Beiträge von Conni

    Ja, das sehe ich ganz genau so. Ich würde sogar noch weiter gehen: Warum bekommen Schüler keine Besoldung für den Unterricht? ...Falls das finanziell nicht möglich ist, sollten Lehrer auf ihre Dienstbezüge verzichten und en den Unterricht kostenlos erteilen. Bei den Schülern fragt ja auch keiner nach, wie diese die Schulpflicht finanzieren.

    Ich finde, du gehst nicht weit genug!
    Wir haben uns unseren Beruf ausgesucht, freiwillig. Nun frag doch mal jemanden, der freiwillig in den Golfclub, ins Fitnessstudio oder zum Friseur gehen, was die zahlen! Ich finde, Lehrer sollten zahlen dafür, dass sie in unseren gut ausgestatteten, frisch sanierten Wohlfühl-Schulen mit hochtechnisiert ausgestatteten Lehrerarbeitsplätzen arbeiten dürfen! 8)

    Kleiner Hinweis: Ich kann die Seite zaubereinmaleins.de sehr empfehlen. Es gibt einige kostenfreie Materialien, für nur 25 € hat man dauerhaft Zugang auf sehr viele weitere Materialien, vor allem Für Kl. 1/2. Darunter war auch etwas zum Apfel, was man am Anfang der 1. machen kann und zum Igel auch, da bin ich nicht mehr sicher, ob das für die 1 oder die 2 ist.

    Grundsätzlich ist es aber so, dass Du die Voraussetzungen nicht mitbringst. Also wirst Du auch nicht gleich bezahlt. Ist eben so. Du müsstest was nachholen, um auf die gleiche Stufe zu kommen. Dir fehlt leider etwas.

    Quereinsteiger, die das berufsbegleitende Referendariat durchlaufen und erfolgreich bestanden haben, werden den Lehrern gleichgestellt (und übrigens von Anfang an besser bezahlt als E7).

    Der Sinn des Threads hat sich mir persönlich immer noch nicht erschlossen.

    Um eine solche Frage zu beantworten, hilft es hin und wieder, eine Suchmaschine zu verwenden bzw. auf dem Server deines Landes nachzusehen.
    Eine Suchmaschine gab mir z.B. folgende Links aus. Gleich der 1. Link führt zur entsprechenden Verwaltungsvorschrift.
    Im nächsten Schritt liest du und wirst im Abschnitt 1 unter 2(6) erfahren, wann die Note ausgesetzt werden darf.
    Alternativ wäre es möglich, die Verwaltungsvorschrift bei der Schulleitung oder LRS-Verantwortlichen deiner Schule einzusehen, falls du Lehrer bist.

    So, und nun noch ein weiteres Beispiel:
    Ich bin ins Ref gekommen, hatte direkt nach kurzer Zeit einen Infekt, war aber an einer Schule, an der krank sein ebenfalls nicht ging und mit Faulheit gleichgesetzt wurde. Also habe ich mich in die Schule geschleppt. Der Infekt wurde besser, dann wieder schlechter, wieder besser und so fort. Nach 3 Wochen hatte ich eine ganz schwere Bronchitis. Das erste Antibiotikum wirkte nicht, das 2. durfte ich erst nach einer Woche bekommen und es schlug schnell an. Also ging ich gegen den Rat des Arztes nach 2 Wochen wieder arbeiten, weil ich Angst vor der Schulleitung hatte.

    In dieser letzten Woche vor Weihnachten gab 2 Veranstaltungen mit insgesamt 12 Stunden Aufenthalt im Freien bei -10°C. Ich hatte über Weihnachten einen heftigen Rückfall. Danach wurde ich monatelang nicht mehr richtig gesund, ständig Bronchitis oder Nebenhöhlenentzündung, 8 Wochen in 5 Monaten richtig krank, 7mal ein Antibiotikum.
    Dann ging der Husten nicht mehr weg und ich hatte dauerhaft Luftnot. Es stellte sich heraus, dass durch die häufigen Krankheiten meine Allergie von der Nase auf die Bronchien übergegriffen hatte und seither habe ich ein behandlungsbedürftiges Asthma.
    Obwohl ich durch Medikamente gut eingestellt bin und meine Lungenfunktion quasi wie die eines Gesunden ist, bedeutet Asthma eine leichte chronische Entzündung der Bronchien. Man wird dadurch anfälliger für Atemwegsinfekte, wenn man einen Infekt hat, verstärkt sich die Entzündung, die Atemwege verengen sich und mir wird manchmal die Luft beim langanhaltenden Sprechen vor Klassen knapp, durch das krampfartige Husten entsteht zusätzlich manchmal eine Luftröhrenentzündung mit Stimmbandreizung. Bis alles abgeheilt ist, dauert es ebenfalls länger als bei einem Gesunden.

    D.h. diese Angst, die mich damals krank in die Schule getrieben hat, hat jetzt Auswirkungen auf den Rest meines Lebens und hat vermutlich einige Wochen zusätzliche / längere Krankheit in den letzten Jahren mitbedingt. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es das wirklich nicht wert war.

    Sollten noch irgendwelche weiteren Argumente notwendig sein: Was ist gegenüber dem Dienstherrn, den Kollegen und den Schülern verantwortungsbewusster:
    - Sich ein bis drei Tage schonen, bevor man richtig flachliegt und dadurch die Kurve kriegen oder
    - durchpowern, bis man für mindestens eine ganze Woche ausfällt?

    Ich ergänze:
    - während des Durchpowerns noch 2 bis 3 Kollegen anstecken,
    - während des Durchpowerns Fehler machen, weil man so krank ist, dass man nicht mehr alles hinbekommt / sich hinterher nicht mehr genau erinnert, wo man die wichtigen Unterlagen hingelegt hat?

    Hatte ja u.a. MrsPace schon geschrieben, aber ich möchte das nochmal betonen.
    Zur Zeit haben wir eine Schulleiterin, die hochfiebrig und krank zur Arbeit erscheint, Sitzungen mit mehreren Kollegen in engen Räumen macht und z.T. die Kollegen ansteckt. Einer ehemaligen Konrektorin, die auch immer krank zur Arbeit kam, habe ich dann mal gesagt, dass ich mich bei ihr angesteckt hätte. Sie hat Sport unterrichtet und die Trillerpfeife konnte sie noch bedienen. Ich habe stattdessen Deutsch, Musik und Mathe in kleinen Klassen gehabt, da muss man ständig sprechen, das geht dann nicht mehr.

    Grundschule halt. Da ist es schon ein Wunder, wenn jemand mal wenigstens einen Telefonvermerk in die Akte heftet. ich glaube, dass viele es auch nicht mehr machen, weil die Sekretärin (!!!) beim Übergang an die weiterführende Schule, alles derartiges aus den Akten entnimmt und sie denkt, dass das so gemacht werden muss. Die alten Kollegen haben das so übernommen und wenn die Jungen was sagen, haben die keine Ahnung. Jaja ich weiß, Umsetzungsantrag. Ich bin aber innerlich noch nicht so weit, weil ich noch Hoffnung habe. Aber ich bin so weit, mir eine innerliche Deadline gesetzt zu haben.

    Aus eigener Erfahrung: Dringend Deadline! Eventuell Coach mit Erfahrung mit Lehrern suchen. Ich habe viel zu lange Hoffnung gehabt. Ich habe den 1. Antrag zu spät gestellt, danach keinen 2., weil meine SL mir einen Wunsch erfüllte, im Jahr darauf einen, weil ich Hoffnung hatte, jetzt muss ich es an meiner Schule noch länger aushalten, obwohl ich mich mit ihr absolut nicht mehr identifizieren kann, die Motivation ist im Keller und ich bekomme Sinnlosigkeitsgefühle beim pädagogischen Handeln.
    Oberflächlich betrachtet ist es gut, aber die darunter liegenden, auf den ersten Blick nicht sichtbaren Grundstrukturen im kollegialen Umgang, in der Transparenz und Orientierung und in der Art der Arbeit haben sich trotz hoher Fluktuation nicht wirklich geändert, im Moment wird es rapide schlechter. Ich ärgere mich, dass ich damals nicht bei den Anträgen geblieben bin.

    Den Termin habe ich mir schon notiert, weiß aber nicht, ob ich mich tatsächlich traue. (Referendariats"trauma" und so...). Es ist übrigens wirklich bezeichnend, dass sie sich das bei älteren Kollegen nicht erlauben.
    Wer bezahlt denn dort zufällig am Copyshop? Es geht um Grundschüler!

    Entschuldige bitte, aber wie lange willst du das aushalten? Bis die Umsetzung genehmigt wird, kann es 3 Jahre dauern.

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