "handeln". Gerede gibt es von Politikern und Genderbesessenen schon genug, ohne, dass es jemandem hilft.