Beiträge von symmetra

    So weit bin ich nicht auf den laufenden. Haben die KuK in Hamburg hier schon Erfahrungen gemacht?

    Ich habe in HH gearbeitet und konnte dort als neuer Beamter Beihilfe zur GKV erhalten, aber das galt für die alten Beamten nicht.

    Im neuen Bundesland bin ich nun leider auch in der PKV.

    Ja, genau das nervt mich auch am meisten an diesem Beruf und bringt mich immer wieder ins Grübeln. Aber da immer mehr außenunterrichtliche Dinge immer wichtiger werden, frage ich mich schon, wo das mal hinführen soll... :(

    Jupp. Alleine schon die elendige Verwaltung von Listen und die doppelte Buchführung, da man diese Liste mindestens in eine weitere überführen muss. Da bekomme ich echt die Pickel. Dieser Notenfetisch bei gleichzeitiger Beteuerung von ‚nein liebe SuS, es geht hier um viel mehr als Noten!!!!‘. Reines Lippenbekenntnis.

    Und womit verbringe ich am meisten Zeit?

    Dokumentation von Noten, Festlegung von Noten, sprechen über Noten, Konferenzen über Noten. Und mich über diesen Fetisch zu ärgern. Argh.

    Jupp, genau das ist es... die Korrekturen sind eben so, wie sie sind.

    Beispiel: In den letzten vier Wochen habe ich drei Oberstufenklausuren und zwei Klassenarbeit durchkorrigiert. Es hat mich keine Nachtschichten gekostet und ich habe eben geguckt, wie ich das zeitlich regulieren kann. Das hat auch geklappt.

    Aber diese Arbeit war so. Unglaublich. Nervig. Ehrlich, stupider geht es gar nicht.

    Dann gibt es eigentlich seit den Sommerferien jede Woche eine Konferenz oder einen Zusatztermin, die immer so beschissen auf meine kurzen Tage fallen, dass mir diese dann zur Regeneration fehlen. Ich mache leider auch den Fehler, davon genervt zu sein. Entsprechend mache ich die Unterrichtsplanung dann noch mehr husch husch, weil ich es nicht einsehe, nach diesen langen Hammertagen noch Unterricht zu planen. Etwas frustrieren tut es mich aber doch, dass der unproduktive Kram so viel Zeit frisst und das Kerngeschäft unter dem Müll so leidet. Sorry für die Wortwahl, aber ich bin etwas frustriert.

    Ich muss für das nächste Schuljahr auch stärker offensiv versuchen Oberstufenkurse zu vermeiden, denn für diese bin ich überdurchschnittlich oft eingeteilt und genau hier nerven die Korrekturen ja am meisten. Das ist meine eigene Schuld, das hätte ich kommen sehen müssen.

    Mein Problem ist glaube ich, dass ich diesen Job wie ein Monster sehe, das mich auffressen will und ich versuche ständig, eben vor diesem Monster wegzurennen...also eben mit Kürzungen, Prioritäten setzen, um nicht gefressen zu werden. Bei Korrekturen, Konferenzen und Elterngeschäften werde ich dann aber doch gefressen und das stört mich, dieses ganze Arbeiten ,,on top‘‘. Vielleicht ist diese etwas antagonistische Haltung gegenüber dem Job auch nicht die richtige, aber meine letzte Schule hat mir diese Haltung regelrecht aufgedrängt. Finde es wirklich schwer, das für mich zu sortieren.

    Im Endeffekt muss ich wohl abwarten und auf bessere Zeiten hoffen.

    Sorry für das unstrukturierte Wirrwarr...es wollte raus.

    Ich denke, Überforderungsgefühl abbauen kann man lernen, hat was mit seinen eigenen Ansprüchen zu tun. Corona kann man nicht ändern, das würde ich wohl abwarten. Korrekturen kann man nicht ändern, ob man damit leben kann weiß ich nicht, effektiver kann man wohl auch da werden, das ist hier öfter Thema. Abschaffen nie. Mit Teilzeit würde es natürlich weniger.

    Ich würde 5 Jahre voll machen (7 Jahre sagt man, bis man als Lehrer mit beiden Beinen auf dem Boden steht...) und zwar bis dahin wirklich versuchen, sich innerlich einzulassen, sich zu arrangieren. Und dann noch mal überlegen.

    Edit: was würdest du denn anderes machen, hast du Optionen?

    Das habe ich auch gedacht. Abwarten und auf die Zeit nach Corona hoffen. Ich würde alternativ die Laufbahn zum Psychotherapeuten einschlagen, allerdings gibt es da drei Bedenken. Erstens die finanziellen Aspekte, zweitens die lange Ausbildung und drittens die Unsicherheit, ob es das ,,Richtige'' sein wird. Das würde ich erst dann machen, wenn ich kein Land mehr sehe... danke dir für die Anregung.

    Ich habe nur angst, dass ich nun zwei Jahre warte und dann feststelle ,,Nope, ist nichts für mich'', denn für einen Neuanfang tickt die Uhr gerade schon sehr laut. Ich sage mir selbst, dass wenn ich mich umentscheiden will, das so früh wie möglich tun muss, denn sonst wird es aus den oben genannten Problemen immer schwerer.

    Versuche herauszufinden, was genau dich überfordert (bzw. zu überfordern droht) - dein Anspruch an deinen Unterricht, die Korrekturen (nur die?), der Unterricht selbst (fachlich)...? Schreib es auf, am Ende von jedem Tag, der besonders stressig war und überlege dann, ob du was ändern kannst, was du ändern kannst oder ob das Ende der Fahnenstange tatsächlich schon erreicht ist. Dann kannst du immer nochmal überlegen, ob du den Job wechseln willst.

    Eigentlich fühle ich mich nicht überfordert und war es bisher noch nicht. Aber ich habe das Gefühl, dass diese Gefahr ständig über mir schwebt, weil mir die Darstellung des Berufs (hoher Workload, Überforderung, Burn Out) in medialen Berichten und auch teils in diesem Forum echt Schiss macht. Rein vom Anspruch am Unterricht/Korrekturen etc. achte ich schon sehr auf mich, das ist mir sehr wichtig. Aber du hast recht, falls es mal so weit kommt, muss ich das für mich systematisch überprüfen, was ich selbst verändern kann. Das ist zumindest etwas beruhigend.

    Kann es vielleicht auch einfach sein, dass die Rahmenbedingungen durch Corona es gerade extrem erschweren, an der neuen Schule so richtig heimisch zu werden?

    Das braucht ja immer Zeit, gerade sicher noch mehr als sonst.

    Also Mal genau hinschauen: Was ist der wirklich am Job doof, oder was ist der Gesamtsituation geschuldet?

    Ehrlich gesagt vermute ich das teils auch. Ich fand die Umstellung sehr heftig und als ich mich anfing wohl zu fühlen, war schon Lockdown. Nun ist es ein etwas sonderbarer Zustand mit vielen Zugeständnissen in Punkto Arbeitsqualität. Danke für deine Anregung mit dem Coaching, ich habe mir dazu schon eine passende Stelle herausgesucht. Ich warte den Ferien-Blues jetzt erst einmal ab und schaue dann, wie ich mich so fühle...

    Liebe Community,

    ich brauche einen Rat. Ich bin seit Februar an einer neuen Schule, die mir eigentlich gefällt. Zuvor war ich an einer Schule, an der ich das Arbeiten so schrecklich fand, dass ich fundamental am Job gezweifelt habe. Ich trage diese Zweifel noch immer mit mir rum, obwohl ich sehr nette SuS und Kollegen habe. Ich fühle mich in den Ferien immer befreit und falle in ein Loch, wenn es wieder losgeht... das wird mit der Zeit dann etwas besser, bis wieder Ferien sind. Mich nerven momentan die Konferenzen und die vielen Klausuren, da ich sehr viel in Oberstufe unterwegs bin und mich als Berufsanfänger (3. Jahr) in so viel einarbeiten muss. Ich bekomme es hin, aber es ist auch oft Angst vor der Überforderung da und dass ich mich dann nicht abgrenzen kann und der Job mich dann auffrisst.

    Ich denke immer, dass ich mich oft unwohl fühle, seitdem ich aus dem Ref bin und das ist nun eine echte Dauerbelastung. Die Unerfahrenheit, die Angst vor Überforderung, die spaßbefreite Bürokratie, die Korrekturen, aktuell auch Corona... ich gehe extrem ungern hin und fühle mich bedrückt.

    Was denkt ihr? Segel streichen und was Neues machen? Schulpsychologisch beraten lassen? Durchhalten ?

    Dass Mieten und Immobilienpreise hoch sind, belegt für mich eher, dass dieser Markt kaputt ist. Davon abzuleiten, dass ich zu wenig verdiene, leuchtet mir nicht so ganz ein.

    Das Kinderbeispiel verstehe ich auch nicht. Klar ist das ein harter finanzieller Einschnitt, aber das wäre es für jedes Mittelstandspaar, egal ob Lehrer oder nicht. Das ist eben eine Lebensentscheidung, die man sich “leistet”.

    Genau so, wie jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er 1700 Euro für eine Wohnung an Miete zahlen will.

    • In Ballungszentren sind auch die Lehrergehälter nicht mehr ausreichend, um in der gehobenen Mittelschicht ein finanziell sorgenfreies Leben führen zu können.

    Das stimmt so echt nicht und ich lese es hier immer wieder (Ich weiß, dass es nicht deine Meinung ist und du es nur zusammenfässt!). Wir bringen hier in HH als verheiratetes Paar knapp 6700 Euro netto auf den Tisch und können uns hier eine sehr großzügige Wohnung leisten und immer noch gut leben. Aber auch als Single könnte ich hier je nach Anspruch gut leben. Hamburg gilt nun auch nicht gerade als günstig.

    Wirklich, ich verstehe nicht, woher diese Annahmen kommen. Als würden in Ballungszentren nur die Topverdiener leben können... irgendwann ist mal gut mit den Märchenstunden hier.

    Ich habe als Beamter auf Probe das Bundesland gewechselt und es wurde mir die volle Zeit angerechnet. Vielleicht wäre das eine Alternative?

    So oder so bräuchtest du vermutlich aber eine Freigabe der Schulleitung, um das unangenehme Gespräch wirst du wahrhscheinlich nicht herumkommen...

    Viel Glück! :)

    Mich würde interessieren, ob ich mich da in einer landes- oder schuleigenen Blase befinde und andere Lehrkräfte in SH das vielleicht völlig anders erleben. Oder ob es vielleicht aus anderen Bundesländern weitere Positiverfahrungen gibt und man ebenso das Gefühl hat, dass sich der Dienstherr tatsächlich um die Gesundheit seiner Untergebenen kümmert.

    Ich bin auch in SH und kann es in jedem Punkt bestätigen. Dadurch, dass wir keine Arbeiten mehr schreiben müssen, habe ich ehrlich gesagt auch bedeutend weniger zu tun...

    Zumal ich das auch unfair finde. Warum soll man gekniffen sein, nur weil man ein Hauptfach hat? Gleiche Bezahlung, gleiche Aufgaben.

    Ja. Ihr lacht bestimmt 😅

    Wie gesagt, Philo wird dich vermutlich als Klassenlehrer unattraktiv machen. Oder zumindest unattraktiver als so manchen Hauptfachlehrer.

    Ich würde es nicht aufgeben, es gibt immer die Chance, dass ein einziges Fach gesucht und dann keine feste Kombination ausgeschrieben wird. Du musst dich nur darauf einstellen, dass du eher mit Sport an eine Stelle kommst und dass die rar sind. Wenn du den Weg gehst, dann überlege dir, wie du die Jahre nach dem Ref überbrücken kannst, bis du eine Stelle hast. Das halte ich für wahrscheinlicher als dass du Taxifahrer auf Lebzeit wirst. Sport ist immer recht dünn besetzt, glaube ich.

    Auf der Habenseite hast du dann auch ein nettes Leben in Bezug auf Korrekturen. Philo läuft im Abi eigentlich nur mündlich in SH und Klausuren schreibt man nur eine pro Semester. Im Vergleich dazu ist Englisch bei mir ganz klar korrekturlastig und unspaßig. Dafür hat mir Englisch auch immer zu Stellen verholfen. Du siehst, alles hat Vorteile.

    Meine Erfahrung (Gymnasium, SLH) sagt, dass 99% der Schüler wirklich in Ordnung sind.

    Ich glaube, dass das besonders an dem Zusatz in den Klammern liegt.

    Ich bin auch an einem Gym in SH, aber war vorher an einer Schule mit einem sehr heftigen Großstadtklientel und ganz ehrlich, wäre ich dann nicht an so ein liebes Dorfgymnasium gewechselt, hätte ich den Job definitiv an den Nagel gehangen.

    Wenn du ein problematisches Klientel hast, bist du einfach sehr mit Disziplinierung, Regeldurchsetzung und Einzelgesprächen zu Gange... und dabei, dich selbst in dieser Situation zu reflektieren und klare Kante zu fahren, denn sonst wird es echt gar nichts. Das nimmt dann schon gefühlt 70% der Tätigkeit ein, Unterricht läuft an solchen Schulen nur noch ,,nebenbei‘‘. Muss man echt wollen. Ich konnte da zwar mit den SuS klarkommen, aber wollte es nicht wirklich. Also Augen auf bei der Schulwahl...

    Basiert natürlich alles nur auf meiner bescheidenen Erfahrung, aber vllt. Gibt‘s Leute, die das ähnlich kennen.

    Ich komme selbst aus SH und weiß, dass es mit den Fächern nicht hoffnungslos sein muss. Ich habe selbst Englisch und Philo.

    Viele Schulen schreiben auch nur ein Fach aus, wenn sie z.B nur Sport suchen. Die Kombi ist da dann nicht so wichtig. Philo ist oft eher nur der Beifang, das ist zwar selten, aber die Schulen lassen das zur Not auch recht skrupellos fachfremd unterrichten.

    Mich würde an der Kombi eher der hohe Anteil an Lerngruppen abschrecken. Wenn du voll arbeitest, hast du ca. 25 Stunden pro Woche. Sport und Philo laufen zweistündig. Du kannst dir ja ausmalen, was da an Lerngruppen zusammenkommt. Auf der Habenseite wirst du mit der Kombi bestimmt auch kein Klassenlehrer.

    Heute "tratsche" ich im Teams-Chat mit einem meiner Abschlusskurse, nota bene meinem Lieblings-Jahrhundert-Kurs, und lästere so vor mich hin, dass ich die Stundenplanversessenheit meiner Kollegen ja ausgesprochen befremdlich finde.

    Super überheblich und unkollegial. Alter Schwede.

    Ich überlege gerade, ob es mich wirklich ärgert oder ob ich mich persönlich angegriffen fühle/enttäuscht bin, wenn die Schüler irgendwas nicht machen. Bin noch nicht ganz schlüssig. Irgendwie nicht, oder nicht mehr vielleicht aber wenn es anfängt egal zu werden ist irgendwie auch nicht gut.

    Wieso nicht? Überlege grad... aus meiner E und Q in Englisch sehe ich nur von 40% die erledigten Aufgaben. Ich finde es nicht gut, aber am Ende des Tages müssen die am Ende die Abiturprüfung damit bestehen. Sie haben ihre Wahl getroffen, was gibt es dazu dann noch zu sagen? In dem Sinne ist es mir persönlich dann schon ,,egal‘‘. Mehr als Angebote machen und sinnvolle Aufgaben stellen kann ich gerade nicht.

    Nur Sek 2, bei SEK 1 würde ich das schon anders beurteilen.

Werbung