Die Antworten in diesem Thread verdeutlichen doch insgesamt ganz gut, aus welchen Gründen man sich hier löschen lassen könnte.
Beiträge von symmetra
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Danke für eure ganzen Antworten

Insgesamt sind 25km vielleicht nicht so viel , nur liegt die Schule in einer Region die ich absolut nicht kenne und der Weg daher unbekannt ist ( dann kommt einem der Weg noch weiter vor). Momentan ist meine Schule keine 5 Minuten von mir entfernt , allerdings herrscht dort eher LehrerÜberschuss...
Ich habe Angst , von der Stelle so schnell ( auch nach einer Elternzeit ) nicht wegzukommen da dort wenige hinmöchten und es ja noch wohnortnah ist ... und wie soll ich den Schülern dort gerecht werden wenn ich innerlich nur auf Absprung bin...In der näheren Umgebung werden immer wieder Stellen ausgeschrieben, ich habe nur Angst das es sich nun herumspricht unter den Schulleitern und der Schulbehörde und ich nie wieder eine Stelle bekomme oder zumindest länger warten muss...
Mein Kopf sagt ja die Stelle zu behalten aber vom Gefühl her würde ich lieber die Vertretungsstelle annehmen ...
Das mit dem Weg halte ich wirklich für ein Luxusproblem, aber jeder setzt seine Prioritäten anders. Ich würde immer länger fahren, wenn es bedeutet, dass ich an einer für mich passenden Schule arbeite.So wie du schreibst, hast du eh keinen Bock drauf. Dann lass es und geh das Risiko ein. Das Leben ist zu kurz. Es ist in unserem Beruf potenziell schwierig, an eine neue Stelle zu kommen, da das immer so ein formaler Akt ist. Wenn man an einer Schule ist, an der man sich unwohl fühlt, ist es richtig bescheiden - habe ich selbst alles durch, inkl. Wechsel. Klar kann es sich rumsprechen, aber das muss nicht unbedingt negative Konsequenzen haben. Vielleicht spricht es sich auch nicht herum. Sind dir diese Eventualitäten Grund genug an einer Schule anzufangen, an der du scheinbar nicht sein willst? Du könntest dann ja eher dafür sorgen, dass du absagst und dabei ehrlich mit den Gründen umgehst, um Schadensbegrenzung zu betreiben.
Viel Erfolg!

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Mir fällt ,,Blueprint'' von Charlotte Kerner ein, obwohl der auch schon ca. 15 Jahre alt ist. Der erfüllt aber ansonsten deine Kriterien. Die Protagonistin ist ein Klon, der im Prinzip sein ganzes Leben lang nach dem sucht, was ihn zu einem einzigartigen Individuum macht. Regt zum Nachdenken an, ist relativ kurz und nicht schwer zu lesen.
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Wenn du einen befristeten Vertrag hast muss dich der Ag freistellen, ob er will oder nicht.
So sagt es das Arbeitsrecht.
Genau, das finde ich auch immer wieder. Wie ist es aber bei unbefristet eingestellten Beamten? Es gibt bei uns ja auch keine Kündigung. Viele Tipps im Internet beziehen sich immer auf die Rechte bei einer Kündigung oder Angestelltenverhältnisse. -
Liebes Forum,
bei mir stehen in nächster Zeit vermutlich ein paar Bewerbungsgespräche an. Daher würde mich interessieren, welche Regelungen es an euren Schulen zu diesem Thema gibt.
Für meine letzte Bewerbung wurde ich nicht freigestellt, sondern musste meine Stunden mit Kollegen tauschen. Das war wirklich der Horror und kaum zu lösen. Da nun bald vermutlich eine Reihe von Gesprächen folgen wird (3-5), wird mir ja schon Angst und Bange. Habe ich bei sowas ggf. auch rechtlichen Beistand? Natürlich versuche ich das in Freie Zeiten zu legen, aber durch den gebundenen Ganztag ist das bei uns schwierig. Ich kann das nur lösen, weil ich Teilzeit mache, aber wie sollen das denn Vollzeitler machen, ohne freigestellt zu werden?
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Ich bin an einem Gym mit gebundenem Ganztag und hier kann niemand seine Pausen effektiv nutzen. Die KuK mit vollem Deputat haben um 16 Uhr Feierabend und machen zu Hause am Schreibtisch dann weiter. Das liegt daran, dass die Pausen voll von Aufsichten sind, irgendwann muss man auch mal essen/auf Toilette (eben mal Pause machen) und wirklich produktiv arbeiten kann man durch ständige Unterbrechungen nicht. Quittiert wird das mit einem sehr hohen Krankenstand, der durch die dadurch entstehende Belastung eigentlich jeden früher oder später erwischt.
Ganztagskurse werden teils wie normale Stunden bewertet, aber das liegt an der jeweiligen Schule und dem Bundesland.
Was ich damit vor allem sagen will: Ihr dürft euch als Kollegium nicht verarschen lassen, was die Arbeitszeit angeht. Gerade jetzt in einer Phase, in der ihr das noch ausgestaltet wird, denn meist gibt es dann kein Zurück mehr.
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Liebe Mitglieder,
an meiner Schule haben wir ein sehr lebhaftes Klientel. Das führt dazu, dass die SuS sich im Unterricht kaum an Gesprächsregeln halten können, viel ungefragt kommentieren und in fast jeder Klasse eine Grundunruhe ist. Ich habe es durch mehrere Systeme und Klarheit geschafft, dass in den Stunden eine Arbeitsatmosphäre aufkommen kann. Es fühlt sich aber für mich immer an, alswenn ich den Deckel auf einen Druckkochtopf drücke. Wann immer ich die Zügel locker lasse, geht gar nichts. Ich führe generell nur Einzelarbeit durch, weil viele SuS bei einer leichten Öffnung schon komplett ausbrechen. Für mich ist das anstrengend und auch wenig spaßig, da der Unterricht dadurch sehr gleichförmig wird. Der Lärmpegel ist mir in offeneren Settings dann häufig auch zu extrem, wodurch ich dauernd regulierend einschreiten muss und das halte ich auch keinen ganzen Schultag durch.
Nervlich bin ich so weit, dass ich gegen diesen permanenten Drang zum Dazwischenreden gerne geschlossener agieren würde, weil es sich tatsächlich um ein generelles Problem des Klientels handelt und die Kollegen auch genervt sind. Neue Kollegen fallen an meiner Schule oft erst einmal vom Glauben ab, bevor sie sich an den Wahnsinn gewöhnen. Nun ist aber mein Problem, dass sich die Schulleitung nicht sonderlich dafür zu interessieren scheint und das Verhalten unserer SuS verharmlost (nebenbei nimmt sich die Leitung aus der Unterrichtsveranrwortung auch komplett heraus). Eine Kollegin hatte konkret den Wunsch geäußert, dieses Thema auf einer Konferenz zu besprechen, wurde aber eher abgeschmiert. Dennoch werde ich den Antrag auf eine Behandlung dieses Themas mit ihr zusammen aus der nächsten Konferenz stellen. Dazu sei auch gesagt, dass wir eine interne Regelung zum Umgang mit Störungen haben, die aber nicht einheitlich genutzt wird. Alleine das ist ja bereits ein Symptom, dass nicht alle Kollegen Vertrauen in das System haben und/oder dass es nicht zum Erfolg führt.
Dann habe ich eine 6. Klasse, die unglaublich anstrengend für das gesamte Klassenkollegium ist. Bei einem Gespräch mit dem Klassenlehrer wirkte dieser aber nicht gerade begeistert von der Idee, für ein Regelsystem zu sorgen, an das sich alle halten. Und somit ist dann eigentlich jeder zu seinem Einzelkämpfertum verdammt, bzw. drückt weiter alleine den Deckel auf den Druckkessel und hütet sich vor dem Verbrennen.
Meine konkrete Frage ist nun: Was für Möglichkeiten kann ich noch ausschöpfen, damit alle an einem Strang ziehen? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und konntet ihr an eurer Schule verbindliche Regeln zum Classroom Management etablieren? Wie habt ihr das geschafft?
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Ich hab echt noch nie Gebrauch einer Blockfunktion gemacht, aber der Zynismus ekelt mich langsam doch an... und auf die entscheidenden Nachfragen natürlich keine Antwort, so läuft‘s. Außer Provokation noch was zu bieten?
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Mikael, das Kindergeld ist bei meinem bayerischen Beamten noch nicht dabei. Das kommt auf die 4800 Euro netto noch drauf.
Das ist Mikatroll sicherlich bewusst. -
Ich schau' mir immer die Bettler, Pflandsammler und Neanderthaler im Was ist was an und denk mir: ja, uns geht's doch richtig gut!
Tolle Strohpuppe.
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Ich bin wirklich irritiert, was hier in diesem Forum oft als ‚mittelmäßiges Gehalt‘ abgestempelt wird. Verglichen wird dann häufig mit den gefühlt 5%, die in ‚der Wirtschaft‘ absahnen und die 95%, die weit unter einem Lehrer-Teilzeitgehalt verdienen, werden ausgeblendet. Unglaublich weltfremd.
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Meine Güte, jedes Mal die gleiche Soße hier.
Ersteller stellt eine ganz klare Frage und dann gibt es erst einmal 5 Posts aus der 'Ich und meine Meinung' Kiste. Schon mal drauf gekommen, dass es einfach keinen interessiert?
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Symmetra, woher kommst du denn und wohin willst du? Die Tauschsituation ist meiner Erfahrung und meines Wissens nach mit Bayern sehr angespannt, dicht gefolgt von Rheinlad-Pfalz und eventuell BAWÜ, zwischen NRW und NS ist es zum Beispiel recht gut.
LG
Ich möchte von Hamburg nach Schleswig-Holstein. -
Habt ihr irgendwelche Zahlen, wie viele Tauschpartner aus welchem Land kommen? Ich versuche mir grad meine eigenen Chancen für nächstes Jahr auszurechnen.
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Aber das trifft doch auf alle Fächer zu.
Wie ist Deutschunterricht für die sprachlich schwachen (und unbeliebten) Schüler? Wie Mathematikunterricht für die mathematisch schwachen?Ich erinnere mich mit Grauen an den Kunstunterricht, den ich als Schüler erhielt, weil ich da schwach war. Das war für mich eine "Horrorshow voller Demütigungen" - sollte man deshalb in der Schule nicht mehr malen?
Der Vergleich passt nicht wirklich.Ich würde eher sagen, dass in keinem anderen Fach der Fokus auf Gruppeninteraktion so hoch wie im Sportunterricht ist. Es geht also nicht um die Tatsache, dass man in bestimmten Fächern unbegabt ist. Klar ist das für den einzelnen unangenehm. Es geht mehr darum, dass wenn ich eh schon unbeliebt und schlecht in Sport bin, ich mich im Gruppensport durch mein Unvermögen zusätzlich angreifbar mache. Wenn ich schlecht in Kunst bin, dann habe ich selten zusätzlich eine Gruppe, die auf mir rumhacken kann. Wenn ich aber im Sportunterricht bin, kann ich mir ziemlich sicher ne Packung Schikane abholen, wenn ich sowieso unbeliebt bin und das Team dann auch noch verliert. Außerdem ist Unvermögen in Sport sofort sichtbar. Eine Übung verhauen, beim Laufen erschöpft und an den Rand gesetzt, Ball in die Fresse bekommen - alles für jeden sichtlich erkennbare „Misserfolge“, die für assige SuS aber sofort eine Gelegenheit für Schikane bieten. Wen interessiert es denn von denen, wenn man sein Kunstbild nicht hinbekommt oder sich in Mathe verrechnet? Keinen.
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Was ist das denn für eine verquere Logik mit,,sich dummstellen''? Das tut doch höchstens der, der bei offensichtlichem Konsum der SuS eben nichts macht, denn genau das signalisiert doch, dass es den Lehrern egal ist und fördert die Drogenkultur an der Schule - aber gerade die Ungute.
Als ebenfalls Junglehrer bin ich gewissermaßen auch geschockt über deine Art hier zu argumentieren. Wann immer dir etwas nicht passt, kommt ein,,dann stelle ich mich halt dumm wie meine Kollegen". Ich habe hier jede Antwort gelesen und dazu rät dir niemand. Strawman.
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Bist du schon in einer privaten Krankenkasse? Die zicken wohl rum, wenn man reinmöchte und vorher beim Psychologen war.
Ich selbst war vor dem Ref in einer Therapie, die ich 6 Monate vor dem Examen erfolgreich abgeschlossen hatte. Ich habe mich wie du damit beschäftigt und weiß daher, dass psychische Probleme nur von Belang sind, wenn sie dafür sprechen, dass du langfristig vom Dienst ausfällst. Gerade bei einer abgeschlossenen Therapie ist ja das Gegenteil der Fall. Es ist also eine Einzelfallentscheiung.
Was ich mir aber auch gesagt habe: Wenn ich mir systemisch nicht helfen lassen ‚darf‘, um das Beamtentum genießen zu dürfen, dann scheisse ich auf das System. Gesundheit geht einfach vor. Tatsächlich hat es für die Verbeamtung auf Probe überhaupt keine Rolle gespielt.
Gute Besserung!
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@Krababbel:
Ist das so? Ich dachte es geht eigentlich um die Frage gebundener vs. offener Ganztag. Sprich einem System, das Betreuung optional hält gegenüber einem System, dass Schüler zu einer Betreuung verpflichtet (und das formuliere ich absichtlich so absurd).
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Ich stimme euch in allen Punkten zu.
Dann möchte ich auch grundsätzlich die Frage stellen, ob man so ein invasives System überhaupt will. Schule greift sowieso schon stark in das Leben der SuS ein, indem Wissensinhalte, Standorte, Lerngruppen etc. fremdbestimmt werden und das auch schon in offenen Ganztagsschulen zu einem nicht unerheblichen Teil. Wenn es dann noch darum geht, den Freizeitbereich fremdzubestimmen (und das geschieht schon, indem eine Auswahl an Angeboten vorgenommen wird), dann ist für mich der Punkt erreicht, an dem ich es nicht mehr unterstützen möchte. Ich finde jeder Mensch sollte die Freiheit haben, sein Leben in Teilen selbst gestalten zu können und dazu gehört für mich auch die Freiheit zu entscheiden, ob ich z.B. an der Schule Fördermöglichkeiten wahrnehme oder am Nachmittag doch lieber in einen privaten Malkurs außerhalb der Schule buche. Durch diese Freiheit lerne ich viel mehr über mich und meine eigenen Bedürfnisse als in einem aufgezwungenem Ganztagsangebot, das oft lustlos oder notdürftig gefüllt wird.
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Ich kenne ein gebundenes System an einer weiterführenden Schule und bin kein Fan. Hier mal der Reihe nach:
- Kleine Kinder haben bis spät in den Nachmittag Unterricht und müssen ggf. noch zu Hause nicht erledigte Aufgaben nacharbeiten. Selbst die guten fleißigen SuS. Hängt aber auch von der Schule ab.
- Massiver Aufwand für Kollegen, der sich durch lange Unterrichtstage und viele Aufsichten ergibt. Hängt oft auch von der Rhythmisierung des Unterrichtstages ab.
- Organisatorische Probleme: Was ist, wenn eine Exkursion vor dem Unterricht endet? Oft endet das mit zwanghafter Beschäftigung in der Schule, bis offiziell Schluss ist.
- viel Stress bei einem Teil der SuS
- Durch die ,,zugesicherte'' Ganztagsbetreuung sollen möglichst keine Stunden ausfallen. Die Vertretungs-Konten erzählen euch den Rest der Geschichte.
- Der schmackhaft klingende Ansatz ,,Verzahnung von Unterricht, Freizeit und Entspannung'' mündet nach meiner Wahrnehmung in ,,Verwahrung, Druck und gammeln''
- Ein gebundenes System bietet einem offenen System gegenüber keine Vorteile. (Außer, dass gebundenen Ganztagsschulen mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, die sie aber auch brauchen...)
- Fördert meiner Wahrnehmung nach eine ,,Schule ist Dienstleister''- Einstellung bei den Eltern
+ etwas, das mir gerade entfallen ist.Ich schließe mich dem Beitrag an, demnach mit diesem System eigentlich niemandem geholfen ist. Dann lieber ein offenes System, in dem SuS und Eltern je nach Bedürfnissen wählen und priorisieren können.
Und ja, ich finde auch, dass darüber zu wenig diskutiert wird. Gebundene Systeme wirken wie eine Lösung vieler Gesellschaftlicher Probleme (oder ,,Anforderungen'', wenn man es gemäßigter ausdrücken will), sind für mich aber Ergebnis einer verkehrten Richtung, in der sich momentan vieles entwickelt.
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