Beiträge von MarieJ

    Was ich besonders traurig fand: dass wir wegen der Kurzfristigkeit der Verlautbarungen zu den Durchführungs- und Antragsmodalitäten keine Angebote in den Sommerferien machen konnten. Am Dienstag 23.6. kam die erste Schulmail dazu, am Freitag 26.6. die nächste mit etwas modifizierten Möglichkeiten (es mussten dann nicht mehr auf jeden Fall 3 mal 5 Tage sein).

    Da wir das Angebot hätten koordinieren sollen und sich eigentlich ein paar KollegInnen beteiligen wollten, war die Zeit für eine Organisation inklusive Antragstellung zu knapp, denn uns stand das Schulgebäude nur in den ersten drei Ferienwochen zur Verfügung (in den letzten drei sollen Renovierungsarbeiten und Grundputz gemacht werden).

    Das hätte dann auch der Frosch nicht mehr rechtzeitig gerockt gekriegt😉

    Unrecht wird nicht durch größeres Unrecht zum Recht.

    Glücklicherweise schreiben wir aber in diesem Thread nicht über unrechtmäßig angegebene Steuerermäßigungstatbestände, sondern über die Frage, warum etwas evtl. zu Recht nicht anerkannt wird. Im Zweifel muss man das wohl den Profis überlassen.

    Mein Respekt ist etwas gemindert, bisweilen habe ich eher Mitleid.

    Nur weil immer Leute etwas zu meckern haben, ist es nicht egal, was man entscheidet bzw. verlautbart, ansonsten könnte man ja tun, was man will - eine Ausrede gäbe es immer.

    Es war schon ein Unding, Schulmails so kurzfristig zu versenden, Dinge anzukündigen und dann die Leute sehr lange warten zu lassen etc.

    Was ich außerdem ganz grausam finde, ist die Verwendung des Indikativs z.B. „die Schulen stellen sicher, dass...“, ohne dass den Schulen bei den diversen Sicherstellungen geholfen würde.

    Außerdem mussten wir m. E. viel zu lange auf eine Regelung für die ZP 10 warten. Beim Abi war’s ja recht zügig klar.

    Bei den jetzigen Entscheidungen für das neue Schuljahr wäre mehr Mut für Hilfen im Lernen auf Distanz angesagt. Regelunterricht können wir ja schon. Außerdem will man ja nicht immer das Gefühl haben, es ginge hauptsächlich um die Betreuung, damit Eltern arbeiten gehen können.

    Bei mir (NRW) sieht’s so aus:

    Eigenheim, Arbeitszimmer 13% der Fläche;

    alle Kosten des Hauses (Grundbesitzabgaben, Gas, Wasser, Strom, Wohngebäude- und Hausratversicherung, Rücklagen für Renovierungsarbeiten, Renovierungskosten für irgendwas im Haus z.B. neue Fenster oder neue Heizkörper, früher auch die Zinsen) addiere ich einfach und davon werden 13% anerkannt.

    Zusätzlich wurden stets komplett anerkannt: alle Anschaffungskosten für die Möblierung z.B. ein guter Rückenschonender Stuhl, Beleuchtungen, Regale usw. bis hin zu neuen LED-Leuchtmitteln.

    Ach ja: meinem Mann gehört das Haus auch zur Hälfte, er hat kein Arbeitszimmer - außer der Küche natürlich😉 - wir werden zusammen veranlagt

    Ich mache meine Steuererklärung selbst, der Steuerberater, den ich mal privat gefragt habe, meinte er würde auch nicht mehr rausholen.

    Allein deshalb eröffnete ich kein solches Konto.

    OT: Was ich immer schon mal schreiben wollte: Ich mag deine sprachlichen Wendungen sehr, vor allem, weil es mal so, mal auch auf anderer Sprachebene abgeht.👍🏻

    Auch wenn man es nett ausdrücken will und sagt "ich verstehe, dass du Orientierungslosigkeit im shutdown erfahren hast und halt nicht antizipieren kannst,

    Auch diese Ausdrucksweise ist etwas „von oben herab“. Du unterstellst außerdem ein Defizit „nicht antizipieren können“. Das ist kein echtes aufeinander Zugehen, da du stets implizit ausdrückst, dass du es besser weißt - was du ja notwendigerweise auch glaubst, denn sonst hättest du diese Meinung nicht.

    Da hilft m. E. nur, sich einen echten Ruck zu geben und zu versuchen die Haltung des anderen prinzipiell zu akzeptieren bereit sein. Das dürfte hier schwer fallen, da man ja vermutlich glaubt, der andere schade mit seinem Verhalten anderen Mitmenschen.

    Das ist das „Muss die Toleranz die Intoleranz tolerieren“- Dilemma.

    Dennoch scheint es mir einen Versuch wert, auch den „Idioten“ die gebührende Achtung als Mitmenschen entgegenzubringen, wirklich zu versuchen zu verstehen, eventuell die eigene Gegenposition möglichst sachlich darzustellen und ansonsten seiner Wege zu gehen und die Situation auszuhalten.

    Gerade bei der eigenen Schwester schwingen aber womöglich noch viele Emotionen mit. Im besten Fall liebt man sie und kann darum ihren gegenteiligen Standpunkt schwer ertragen.

    Es ist so schade, liebe Samu, dass du dich mit ihr darüber entzweist, die Pandemie ist das auch nicht wert! Wenn nicht sonst noch irgendwelche Dinge zwischen euch liegen, lass sie doch einfach so, wie sie ist, und trink mit ihr ein Gläschen Rotwein oder einen leckeren Sommercocktail.

    Herr Camp Würden Sie freundlicherweise mal ein Zitat einer „proletenhaft“ gepöbelten Antwort auf Ihre Beiträge zitieren? Ich finde keine solche (oder hab eine andere Definition dieser Begrifflichkeiten).

    zu Ihren diversen Aussagen:

    Ich lese die meisten Quellen in diesem Forum, wenn TN daraus Argumente ableiten, so auch ihre. Im Ärzteblatt findet man, wie in den anderen Quellen recht große Zahlen von abgesagten/verschobenen Operationen, diese sind fast ausschließlich elektiv gewesen, selbst einige Krebsoperationen:

    Nicht jeder Aufschub bei onkologisch indizierten Eingriffen muss mit einer Verschlech­terung der Prognose verbunden sein. Zudem bietet bei einigen Tumoren beispielsweise eine Strahlentherapie eine alternative Behandlungsmöglichkeit. „Die deutschen Kapazitäten werden allgemein so eingeschätzt, dass keine dringende Krebsoperation hinausgezögert werden muss“ betont Albertsmeier.

    Auch die Berufung auf eine von einem Politiker geäußerte Meinung ist keine „Argumentation“, man kann sich da sicher so manche merkwürdige Beispiele vorstellen. Selbst wenn Herr Schäuble Recht damit hat, dass man nicht nur auf Virologen hören darf, so sind doch die Äußerungen von Virologen, Epidmiologen, Hygienikern, Modellierern usw. insgesamt wichtig.

    Leider müssen diese bisweilen ihre Ansichten in dieser dynamischen Situation ändern, aber das gehört zum wissenschaftlichen Geschäft dazu. Nur ein Narr würde bei geänderter Datenlage bei einer einmal geäußerten Ansicht bleiben.

    Aktuell reicht es für einige Widerlegungen von beschwichtigenden, verharmlosenden Behauptungen in die Welt zu schauen USA z. B.

    Ihre Ausführungen zum R Wert sind problematisch sowie die Aussagen vom RKI dazu, diese sagen aber auch, dass der Wert problematisch ist, weil er ausgesprochen anfällig ist und zudem stets auf gewissen statistischen Annahmen beruht.

    Nebenbei können Sie davon ausgehen, dass Frau Merkel als Physikerin von exponentiellem Wachstum (also auch vom R Wert bzw. Wachstumsfaktor) und den verschiedenen Spielarten der Modellierungen mehr versteht als die meisten MitbürgerInnen.

    Kurz gesagt, diese Pandemie ist keine Grippe und wird uns noch lange unangenehm beschäftigen. Die Zahlen werden nach Lockerungen auch in Deutschland wieder steigen und es wird zumindest regionale Beschränkungen geben. Schulöffnungen unter Regelbedingungen sind in weiterführenden Schulen ein großes Risiko.

    Unter welchen Bedingungen man welches Risiko einzugehen bereit ist, ist die schwierige Frage für die Politiker, die sich leider wegen unsicherer Prognosesituationen nicht einfach beantworten lässt.

    Ich persönlich hoffe auf Besonnenheit und Vorsicht und nehme lieber einige Beschränkungen hin als eine immer noch ziemlich hinterlistige Covid-Erkrankung. Bei meinen Eltern (Ende 80) sieht die Lage schon anders aus, die dürfen sagen: „Lieber an Corona sterben als einsam zu sein.“ In einem Altenheim darf das aber keiner für einen anderen entscheiden.

    Es wird also wohl weiterhin klassische Dilemmas geben. Polemisierungen à la: „Die da oben schränken meine Grundrechte ein! Ich will aber...Meine Meinung wird gar nicht gehört. Man wird doch wohl noch sagen dürfen...“ sind da nicht zielführend.

    Meine Krebserkrankung und später die meines Mannes überstanden. Vieles ähnlich wie CDL gelernt und außerdem mehr Gelassenheit und Lebensfreude gewonnen.

    „Nein-sagen“ geübt und auf dem Weg schon weiter gekommen.

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