Beiträge von HanseHamburg

    ...nur gibt es an der "Borussenfront" einen mindestens gleich starken, eher stärkeren Gegenpol... nennt sich linke Szene... die denen regelmäßig was aufs Maul gibt. Und so was gibts "im Osten" in dem Maße höchstens in Berlin..

    Und das befürwortest du?!

    Ich denke, dass dieser Unterschied aber teilweise auch daher besteht, dass Lehrer in Deutschland traditionell 2 Fächer unterrichten, die nicht mal irgendwas miteinander zu tun haben müssen. Sehr viele Kombinationen machen ohne Lehramt keinen Sinn. In Amerika, Neuseeland, Australien... unterrichten Lehrer nur ein Fach.
    In einigen Ländern zieht man übrigens so Leute an, die anderswo keinen Job bekommen.


    Das mit dem Titelgeil verstehe ich nicht?!

    Sicher, das mag passieren. Im aktuellen System hängen halt die Unmotivierten und Unqualifizierten bis zur Pension in der Schule. Und ob Schüler, die direkt nach dem Abi direkt wieder in die Achule wollen, so viel besser sind als die, die sich in der Wirtschaft unwohl fühlen?

    Hallo liebe Kollegen,


    ich würde gerne folgenden Vorschlag zur Diskussion stellen: Die Abschaffung des bisherigen Lehramtsstudiums in Deutschland.


    Ich persönlich sehe in der derzeitigen Ausbildungsform eigentlich nur Nachteile. Zunächst muss man sich direkt nach dem Abitur auf ein extrem eingeschränktes Berufsbild festlegen - Das fällt Vielen schwer, die dadurch eventuell ein anderes Studium und damit in den meisten Fällen einen anderen Beruf wählen (müssen).
    Zweitens bereitet das Lehramtsstudium in der Form nicht (kaum) auf den Lehrerberuf vor - die wenigen fachdidaktischen Inhalte sind übermäßig theoretisiert und realitätsfern, von den BiWi-Modulen ganz zu schweigen. Und drittens verschafft sich der Staat eine sehr komfortable Situation, ein regelrechtes Monopson: Da die meisten Lehramtsstudenten keine Alternative zur Schule haben, müssen sie in Knebelverträge und Befristungen einwilligen, eventuelle Gehaltskürzungen müssen von den Absolventen hingenommen werden.


    Daher die Frage: Wozu das Lehramtsstudium? Die Schweiz, die USA, Frankreich und viele andere Länder zeigen, dass es besser/anders geht. Beispiel Schweiz: Man absolviert ein Fachmasterstudium und darauf aufbauend einen Kurs an der pädagogischen Hochschule. Oder die USA: Dort macht man einen Fachbachelor und dann einen Master of Education. Auf diese Weise öffnet man den Beruf für Leute, die der freien Wirtschaft den Rücken kehren wollen, was sie bisher nur über kompliziert Quereinstige können und für Absolventen, die ihre persönliche Zukunft in der Schule sehen, ohne dies direkt nach dem Abitur erkannt zu haben. Fachlich wäre man besser vorbereitet, pädagogisch de facto ähnlich (schlecht).


    Ich denke, dass es das Lehramtsstudium in Deutschland ausschließlich nur noch aus zwei Gründen gibt: Erstens kann der Staat so die Absolventen knebeln und erzeugt eine Abhängigkeit, zweitens ist Deutschland unglaublich titelgeil, bar jeglicher Vernunft.


    Was denkt Ihr?



    Mit freundlichen Grüßen




    Hanse Hamburg

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