Beiträge von Conni

    Ich denke, das hängt auch von der Zielgruppe ab.

    Ich habe in Mathe die Förder-Kopiervorlagen von Flex und Flo (Forder brauche ich nicht) und zusätzlich die Kopiervorlagen und Lernstandskontrollen von Welt der Zahl, und zwar die alten mit CD-ROM. Auf der CD-ROM sind die Kopiervorlagen auch in Word abgespeichert und man kann sie verändern oder sich Teile herausziehen. So etwas würde ich mir ehrlich gesagt von jedem Verlag wünschen, das finde ich flexibel und ideal.


    In Deutsch habe ich die Inklusionsvorlagen zu den Sprachfreunden, die helfen ganz gut weiter, aber ich benötige in meiner Klasse mehrere Hefte (2, 3 und 4). Leistungsstärkere Schüler und Mittelfeld sind mit Büchern und Arbeitsheften ganz gut bedient und haben genug zu tun.

    Zu Einzelthemen kaufe ich dann doch noch was dazu.
    So habe ich mir aus der "üben und festigen"-Reihe (bei Amazon "üben und festigen" in die Suche eingeben) das Heft zu den Fällen bestellt. Einfache, sich immer wiederholende Übungen ohne viel Schnickschnack. Man kann so lange üben, bis es sitzt. Ist für mein Mittelfeld und die leistungsstärkeren Schüler ganz gut, für die leistungsschwachen und sehr leistungsschwachen Schüler habe ich etwas bei grundschulmaterial.de herausgesucht.

    Für Klasse 1/2 gefielen mir die Ordner von Duden gut, ein paar Hefte Persen-Kopiervorlagen und die Kopiervorlagen zu Einsterns Schwester. In Klasse 4 sind letztere in Deutsch für meine Klasse zu schwer.

    Im Sachunterricht habe ich viel mit BVK-Heften gearbeitet, die fand ich immer gut bis sehr schön.

    Zusätzlich nutze ich auch Online-Angebote oder erstelle mal selber.

    " Oder Sie könnten sich diese Arbeit mit nach Hause nehmen, um in Ihrer wohlverdienten Freizeit zu erledigen, wozu Sie im Schul-Alltag nicht kommen."

    Was ist das? Hatten wir das Thema nicht schon öfter? Arbeit in der wohlverdienten Freizeit? Damit werben die?

    Hat denn jemand, der an eurer Schule für das Ganztags- bzw. Essenskonzept zuständig ist, bereits überlegt, ob das auch nicht gerade die beste Essensumgebung für die Kinder ist, dass diese unter diesen Bedingungen auch kein gesundes Verhältnis zum Mittagessen und dem gesamten Rahmen als Ritual entwickeln können?

    Ja.

    Ich habe mal Zahlen hinzugefügt:
    4. fällt bei mir weg. 6. mache ich nie.
    1. Nur, wenn ganz leise Gruppen in der Kantine sind oder nach der 6. Stunde. Diese Kantine ist akustisch so unter aller Würde, dass ich da bei vollem Betrieb eher Stress habe als alles andere.
    2. Manchmal. Leider gibt es Auflagen, dass die Speisen kaum gewürzt sein dürfen und es nur 2 Tage (?) wöchentlich Fleisch geben darf. Dann bekommt man z.B. kaum gewürzten Kartoffelbrei oder salzarm gekochten Reis mit kaum gewürzter dünner Soße und ein paar kleinen Gemüsestückchen drin. Das ist jetzt nicht unbedingt mein Geschmack. Fisch oder Nudeln mit Gemüse oder sowas, ja. Gerne mal. Ich könnte mir noch eine Gewürzmischung in die Schule nehmen, um sie dort zu verwenden. Das Essen nehme ich dann meist im Klassenraum oder Lehrerzimmer ein.

    5. Mache ich häufiger. Ich frühstücke oft morgens nichts, sondern esse mit den Kindern in der Frühstückspause. Dann habe ich oft erst nach der 5. oder 6. Stunde wieder Hunger und habe - wenn das Kantinenessen nicht mein Geschmack ist - z.B. einen selbstgemachten Gemüsesalat mit oder auch Brote. Oder ich kann tatsächlich nach Hause und esse dort.
    3. Ich koche an den Tagen, an denen ich nichts Warmes gegessen habe, oft zu Hause was Warmes, gerne auch für 2 Tage.

    9. Ich habe mehrere Freistunden, in der Zeit schafft man es in die Infrastruktur der Schulumgebung. Dort gibt es z.B. Bouletten, Gulasch, belegte Brötchen (alles nicht so mein Ding), aber auch mal warmen Gemüsekuchen (lecker). Wenn ich Doppel-Freistunde habe, schaffe ich es sogar zum Fisch- oder Asiaimbiss. Wobei ich das nicht so oft mache, da es eben zeitaufwändig ist und auch mehr kostet als selber zu kochen.

    Mangelnde Ruhe ist ein Problem, hindert mich teilweise daran, etwas in der Kantine zu holen, wenn ich das Essen nur "einatmen" müsste.

    10. Es gäbe noch die Möglichkeit, sich einen Thermosbehälter mitzunehmen, um z.B. Suppe oder Rührei oder sowas darin zu transportieren. Habe ich noch nicht ausprobiert. Das sind ja alles Sachen, die man relativ schnell essen kann und nicht viel kauen muss.

    ohne einen Menschen vorzuverurteilen, den ich nicht kenne: so richtig gut macht euer Schulleiter seinen Job aber nicht, Oder?
    Ich bin auch viel sinnloses Chaos gewöhnt aber das toppt echt alles. Was sagt denn das Kollegium dazu?

    Naja, unser alter Schulleiter hat vieles eher nicht gemacht. Dann hatten wir keine permanente Schulleitung mehr und es wurde mehr oder weniger planvoll Schulentwicklung betrieben. Jetzt haben wir eine neue Schulleiterin, die überehrgeizig ist und alles neu und nur so machen will, wie sie mag.
    Kollegium meckert nur hintenrum, vor der Schulleiterin scheinen die meisten Angst zu haben. :tot:

    @WillG @Caro07
    Wir haben vor vielen Jahren mit Teamsitzungen angefangen. Wir hatten alle (Klassenleiterinnen Kl. 1/2) gleichzeitig Schluss und danach haben wir uns getroffen. Das war gut und hilfreich, denn wir haben bestimmte Dinge, die man sonst - absolut stressig! - zwischen Tür und Angel bespricht, besprechen können. Es hat einiges koordiniert und verbessert. Es war nicht nett, weil einige Kolleginnen immer alle Arbeit auf uns beide jüngere abwälzen wollten, aber wir haben darauf bestanden, dass alle einen Anteil übernehmen und so war es ok und brachte eben was.

    Mit der Zeit wurden es immer mehr Sitzungen, immer mehr Themen immer mehr Zeug "drumrum", das die Sitzungen ineffektiv machte.
    Inzwischen wurden alle Teams neu zusammengesetzt. Zeit, die in die Teamfindung investiert wurde,ist verloren und muss neu investiert werden. Neue Kollegen, auch Stufenfremde und Quereinsteiger müssen angelernt werden. Diese Zeit fehlt bei der Unterrichtsvorbereitung. Dann hatten wir Gruppen zur Unterrichtsentwicklung. Es wurden Dinge begonnen und nach kurzer Zeit wurde gesagt: "Super, die Gruppen haben gut gearbeitet, machen jetzt mal eben alle im Unterricht, ist jetzt implementiert, Gruppen aufgelöst, nächste Projekte." Das heißt, man muss sich in neuen Gruppen finden, was auch Zeit kostet -, In neue Themen einarbeiten und die alten fallen unter den Tisch, denn entgegen optimistischer Annahmen ist nach 1 bis 3 Jahren das Neue nicht dauerhaft implementiert und die Zeit, um das Alte warm zu halten, ist einfach nicht da. Auch diese Zeit fehlt eben bei der Unterrichtsvorbereitung oder beim Fortführen des Erarbeiteten.

    Außerdem hat man bei so vielen Sitzungen weniger Zeit den Unterricht richtig vor und nachzubereiten. Was ist mit Lernentwicklungsgesprächen und ausführliche Berichtszeugnisse schreiben? Das kommt ja auch noch dazu.

    Ja, hat man.

    Berichtszeugnisse und Lernentwicklungsgespräche haben wir zum Glück nicht. Das letzte Mal, als ich welche schreiben musste, habe ich ein begrenztes Repertoire an Bausteinen verwendet und den Aufwand durch den vermehrten Einsatz von Schwellendidaktik ausgeglichen.
    Elterngespräche führe ich seltener, ich telefoniere öfter "mal schnell" und sie fallen wenn möglichst kürzer aus.


    Wir sind mit einem kleinen Team für drei Gruppen verantwortlich und planen innerhalb des Teams unter wechselnden „Hut-auf- Habenden“ unseren Unterricht gemeinsam und abwechselnd. Dadurch steht in der Regel bereits zu Beginn eines Schuljahres das Material bzw. mindestens fest, wer bis wann was macht. Das gilt auch für das Fachteam.

    Das läuft bei uns ähnlich, aber es ist nicht sicher implementiert.
    Im letzten Jahr hatten wir während der Sitzungen keine Zeit zur Unterrichtplanung. Wir sprachen unter Zeitdruck ab - und mussten dann wieder zwischen Tür und Angel in den Pausen im Lehrerzimmer nachsteuern. Der gleiche Pausenstress wie vor einigen Jahren, aber eben zusätzlich zu den ganzen Sitzungen.

    In diesem Jahr wurde neu festgelegt, dass wir zusätzliche Sitzungen zur U-Vorbereitung haben und uns teilen: Ein Teil bereitet das eine Fach vor, die anderen das 2. Fach, die nächsten das 3. Wir müssen dann gleichschrittig unterrichten. Insbesondere ich wurde angesprochen, da ich Zweifel äußerte, ob das denn für jede Lerngruppe so passt.
    Ich arbeite also nun in einem Teil meiner Unterrichtsstunden (bis auf die, für die ich mitplane) mit Unterrichtsplanungen, welche ein Rasen in astronomischer Geschwindigkeit durch den auf Gymnasialniveau aufbereiteten Stoff vorgeben und den entsprechenden Klassenarbeiten.
    Bei der letzten Klassenarbeit habe ich viel Schokolade als Beißholz benötigt. Ich denke, es wird einige weinende Kinder geben, wenn ich die zurückgebe. Aber ich habe mir vorgenommen, tapfer zu sein und zu machen, wozu ich angewiesen wurde.
    Ich finde sowohl das Tapfersein als auch das Unterrichten auf diese Art und Weise extrem stressig und denke gerade darüber nach, ob ich weiterhin Lehrerin sein möchte oder vielleicht noch den Tram-Führerschein mache und bei der BVG anheuere.
    Achja: Tür-und-Angel-Gespräche gibt es weiterhin reichlich, weil die Zeit während der zusätzlichen Sitzungen nicht ausreicht, um z.B. über bestimmte Schüler zu sprechen oder im Detail mal was zu planen.

    Ich vermute, das funktioniert nur, wenn alle das grundlegend wollen und fast alle für die entsprechende Schulstufe / das entsprechende Fach ausgebildet sind.

    Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass dein errechneter Geburtstermin am 22.Juni ist und am 22. Juni auch die Abschlussprüfung?

    Nehmen wir mal an, dein Kind kommt genau pünktlich, was ja selten der Fall ist: Wie stellen die sich das denn vor???

    Bringt dann jemand aus der Schule dir die Arbeiten in den Kreißsaal, damit du in den Wehenpausen mal eben einen Klassensatz Prüfungen korrigieren kannst?

    Das war mein zweiter Gedanke. Der erste war: Kann man die Geburt nicht einfach 2 Wochen verzögern, damit du schnell noch korrigieren kannst. Vielleicht kennt deine Schulleitung sich da pharmakologisch aus?

    Btw.: Ab wann dürfen eigentlich Babys korrigieren? Also vielleicht könnt ihr euch helfen lassen vom Nachwuchs? (Achtung, Ironie)

    Ich glaube nicht, dass das legal ist.
    Davon abgesehen, dass das in manchen Fällen (Unfall, Krankenhaus) schlicht unmöglich ist.

    Es ist nicht legal in meinem Bundesland - und damit höchstwahrscheinlich auch nicht in anderen. An dieser Stelle nehmen sich Gesetze sicher nicht viel.
    Bei uns gab es Zeiten, wo auch Aufgaben und das Zeugnisschreiben eingefordert wurden - bis sich jemand an übergeordneter Stelle erkundigte, ob das rechtens sei. Bei der folgenden Konferenz wurde betont, dass das nicht verlangt werden kann und freiwillig sei und dass auch der Schulleiter nicht daheim anrufen wird.
    Das Thema hatten wir vor nicht allzu langer Zeit.

    Wir (d.h. alle Jahrgangsstufenteams) sitzen aber gemeinsam im Lehrerzimmer. Jedes Team arbeitet für sich. Ihr könnt euch vorstellen, wie hoch der Lärmpegel dabei ist. :(
    Zum Faktor "Zeit": meiner Meinung nach habe ich weniger Zeit, seitdem ich im Team arbeiten muss, und bin mit dem, was rauskommt, weniger zufrieden, als mit meinem "Hausgemachten".
    Aber das nur am Rande, sonst geht wieder die Diskussion los, was für und gegen dieses Modell spricht.
    Ich wollte ja in erster Linie herausfinden, ob das, was bei uns passiert, im üblichen Rahmen liegt.

    Folter! Da würde ich vermutlich anfangen, andere zu überschreien, meine auditive Figur-Grund-Wahrnehmung ist nicht die beste, besonders nicht nach einem Unterrichtstag.
    Wir haben zum Glück nachmittags freie Unterrichtsräume.
    "Zeit": Geht mir genauso. Kann ich voll und ganz unterschreiben.

    Meinst du Stiele? Kerne?
    Ehrlich gesagt, habe ich Nährstoffe bisher in Klasse 3 GS behandelt und auch dort nur ganz basal.
    Was gibt es denn im Rahmenlehrplan für passende Lernziele? Eventuell im Bereich Wahrnehmung (riechen, schmecken, fühlen...)?
    Welches Obst bekommt ihr denn? Schneidet das doch auf und schaut euch an, wie es aufgebaut ist, das wäre dann sowas wie "Aufbau von Früchten an ausgewählten Beispiel kennen und beschreiben"

    An meiner vorherigen Schule gab es wöchentliche Stufenteams (jeweils 45 Min). Wenn mal nichts zu besprechen war, haben wir uns meist trotzdem zusammengesetzt und und dann halt über andere Sachen unterhalten. Das ein oder andere mal sind wir auch zusammen ins Cafe gegangen.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das immer schön fand. Man konnte viele Sachen zeitnah klären. Das find ich mit den monatlichen Teams schwieriger. Ich hatte und habe aber auch nette Kollegen, das macht sicher viel aus.

    Es kommt aus meiner Sicht - zusätzlich zu netten Kollegen - auch darauf an, ob man sich freiwillig zusammensetzt und wie die Sitzungen strukturiert werden. Mal entspannend im Cafe mit netten Kollegen? Klar, hatte ich auch schon, war schön.
    Wenn die Sitzungen aber unfreiwillig sind und so viel besprochen werden muss, dass die Zeit eigentlich nicht reicht, dann verlierte es diesen zumindest zeitweise mal entspannten Charakter und wird gezwungen.

    aus reiner Neugierde an die, die wöchentlich ran müssen: Habt Ihr den Eindruck, dass es tatsächlich so viel wichtiges zu besprechen gibt, das sich nicht auch kurz im laufenden Betrieb klären ließe?

    Ja, natürlich. Es gibt unheimlich viele unheimlich wichtige Dinge zu besprechen, es lohnt sich unheimlich. Oder willst du das etwa bezweifeln??? :engel:

    Was macht ihr da bloß die ganze Zeit? Also ernsthaft?

    Ich hab gerade das Bild eines sozialistischen Musterstaates vor Augen:

    @Conni, wenn du Asyl suchst, sag Bescheid...

    @Facharzttermin, die Diskussion hatten wir kürzlich: den nimmt man natürlich wahr.

    Die ganze Zeit: Neuer Rahmenlehrplan. Neues Formular zum neuen Rahmenlehrplan. Neues Formular als Nachfolge zum neuen Formular zum neuen Rahmenlehrplan. Neue Zeugnisformulare mitten im Halbjahr. Neue Zeugnisformulare zur Übergangsregelung zu den neuen Zeugnisformularen. Methodencurriculum, Sprachentwicklungscurriculum, Kooperative-Lernformen-Curriculum, Elternarbeitscurriculum, ZusammenarbeitmitderKitaKonzept, Evaluationskonzept, Raumplankonzept, Materialkonzept, Bibliothekskonzept, Schulausgestaltungskonzept, Festtagskonzept, Schulkulturkonzept, Leidbildkonzept, Pausenhofsgestaltungskonzept, Inklusionskonzept, Förderkonzept... Der Senat sorgt dafür, dass wir auf gar keinen Fall viel Zeit für die Vorbereitung richtig ausgefallener Unterrichtsideen haben könnten.

    Musterstaat: *seufz* Ich schweige. Wenn es nur der Sport wäre...

    Asyl: Gerne. Man lässt mich aber nicht gehen.

    Facharzttermin: Jupp. Da findet sich dann eine Lösung.

    PS: Und das Curriculum sprach: Ihr sollt keine anderen Götter haben neben mir. Oder so. :uebel:

    MÜSST ihr im Stufenteam arbeiten oder ist das eure freie Entscheidung?
    Werden die Termine hierfür VORGESCHRIEBEN oder legt ihr sie selbstständig fest?

    Unter dem "Deckmantel" der Professionalisierung wird unserem Kollegium diesbezüglich immer mehr vorgeschrieben.
    Ich halte das aus verschiedenen Gründen für falsch.

    Bei uns gibt es die Treffen alle zwei Wochen an einem vorgeschriebenen Tag.

    @ Marie: Bei uns würde es keiner "wagen", einen Facharzttermin geschweige denn Physiotherapietermin auf die vereinbarten Zeiten zu legen. Da gäbe es direkt eins auf den Deckel.

    Bei uns wurden im Zuge der Professionalisierung die Termine in den letzten Jahren erhöht auf:
    - einmal monatlich Dienstberatung oder GK am offiziellen Konferenztag,
    - einmal monatlich Arbeitsgruppentermin am offiziellen Konferenztag,
    - einmal monatlich am Konferenztag einen weiteren Termin,
    - Teamsitzungen jahrgangsübergreifend einmal monatlich am Teamsitzungsnachmittag,
    - Teamsitzungen Jahrgangsteam 2mal monatlich am Teamsitzungsnachmittag,
    - Pflichtfortbildungen ca. einmal im Quartal am Klassenkonferenz/Fortbildungs- oder DahatjanochjemandeinenNachmittagfrei-Nachmittag (in den letzten Monaten sogar etwas weniger geworden),
    - Klassenkonferenzen etc. am Klassenkonferenz/Fortbildungsnachmittag bei Bedarf,
    - am einzigen freien Nachmittag der Woche (Freitag) im Rahmen des Projekts "gesunde Schule" eine Lehrersportgruppe, nur das freiwillig. Kamen wenige.

    Termine i.d.R. 1,5 bis 2 Stunden lang.

    Letzlich wurde auch mir untersagt, einen Facharzttermin (Spezialrichtung, so nur einmal als Kassenarzt in Berlin vorhanden) am Erstkonferenznachmittag wahrzunehmen. Leider habe ich keinen Arzt, der freitagnachmittags, nachts oder am Wochenende Termine vergibt. Als Kassenpatientin muss ich mir die auch Monate vorher holen und teilweise wurde dann eine Woche vorher eingeladen. Das Problem hatten weitere Kollegen. Vielleicht sind auch deshalb die Fortbildungs- und DahatnochjemandeinenNachmittagfrei-Nachmittag nun etwas häufiger frei? Keine Ahnung.

    Alle Termine sind vorgeschrieben, mitunter ist sogar vorgeschrieben, wie die Gruppen arbeiten sollen und was bei der Arbeit rauskommen soll (also z.B. bei der Evaluation, ich wundere mich über Umfragen hier gar nicht). Alle Termine werden nach und nach draufgepackt und verlängert. Keiner sagt was. (Außer mir, aber ich habe inzwischen aufgegeben, Alleinkämpfer hat keinen Zweck.)

    Kollegen bekommen problemlos meine Nummer.
    Eltern nicht. Ähnliche Geschichten, wie sie hier von GS-Lehrern geschrieben wurden: Morgens um 7 der Anruf, Kind sei krank, musste mir auf den AB gesprochen werden, darüber wurde sich beschwert. Anruf während meiner Krankheit, warum ich schon wieder krank sei.
    Morgens um 4:45 Uhr oder auch nachts nach 23 Uhr Whatsapps der Art "Kind hat Schnupfen, kommt nicht.", "Können Sie mal die Hausaufgabe erklären.", "Ist morgen Sport?", dazu Anrufe auf's Handy (Eltern angerufen, weil es Kind schlecht ging), ich ging ran, kannte die Nummer nicht, es war nach U-Schluss des eigenen Kindes, aber ich war auf dem Weg zur nächsten Gruppe. Forderung der Mutter, ich möge mich doch gleich mal um dies oder jenes kümmern. Die Ansage, dass ich noch Unterricht habe, zählte nicht. Von der Mutter wurde dann gegenüber der Schulsozialarbeit die schlechte Zusammenarbeit bemängelt.
    Also: Keine Nummer mehr. Elternvertreterin ja und ein Vater hat mein Privat-Festnetznummer, der hatte mal um einen Telefongesprächstermin gebeten, der ruft aber nur in wichtigen Fällen und zu normalen Zeiten an.
    In sozialen Netzwerken kann ich nicht kontaktiert werden, nachdem mir eine psychisch leicht labile Mutter mal eine ganze Seite unverständliches Zeug schickte, was irgendwie irgendwo passiert sein sollte und wie ihr Kind von meinen Kollegen gemobbt würde und ich solle was unternehmen.

    Wir haben eine Schul-Mailadresse. Dahin kann man sich zur Not auch wenden oder eben schriftlich oder per Anruf im Sekretariat.

    Ich habe einen Schüler in der 9, der in allen Nicht-Deutsch-Arbeiten einfach alles klein schreibt ... er sei „so faul“. Abgesehen davon, dass ich Substantive im Deutschen gar nicht klein schreiben KÖNNTE: Welche Energie spart man beim kleinen vs. großen P??

    Wie O.Meier schon schrieb: Denkenergie. Das Gehirn benötigt im Schnitt 20% der Gesamtenergie des Körpers. Wenn man energetisch unterversorgt ist, kann es evolutionär sinnvoll sein, nicht zu denken, weil es einfach die Überlebenschancen erhöht.
    Falls der Schüler übergewichtig sein sollte (und Ironie versteht), hilft vielleicht diese Seite der Uni Tübingen mit dem Titel "Macht Denken schlank?"

    Ich merke noch an, dass das spaßig-ironisch gemeint ist.

    Machst du das nur in Deutsch so oder auch in Mathematik (z.B. Textaufgaben) oder Sachunterricht, also Fächer, die sich schwerpunktmäßig nicht um Sprache drehen?
    Bei Deutsch finde ich es ja noch nachvollziehbar, während ich mir bei anderen Fächern, wo es zur Diskrepanz Darstellung vs. Inhalt kommen kann, nicht so sicher bin - gerade wenn ein Wort nicht völlig unleserlich, sondern nur schwer leserlich ist.

    In der 3/4 wird bei uns die Rechtschreibung in den Fächern nicht zensiert, selbst im Aufsatz nicht.
    Was ich irgendwie lesen und eindeutig zuordnen kann, werte ich als richtig. Bei Kindern mit schwerer LRS frage ich ggf. nochmal nach.
    Fehler die dadurch entstehen, werte ich - wie Kathie - einmal mit dem Hinweis auf Eindeutigkeit der Schrift, das bespreche ich dann idR an der Tafel bei Rückgabe des Tests. In der Druckschrift ist K/k ein riesiges Problem.
    Bei Ziffern werte ich auch nur das als richtig, was ich lesen kann. Heute teilte mir eine Schülerin mit, dass dieses Mischwesen aus 1 und 7, dass ich an einer (!) Stelle ihrer Klassenarbeit vorfand, bei ihr eine 1 wäre, die schreibe sie immer so. Pech. Sie möge die 1 so schreiben, dass ich erkennen kann, ob 1 oder 7. (War auch nur eine Ausrede, sonst konnte man es ja erkennen.) Manche klieren auch so oft drüber, dass man die Wahl zwischen 24 verschiedenen Zahlen hat. Da fange ich nicht an, mit sensiblem Pathologenbesteck Schicht für Schicht des Papiers abzutragen, um die eventuell letztgemeinte Zahl und ihre Genese zu erahnen. Pech.

Werbung