Beiträge von Conni

    Mir ist auch nichts Besseres eingefallen:
    Heute gibt es den Test zurück, der sehr gut ausgefallen ist. Aber die Rechtschreibung, die Rechtschreibung... Wir üben jetzt Fachwörter zu schreiben und dann gibt es ein Wortdiktat. Laute Proteste, das sei kein Deutschunterricht. Ich habe behauptet, das sie mit der Deutschlehrerin abgesprochen.
    Also habe ich sie in der Übungsphase Wörter je dreimal abschreiben lassen: Klavier, Lied, erster, April. Einer hat sofort geschaltet. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob alle verstanden haben, dass das ein Aprilscherz war, die Kinder wollten dann unbedingt Wörter schreiben üben. Sehr süß. :rose: Es gab auch keine Revanche.

    Eine Kollegin hat einer älteren Klasse angekündigt, dass es ab nächste Woche Schulkleidung gibt und die Kinder blaue T-Shirts, Hosen und Faltenröcke kaufen mögen.

    Die rechnen 2min nicht ab, es wird pro angefangene Viertelstunde gerechnet.
    Mein Zahnarzt berechnet Kompositfüllungen inzwischen mit bis zum 3,9fachen Satz, da zahlt nicht mal mehr die private Zusatzversicherung.

    Blicke in den Kiefer bekomme ich auch. Diagnostische Fähigkeiten benötige ich ebenfalls für Halsschmerzen, Bauchschmerzen, Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen, Haarschmerzen, Beinschmerzen, Knieschmerzen, Fußschmerzen, Fingerschmerzen, Läuse, Husten, Schnupfen, Mund-Hand-Fußseuche (oder wie das heißt) etc. pp.


    Elternkommunikation in völlig unverständlichem Englisch möchte ich hier noch anführen.
    Elterngespräche mit der ganzen Familie
    Elternversammlungen mit Kinderbetreuung

    In Berlin gibt es den Grundwortschatz seit x Jahren. Genützt hat es nichts. Man bräuchte mindestens 3 Stunden Deutsch zusätzlich pro Woche, um das alles zu üben.
    Selbst mit 550 Wörtern (in Berlin 400) kann man gefühlt "kaum etwas" schreiben und macht "nur Fehler" und jeder würde genauso viel meckern wie vorher. Oder noch mehr. Die meisten der heutigen Rechtschreibversager sind in Ost-Berlin übrigens nach der vielgelobten Fibelmethode unterrichtet worden.

    Aufenthaltsmöglichkeiten für Pausen.Technische Endgeräte für jeden Lehrer. Wlan. CD-Player für jede Klasse, weil die Verläge die Listeningsachen ja nicht als Datei verschicken möchten. Fest eingestellte IT Beauftragte für jede Schule.
    Keine 13 Wochen zwischen den Ferien, sondern maximal 8.
    Anstatt 28 Unterrichtsstunden pro Woche, 23.
    Eine Verwaltungsfachkraft pro 4 Klassen wäre wunderbar, dann hätte man wahrscheinlich sogar wieder Zeit, um Unterricht zu planen.

    Ich ergänze um "Pausen, die sich solche nennen können".
    Guter CD-Player, mit dem man sogar Musikunterricht erteilen kann. Da gehört Musikhören zum Lehrplan. Nicht "Bässe hören und vom Rest nichts mitbekommen, weil die Technik zu billig ist."
    Schulhelfer für I-Kinder ohne seitenlange Anträge, Ablehnung, Widerspruch, Deckelung.
    Funktionierende Fenster, die man sogar benutzen darf.
    Ausreichend Stauraum, damit ich die Zeichensachen der Kinder nicht mehr in riesige, selbstgekaufte Kisten packen und auf den 2 Meter hohen Schrank heben muss.
    Ausreichend Platz für Kinder in Klassenräumen. So viel wie ein Hund im Tierheim wäre schön. (Ich habe ein Tierheim hier um die Ecke, ich weiß, wovon ich rede.)
    Ausreichend Geld für die Lehrmittelfreiheit, damit man sich nicht fragen muss, ob man ein Lesebuch oder ein Wörterbuch und ein Sachunterrichts-Arbeitsheft anschafft, sondern dies alles möglich ist.
    Ausreichend Geld für Kopien.
    Ach, das kann man endlos fortführen.

    Dem Rest schließe ich mich an, vor allem dem Lärmschutz.

    Einen schönen Sinnspruch habe ich auch noch, hat mir eine Kollegin geschenkt:
    https://grafik-werkstatt.de/lauft

    Und ein weiterer Sinnspruch:
    https://www.ichlebejetzt.com/wp-content/upl…dnetezitate.jpg

    Mal ein paar generelle Fragen: Man muss doch erst ab dem 3. Tag zum Arzt, richtig? Was wäre, wenn man sich z.B. Dienstag krankmeldet, Donnerstag zum Arzt geht, der einen Do/Fr krank schreibt oder ähnlich. Geht das? Oder muss man um rückwirkende Krankschreibung bitten? Macht das ggf. finanziell einen Unterschied?

    Wie muss außerdem der Schein beim Arbeitgeber eingehen. Muss ich fiebrig oder lädiert in die Dienststelle wanken? Darf (oder will) man Krankenscheine einscannen und mailen?

    Danke :)

    3 Kalendertage ohne Arzt. Freitag zum Arzt würde reichen. Rückwirkende Krankschreibung macht nicht jeder Arzt. Ich habe das schon gemacht und hatte keinen finanziellen Unterschied und habe noch nie von finanziellen Unterschieden gehört.

    Schein beim AG: Wird vermutlich unterschiedlich gehandhabt. Meine bisherigen Schulen hielten das locker: Bring ihn mit, wenn du wiederkommst. Die einzige Ausnahme war, als ich vor den Ferien krank war, da sollte ich einen Scan schicken, damit die Sekretärin mich gesund meldet. Mir wurde gesagt, dass die Mühlen der Personalstelle langsam arbeiten und dass es passieren kann, dass die denken, ich wäre immer noch krank und könnte vielleicht die 6 Wochen überschreiten, dann würde das Krankengeld angeleiert und bis das dann wieder ausgeleiert wäre, weil man merkt, dass ich ja doch schon eine Weile wieder arbeite, wäre dann die nächste Gehaltszahlung schon fällig und könne erst im Folgemonat nachgeholt werden. Nein, das muss man nicht verstehen bei einer Woche Krankheit und zwei Wochen Ferien.

    Mehrarbeit bezieht sich ausschließlich auf Unterrichtsstunden. Alles darüber hinaus wird damit nicht erfasst.

    Konkret zur Teilzeit kannst du dich hier einlesen:
    PDF der GEW: https://www.google.com/url?sa=t&rct=j…7zSXtjt3rP4Th6K

    https://www.gew-berlin.de/14403_15732.php


    Möglichkeiten, über die GK Beschlüsse zu fassen: https://www.gew-berlin.de/17586.php


    Alternativ kannst du auch beim Personalrat erfragen. Das sind auch diejenigen, die ein Gespräch mit der Schulleitung führen können.

    Wenn du schon so fragst: Noch nie hat es geklappt.

    Deshalb machst du es immer wieder?
    (Versteh mich bitte nicht falsch, das habe ich als Anfängerin auch gemacht. Das ist jetzt ein Tipp nach x Berufsjahren. Ich weiß nicht, ob man den als Anfänger überhaupt umsetzen kann oder dazu einige Jahre Berufserfahrung selber durchleben muss.)

    Zitat

    Mag sein, dass es super für sie läuft, aber sie lernen dadurch natürlich schlechter und das wirkt sich auch auf die Noten aus.


    Juckt sie offenbar nicht.

    Zitat

    Ich denke mir, dass Kinder eigentlich gerne gelobt werden wollen und ich bemühe mich, die Kinder, die gut mitmachen, auch regelmäßig zu loben. Den Rest juckt es nur leider nicht.


    Eben, das juckt sie nicht.
    Es gibt Kinder, die holst du mit Loben nicht aus der Störerrolle raus. Und es gibt Kinder, die machen gerne das Gegenteil von dem, was man von ihnen erwartet. Das kennt die Pädagogik leider nicht und bitte behaupte das nicht im Studienseminar, ich übernehme keine Verantwortung!

    Zitat

    Auch bei ihnen schaue ich, dass ich sie bei kleinen Erfolgen lobe, aber sie können (und das ist meine Vermutung) es nicht als Belohnung wahrnehmen, weil sie es von zuhause nicht gewohnt sind.


    Vielleicht wäre "gelobt werden" auch zu uncool, jenseits ihrer derzeitigen Rolle, würde sie aus der "Clique" (= andere Störer) ausschließen...

    Das ist mir klar. Ich erhoffe mir halt immer, dass durch die Reflexion ein Bewusstsein "besseres Verhalten = bessere Lernatmospähre = ich profitiere davon" entsteht,

    Wie oft hast du schon auf die Reflexion gehofft?
    Wie oft hat es funktioniert?

    An der Stelle hat Miss Jones absolut Recht: Die erzählen dir was vom Pferd, damit sie so weitermachen können wie bisher. Läuft doch alles super für sie.


    Zu Beginn wurde mir gesagt, dass man, wenn die Schüler sich absolut nicht benehmen, die Eltern zwecks Abholen anrufen könne. Als ein Kind an dem Punkt angelangt war und ich im Begriff war, die Eltern anzurufen, wurde mir gesagt, dass ich das nur dürfe, wenn quasi die Hütte brennt und sich die Kinder die Köpfe einschlagen.[...]


    Das mit der Belohnung hat bei einer anderen Lehrerin einmal geklappt, als die damalige erkrankte KL ihnen ein Päckchen zur Adventszeit schickte. Die Situation mit der KL ist schwierig, da es aktuell eine Übergangssituation ist und die neue KL erst nach den Osterferien kommt.

    Nun ja.
    Es ist nicht nett, einen Referendar in so eine Klasse zu stecken. Wenn ich das richtig verstanden habe, ja nicht nur mit einem Fach, sondern sogar mit zwei Fächern. Das klingt für mich sogar einen Hauch nach "Da sind Stunden offen - ach, wir bekommen doch einen Referendar, der soll mal zeigen, was er kann."
    Du bist nicht fertig ausgebildet, du hast ein Anrecht auf Ausbildung. Nur, solange die alte Klassenleitung krank ist (= vermisst wird) und keine neue, dauerhafte Klassenleitung da ist und alles nur Übergangslösungen sind, sind die Kinder in Rettungsbooten bei Windstärke 8 auf dem Meer - ohne Leuchtturm (Klassenleiter/in).

    Du könntest versuchen, Kolleginnen "mit ins Boot" zu holen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ist nur in der Ausbildungssituation nicht so einfach.
    An meiner ehemaligen Schule gab es unter den Englischlehrerinnen ein völlig eigenes System, welches unabhängig von allen anderen Belohnungssystemen lief. Die Kinder hat das nicht zu sehr verwirrt. Das war einfach "andere Person = anderes System".

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