Beiträge von Conni

    Ich habe diesen [Anzeige] und diesen [Anzeige] kostenlos zum Testen bekommen. Der von 3M ist passend für Kinder mit großem Kopf, der von Uvex für Kinder mit kleinem Kopf. Für die mit dem ganz winzigen Köpfchen sind beide zu weit und drücken. Beim zweiten ist ein Foto mit Kind dabei, dort siehst du, dass bei sehr zierlichen Köpfen die Ohrteile oben eine Tendenz haben abzustehen und dann nicht mehr vollständig abzudämpfen.
    (Einen dritten habe ich gekauft, kann aber gerade nicht nachschauen von welcher Firma.)
    Die Abdämpfung der Geräusche ist bei beiden ähnlich.

    @ Conni: Wenn die Eltern nicht ans Telefon gehen, auch unter den Notfallnummern nicht, schaue ich, ob ich mit dem Rest der Klasse den Raum verlassen kann. Klappt auch nicht immer. Wenns so extrem ist, dass das Kind sehr aggressiv wird etc., also extrem fremdgefährdend, dann rufen wir die Polizei an. Kam erst einmal vor.

    Naja, bei uns sind es keine Situationen, in denen ein Kind völlig durchdreht, sowas habe ich seit mehreren Jahren nicht mehr erlebt, sondern man würde sich um eins der völlig durchgedrehten Kinder kümmern, in der Hoffnung, dass es auf die anderen wirkt. Raum verlassen ist da leider auch keine Option, denn der Rest hat ja Spaß. Im Moment erpresse ich sie mit Computerraum oder eben nicht oder verkürzt. Ist zwar eine Kollektivbelohnung, aber was soll's. (Und ja, klar, es gibt mehrere, die regelmäßig durchknallen und bei denen die Eltern nicht ans Telefon gehen. Meist die schlimmsten.)

    Ich dachte erst, das wäre ein Witz von Conni. Wieso wird denn so laut gesprochen? und warum ist es dreckig bei euch? Das kenne ich tatsächlich beides nicht.

    Nein, leider nicht. Das war kein Witz, auch wenn ich schon einen schrägen Humor habe.
    Mein Eindruck ist, dass die Lautstärke der Schüler auf die Lehrer abfärbt. Dazu kommt ein akustisch schlecht gebautes und überfülltes Zimmer (mehr Lehrer als Schüler auf gleicher Raumgröße und alle reden) und immer mehr Aufgaben, denen man sich nicht mehr gewachsen fühlt, das führt zu einer gewissen emotionalen Geladenheit, die sich dann auch in Lautstärke niederschlägt.
    Bei manchen habe ich den Eindruck, dass es vielleicht schon eine leichte Gehörbeeinträchtigung ist. Es gibt auch mal ruhige Momente, wenn nicht so viele da sind.

    Wenn sich da allerdings ein Schüler, unter Aufsicht einer fremden Lehrerin, vergnügen würde, wäre Ärger angesagt, und zwar vor allem mit der Kollegin. An meinem Pult sitzt kein Kind.

    Danke...
    Ich präzisiere nochmal, ich habe mich missverständlich ausgedrückt: Das Kind saß am Schülertisch, welcher unmittelbar neben dem Lehrertisch steht. Es musste von seinem Platz aufstehen, sich über seinen Tisch lehnen und lang machen, um an meinen Tisch zu kommen. Ich meine: Wieso schreitet die Kollegin nicht ein? Und selbst wenn das passieren sollte (wir haben Klassen, in denen sehr viele völlig renitente Schüler sind), würde ich persönlich das sofort aufräumen lassen und nicht am nächsten Tag im Unterricht. Denn - und jetzt wieder on topic - dadurch kommt es zu Termindruck, weil die Zeit, in der der Knabe da rumwuselt in der Vorbereitungsphase der nächsten Klassenarbeit fehlt.

    @ Conni: Am schönste ist es, wenn die Klasse Sport oder Musik hat und in einem anderen Raum unterrichtet wird - und ich mein Klassenzimmer ganz allein für mich habe. Ach, diese Stille. :engel: :engel:

    Gibt es bei uns auch nicht mehr: Alle Klassenräume belegt, fast ständig.
    Gestern war eine Kollegin mit einer fremden Klasse in meinem Raum. Ein Schüler saß am Lehrertisch, hat ein amtliches Formular (Antrag von Schülereltern zum Einreichen an einer außerschulischen Stelle) mit meinen Stempeln bestempelt und meine Klebchen munter verteilt. GRRRR! Habe jetzt meine privat angeschafften Schreibtischsachen versteckt.

    Die Kinder gehen bei mir immer (wir haben ja nur bis Klasse 4). Wenn nicht schiebe ich sie raus. Mehr war bisher nicht nötig.

    Das hat wohl weniger mit dem Alter als mit dem Einzugsgebiet zu tun. Bei uns verweigern das bereits vereinzelt Erstklässler und manche - gerade der 3. und 4. Klassen - wissen auch schon, dass man sie nicht anfassen darf. Die krallen sich dann irgendwo fest, z.B. auf dem Stuhl oder auf dem Tisch oder im Türrahmen... Ohne Sozialarbeiter / Schulleitung ist man da aufgeschmissen.
    (Mein Eindruck aus bisherigen Threads ist, dass es bei der TE um ein ähnliches Einzugsgebiet geht - oder noch härter.)

    ...kennt ihr diesen flauschigen Moment, wenn man in Hohlstunden ins Lehrerzimmer kommt und in eine Oase der Stille eintritt? Aaaaah :baden:

    Nein. Meine Kollegen schreien sich an. Kurz vor Konferenzen oder morgens ist es am schlimmsten. Ich sollte mich da mal mit dem Schallmesser hinstellen. Am besten setze ich mir dazu noch mein Plüschschaf auf den Kopf und male grüne Punkt auf meine Nase. Vielleicht bekomme ich dann für eine Weile Ruhe? :P

    Ganz besonders dramatisch ist der Unterschied, wenn man dann auch noch negative durch positive Rückmeldungen ersetzt.
    Statt: "Ihr seid zu laut/Bitte etwas leiser/XYZ hör auch zu reden" lieber "Ich finde es gut wie X, Y und Z arbeiten."
    Auch das hab ich mir von einer Grundschulkollegin abgeguckt. Der Effekt ist verblüffend.

    "Ich auch!"
    "Ich AUAUAUAUAUCH!"
    "ICHE ICHE!"
    "NIE NENNEN SIE MICH ZUERST!"

    Vanilleeis für blonde Mädchen
    Schoko für dunkle Mädchen
    Straciatella für Jungs

    Hab ich ein Glück! Schoko mochte ich schon immer am liebsten.
    Bekommen rothaarige Mädchen dann Erdbeere oder Himbeere?
    Mädchen mit violett gefärbten Haaren Fliedereis?
    Und die Jungen Gleichstellungsbeauftragteneis, damit sie um ein Wahlrecht für Eissorten kämpfen können? Internationaler Männertag?

    Und weil ich mich schon frage, ob es tatsächlich Methoden gibt um die Kinder dazu zu bringen, das zu hören. Wenn ich überlege wie schwer es schon fällt lange und kurze Vokale zu unterscheiden und dann sollen sie außerdem noch hören, welche Silbe betont ist...
    Auch bei dem Ansatz mit den offenen und geschlossene Silben ist es für einige Kinder schwer zu hören wo die erste Sprechsilbe aufhört. Die sprechen dann auch mal locker "So-nne".

    Hm, ich denke da nochmal drüber nach. Wenn ich doch da war werde ich berichten.

    Vielen Dank erstmal! Mir fehlen die Zusammenhänge, also die Logik, die habe ich vergessen und ohne die fehlt der Sinn.

    Man kann den doppelten Mitlaut nicht hören. Das versucht unsere LRS-Kontaktlehrerin den Kindern beizubringen und ich widerspreche ihr immer. :rotwerd:
    Die Silben hören sich gesprochen nicht unbedingt Son-ne, Gas-se, Rat-te oder Pap-pe an. Bei mir - wenn ich mal nicht als Lehrerin denke - etwa Sonnnn-ne, Ga-sse, Ra-tte und Pa-ppe. Sprech- und Schreibsilben sind hier verschieden.
    Wir kennen die Schreibung und können die Wörter entsprechend in Silben zerlegen, wobei sich "Rat-te" und "Pap-pe" wirklich dämlich und falsch anhören.
    Das ist das Problem an dieser Rechtschreibregel: Die Kinder müssen den umgekehrten Weg gehen: Hören / differenzieren / analysieren / Regel anwenden --> schreiben. Zum Teil schreiben sie dann auch: Prim-mel, Tig-ger, An-na-nas, Mam-ma. (Hatte ich tatsächlich mal, da haben Eltern diese Regel mit den Kindern geübt. Ich rate immer dringend davon ab.)

    Als Strategie funktioniert es mehr schlecht als recht über kurze und lange Vokale. Da viele Kinder diese nicht gut hören (LRS, DAZ) hatte ich auf diese Fortbildung gehofft.

    Was ich mich jetzt also frage ist: gehört das mit den offenen und geschlossenen Silben auch zu dem oben genannten Konzept oder ist das nochmal was anderes? (ich kannte das aus dem Silbenkonzept vom ABC der Tiere, ist das dasselbe????). Wenn es was völlig anderes ist und mit FRESCH gar nicht kompatibel, gäbe das dann nämlich für mich eher wenig Sinn. Schon allein weil ich die Klasse ja nach der 3.abgebe und sie dann wieder anders weiterarbeiten würde.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die offenen und geschlossenen Silben dazugehörten.
    Ich kann mich genau gesagt nicht daran erinnern. Die Fortbildung ist schon 2 Jahre her und das Vergessen setzte sehr schnell ein. Die Unterlagen hat inzwischen auch der Wind verweht.

    Die Vokale werden anders eingeführt, nämlich als:
    kurzes a, langes a, kurzes e, langes e, kurzes i, langes i, kurzes o, langes o, kurzes u, langes u - also jeweils nicht als "Zweitlaut im Buchstabenhaus", sondern es sind 10 Vokale unterschiedlichen Klanges.

    Die Wörter werden in die Wortfabrik einsortiert.
    Beispiel: Sonne - Son (2. Fabrikhalle, da betont), ne (3. Halle)
    In der 3. Halle gibt es immer einen Schwa-Laut (soweit ich mich erinnere, alle anderen waren glaube ich Ausnahmen).
    Davor kommt ein Konsonant, also das n.

    In der 2. Halle ist als Vokal das kurze o vertreten.

    Dann gibt es noch Moren. An der Anzahl der Moren hängt es, ob nun das "n" verdoppelt wird oder nicht. Aber frage mich nicht mehr, wie das geht. Kann sein, dass es wirklich an den geschlossenen Silben / den kurz klingenden Selbstlauten festgemacht wurde. Es war aber auch noch irgendwas mit "3 Moren" nach dem betonten Selbstlaut. :rotwerd:

    ABC der Tiere kenne ich kaum, aber es wirkte schon anders. Möglicherweise haben beide eine tiefliegende gemeinsame Grundlage, die ich nicht erkannt habe?
    Es ging auf der Fortbildung auch nur um Konsonantenverdopplung, andere Regeln wurden gar nicht behandelt.
    Wo ich mir noch ganz sicher bin: Verdoppelt wird nur in der betonten Silbe. Anschließend habe ich mit meinen Schülern geübt, die betonte Silbe zu finden. Für Kinder mit guten Rechtschreibfähigkeiten kein Problem, für Kinder mit schlechten Rechtschreibfähigkeiten und für viele DAZ-Kinder schwer bis unmöglich.

    http://www.iklf.ch/rechtschreibung/?page_id=5
    Oder über Fortbildung-Regional?
    Ich habe mal eine regionale Fortbildung besucht, bei der die Dozentin in ihrer Klasse nach dem Konzept arbeitete. Es war interessant, weil es eine gewisse Logik hat. Gleichzeitig ging es nur um doppelte Mitlaute, sodass es nicht ganz einfach war, durch die Theorie dieses Konzepts überhaupt durchzusteigen.
    Mir hat für die Praxis die Fortbildung nichts genutzt:
    1. Man muss ab Klasse 1 mit dem Konzept arbeiten.
    2. Man muss den gesamten Rechtschreiberwerb so aufbauen. Du kannst nicht in Klasse 3 plötzlich ins FRESCH-Konzept wechseln. Das sind quasi 2 verschiedene Sonnensysteme.
    3. Die Dozentin arbeitete zwar im Brennpunkt, aber ich glaube, die hatten recht kaltes und sanftes Feuer an ihrer Schule. Die Kinder müssen die Regeln lernen, die ich nicht besonders einfach fand, weil es nämlich viele Ausnahmen gibt. Für mich als Erwachsene waren die Ausnahmen sinnvoll, aber für Kinder, die einfach nur sprechen, fand ich sie schwierig. Sie müssen vor dem Anwenden der Regel entscheiden, ob es sich um eine gebeugte Verbform, eine Vorsilbe, ein zusammengesetztes Wort etc. handelt.
    Das setzt ein hohes Sprachbewusstsein voraus.
    Ebenso ist die Voraussetzung, dass die Kinder hören, ob eine Silbe betont oder unbetont, kurz oder lang ist. Das können in meinem Brennpunkt viele nicht, besonders die DAZ-Kinder haben große Probleme. Auch bei Lehnwörtern funktioniert es nicht (immer).

    Insofern würde ich mir nicht zutrauen, nach diesem Konzept zu arbeiten und dabei keinen richtigen Bockmist zu bauen.

    Aber schau es dir doch an, vielleicht ist es für dich und deine Schüler gut?
    Spannend fände ich es zu schauen, ob die Rechtschreibung sich wirklich besser entwickelt.

    Oder: Vielleicht hatte jemand mit Deutsch als Fach in Sek I/II Linguistik als Spezialisierung und kann mehr dazu sagen?

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