Beiträge von Conni

    Grundsätzlich ist es aber so, dass Du die Voraussetzungen nicht mitbringst. Also wirst Du auch nicht gleich bezahlt. Ist eben so. Du müsstest was nachholen, um auf die gleiche Stufe zu kommen. Dir fehlt leider etwas.

    Quereinsteiger, die das berufsbegleitende Referendariat durchlaufen und erfolgreich bestanden haben, werden den Lehrern gleichgestellt (und übrigens von Anfang an besser bezahlt als E7).

    Der Sinn des Threads hat sich mir persönlich immer noch nicht erschlossen.

    Um eine solche Frage zu beantworten, hilft es hin und wieder, eine Suchmaschine zu verwenden bzw. auf dem Server deines Landes nachzusehen.
    Eine Suchmaschine gab mir z.B. folgende Links aus. Gleich der 1. Link führt zur entsprechenden Verwaltungsvorschrift.
    Im nächsten Schritt liest du und wirst im Abschnitt 1 unter 2(6) erfahren, wann die Note ausgesetzt werden darf.
    Alternativ wäre es möglich, die Verwaltungsvorschrift bei der Schulleitung oder LRS-Verantwortlichen deiner Schule einzusehen, falls du Lehrer bist.

    So, und nun noch ein weiteres Beispiel:
    Ich bin ins Ref gekommen, hatte direkt nach kurzer Zeit einen Infekt, war aber an einer Schule, an der krank sein ebenfalls nicht ging und mit Faulheit gleichgesetzt wurde. Also habe ich mich in die Schule geschleppt. Der Infekt wurde besser, dann wieder schlechter, wieder besser und so fort. Nach 3 Wochen hatte ich eine ganz schwere Bronchitis. Das erste Antibiotikum wirkte nicht, das 2. durfte ich erst nach einer Woche bekommen und es schlug schnell an. Also ging ich gegen den Rat des Arztes nach 2 Wochen wieder arbeiten, weil ich Angst vor der Schulleitung hatte.

    In dieser letzten Woche vor Weihnachten gab 2 Veranstaltungen mit insgesamt 12 Stunden Aufenthalt im Freien bei -10°C. Ich hatte über Weihnachten einen heftigen Rückfall. Danach wurde ich monatelang nicht mehr richtig gesund, ständig Bronchitis oder Nebenhöhlenentzündung, 8 Wochen in 5 Monaten richtig krank, 7mal ein Antibiotikum.
    Dann ging der Husten nicht mehr weg und ich hatte dauerhaft Luftnot. Es stellte sich heraus, dass durch die häufigen Krankheiten meine Allergie von der Nase auf die Bronchien übergegriffen hatte und seither habe ich ein behandlungsbedürftiges Asthma.
    Obwohl ich durch Medikamente gut eingestellt bin und meine Lungenfunktion quasi wie die eines Gesunden ist, bedeutet Asthma eine leichte chronische Entzündung der Bronchien. Man wird dadurch anfälliger für Atemwegsinfekte, wenn man einen Infekt hat, verstärkt sich die Entzündung, die Atemwege verengen sich und mir wird manchmal die Luft beim langanhaltenden Sprechen vor Klassen knapp, durch das krampfartige Husten entsteht zusätzlich manchmal eine Luftröhrenentzündung mit Stimmbandreizung. Bis alles abgeheilt ist, dauert es ebenfalls länger als bei einem Gesunden.

    D.h. diese Angst, die mich damals krank in die Schule getrieben hat, hat jetzt Auswirkungen auf den Rest meines Lebens und hat vermutlich einige Wochen zusätzliche / längere Krankheit in den letzten Jahren mitbedingt. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es das wirklich nicht wert war.

    Sollten noch irgendwelche weiteren Argumente notwendig sein: Was ist gegenüber dem Dienstherrn, den Kollegen und den Schülern verantwortungsbewusster:
    - Sich ein bis drei Tage schonen, bevor man richtig flachliegt und dadurch die Kurve kriegen oder
    - durchpowern, bis man für mindestens eine ganze Woche ausfällt?

    Ich ergänze:
    - während des Durchpowerns noch 2 bis 3 Kollegen anstecken,
    - während des Durchpowerns Fehler machen, weil man so krank ist, dass man nicht mehr alles hinbekommt / sich hinterher nicht mehr genau erinnert, wo man die wichtigen Unterlagen hingelegt hat?

    Hatte ja u.a. MrsPace schon geschrieben, aber ich möchte das nochmal betonen.
    Zur Zeit haben wir eine Schulleiterin, die hochfiebrig und krank zur Arbeit erscheint, Sitzungen mit mehreren Kollegen in engen Räumen macht und z.T. die Kollegen ansteckt. Einer ehemaligen Konrektorin, die auch immer krank zur Arbeit kam, habe ich dann mal gesagt, dass ich mich bei ihr angesteckt hätte. Sie hat Sport unterrichtet und die Trillerpfeife konnte sie noch bedienen. Ich habe stattdessen Deutsch, Musik und Mathe in kleinen Klassen gehabt, da muss man ständig sprechen, das geht dann nicht mehr.

    Grundschule halt. Da ist es schon ein Wunder, wenn jemand mal wenigstens einen Telefonvermerk in die Akte heftet. ich glaube, dass viele es auch nicht mehr machen, weil die Sekretärin (!!!) beim Übergang an die weiterführende Schule, alles derartiges aus den Akten entnimmt und sie denkt, dass das so gemacht werden muss. Die alten Kollegen haben das so übernommen und wenn die Jungen was sagen, haben die keine Ahnung. Jaja ich weiß, Umsetzungsantrag. Ich bin aber innerlich noch nicht so weit, weil ich noch Hoffnung habe. Aber ich bin so weit, mir eine innerliche Deadline gesetzt zu haben.

    Aus eigener Erfahrung: Dringend Deadline! Eventuell Coach mit Erfahrung mit Lehrern suchen. Ich habe viel zu lange Hoffnung gehabt. Ich habe den 1. Antrag zu spät gestellt, danach keinen 2., weil meine SL mir einen Wunsch erfüllte, im Jahr darauf einen, weil ich Hoffnung hatte, jetzt muss ich es an meiner Schule noch länger aushalten, obwohl ich mich mit ihr absolut nicht mehr identifizieren kann, die Motivation ist im Keller und ich bekomme Sinnlosigkeitsgefühle beim pädagogischen Handeln.
    Oberflächlich betrachtet ist es gut, aber die darunter liegenden, auf den ersten Blick nicht sichtbaren Grundstrukturen im kollegialen Umgang, in der Transparenz und Orientierung und in der Art der Arbeit haben sich trotz hoher Fluktuation nicht wirklich geändert, im Moment wird es rapide schlechter. Ich ärgere mich, dass ich damals nicht bei den Anträgen geblieben bin.

    Den Termin habe ich mir schon notiert, weiß aber nicht, ob ich mich tatsächlich traue. (Referendariats"trauma" und so...). Es ist übrigens wirklich bezeichnend, dass sie sich das bei älteren Kollegen nicht erlauben.
    Wer bezahlt denn dort zufällig am Copyshop? Es geht um Grundschüler!

    Entschuldige bitte, aber wie lange willst du das aushalten? Bis die Umsetzung genehmigt wird, kann es 3 Jahre dauern.

    Ich schließe mich Seph hier an. Jedes kleine Detail dokumentieren, auch Zitate, wenn sie beleidigend sind. Jedes Telefonat als Mini-Protokoll in der Schülerakte dokumentieren.
    Die Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen nacheinander durchführen. Es kann sein, dass es zu oft einen "Tadel" gab und nie etwas Schlimmeres folgte.

    Die Schulleitung regelmäßig ansprechen wegen der Probleme, damit sie mitbekommt, dass nicht alles gut läuft - bitte von verschiedenen Seiten. Man könnte ja auch "Pubertät, über die Ferien offenbar deutlich schlimmer geworden" anführen, wenn es mal wieder um die Aktenlage geht. (Jeder vernünftige und klar denkende SL kennt im Übrigen seine "Pappenheimer" unter den Kollegen oder weiß zumindest, dass es möglich ist, Akten unvollständig zu führen oder Probleme zu "deckeln", die dann bei Folgelehrern eskalieren.)
    Möglicherweise regelmäßig Klassenkonferenzen mit Elternvertretern, Schülersprechern und Schulleitung sowie abwechselnd den Jungen und deren Eltern - falls es euch sinnvoll erscheint.
    Manchmal kann es sinnvoll sein, die Eltern zu nerven. Wir haben jedes Jahr ca. 2 auffällige Schüler, die die Schule verlassen, weil ihre Eltern finden, dass das Kind lieb und brav ist und ungerechterweise die Schule ständig anruft und nervt. Klar, die Kinder nehmen die Probleme mit und es ist nicht besonders pädagogisch - aber an der anderen Schule sind vielleicht nur 2 Chaoten in der Klasse und bei euch dann einer weniger - denn die restlichen 20 gehen ja so, wie du es beschreibst, unter.

    Ihr könntet - wenn SL sich weiter taub stellt - Überlastungsanzeigen stellen (Infos beim Personalrat). Wenn man das alleine macht, kann es auf einen selber schnell mal zurückfallen. Wenn sich aber mehrere Fachlehrer zusammenfinden würden, wäre es wirkungsvoller - alle gleichzeitig. Kopie an Personalrat schicken. In die Überlastungsanzeige schreibt ihr, welche negativen Folgen auftreten könnten - für euch, für die Klasse. Der SL muss daraufhin seine Fürsorgepflicht wahrnehmen und reagieren. Es muss dann ein Gespräch mit konkret in einem Protokoll festgehaltenen Maßnahmen geführt werden und da könnt ihr einen Personalrat einladen.
    In meinem Bezirk gibt es demnächst eine Personalversammlung zum Thema "Gewalt an unseren Schulen". Ich weiß nicht, ob es dort neue Erkenntnisse gibt und es diese bei euch auch gibt, aber bei Personalversammlungen kann man Kontakt zu Personalräten aufnehmen.

    Der Sozialarbeiter muss eingreifen, das ist sein Job, egal ob er überfordert ist, vielleicht mit 3 Wochen Wartezeit, aber es ist einfach seine Aufgabe. Die Kinder sind nächstes Jahr 6. und im Übergangsjahr wird meiner bisherigen Erfahrung nach alles eher schlimmer. Bei uns gibt es aufgrund der hohen Arbeitsbelastung von Schulsozialarbeit Formulare, mit denen man ein Kind oder eine Klasse dort "anmelden" kann. Man muss das Problem kurz beschreiben und eine Idee, wobei Schulsozialarbeit helfen könnte. Geht auch wirklich kurz. Vielleicht macht ihr die Anfragen auch schriftlich? Kopie an die SL, Kopien in die Akten der Kinder.
    Beleidigungen sind psychische Gewalt, Grad I. Es gibt an jeder Schule einen Ordner mit Notfallplänen. Darin gibt es Formulare zum Melden. Stufe I ist an der Schule zu klären, d.h. man könnte so ein ausgefülltes Formular u.U. Schulsozialarbeit und SL reinlegen. Ferner muss es bei euch ein Krisenteam geben, auch die könntet ihr ansprechen und zumindest theoretisch sollten die sich zuständig fühlen. Dazu gibt es auf der Seite Telefonnummern der Schulpsychologen, die für Gewaltvorfälle zuständig sind. Vielleicht wäre das ein Ansprechpartner?


    Nun am Ende noch ungeordnete Vorschläge für den Umgang mit den Kindern, wobei ich nicht weiß, ob diese bei dieser Masse an Störern hilfreich sind:
    Gäbe es zusätzlich die Möglichkeit, mit einzelnen "Verhaltensverträge" zu schließen? Also Vereinbarungen, 1 Kind, Klassenleiterin und Fachlehrerin anwesend. Das Kind auswählen, das in dem Fach am schlimmsten nervt, wenn es Aussicht auf Erfolg gibt. Wenn nicht, das nehmen, was man am ehesten aus diesem Verhalten rausholen könnte.

    Möglich wäre auch ein Token-System: Stempel für jede Stunde, in der ein Kind leise am Unterricht teilnimmt. Wenn eine bestimmte Zahl von Stempeln voll ist, darf das Kind in die Schatzkiste greifen, die enthält kleine Spielzeuge, Armbänder etc. Diese Stempelkarten gibt es für jedes Kind und sobald die ersten etwas geschenkt bekommen, sind viele andere auch motiviert und strengen sich an (und dann muss man die Hürde zum Erreichen des Stempels für die schwierigen Kinder so legen, dass sie dies mit Anstrengung schaffen können).

    Einen Tisch vor die Tür stellen. Einen Störer mit einer unangenehmen Aufgabe ransetzen. (Bleiben leider noch 4.)

    Klassenraum umräumen. Die Störer zusammen an einen Gruppentisch. Die anderen mit etwas Abstand an die anderen Gruppentische. Erhöhe den Anteil an schriftlichen Aufgaben, versuche damit, diesen mündlichen Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Gehe bewusst häufig zu den leisen Tischen und sage ihnen, wie fleißig sie arbeiten - so, dass die Störer das hören. Ich vermute, dass die Eltern die Zensuren nicht interessieren? Kann allerdings auch daneben gehen, wenn die am Störertisch dann noch mehr Halligalli machen.

    Und ganz wichtig: Wenn die Stunde mal wieder so richtig schief läuft, denke dir: Diese Kinder sind keine "Kunden" in der Schule, die wollen nichts lernen. Ihr Ziel ist es, aufzumischen, Kontra zu bieten und zu rebellieren. Das hat mit euch persönlich nichts zu tun. Die Eltern unterstützen euch nicht, die SL und die KL offenbar auch nur wenig. Versucht, euch innerlich zu distanzieren. (Und ja, das ist total schwer, ich scheitere auch immer wieder dran, aber an den Tagen, an denen es mir gelingt, gehe ich nicht mit der "Problemklasse" aus der Schule.)

    Overheadprojektoren tun ja auch ohne zu Murren jahrzehnte ihre Dienste. Und die Folien aus den Siebzigern sind noch gut. Themen, wie "die Verdauung des Hausrinds" oder "unsere sozialistischen Bruderländer" ändern sich ja nicht so schnell.

    Ich liebe unaufgeräumte Lehrkabinette :verliebt:

    Bei dem einzigen OH (liebevoll "Polylux" genannt) in unserer Etage ist die Glühbirne durchgebrannt und der Hausmeister kann leider keine neue einsetzen. Ich habe mal ein halbes Uralt-Kabinett weggeworfen und schäme mich heute noch dafür. So macht man sein Karma kaputt. Da waren kilometerweise altes Papier auf der Rolle dabei und Bildelemente für die Tafel, bei denen man schon nicht mehr erkennen konnte, was es mal sein sollte.

    Kreide. Ich darf Kreide holen, so viel ich mag. Also auch von der farbigen! Und Klopapier ist meistens da. Das graue :geschenk:

    Bei uns gibt es jetzt Klopapier auf Schülerklos. Nach Jahren! Und Papierhandtücher in Handtuchspendern. Möglicherweise sind noch Kreidereste da, aber keine bunten. (Ich habe in 12 Jahren 2 Pakete bunte Kreide erhalten und sie noch nicht aufgebraucht, habe also noch. Puh!)
    Im ersten Jahr kam der Chef rein, schaute auf den einen Mülleimer (nicht auf die Klassenraumdeko für die Einschulung oder so) und fragte: "Trennen Sie keinen Müll?" Ich: "Doch: Grüner Punkt wird von links reingeworfen, Restmüll von rechts. Falls die Schule noch einen Eimer hätte, wäre es natürlich noch einfacher." Seither habe ich genug Eimer zum Mülltrennen.
    Vor 5 Jahren habe ich nach jahrelangen Anträgen eine Pinnwand für den Klassenraum bekommen, die vor 3,5 Jahren angebracht wurde.
    Vor 4 Jahren bekam ich einen neuen Tafellappen.
    Vor 3 Jahren fand ich einen frauchenlosen Zirkel traurig und verstaubt herumliegend und adoptierte ihn.
    Letztes Jahr gab es gleich 2 tolle Sachen: Ein Holz-Zeichendreieck im Mülleimer des Lehrerzimmers (ebenfalls adoptiert) und den 2. Tafelschwamm meines Lehrerlebens.
    Achja: Einen CD-Player bekam ich nach mehreren Jahren meiner Tätigkeit als Musiklehrerin dann doch auch.

    PS: Da muss man einen gewissen Galgenhumor entwickeln. Kann ja nicht jedes Wochenende eine Delfintherapie machen.

    Gerade im Geometrieteil wird im Primarbereich (zugunsten der Arithmetikthemen) oft gekürzt, was vor allem für diejenigen Kinder, die besser mit konkret-handelnden Themen zurecht kommen, schade ist. Außerdem fehlt das Wissen dann an anderer Stelle, z.B. wenn es in der Sek I um komplexere geometrische Themen, die auf den Grundlagen der Grundschule aufbauen, geht, oder eben, wie von immergut bereits genannt, VERA.

    Ich möchte mal die SEK-I-Lehrer hören, wenn die Grundschulen die Geometrie ausführlich behandeln würden, dann aber z.B. wegen der mangelnden Zeit / sich schwer tuenden Schülerschaft z.B. die Division weglassen würden.

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