Das sehe ich auch so wie du. Danke für deine Empfehlung zum Buch!
Ich bin sowohl mit dem Kind als auch den Eltern im Gespräch. Das Kollegium ist im Umgang mit Sanktionen von mir informiert (das Kind stört häufig und die Klasse ist genervt). Ich habe auch schon bestärkende Gespräche geführt und habe ein Auge darauf, dass er seine Pausen nicht alleine verbringt (das ist auch Gottseidank nicht der Fall).
Wir haben in der Klasse zwei Jungengruppen: eine friedliche und eine ,,problematische''. Die problematische Gruppe fällt im Allgemeinen durch schlechtes Verhalten und ein geringes Ungerechtigkeitsbewusstsein im Hinblick auf's eigene Handeln auf, insofern reiht sich die jetzige Situation nur in eine Folge von Vorfällen ein.
Folgendes: Haltet ihr es für zielführend, mit den Tätern zu sprechen und auch gleichzeitig die Eltern dazu zu Tisch zu bitten? Konkret möchte ich den Jungen verdeutlichen, dass ein solches Handeln nicht geduldet wird und aus welchen Gründen ihr Verhalten so untragbar ist. Ich weiß aber nicht, ob sie dadurch nicht noch mehr auf ihr Opfer losgehen. Ich habe zu dem Anführer dieser problematischen Clique ein gutes Verhältnis, könnte das Risiko also wert sein.
Ätzend, dass mich das Thema so unsicher macht. Ich will aber auch nicht wegblicken, mich beschäftigt das sehr stark.
Also ich kenne mich mit dem o.g. Konzept nicht aus, allerdings finde ich die Lösung "mache lieber gar nichts, als das Falsche" auch nicht richtig. Erste Hilfe verweigert man nicht.
Rede zumindest mit dem betroffenen Kind, damit es weiß, dass du das Ganze im Blick hast. Schweigen und Wegsehen ist immer das Schlimmste.
Und das hier:
http://www.verlagruhr.de/der-klassenrat.html
Aber konsequent an die Methoden halten, damit keine beliebige Meckerrunde daraus wird. Du brauchst die Draufsicht, um den Kids das richtige Vorgehen und die nötige Kommunikation beizubringen!