Beiträge von Conni

    Und was willst du nun wem damit sagen? Mir ist das bekannt, das Berlin nicht verbeamtet und man damit glücklicher Weise ohne großen Aufwand angestellt bleiben kann, denn nicht jeder will verbeamtet werden und sich knebeln lassen, angestellt sein hat auch diverse Vorteile. Nehmen wir z.B. das mit den Minusstunden, die es bei uns nicht wirklich gibt. Oder aber mit den Plusstunden, die gleich bezahlt werden müssen bei Teilzeit oder dem Streikrecht oder oder oder ...

    Ich denke, du fühlst dich hier einmal zu viel angesprochen, das bezog sich m.M.n. auf Sofawolfs individuelle Lesart.

    (A 13 + Erfahrungsstufe 5, wenn sie denn für jeden bleibt).

    E13

    Es ist schlicht und ergreifend das E. Das ist der Unterschied.Wurdest du mehrfach drauf hingewiesen. Aber du scheinst es nicht lesen zu wollen.

    Was mich nervt ist, dass du alle aufforderst nach Berlin zu gehen, weil ja hier bald alle so super verdienen werden. Dann komm doch her.
    Ansonsten bin ich auf deine Argumente in meinem Beitrag eingegangen.Ich ärgere mich im Moment etwas, dass ich überhaupt auf dich geantwortet habe, denn ich habe den Eindruck, dass du meinen Beitrag nicht gelesen hast und nur immer wieder deine Meinung hier schreiben möchtest.

    Lehrer in den guten Vierteln der Stadt die Hände über dieses nette Zubrot reiben, gerade in den Brennpunkten ist es aber eher eine Art Schmerzensgeld. In der Nähe des Kottbusser Tors gibt es eine Grundschule, in der der Deutschenanteil (!) bei fast null liegt. ... Lehrer an solchen Schulen arbeiten dort entweder aus purem Idealismus oder weil ihre beruflichen Qualifikationen für andere Schulen schlichtweg zu schlecht waren. Ich gehe mal davon aus, dass bei den wenigsten dieser Lehrkräfte zu Beginn ihrer Lehramtsausbildung die Idealvorstellung von ihrem späteren Einsatzgebiet so aussah...

    Davon gibt es nicht nur eine... Diese Schulen sind in Nordneukölln und im nördlichen Kreuzberg eher die Regel.
    Lehrer arbeiten dort, weil sie vor Jahren (als es in östlichen Bezirken geburtenschwache Jahrgänge gab und daher Lehrerüberhang) dorthin versetzt wurden. Sie wurden dann nicht wieder weggelassen ("Wenn du einmal in Neukölln oder Kreuzberg bist, kommst du da nie wieder raus.") oder haben sich inzwischen "eingelebt".
    Seit 4 Jahren gibt es in Berlin eine neue Vereinbarung zur Umsetzung von Lehrkräften, sodass man nach 3 Jahren einen Umsetzungsvorschlag erhalten muss. Nun kommen einige zurück, die z.B. bisher über 1 Stunde fuhren und einen kürzeren Fahrtweg haben wollen. Die erinnern sich oft noch an die Situation in unserem Bezirk vor 15 oder 20 Jahren. Damals war die Situation noch ganz anders, das hat sich rapide gewandelt. Bei uns (ca. 50% deutsche Schüler) droht dann der nächste Kulturschock. Ich berichte ja regelmäßig.

    Das klingt für mich schon nach Eigen- (rauslaufen) und Fremdgefährdung (andere attackieren), so dass ihr nach Dokumentation durchaus Ordnungsmaßnahmen einleiten könnt. Da ist zum Beispiel verkürzter Unterricht möglich, also dass die Eltern das Kind immer schon nach 2 Schulstunden abholen müssen.

    In Berlin sind alle Grundschulen verlässliche Halbtagsgrundschulen, d.h. von 7:30 Uhr bis 13:30 Uhr müssen die Kinder betreut werden. Bei verkürzter Beschulung muss das Kind von jemandem betreut werden, wenn es nicht nach Hause darf.

    Ich bin für Ordnungsmaßnahmen. Bei Fremdgefährdung dürfen die sofort eingeleitet werden und die Klassenkonferenz wird nachgeholt. Näheres weiß der Schulleiter. Rechtlich sind auch die Beschäftigtenvertretungen sehr fit.

    Für Attacken und Bedrohungen gibt es Gewaltmeldungen (nennt sich Notfallordner, sollte für jeden zugänglich bereitstehen).

    Falls sich die Schulleitung taub stellt: Überlastungsanzeige, dann muss die Schulleitung reagieren und für Unterstützung sorgen.

    (Achja: Schulhilfekonferenz hattet ihr sicherlich schon? Gerne eine weitere, Eltern in die Schule zitieren, eventuell wöchentliche Gespräche oder so etwas. Die Eltern müssen genervt sein, damit sie entsprechend reagieren. Kann aber auch Monate bis Jahre dauern. Klingt aber, als seid ihr "dran".)

    Mal so nebenbei, wenn wir grad dabei sind, würd mich das Forenkonzept sowieso mal interessieren (kann aber auch gern ausgelagert werden).

    Oben steht "präsentiert von primarlehrer.de", wofür eine "Daniela" verantwortlich zu sein scheint. Hier hab ich aber tatsächlich den Eindruck, dass Stefan das Forum betreibt und abgesehen von dem doch recht dezenten Werbebanner wohl auch finanziert.

    Gruß,
    DpB

    Jepp. Die beiden sind Lebensabschnittsgefährten (oder verheiratet?). Daniela ist Lehrerin, Stefan kennt sich mit dem Forum aus. Perfekte Arbeitsteilung.

    @fossi74, @Conni

    schau hier, etwas weiter unten Gehaltstabelle, 3. Spalte: Lehramt an Grundschulen = 5299,43 Euro brutto (rund 5300). Stimmt doch!

    Wo in Deutschland verdienen dann (ich sprach ja von "bald") Grundschullehrer mehr???

    Auf nach Berlin ! :aufgepasst:

    https://www.berlin.de/sen/bildung/fa…en/lehrkraefte/

    In diesem Link sind die neuen Grundschullehrer aufgeführt. Die bekommen zur Zeit 5299,43 Euro. Das kann ich auch lesen. Was ich aber zusätzlich kann, ist, nachzuschauen, wie es 2018 sein wird. Das Gehalt wird nämlich auf Bundesniveau angehoben. Das könntest du auch in dem von mir geposteten Link sehen und nachvollziehen.

    Übrigens: Die meisten Grundschullehrer sind Lehrer mit einem Wahlfach. 4751,77 € brutto.

    Mehrverdienen: Ich kenne niemanden, den das Brutto interessiert. Interessieren tut das Nettogehalt. Das ist wichtig. Dazu verweise ich auf meinen 1. Beitrag, Punkt 2.

    Wie ich oben schrieb: Vielleicht ab 2019. Und alles andere gilt auch. Bist du denn Angestellte(r)? Bei uns an der Schule wird eine Nachfolgerin für mich gesucht. Gerne mit sonderpädagogischen, logopädischen und therapeutischen Grundkenntnissen. Bewirb dich doch jetzt. :aufgepasst:

    Was heßt denn "Partnershop"? Bekommen wir da Rabatt, wenn wir irgendeinen Forencode angeben? Oder heißt das nur, die sponsern das Forum?

    Gruß,
    DpB

    Du sorgst dafür, dass der liebe Stefan das Forum nicht komplett aus eigener Tasche zahlt.

    1.: Im Moment handelt es sich um Politiker-Luftschlösser. Ich glaube es, wenn ich es live sehe.

    2.: Dieses Argument ist derzeit am wanken, siehe E13/A13, daher gehe ich hier nicht drauf ein, die Debatte führt das Forum in einem anderen Thread.
    Es ist ein Versuch, überhaupt wieder ausgebildete Lehrer an Brennpunktschulen holen. Denn im Moment bilden die Lehrer, die eh schon am Limit / über dem Limit arbeiten, Quereinsteiger aus, lernen sie ein, betüddeln und bemuttern sie teilweise, damit diese dann zu einem schmerzhaften Prozentsatz aufgeben und wieder weg sind. Entlastung dafür gibt es nicht wirklich. Die Lehrer an Brennpunktschulen werden quasi doppelt gestraft. Immerhin zeigt es, dass das Problem mal wahrgenommen wurde. Eine gute Lösung ist es m.M.n. nicht.

    3.: Gar nicht. Es gibt einige, die auf Teilzeit gehen, weil sie es nicht mehr schaffen. Ich habe bereits drüber nachgedacht. Ja, es erleichtert den Schritt zum Teilzeitantrag. Nein, Erholung, Stressreduktion und Gesundheit kann man sich nur bedingt (bis nicht) kaufen.

    4.: Ja, natürlich. Zumal ungeklärt ist, was "geringes Familieneinkommen" ist. An meiner Schule haben z.B. unter 70% der Schüler (aber deutlich über 50%) Leistungen nach dem BUT-Gesetz. Schulbuchzuzahlungsbefreit sind - soweit ich es überblicke - 70 bis 75%. Es ist bislang ungeklärt was zählt.

    Senkung der Pflichtstundenzahl und der Klassengrößen: Ja, das wäre viel hilfreicher, als eine Zulage, von der ein gewisser Teil dann für die Steuerprogression draufgeht.

    Du siehst das, so fürchte ich, nicht richtig. Diese Seite schreibt von 5100,08 € brutto, netto (LSt-Kl. III, 2 Kinderfreibeträge, keine Kirchensteuer, VBL) bleiben laut dem Rechner 3275,31 €; mit der Buschzulage dürften es dann ca. 3350 sein. Ein verbeamteter Studienrat lächelt da nur müde.

    Bei 5300 € (steht links relativ weit unten) ist die Jahressonderzulage auf die Monate umgerechnet. Ab 1.12. ist Berlin auch dem Bundes-Tarifgebiet angeschlossen. (Bisher bekamen Berliner Angestellte unter 100% des Gehalts.) Dadurch werden es dann wohl fast 5400 €, wenn man wieder die Zulage umrechnet.
    Ledig, keine Kinder, keine Kirche, Lst 1, VBL (Pflicht): 2840 € netto. Ich denke nicht, dass in Zukunft noch auf Stufe 5 eingestellt wird, denn nun hat Berlin einen subjektiven Wettbewerbsvorteil, den es sich bisher mit der Stufe 5 erkaufte.
    Das ist dann eben der Knackpunkt: Für Angestellte eine gute Option. Wenn man ein Bundesland wählen kann, in dem man verbeamtet wird mit A12, muss man gut abwägen, was einem wichtiger ist.

    Alles immer vorausgesetzt, die Politiker halten Wort.

    Sehe ich das nicht richtig, dass bald alle Berliner Lehrer mit A 13 und Erfahrungsstufe 5 (sofort bei Einstellung) bundesweit am meisten verdienen. Ich las von 5300,- Euro brutto.

    (Trotzdem finden sie keine Lehrer und hatten zuletzt 41 % Quereinsteiger / Seiteneinsteiger.)

    Im Prinzip ja, du liegst nur ein klein wenig daneben: Die meisten Grundschullehrer und alle neueingestellten sollen E13 Erfahrungsstufe 5 erhalten.

    Geplant ab 2019. Der Finanzsenator ist noch der Ansicht, dass es rechtlich nicht geht. Festgelegt ist also gar nichts. Im schlimmsten Fall ist es wieder so eine Politikerente, um Brandenburg eins entgegenzusetzen. Ich traue Berliner Politikern inzwischen sehr viel zu.
    Ich vermute - falls die Politiker Wort halten, dass dann die Einstellung in E-Gruppe 5 zurückgenommen wird, die wird ja immer von Jahr zu Jahr neu beschlossen.

    Knapp 5400 € durchschnittliches Monatsbrutto kommen hin: (links relativ weit unten, in den knapp 5400 € ist die Jahressonderzahlung umgelegt.)
    http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l&g=E_13&s=5&zv=VBL&z=100&zulage=&stj=2017&stkl=4&r=0&zkf=0&kk=15.5

    Keine Lehrer finden:
    1. Die Mitteilung "E13 ab Januar 2019" ist von gestern. Wenn die Politik es umsetzt, werden sich sicher ein paar mehr bewerben. Bisher wurde eben mit E11 Stufe 5 eingestellt. Woanderes könnte man A12 bekommen.
    2. Berlin verbeamtet nicht. Das hat Auswirkungen im Krankheitsfall (Lohnfortzahlung, GKV, Rente etc. pp.) und wird eben auch in Entscheidungen für oder gegen ein Bundesland einbezogen. Ebenso hat es Auswirkungen auf die Abzüge. In deinem Bundesland hätte man bei A12, Stufe 5 (in der ich z.B. derzeit wäre und die nicht das Ende ist), alleinstehend und ohne Kinder ca. 350 € mehr Netto als in Berlin als Angestellte mit E13, Stufe 5 (derzeit das Ende für Angestellte). Das reicht dann bei den meisten noch für einen PKV-Beitrag und ggf. Selbstbeteiligung bei der Beihilfe.
    3. Berlin ist als Großstadt mit vielen Brennpunkten verschrien. Rütli, Kinder in der Gefriertruhe, überforderte Jugendämter. Das brennt sich ins Gedächtnis ein. In Bezirken mit besserem Ruf gibt es diesen extremen Lehrermangel (noch) nicht, denn hier wollen die Bewerber gerne arbeiten und dann ist der Markt "abgegrast". Übrig bleiben die Brennpunktschulen. Dort herrscht dieser ganz extreme Grundschullehrermangel. Es gibt sogar Zusatzcastings, in die nur Schulleiter von Brennpunktschulen eingeladen werden, damit sie überhaupt eine Chance auf Menschen, die sich vor Klassen stellen würden, haben. (Von "Grundschullehrer" sprechen wir hier nicht.) Meist gibt es dann wesentlich mehr Schulleiter als Bewerber und einige Schulen gehen leer aus. Diese Schulen werden voraussichtlich auch weiter Probleme haben, siehe Punkt 2.

    Mir fällt spontan eine Freies-Schreiben-Kartei ein, die ich aus dem Ref noch habe: Blanko-Karteikarten mit aufgeklebten Bildern, die Anlässe zum spontanen, freien Schreiben geben sollen. Fanden die Seminarleiterinnen super. Ich habe sie nur einmal eingesetzt. Erschüttert über das Ergebnis strukturiere ich seither Schreibanlässe.
    Alles andere habe ich irgendwann weggeworfen, weil es nicht passte oder ich dachte: "Ohje, so nie wieder." Auch aus den ersten 2 Berufsjahren als Lehrerin habe/nutze ich fast nichts mehr.


    Wie wärs mit: „wie sollte eine ... für Sie sein?“ dann würde ich sagen: benutzerfreundlich (=leicht anwendbar, übersichtlich), mit Aufforderungscharakter (für Kinder ansprechend, Grafik nett aber nicht überfrachtet, Punkte sammeln möglich etc.) und vor allem didaktisch sinnvoll aufbereitet (All das, was ein Grundschullehrer lernt und die Schulbuchverlage leider selten umsetzen).

    JETZT muss ich mir die digitale interaktive Schulbuchreihe wirklich als Person vorstellen. "Guten Morgen, liebe Kolleginnen. Ich habe schlecht geschlafen und bin heute nicht benuzterfreundlich."

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