Beiträge von MarieJ

    Dazu gibt es einen Erlass, in dem steht:

    Bitte weisen Sie die Schulleitungen an, unabhängig von der Dauer des derzeit ruhenden Schulbetriebs in diesem Schuljahr keine Schulwanderungen und Schulfahrten, Schullandheimaufenthalte, Studienfahrten und internationalen Begegnungen (Schulfahrten) mehr zu genehmigen und bereits genehmigte Schulfahrten abzusagen.“

    Also müsste deine Schulleitung schon abgesagt haben, ansonsten solltest du das schnell tun, unter Angabe des o.g. Erlasses.
    Auf den FAQ des NRW Bildunsgportals:

    https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Sch…irus/index.html
    findet sich zu den Stornokosten allerdings die Antwort, man wisse noch nicht genau, wie das geregelt würde. Auch das Problem würde ich in die Hände der Schulleitung geben, dafür ist die da.

    Dass der Reiseanbieter von sich aus absagt, kann ich mir nicht vorstellen. Auf jeden Fall solltest du nicht persönlich irgendwelche Kosten tragen oder dafür haften.


    PS: während ich dies schrieb, gab es viele schnellere Antworten

    Es ging bei der Ausgangsfrage nicht darum, ob das Referendariat als Praxiseinarbeitungsphase in eine andere Form gegossen werden soll, sondern darum, ob der TE das Referendariat machen soll oder nicht. Darauf haben hier einige mit der Aussage Bezug genommen, dass es eben an sich ein wichtiger Teil der Berufsausbildung ist.
    Wenn es schlecht gemacht ist, das gilt aber natürlich auch für viele Seminare an der Uni, dann könnte man theoretisch darauf verzichten, aber in der jetzigen Realität eben nicht.
    Die meines Erachtens einzige akzeptable Alternative (wenn man die Nachteile in Anstellung und Bezahlung nicht haben will) ist das OBAS. Das ist aber, soweit ich es bisher mitgekriegt habe, ziemlich anstrengend.
    Meine Antwort beinhaltet nicht, dass ich das Ref supertoll finde oder dass man nicht in Zukunft andere sinnvolle Wege der Einarbeitung finden solle.

    Nicht ganz zum Thema: Firelilly Ich verstehe immer weniger, warum du Lehrerin bist und bei deinen naturwissenschaftlichen Fächern nicht in einem anderen Beruf bist, wenn da die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung so deutlich besser ist.
    In meinem Bekanntenkreis gibt es auch einige Naturwissenschaftler, die sich mit ständig befristeten Verträgen, mit einem Gehalt wie bei angestellten LehrerInnen, an den Unis oder auch im öffentlichen Dienst in Projekten durchschlagen oder z. B. Ingenieure, die in kleineren Betrieben weniger verdienen.

    Wie auch immer man die Praxisphase der Ausbildung nun nennt, so eine ausreichend lange Phase, wie es zur Zeit im Ref ist, braucht es m.E.
    Auch Ärzte haben ein PJ und Juristen ein Ref und die werden auch nicht alle Beamte, sogar nur die wenigsten von ihnen.
    Ich schrieb es ja bereits: aus welchen Gründen vor x Jahren das Ref eingeführt wurde, ist ja nicht mehr der heutige Grund und der Sinn oder Unsinn des Refs hängt auch nicht mehr damit zusammen.
    Meist hängt die Güte der Refausbildung an den Menschen, die diese mit den Refis durchführen. Damit steht und fällt auch der Sinn dieser Ausbildungsphase. In meinem Studium (Sek II) hätte ich damals ohne irgendwelche Anteile zur Didaktik der studierten Fächer das 1. Stex machen können.

    Nebenbei glaube ich, trotz meiner obigen Ausführungen, dass es in dem Job echte Naturtalente gibt, die das classroom management ohne viel Ausbildung ganz gut drauf haben (für die unteren Klassen kann ich da aber nicht sprechen).

    Die benötigen oftmals nur noch Hilfen im Didaktischen bzw. beim Erlernen und Herunterbrechen des Lehrplans. Aber ganz ohne zusätzlichen Hilfen durch erfahrenere KollegInnen geht’s eigentlich gar nicht.

    Ref ist somit keine Berufseinstiegsphase und "Must have", sondern eine Institution, die die freie Lehre der Unis in Frage stellt. Genau hier liegt auch das Problem: Willst du nicht verbeamtet werden, ist das Ref in seinen Formen eigentlich vollkommen obsolet, da es an sich nur die Laufbahnbefähigung darstellt, nicht aber die tatsächliche Qualität von Unterricht.

    Für mich zumindest war das deutlich anders. Im Ref habe ich das Handwerkszeug für den Beruf gelernt, in der Uni nur das Hirnwerkszeug.

    Da wurde auch von meinen Mentoren und von einem der beiden Fachleiterin viel geholfen, um die Unterrichtsqualität besser zu machen. Ob man danach angestellt oder verbeamtet werden will, spielt für die Frage nach dem Sinn des Refs überhaupt keine Rolle.
    Nur andersherum gilt: wenn kein Ref oder Obas, dann keine Verbeamtung.

    Wie anno Tux das Ref gedacht war, ist m. E. heute nicht mehr von Belang.

    Mich beunruhigen die Ausführungen von keckks jedenfalls nicht mehr als die Dinge, die man auch aus anderen Quellen lesen/sehen kann. Vielleicht sind ihre Wertungen im Nachhinein nicht immer richtig, das gilt aber zur Zeit für alle möglichen Aussagen, die zu Beginn dieses Threads getätigt wurden.
    Und? Das ist halt die Realität, die sehr „dynamisch“ ist. Auch die immer so toll sachlich wirkenden mathematischen Modelle sind eben genau nur das „Modelle“, die einem Prognosen erlauben, wenn die Eingabeparameter stimmen. Und diese lassen sich auch nur aufgrund bestimmter Annahmen aus vorherigen Situationen mit einer ungeklärten Wahrscheinlichkeit angeben.

    Man weiß nämlich viele Dinge aus China nicht wirklich, auch bei den Zahlen aus Italien kennt man z. B. die Dunkelziffer nicht und weiß nicht genau, wann es tatsächlich losgegangen ist. Weitere Einflüsse wie Wohnsituation/Altersstruktur/Bedingungen im medizinischen Bereich lassen sich auch nicht einfach in Zahlen für das Modell umwandeln. Das alles kann man vermutlich erst, wenn noch ein paar Monate ins Land gegangen sind.

    Bis dahin hoffen wir, das es möglichst nicht so schlimm wird, wie es werden könnte.

    Der Elisa Test ist wie Wollsocken beschrieb ein Antikörpertest, der am Anfang der Erkrankung noch nicht positiv ist.
    Außerdem muss man Sensitivität (richtig positiv) und Spezifität (richtig negativ) eines Testes kennen, um seine Güte beurteilen zu können. Eine Aussage wie „der ist zu mehr als 90 % oder 95 % sicher“ ist keine vernünftige Aussage, weil nicht dazu gesagt wird, für welchen Fall dieser Prozentsatz gilt.

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