Beiträge von Conni

    Wie wäre es, wenn ihr euch alle (Schulleitung, Schulsozialarbeit, alle beteiligten Kollegen, Förderschullehrer und du) einmal gemeinsam hinsetzt und eine ToDo-Liste mit konkreten Verantwortlichkeiten erstellt? Damit wäre dann ein teil der Nachmittagssitzungen mit x, y, z, y+z etc. zusammengefasst. Die Kollegen könnten dann ggf. auch ihre Grenzen äußern.

    Du hast die Verantwortung für eine komplette Klasse und eine begrenzte Arbeitszeit. Absprache und Beratung sind super, aber nur in begrenztem Umfang leistbar.

    Zu der Stunde mehr:

    Bei uns ist die Stunde mehr ein Problem, weil die Volldeputatslehrer schon gewaltig über dem Limit arbeiten und gar nicht mehr so unterrichten können und ihren Verpflichtungen nachkommen können, wie sie es gerne hätten. Es gibt in meinem Kollegium Stimmen, dass die wenigen Vollzeitlehrer eine Stunde reduzieren wollen.

    Genau das war mein erster Gedanke: Was, wenn darauf reagiert wird, indem jetzt sehr viele KuK Teilzeitanträge stellen, die bisher in Vollzeit gearbeitet haben?

    Nope, genausowenig, wie man ein Studium benötigt, um etwas, was einem eine bekannte Lehrerin erzählt hat, für bare Münze zu nehmen ohne in die Ausführungsvorschriften zu schauen.
    Und wie du ja schon selber vermutet hast: Ich bin von dieser sich im Kreis drehenden Diskussion genervt. Vielleicht magst du sie mit deiner Bekannten fortsetzen, wenn ihr Wort mehr zählt als das von icke und von mir.

    Das erstaunt mich, ehrlich gesagt. Ich habe es so gehört (ich habe mal bei einer Berliner Bekannten nachgefragt), dass jemand z.B. eine Kombiarbeit schreibt und da ist ein Rechtschreibteil drin und ein Grammatikteil. Jeder Teil bekommt eine eigene Note, die jeweils als Klassenarbeitsnote gilt. D.h. jemand hat mit einer Kombiarbeit 2 Klassenarbeiten abgegolten. Eine wird bei Rechtschreiben eingetragen und eine bei Grammatik (heißt aber irgendwie anders in Berlin).

    Ansonsten wüsste ich gar nicht, warum eine Kombiarbeit eine Entlastung sein soll?!?

    Kombiarbeit bringt keine Entlastung, hatte ich Lehramtsstudent erklärt.
    Vielleicht interpretiert die Schule deiner Bekannten die Rechtslage kreativ. Dazu kann ich nichts sagen.

    @Conni,

    jetzt hat sich bei mir noch eine Frage aufgetan. Wenn ihr im Schuljahr 4 Kombiarbeiten schreibt, in denen jeweils mehrere Deutsch-Teilbereiche drankommen, und es gibt nur eine Note für die Kombiarbeit, wo tragt ihr sie denn dann ein? Oder tragt ihr diese eine Note in allen betreffenden Teilbereichen ein? Aber nein, das geht ja auch nicht, dann würden ja auch Rechtschreibleistungen bei Lesen und Leseleistungen in Grammatik eingetragen werden. (?)

    Es gibt in jedem Bereich eine Note, die im entsprechenden Bereich eingetragen wird.. Andere korrekte Auslegungen der rechtlichen Regelung kenne ich nicht.
    Was die Schule deiner Bekannten macht und was du gehört hast, kann ich dir nicht erklären.
    An meiner Schule werden die Ausführungsvorschriften beachtet.

    Dafür ist der Anspruch, schnell umzuschalten und sehr verschiedene Aufgaben in einer Stunde zu schaffen, höher. Ferner frage ich in Klassenarbeiten eben dann weniger Aufgaben mit der gleichen Aufgabenstellung ab, sodass ich eine erhebliche Bandbreite in jedem Teilbereich erhalte.
    Aber: Du kannst es ja anders machen, wenn es dich sehr stört. 2 Teilbereiche und 2 Stunden Klassenarbeit sind in Berlin durchaus möglich. Hier werden auch Lehrer gesucht!

    Auch aus meinem Bundesland kann ich das Zauberwort "Teilzeitkonzept" unterstreichen. Es wurde dort ein Vorschlag von der erweiterten Schulleitung gemacht und abgestimmt. Das wechselte auch manchmal, z.B. Vollzeit 3, Teilzeit oder Vollzeitkolleginnen ab 63 2 Aufsichten. Oder auch mal "60 Minuten" (konnten in den kurzen Hofpausen also auch 4 Aufsichten sein). Direkt vor der ersten zu unterrichtenden Stunde oder nach der letzten ist natürlich möglich, aber nicht so nett, v.a. nicht zweimal.
    Und: Ja, die Aufsichten sind in derartigen Einzugsgebieten Stress pur. Das einzige, was du dir sagen kannst, ist: Du bist nicht verantwortlich dafür, dass das Blut fließt, du musst halt eingreifen ohne dich selbst zu gefährden. Es ist leider trotzdem stressig.
    Essensaufsichten waren übrigens an meiner letzten Schule noch viel unbeliebter als Hofaufsichten: Unglaublich laut, schlechte Luft und es flog in Extremfällen das Essen herum. Regelmissachter setzen ihre Verhaltensweisen ja beim Essen nicht aus. Man konnte bei uns Wünsche angeben, hatte aber keine Garantie auf Erfüllung.

    Ich würde an deiner Stelle wegen des Teilzeitkonzepts fragen.

    Höhere Wahrscheinlichkeit für Musik angenommen zu werden? Ist das so? Siehe Aufnahmebedingungen von Musikhochschulen. Ich erinnere mich noch an 180 Mitbewerber auf 8 Plätze..

    Wir hatten "nur" 93 auf 13 Plätze (+3 für höhere Semester). Allerdings gab es "Noten" und war bestimmte Bereiche schlechter als 4 hatte, wurde nicht angenommen, da hätten die dann auch ggf. die 13 Plätze nicht besetzt.
    Das Studium war sehr anspruchsvoll. Danach hat man natürlich gute Chancen.
    Aaaaaber.... Frau Scheeres möchte die Anforderungen reduzieren, damit mehr Leute Kunst- und Musiklehrer werden.

    Die Anforderungen an anderen Unis sind wohl überwiegend nicht ganz so hoch wie in Berlin (Ausnahme: Köln).
    Musik ist aber - ähnlich wie Biologie - auch ein zeitintensives Studium, da man seine Solofächer (Instrumente, Gesang) regelmäßig üben sollte, am besten täglich, je nach Anforderungen 2 bis 4 Stunden.

    Sport hat auch eine Aufnahmeprüfung und die ist ebenfalls nicht ganz einfach zu bestehen.

    Insofern finde ich es schon gut, sich vorher Gedanken zu machen, um ggf. gezielt auf die Anforderungen hin trainieren und üben zu können.

    Ich habe mal am Tag eines Unterrichtsbesuchs verschlafen. Kam dann mit dem Taxi zeitgleich mit dem Seminarleiter an. Dessen lässiger Kommentar : "Gut, dass es Ihnen jetzt passiert, dann verschlafen Sie am Prüfungstag nicht." Der Schulleiter war weniger entspannt.

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