Es gibt Lehrer, die nur wegen der Verbeamtung Lehrer werden.
Das finde ich seltsam.
Du denkst zu sehr in Extremen. Natürlich schaut man sich bei der Berufswahl im Idealfall alle Aspekte an. Dazu gehört neben den Arbeitsbedingungen, der Tätigkeit an sich, den Gehaltsperspektiven und den Karrieremöglichkeiten auch die Möglichkeit zum Beamtentum. Wenn dad einzige Kriterium der Beamtenstatus ist, dann ist es unsinnig, Lehrer zu werden. Da gibt es wesentlich weniger stressige Optionen. Das ist aber bei denjenigen, die Studium und Referendariat erfolgreich durchlaufen nie der einizge Beweggrund.
Das sich aber jemand nur unter der Vorraussetzung Beamter zu werden für den Lehrerberuf entscheidet, ist an sich nachvollziehbar. Dann ist das Gesamtpaket mit Verbeamtung ok, ohne nicht.
Dass man aber nicht verbeamtet werden will und deshalb einen anderen Beruf wählt (statt bspw. als Angestellte zu arbeiten), ist (in den meisten Fälen) irrational.
Genauso sind Schulden nicht in jedem Fall schlimm (vgl. dein anderer Thread). Konsumschulden sind schlecht und zu vermeiden. Bildungsschulden, die zu einer besseren Ausbildung und einem höheren Gehalt führen sind, wenn sie sich im Rahmen halten, vollkommen in Ordnung. Schulden "beim Staat" z.B. durch BAföG oder Besoldungsrückzahlungen, sind nicht schlimm. Eine Stundung oder Ratenzahlung ist dabei unproblematisch. Schulden bei einem Kreitkartenanbieter hingegen sind ein Problem.