Beiträge von Conni

    Huch? seit wann? :ohh:

    Ich habe nochmal präzisiert, ich hatte mich unklar ausgedrückt:
    Schulen mit dem Förderschwerpunkt em-soz sind abgeschafft.
    Den Förderschwerpunkt gibt es ab Kl. 3 (Erst- und Zweitklässler sind nienicht verhaltensauffällig) und wir haben die Kinder an den Regelschulen.

    Gleichzeitig ist das Verfahren für alle Schwerpunkte seit diesem Schuljahr aber noch wesentlich bearbeitungsintensiver.

    Schon, aber Du kaufst ja nicht jedes Jahr einen neuen Schreibtisch.

    Trotdem habe ich davon aber 80% vom Netto gezahlt. Das ändert sich ja auch im Jahr darauf nicht, da kommt ja das Finanzamt nicht und gibt nachträglich mehr dazu.
    Und im nächsten Jahr ist dann halt was anderes. Ich habe im Moment jedes Jahr neue Schulbücher, Kopiervorlagen etc.

    Kannst Du Deinen privat finanzierten Schreibtisch nicht von der Steuer absetzen? Ist eine ernst gemeinte Frage. Ich kann pro Jahr 4000 CHF pauschal als Berufskosten absetzen. Die Pauschale ist deutlich höher, als das was ich real an Berufskosten habe.

    Für ein häusliches Arbeitszimmer bis zu 1250 € im Jahr mit Nachweisen. Die hat man bei den steigenden Mietpreisen schnell zusammen. Klar, Ausstattung auch. Nur wenn etwas über 400 € kostet, muss man es über 4 Jahre abschreiben.
    Dazu 110€ pauschal Werbungskosten. Wenn du mehr absetzen willst, musst du eine Liste machen, was du abgesetzen willst.

    Und "absetzen" heißt ja nur, dass ich darauf keine Steuern zahle, d.h. ich bekomme einen Teilbetrag (ca. 20%? je nach Steuersatz) zurück. Die restlichen 80% hat man dann immernoch vom Nettogehalt bezahlt.

    Bei uns im Bundesland ist es so, dass die Inklusion ziemlich schnell vorangetrieben wurde.
    Das führt dazu, dass es nur noch wenige Förderschulen und Förderschulklassen gibt, besonders ab Klasse 1. Es ist etwas vom Schwerpunkt abhängig.
    Schulen für emotional-soziale Entwicklung sind komplett abgeschafft, alles an der Regelschule.Der Förderschwerpunkt existiert in Klasse 1/2 nicht, genauso wie Lernen. In Kl. 3 sind die Kinder schon völlig demotiviert. Wer in Kl. 3 an die Förderschule kommt, fängt mit dem Lesen- und Rechnenlernen von Null an, sagte unsere Beratungslehrerin.
    Sprache nur noch in ganz ganz schwierigen Fällen.

    Unsere einzige Förderschulklasse im ganzen Bezirk, die ab Klasse 1 mit geistiger Entwicklung startet, wurde mit Kindern gefüllt, die nicht in der Lage waren, sich anzuziehen oder alleine auf die Toilette zu gehen. D.h. das Kriterium, um mit GE an eine Regelgrundschule zu gehen war: Sich anziehen und auf Toilette gehen können. Wir reden noch nicht von auf einem Stuhl sitzen oder sowas.
    An der Förderschule landen also nur noch die absolut schweren Fälle.
    Auch in Klasse 3 mit Lernen gibt es auch nur für die Kinder, die ganz besondere Schwierigkeiten haben, Plätze.

    Das heißt nun:
    - Förderschullehrer landen z.T. an Grundschulen, d.h. Klassenleitung + zusätzlich Sonderpädagogische Diagnostik, Beratung, Schreiben unendlich vieler Anträge und Förderung oder - wenn es genug Förderschüler gibt - nur dieses; unsere beiden Sonderpädagogen (deren Stunden zur Förderung all unserer Förderschüler bei weitem nicht reichen) haben keine Klassenleitung. Ich finde trotzdem, dass sie genauso viel arbeiten wie wir.
    - Förderschullehrer werden z.T. zur Diagnostik und Beratung (muss auch nochmal extern erfolgen) eingesetzt, d.h. sie fahren von Schule zu Schule.
    - Grundschullehrer sind mit immer mehr Förderschülern in den Klassen konfrontiert, die man "nebenbei" fördern muss. Alles muss dokumentiert werden. Auch wenn vielleicht irgendwann mal ein Problem auftreten könnte, muss schon 1 bis 2 Jahre vorher ein Förderplan existieren und umgesetzt werden. Daran scheitere ich mit einer zahlenmäßig kleinen Klasse, in der ca. 2/3 der Schüler einen Förderplan benötigen und das 3. Drittel auch ab und an mal eine Erklärung / Aufmerksamkeit der Lehrerin hätte.

    Das sind jetzt die Argumente, die zum schon Geschriebenen noch dazukommen. Beides hat Vor- und Nachteile.

    Mal so ins Blaue rein, ich habe das noch nie mit schönem Einstieg gemacht:

    Ausgerechnete Päckchen groß ausdrucken, in Aufgaben-Streifen schneiden, Kindern an Gruppentischen geben, die sollen sie sortieren und begründen, wonach sie sortiert haben.

    Wenn es damit getan wäre... aber bei einigen Kollegen geht es einfach um den Schutz ihrer eigenen Gesundheit. Da geht es gar nicht mehr darum guten Unterricht zu machen, sondern überhaupt (erträglichen) Unterricht.Und gerade bei schwiergiger Klientel fällt dir dauerhaft unzureichend vorbereiteter Unterricht letztlich selbst auf die Füße (und die Spirale dreht sich weiter...)

    Kann ich genau so unterschreiben, "überhaupt (erträglicher) Unterricht", gute Formulierung. Hinzu kommen die ganzen Dokumentations- und Schulentwicklungsaufgaben, die man einfach nebenbei nicht mehr schafft. Ständig Elterngespräche wegen Verhaltensproblemen, wegen Lernproblemen, Förderpläne abstimmen, mit Sozialarbeitern, mit Schulpsychologie, mit Kinderpsychologen, mit Jugendamt, mit Dolmetscher etc. pp. Daher halte ich eine Reduktion der Pflichtstundenzahl für notwendig.

    Ich kenne natürlich deine Schule nicht, deshalb glaube ich dir das. Aber das dürfte so extrem schon die Ausnahme sein - und ein Grund, mal bei der Schulleitung das Raumkonzept ein wenig in Frage zu stellen.
    Ansonsten gäbe es an allen meinen bisherigen Schulen folgende Ausweichsmöglichkeiten, die ich in dieser Reihenfolge durchgehen würde (- und zum Teil auch durchgegangen bin, wenn der Arbeitsraum belegt war):

    • Beratungsraum (für Elterngespräche)
    • kleiner Konferenzraum
    • leerer Klassenraum (mit einem Blick auf den Raumplan schnell auffindbar)
    • Schülerbibliothek
    • LMF-Sammlung
    • Fachsammlungen (NaWi, Kunst)

    In Berlin (in meinem Bezirk) ist es auch relativ normal, dass das WC der einzige Raum ist, in dem man in Ruhe arbeiten könnte, wenn einen dort keiner anquatschte. (Allen Ernstes! Und dann sag mir noch einer, ich werde schnell aggressiv!)
    Die Schulen sind voll, es kommen immer mehr Kinder, die Räume sind alle belegt. Wir arbeiten derzeit mit Notraumplan, welcher Beratungsraum, kleinen Konferenzraum, Schülerbibliothek und Fachsammlungen (5. gibt es nicht) in das normale Tagesgeschäft mit einbezieht, weil sonst Klassen / Fördergruppen auf dem Hof (oder im WC, um auf den ersten Satz zurück zu kommen) lernen müssten.
    In 2 von meinen 6 Hohlstunden ist über dem Lehrerzimmer (großzügig mit einem PC ausgestattet) Trommelkurs. In den anderen nur normaler Musikunterricht mit lauter Anlage. Aber wir haben ein Café in der Nähe der Schule und ich fahre bei 2 Hohlstunden manchmal nach Hause. In den 30 min, die ich dort arbeiten kann, schaffe ich so viel wie in 2 Stunden im Lehrerzimmer.

    Ich selbst hatte eine solche Phase als Oberstufenschülerin - lang ist es her - auch mal. Mit "Ansage" und "im Griff haben" und "nicht tolerieren" war nichts auszurichten. Ich bin sogar im Kino, in der Kneipe und im Ärzte-Konzert eingeschlafen! Der Arzt hat zunächst auch nichts gefunden, bis mal irgendwann jemand die Idee hatte, die Eisenwerte und die Schilddrüse zu untersuchen. Vielleicht ist das im vorliegenden Fall noch nicht gründlich genug passiert - leider haben sich so banale Störungen immer noch nicht bei allen herumgesprochen. Da sind aber Schülerin und Eltern am Zug - die Dringlichkeit muss man ihnen vielleicht noch deutlicher aufzeigen.

    Das Problem ist, dass manche Ärzte gerade Eisenmangel oder Schilddrüse als Lappalien abtun. Zusätzlich hat mir meine Hausärztin erzählt, dass die Normwerte für Hämoglobin (roter Blutfarbstoff, Indikator für Eisenmangelanämie) vor ein paar Monaten gesenkt wurden vom Labor, weil "So viele Leute so niedrige Werte hatten, da hätten zu viele eine Anämie gehabt und das kann nicht sein, also mussten wir die Werte senken."
    Ich hatte selbst als Lehrerin so eine Phase und hatte Glück mit einer Super-Ärztin, die bestimmte Werte überprüfte, die Vorstufe einer schweren Erkrankung feststellte (diese Vorstufe ist von der WHO nicht anerkannt und wird dann i.d.R. mit therapieresistentem Burnout verwechselt) und mich erfolgreich behandelte.

    Aber: Ohne Eigeninitiative und Beharrlichkeit als Patient kommt man da nicht weit.

    Aus heutiger Sicht - ich habe eine 4. Klasse - würde mir im Anschluss Folgendes einfallen:
    - Klassenrat (oder ähnliches): Die Kinder besprechen Probleme, was ihnen gut gefallen hat etc. Hier kann man auch den Fokus vorgeben: Was haben wir diese Woche als Klasse gemeinsam geschafft? Wer hat jemandem geholfen? Wer hat "Stop!" angewendet? Wer hat auf "Stop!" gehört?
    - Üben von "Stop" - 2 Kinder stehen sich gegenüber (auch mehrere Paare nebeneinander, dann geht es schneller) - eine Seite geht auf die andere zu, die andere sagt laut und deutlich "Stop!" und hält z.B. die Hand vor (Stop-Zeichen), wenn der Partner nah genug dran ist. Das kann bei jedem unterschiedlich sein. Dieses Stop-Signal auf Pausensituationen übertragen ist ein langer Weg, aber wirklich hilfreich.
    - Kinder anleiten, ihre Konflikte miteinander zu besprechen. Meine Erfahrung: Es ist viel interessanter, wenn man zur Lehrerin läuft und sagt "Deeeer daaaaahaaaaa, der hat mich irgendwas genannt, ich weiß das Wooort nicht mehhhhhhr!" und der andere sagt: "Ich habe nichts gemacht." / "Das war nur Spaß." als wenn die Lehrerin sagt: "Wie alt seid ihr? 9? Geht vor die Tür und besprecht euer Problem! Wenn ihr keine Lösung findet, tragt es ins Klassenratsbuch ein, dann besprechen wir es am Freitag." Die meisten Probleme sind nach 20 Sekunden besprochen. Manchmal hört man von draußen lautes Lachen, wahrscheinlich wissen sie eigentlich nicht mehr, worum sie sich gestritten haben.

    Direkt zum Buch: Steckbrief ausfüllen über sich selber, mit Partner vergleichen (du hast einen vom Irgendwie Anders vorbereitet, denk dir aus, was es gerne isst und was für ein Haustier es gerne hätte etc., damit können dann auch noch Kinder vergleichen).
    Daraus kann man noch ein Gruppenspiel kreieren, z.B. "Steckbriefsalat" (wie Obstsalat): "Jeder, der gerne Spagetti isst, geht in den Kreis... "

    Wenn man sich als "Teil der Klasse" sieht, ist das auch hilfreich. :)
    Wie oft stehst du denn netto noch "vor der Klasse"? Ich eigentlich gar nicht mehr...

    Deutsch und Mathe: In der einen Klasse 20%, in meiner Klasse 40%. Zum Vormachen, Erklären, Mitmachen. Ich habe viele Schüler, die nicht selbstständig lernen können bzw. nicht den Rahmenlehrplan, den ich ihnen verpflichtet bin zu vermitteln.
    Musik: 90%

    Mir ging / geht es ähnlich wie dir. Am meisten gelitten habe ich unter den Leuten, die mir sagten, ich kann keine gute Lehrerin werden, weil ich nicht extrovertiert, kommunikativ und kontaktfreudig genug sei. Im Nachhinein wünsche ich mir, dass ich mich davon nicht so hätte beeinflussen lassen.

    Ich habe gelernt, vor Klassen zu stehen: Das hat vielleicht etwas länger gedauert, aber ich kann es. Ich kann genausogut Schülern Aufgaben erklären, die sie dann einzeln oder in Gruppen lösen, je nach Klasse, je nach Tagesform. Ich kann Wochenpläne erstellen (gut, das wir bei dir weniger der Fall sein). Mit verschiedenen Unterrichtsmethoden und Sozialformen kann man das "Im-Mittelpunkt-stehen" reduzieren und steuern.

    Das Herunterschrauben eigener Ansprüche kann / sollte man lernen und es gibt auch Auftrittscoaching, das sehr hilfreich ist. Mir hat "PEP" geholfen:
    http://www.dr-michael-bohne.de/pep-anwenderli…eutschland.html
    Das nimmt - wenn es gut und richtig und so wie in der Ausbildung vorgesehen gemacht wird - genau diese Anforderungen an sich selber und Ängste in den Fokus.


    Das einzige, was wirklich passen muss, ist die Stimme. Die muss nicht übermäßig laut sein, aber ausdauernd, um tagtäglich vor Klassen zu sprechen.

    @Conni : m.E. müssen Grundschüler keine digitalen Medien einsetzen (aber ich bin kein Grundschullehrer, ich kann mich irren). Die haben mit den grundlegenden Kulturtechniken genug zu tun. Es wäre eine Fehlentwicklung, wenn Grundschüler zwar wissen, sie sie ihr IPad bedienen, aber keinen Stift mehr halten können.

    Doch. Verlangt der Rahmenlehrplan. Jede Schule muss ein Konzept zur Medienerziehung (Mediencurriculum) schreiben. Bei uns gehört Computerunterricht in 2 Klassenstufen dazu (GS geht bis zur 6. bei uns).
    Bezüglich des Sinns sehe ich es genau wie du: Die haben mit grundlegenden Kulturtechniken zu tun.

    Bei uns ist es genau umgekehrt. Wir brechen uns gerade einen ab damit, dass jetzt möglichst alle SuS einen Laptop, Tablet oder wasweissichwas in die Schule mitbringen sollen,

    Oh achso. Auf diese Idee bin ich gar nicht gekommen. Wir haben ein Klientel, bei dem die meisten das nicht für die Schule kaufen würden. Aber es soll in meinem Bezirk auch eine weiterführende Schule geben, die das verlangt.

    Ich habe gerade versucht, die Umfrage auszufüllen.

    Was euch klar sein sollte: Digitale Medien haben in der Schule lange nicht den Stellenwert, wie bei euch im Studium. Grund ist oft einfach die mangelhafte Ausstattung.
    Bei derartigen Umfragen denke ich immer, in welchen Vorzeigeschulen die heutigen Studenten Praktika machen.

    Insofern musste ich auch einen Teil der Umfrage mit "Teils-teils" beantworten, obwohl es eigentlich "keine Aussage möglich" heißen müsste. Wie soll ich denn einige Fragen einschätzen, wenn ich die Ausstattungen nicht habe? Da hilft es auch wenig, immer mehr Fortbildungen anzubieten, daran liegt es doch gar nicht.

    Wir hatten vor 1,5 Jahren eine Smartboard-Fortbildung, weil die Schule nun über ein paar ganz wenige Smartboards verfügt. Das war wirklich sehr schön und wir freuten uns. Leider ist es aber so, dass die Räume ständig belegt sind, den Kollegen zugesagt wurde, dass sie ihre Räume nicht hergeben müssen und somit war ich seit dieser Fortbildung exakt 8 U-Stunden in einem Raum mit Smartboard. In 7 Stunden funktionierte der Ton nicht bzw. der angeschlossene Laptop war futschi. Vor 2 Wochen dann das Erlebnis des Jahrzehnts: Ich hatte einen Raum mit funktionierendem Smartboard UND Laptop, allerdings in einer spontanen Vertretungsstunde für eine Kollegin, die privat gekaufte Fach-Inhalte verwendet, die natürlich mit ihr privat zu Hause waren. Also schnell DVD rausgekramt und eingelegt. Alternative wäre noch Youtube schauen gewesen, das machen die Kinder ja in der Freizeit oft genug. Was uns damals in der Fortbildung gezeigt wurde, weiß ich nicht mehr. Nur noch, dass es unter extrem hohem zeitlichem Aufwand, der in der Anfangsphase - zusätzlich zu allen anderen Aufgaben und Sitzungen, die wir hier haben - regelmäßige Nacht- und Wochenendarbeit nötig machen würde, vorbereitet worden war.
    Für eine 2. Smartboardfortbildung haben sich übrigens nie genug Leute gefunden, nachdem die Praxisprobleme (Räume, Zeitaufwand, z.T. aufgrund fehlender Programme, zusätzlicher Kauf digitaler Schulbücher) klar wurden.

    Hinzu kommt, dass das W-LAN ständig kurz vor dem Erschöpfungstod ist, mehr als 5 Rechner können nicht ins Internet. Da kann man mit 25 Schülern auch keine Gruppenarbeit machen, vor einen Rechner passen eben nicht 5 Kinder.
    Die Software funktioniert oft nicht zu 100%, dabei haben wir einen Beauftragten, der wirklich Ahnung hat und sich um das Wichtigste kümmert. Der sagt dann immer: "Ja wenn Kinder weggezogen sind, löschen Sie die bitte aus der Lernwerkstatt." Gesagt, getan, Lernwerkstatt für die entsprechende Klasse kaputt, obwohl korrekt gelöscht. Musste der Herr dann reparieren.

    Für Musik braucht man entsprechende Programme. Die müssen gekauft werden. Die Schulen haben ja kaum Geld für Schulbücher und Arbeitshefte. Wo soll das Geld für Programme herkommen? Die guten Musikprogramme würden im Übrigen den Austausch der veralteten PCs verlangen, auch das würde viel Geld kosten. Und wo sollen die Medien herkommen, die den Schülern dann im Musikunterricht in Einzel- und Gruppenarbeit zur Verfügung stehen? Vor 20 Jahren (jaja, solange ist mein Studium schon her) wurde uns gesagt, das wäre die Zukunft. Im Moment hoffen wir, dass wenigstens eine sanierte Schule mit problemlos zu öffnenden (analogen) Fenstern und regulierbaren Heizungen die Zukunft ist.

    Klar ist das alles schönes Wunschdenken, ich finde, jeder Lehrer sollte mit digitalen Medien umgehen können, nur sind Fortbildungen Zeitverschwendung, solange mein einziges dauerhaft zur Verfügung stehendes elektronisches Medium ein für den Musikunterricht mehr schlecht als recht geeigneter Ghettoblaster ist, der funktioniert, wenn die einzige Steckdose im Klassenraum gerade keinen Wackelkontakt hat. Als Zweit-Medium habe ich ein privat gekauftes Gitarrenstimmgeräut (batteriebetrieben) und im Dezember habe ich als Dritt-Medium noch eine batteriebetriebene LED-Lichterkette.

    Im Übrigen: ich habe tatsächlich einen Schüler, der mir jeden Morgen meinen Kaffee zubereitet. In der perfekten Stärke und mit genau der richtigen Menge Milch. Und das beste: wenn er sich daneben benimmt, muss ich ihm nur androhen, dass er am nächsten Tag keinen Kaffee machen darf und schon ist er wieder lammfromm.
    Ich kann es kaum erwarten, ihn für sein erstes Praktikum als Barista an Starbucks zu vermitteln.

    Genial! Das bekommen wir ja nicht mal im Lehrerzimmer hin mit der Kaffeemaschine.
    Brauchst du Referenzen? Er könnte bei mir schonmal probearbeiten und dann bekommt er ein Empfehlungsschreiben vom Schaf mit dem Pömpel auf dem Kopf. :aufgepasst:

    Gut, dass das Brillenproblem gelöst ist.

    Hausordnungen dürfen nur regeln, was in keinem Gesetz schon festgehalten ist, sonst könnte man ja beliebig alles dort hineintippen. „Schüler müssen dafür sorgen, dass bei Frau Krabappel morgens ein dampfender Kaffee auf dem Tisch steht“ würde ich z.B. gern aufnehmen :victory:

    Gibt es dafür ein Gesetz? Falls nicht, hätte ich da so eine Idee... *Kaffeetasse bereitstell*

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