Als BerufsanfängerInnen werden sie nicht alles können und wissen.
Selbst am Ende des Berufslebens wird man nicht alles können und wissen.
Als ich ins Ref ging, gab es bei uns tatsächlich auch noch die 3monatige Phase ohne eigenverantwortlichen Unterricht. DAS war sehr schnell danach rum. Heute ist es so, dass die Referendare gleich zu Beginn theoretisch 6 Stunden eingenverantwortlichen Unterricht erteilen - mit allem, was dazu gehört (Differenzierung, Inklusion, Notengebung).
Da sind die Bundesländer wieder unterschiedlich. In Hessen z.B. ist es noch so wie du es erlebt hast. Das fande ich auch gut.
Bleibt noch die Einarbeitung der Quer- und Seiteneinsteiger. Da gibt es Bundesländer, die vorab Kurse anbieten, andere lassen das.
Letztlich ist es eine mangelhafte Ausbildung, wenn man z.B. zu Beginn des Refs den Unterschied zwischen Methodik und Didaktik nicht kennt oder keine grundlegende Planung erstellen kann.
Naja ob das nun eine mangelhafte Ausbildung ist weiß ich nicht. Ich hatte vorab keinen Kurs und habe den Unterschied zwischen Methodik und Didaktik relativ schnell selbst begriffen. Wie man eine Stundeplant, habe ich auch mehr oder weniger autodidaktisch gelernt. In Gesprächen mit anderen grundständigen Lehrämtlern kam raus, dass das was an der Uni an Didaktik und Unterrichtsplanung gemacht wurde nicht zu dem passt was das Studienseminar bzw. die Ausbilder forderten. Daher mussten die auch vieles neu lernen. Ich habe hier eher das Gefühl, dass diese ganzen pädagogischen Geschichten doch sehr arbiträr sind. Daher würde ich deine Aussage eher in Frage stellen.