Beiträge von MarieJ

    Warum sollen wir dann auf deren Befinden Rücksicht nehmen?

    Es geht nicht darum, auf Politiker Rücksicht zu nehmen (obwohl - auf die als Menschen natürlich auch), sondern dieses Kindergartenverhalten „die sind böse zu mir, also bin ich böse zurück“ sein zu lassen und sich einfach verantwortungsvoll zu verhalten.

    Dass dabei evtl. auch Menschen profitieren, die sich selbst verantwortungslos verhalten, bleibt in einer Gemeinschaft niemals aus. Gilt ja z. B. auch für alle Impfgegner (natürlich nicht Leute, die sich nicht impfen lassen können).

    Der Witz an einem statistischen Risiko ist aber nicht, dass man ein niedrigeres zusätzlich eingehen kann, um das höhere zu kompensieren.

    Solche Argumentationen sind leider auch während der Pandemie sehr beliebt: Z. B. wenn man ohne Maske ins Restaurant darf, sollte man auch ohne Maske im Unterricht sein u. ä.

    Das einzige, was ich als Frage verstehen kann, ist, warum behördlicherseits das eine Risiko in Kauf genommen wird, das andere aber nicht. Das ist dann eine Frage der Prioritäten.

    Das paßt, so rechnet jeder Computer, binär halt.

    Der Computer hat aber auch alle Kombis von Einsen und Nullen als Elemente parat.

    Das Wort war falsch gewählt, es sind nur zwei Ziffern, nicht zwei Elemente. Was einen erheblichen Unterschied ausmacht.

    Da ist bekannt, daß die Reaktion auf die Erstimpfung heftiger ist als die auf die Zweitimpfung.

    „Heftiger ist“ ist wohl eher „heftiger sein kann“. Alle diese Aussagen sind statistisch und individuelle Gegebenheiten weichen häufig ab.

    Man sollte echt nichts erwarten.

    Anekdotisch: Bei mir z. B. war die Reaktion auf AZ beim zweiten Mal heftiger.

    Wo doch jetzt schon argumentativ vorbereitet wird: "4. Welle wird kommen", "Delta-Variante viel gefährlicher und ansteckender", "Schulen werden nicht immer offen bleiben können" usw.

    Warum schreibst du „argumentativ vorbereitet“? Damit unterstellst du dass irgendjemand ein Interesse an Einschränkungen haben könnte. Welche Interessen wären das denn? Zähle mal auf.

    Man könnte einfach schlicht konstatieren, dass es aufgrund der Virusvarianten eben nicht ausgeschlossen werden kann, dass Maßnahmen nötig werden. Dass Virologen und Politiker sich in dieser Weise äußern, ist bloß vernünftig, sonst heißt es hinterher wieder: „Ihr hattet uns doch versprochen, dass …“.

    So bekloppt wie die Kultusministerinnen, einfach zu behaupten im nächsten Schuljahr wäre auf jeden Fall Regelbetrieb, kann doch überhaupt gar nie nicht ein Mensch sein.

    Nach meiner Kenntnis wurde der Ct-Wert sehr wohl berücksichtigt. Ab ca. 30 wurde die Quarantäne bei zuvor Erkrankten aufgehoben.

    Wenn der Ct-Wert zu Beginn der Erkrankung hoch ist, wird er normalerweise zunächst fallen, denn die Viruslast steigt an. Es konnten aber nicht andauernd PCR-Test durchgeführt werden, so dass man diejenigen erkennt, bei denen die Viruslast prinzipiell geringer bleibt. D. h., dass manche Quarantäne evtl. unnötig war, aber nicht vermieden werden konnte, da die Tests nicht häufig genug durchgeführt werden konnten und Vorsicht in diesem Fall einfach besser ist.

    Es ging doch lediglich darum, dass unsere Regierung (Bundes-bzw. Landesregierungen natürlich etwas unterschiedlich) sicher nicht super ängstlich, sondern eher besonnen, im Herbst 2020 viel zu zögerlich reagiert hat.

    Auch wenn man in viele europäische Länder zum Vergleich schaut, waren bei uns weniger Ausgangsbeschränkungen und Städte, so wie aktuell wieder Lissabon, wurden auch nicht abgeriegelt.

    Da man so ungern Feldversuche mit dem Leben von Menschen macht, ist es schwierig, die verschiedenen Effekte der Maßnahmen statistisch zu analysieren, denn die werden aus Vorsicht angeordnet und nicht zu Analysezwecken gezielt und unterschiedlich mal angeordnet, dann aufgehoben. Das ist ein bisschen schade, denn dann könnte man evtl. die Effekte etwas genauer beziffern. Es gibt aber dennoch ein paar gute Indizien für Effekte finden, selbst wenn es teils Seiteneffekte die ganze Sache bezüglich der Kausalitäten schwierig macht.

    Und natürlich sollte es wieder Maßnahmen geben, wenn die Situation eskaliert. Wir hoffen aber alle, dass es nicht mehr soweit kommt und Impfungen und sonstige Immunisierungen ausreichen.

    Auseinandersetzung mit der eigenen Befindlichkeit und ihrem zweifelhaften Wert für die Allgemeinheit sind

    Wir sind doch hier gar nicht die Allgemeinheit, sondern eben Lehrer:innen. Es ist also ein Betroffenenforum, bei dem die eigenen Befindlichkeiten durchaus für andere Betroffene von Wert sind.

    Ich wollte mal zum Ausdruck bringen, dass ich mich freue, mit meinem Kommentar dazu beigetragen zu haben, dass sich hier so viele über wichtige Frauenthemen austauschen.

    Natürlich könnte man das auch in anderen Foren, aber ich empfinde dieses Forum bzw. die Menschen hier, bis auf wenige Ausnahmen, als echt gute „Gesprächs“Partner:innen.

    Deshalb isses auch schnurz, wenn’s nicht im Schulthemen geht😀

    Ich bin eine Gegnerin jeglicher (religiös motivierter und) nicht rational begründbarer Verhüllungsgebote insbesondere bei Frauen. Die Begründungen dafür (Simpelfassung: Männer dürfen nicht durch Haare oder Haut erregt werden, weil die dann zu Tieren werden und zuschlagen müssen) halte ich für nicht akzeptabel.

    Gleichwohl würde ich stets verteidigen, dass sich jede so bekleiden darf, wie sie will. Da entsteht für mich jedenfalls das Dilemma, dass ich prinzipiell nicht in der Lage bin, zu entscheiden, warum ein einzelner Mensch sich bestimmten Regeln unterwirft. Da mögen die Gründe durchaus akzeptabel sein oder die Indoktrination ist erfolgreich gewesen.

    M. E. sollte man die ganze Debatte niemals auf dem Rücken der betroffenen Personen austragen, hier dem Mädchen, das am Schwimmunterricht teilnehmen möchte.

    Ich würde sie unbedingt mitmachen lassen, kein Gewese darum machen und an anderer Stelle alles dafür tun, dass die Unterdrückung von Frauen beendet wird bzw. erst einmal manches ins Bewusstsein rücken und dabei meinen Zorn soweit zügeln, dass meine Argumente Menschen erreichen können.

    Die ganze Sache muss nicht in der Schule ausgetragen werden, sondern an anderer Stelle.

    Wer Präsenzunterricht in Schulen mit ihren geschlossenen Räumen zulässt muss auch Großveranstaltungen wie Fußballspiele im offenen Stadion zulassen.

    Das ist natürlich Quatsch und das weißt du sicherlich auch. Ist in etwa das logische Niveau von: „Wer Rasenmäher erlaubt, muss auch laute Motorräder erlauben.“

    Aber jetzt bei Fußball den Mund aufreißen, weil da einInfektionsrisiko besteht? Für mich ein perfektes Beispiel für hypocrisy.

    Wer hat denn hier den Mund aufgerissen? Dein Beitrag ist m. E. der erste, der so anklagend und emotional daher kommt.

    Da ich das Thema aufgebracht habe: Mir ging es darum, dass es mir ein mulmiges Gefühl macht, wenn die Stadien so voll und ohne Maske besucht sind. Habe gar nichts dazu erwähnt, dass ich das jetzt verbieten würde (ich würde aber nur die Hälfte der Leute einlassen).

    Ich glaube ja, dass man früher oder später zu dem Punkt kommen muss, an dem der Staat erkennt, dass Corona sich eben grippeähnlich verhält.

    Jau, ich sach nur ca. 500 000 Tote in Brasilien. In D ca 90 000, so viel schafft die Grippe wohl nun doch nicht.

    In meiner Region sind viele gegen Maske und tragen sie nur, um Ärger zu vermeiden.

    Deshalb sind die Masken auch doof, weil viele die doof finden.

    Gurte im Auto sind auch doof und rote Ampeln behindern, mich jedenfalls, täglich. Da bleib ich auch nur stehen, damit ich keinen Ärger kriege. Ansonsten würde ich sagen: sollen sich doch die verzagten anderen Autofahrer selbst schützen vor meiner Raserei.

    dann finde ich es merkwürdig, dass es in den westlichen und vermeintlich liberalen Ländern immer mal wieder vorkommt, dass Frauen muslimischen Hintergrundes vor Gericht ziehen, um einzuklagen, dass sie islamischen Ritualen, die aus mitteleuropäischer Sicht teilweise befremdlich oder gar frauenfeindlich wirken, nachgehen dürfen.

    Bekloppte gibt es halt überall. Hier gibt es auch Christen, die unbedingt „kein Sex vor der Ehe“ propagieren. In den USA ist’s bei den fundamentalistischen Glaubensgemeinschaften noch viel schlimmer.

    Deshalb gibt es in allen mehrheitlich muslimischen Ländern legale Schwangerschaftsabbrüche sowie gleichgeschlechtliche Ehen samt Adoptionsrecht ... Im Gegensatz zu den mehrheitlich christlichen Ländern.

    1. WhatAboutism

    2. Weil’s in muslimischen Ländern teils noch schlimmer ist als in manchen christlichen Ländern, ergibt sich genau welche Schlussfolgerung?

    Es ist nicht auf dich bezogen, aber häufig wettern Menschen gegen „die Kirche“ oder einzelne darin, wollen, dass „der Einfluss“ verschwindet, sehen aber nur einseitig auf das, was gerade nachteilig erscheint.

    Es ist leider so, dass der Staat viele caritativen Dinge der Kirche überlässt. Natürlich gibt es in der Kirche viel Gutes, vor allem viel tolles Engagement von gläubigen Menschen. Das will doch nicht wirklich jemand in Abrede stellen.

    Man kann sich aber wünschen, dass die sozialen Aufgaben eigentlich vom Staat geleistet werden sollen, denn das ist m. E. seine originäre Aufgabe.

    Damit wäre es dann für manche Jugendliche nicht mehr notwendig, sich in einer Glaubensgemeinschaft wiederzufinden, wenn sie nur Gemeinschaft und sinnvolle Freizeitangebote suchen. Es gibt doch kaum nicht-konfessionelle Jugendzentren.

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