Beiträge von Conni
-
-
Das mit dem 4. Tag ist bei uns für Beamte und Angestellte auch so.
Bei uns ist die Schule ab 35 min vor Unterrichtsbeginn irgendwie besetzt (Hausmeister, Konrektorin etc.) und wir rufen dann an.
Anrufe zu Hause sind nicht erwünscht. (Und das kann ich gut verstehen...) -
Nestedis
Sehr gut machst du das, lass dir das nicht ausreden. Das ist so, wie es bei Fortbildungen zur Prävention / Hilfe bei Rechenproblemen empfohlen wird.Silke
Das geht mir so ähnlich, mir stand gerade der Mund offen und die Augen fielen heraus.
Ich habe den Ziffernschreibkurs durch, simultanes Mengenerfassen haben wir geübt, mit Fingerbildern und Einbeziehen der "Kraft der 5".
Dann habe ich viel zur Wahrnehmung und Orientierung gemacht, rechts und links war bei vielen Kindern absolut nicht sicher. Außerdem fiel vielen Kindern das Finden von Unterschieden und Gemeinsamkeiten in Bildern schwer, also haben wir das viel geübt.
Einige Kinder waren auch im Zählen, besonders rückwärts, noch unsicher, also haben wir Zählen geübt sowie das Aufschreiben und Ergänzen von Zahlenfolgen in Einerschritten.
Dann habe ich "1 mehr" /"1 dazu" und "1 weniger"/ "1 weg" geübt, ebenfalls mit Fingerbildern und mit Symbolen, "Vorgänger" und "Nachfolger" ist noch nicht als Fachbegriff eingeführt.
Diese Woche (8. Schulwoche) habe ich mit den Zahlzerlegungen und der Schüttelbox begonnen, dabei habe ich die Begriffe "tauschen" / "Tauschaufgabe" und "ergänzen" verwendet. Mit Wendeplättchen habe ich Übungen zur Mengenkonstanz im Zahlenraum bis 10 eingebunden, denn auch die war/ist bei einigen Kindern nicht gesichert.
Ich werde noch etwas zum Thema "Vorgänger/Nachfolger" machen und dann die Addition beginnen. -
Wir haben Dauerbelüftung: Unsere alten Holzfenster haben sich durch die sommerliche Sonneneinstrahlung so "zusammengezogen", dass die Fenster nur noch mit Schrauben, Nägeln, Winkeln und anderen Hilfsmitteln zu bleiben - mit einem Spalt von bis zu 5 mm.
Wenn der Wind drauf steht, denkt man, man sitzt im Gartenlokal an einem windgeschützten Platz, besonders schön bei Herbst- und Winterstürmen.
Von meinen großen Fenstern gehen aber immerhin noch 2 auf, ohne dass sie einem auf den Kopf fallen. Im Sommer eigentlich trotzdem nur im Badeanzug auszuhalten. -
Zitat
Original von hurvinek
"Dann haben wir ihm noch rote Schminke auf die Lippen gemalt und seine Augenklappen haben wir blau gemalt."Ich vermute mal, dass sie mit "Augenklappen" die Augenlider meinten?

-
Es gibt eine CD "Echte Kinderrechte". Sehr schöne Lieder mit Ohrwurmcharakter, für jedes Kinderrecht eines. Erschienen im Kontakte-Musikverlag. Playbacks kann man auf der Verlagsseite dazukaufen als mp3-Download.
Im dazu passenden Buch gibt es Anregungen und Ideen sowie Hintergrundinformationen (sehr kurz gefasst).
Geeignet ab Vorschule bis etwa Klasse 5, je nachdem welche Ziele man verfolgt.Grüße,
Conni -
Meine Erfahrungen ohne diesen "gleichschrittigen Frontalunterricht" sind sehr sehr bescheiden:
Kinder, die auch 4 + 1 zählend rechnen (mindestens die Hälfte), Kinder, die nicht lesen können, weil sie sich immer drücken können, Kinder, die in ihrer individuellen Arbeit einfach total überfordert sind.Ich frage mich immer wieder, wie das gedacht ist:
28 Kinder, 5 bis 8 Jahre alt, befinden sich zusammengepfercht in einem kleinen Klassenraum, der zwar hübsch dekoriert ist, aber baulich fast in sich zusammenbricht.
Alle arbeiten dann 2 bis 3 Stunden täglich (den Rest kann man ja mit Musik, Kunst und Sport belegen) individuell an ihren Aufgaben.
Einer erarbeitet sich selbst eigenständig gerade die Zahlen bis 10, der nächste erarbeitet sich selber eigenständig die Addition von Zehnern im Hunderterraum, der nächste erarbeitet sich selber eigenständig gerade das synthetisierende Lesen. Konzentriert, leise und mit Lernerfolg.Das klingt schön, aber das ist doch in vielen Schulen gar nicht möglich und erscheint mir mehr und mehr wie Tagträumerei mancher Verantwortlicher.
Real sieht es dann eher so aus, dass Dustin unter dem Tisch turnt, nach der 5. Ermahnung sitzt er für 10 Sekunden und beginnt von vorne. Justin führt über dem eigenen Stuhl und dem Schoß seines Nachbarn Seitwärtsrollen aus. Natascha kichert und kitzelt ihre Nachbarin Liliana ab. Auf Ansprache haben die beiden auch zu Hause noch nie reagiert.
Mershad versteht nicht, was er machen soll und rennt mir jammernd nach.
Ich kümmere mich um Verena, die an der Grenze zur geistigen Behinderung ist und nur dann überhaupt in der Lage ist, sich einer Aufgabe zu widmen, wenn ich ständig neben ihr sitze und sie ermutige.
Stephan motzt laut rum. Seine familiäre Situation lässt nur noch ein Aufbegehren des Kindes zu, welches dann in der Schule stattfindet. Schule, Regeln und Lernen sind ihm "scheißegal" und seine Mitschüler heißen alle "fick dich". Tran hat Bauchweh und weint, weil er mit dieser Selbstständigkeit überfordert ist und zu Mama will. Damir hat ebenfalls Bauchweh und Kopfweh, weil er überhaupt nicht von Mama weg will.
Annalenas Konzentration war nach 5 Minuten hinüber und sie bemalt nun Hände, Lippen und Tisch. Arman schreit und weint laut, weil er den Lärm nicht erträgt. Er beruhigt sich erst nach einer Stunde guten Zuredens wieder. Li wiederum ist durch mehrere Familien gegeben worden und leidet unter sozialer Entwurzelung und zeigt chaotische Bindungsmuster, sowie stereotype Bewegungen. Wenn ihr jemand zu Nahe kommt, reagiert sie mit Angst (Mädchen), Ablehnung (Frauen), sofortiger Offenheit (Männer) oder mit Liebesbekundungen und -handlungen (Jungen). Ihre Pflegeeltern sehen nicht, dass Li therapeutische Hilfe benötigt.
Wie soll eine Lehrerin alleine das alles bewerkstelligen? Wie soll da "nebenbei" noch ein Rahmenlehrplan auch nur ansatzweise erfüllt werden? Wie sollen diese Kinder sich in der Schule wohlfühlen können? Und vor allem: Wie sollen diese Kinder sich die Lerninhalte selbstständig beibringen?
Eine Einführung in einer kleinen Gruppe, während alle anderen leise arbeiten, ist da wohl selbstverständlich nicht möglich.
Achja: Soziales Trainingsprogramm bringt kleine Erfolge. Wenn man es wirklich gut durchzieht, ist die Klasse vielleicht im 5. oder 6. Schuljahr so weit, dass sie 15 Minuten leise selbstständig lernen können.Diese ganzen "Verbesserungen" bringen nichts, solange die personelle und räumliche Ausstattung der Schulen nicht an die Realität angepasst werden. In einer Klasse, die wie oben beschrieben ist (ja, real, nicht ausgedacht!), müssen mehrere pädagogische Hilfskräfte sein, Sozialarbeiter und Schulpsychologe pro Woche mehrere Stunden und mehrere Sonderpädagogen (mit Bereich "Sprache", "Lernen", "Verhalten" und bei Bedarf noch weitere), die der Grundschullehrerin dabei helfen, die Kinder "mit ohne" Förderbedarf zu unterstützen. (Der Förderbedarf "Lernen" und "em-soz" ist in Berlin erst ab dem 3. Schulbesuchsjahr möglich. Vorher werden die Kinder mal eben so mit integriert. Wir haben hier also schon das, was ab Kl. 3 jetzt durchgeführt werden soll.)
Und solange die Kinder im Klassenraum nicht mehr Platz haben als eine Katze oder ein Hund im Tierheim, werden Aggressionen und Konzentrationsprobleme weiter forciert.
Und als Mathematiklehrerin sehe ich noch etwas: Mathematische Zusammenhänge können sich nur wenige, mathematisch begabte Kinder, selber beibringen. Bei den meisten ist eben die Anleitung nötig, wobei ich hier auch "Anleitung zum Selbstentdecken" meine. Dazu reicht aber kein individuelles Arbeitsblatt aus, welches meiner Erfahrung nach viele Kinder "abarbeiten", sondern über Mathematik muss immer gesprochen werden. (Ja klar, und in den Fantasien der theretischen Reformer sprechen die 5-Jährigen dann mit dem 6-Jährigen Banknachbarn darüber. In ganzen Sätzen, sodass beide sich verstehen und austauschen können.)
PS: Ich halte seit diesem Schuljahr wieder täglich (!) Frontalunterricht (+ Einzelarbeitsphasen + Wochenplan). Das ist so angenehm. Es ist ruhiger, die Kinder wissen, auf wen sie achten sollen, wo sie hinschauen sollen. Und fast alle Kinder haben richtig gute Lernerfolge. (Ausnahme: 3 Kinder, die derzeit nur in Kleinstgruppen Lernerfolge auf Schulniveau erzielen, im Wochenplan haben sie eben weiter ihre Vorschulaufgaben.)
-
Vielen Dank, Stefan, für deine Mühe und deine Treue zum Lehrerforum!
-
Zitat
Original von Bakima85
Ja, also bei uns ist das normal. Vorher habe ich nur einen Verlaufsplan geschrieben. Die ausführliche Unterrichtsvorbereitung (ca 9Seiten) schreibe ich jetzt im Rahmen meines Praktikumsbericht.Krass!

-
Sind die Kinder daran gewöhnt, dass "alles auf einmal" eingeführt wird? Können sie dann noch alles überblicken?
Eine Reduktion könnte (in einem offenen Stationsbetrieb) auch sein, in der ersten Stunde nur einen Teil der Stationen einzuführen und in der zweiten Stunde der Stationsarbeit am Anfang den Rest.
Z.B. wenn du 5 Aufgaben hast, in der ersten Stunde Aufgabe 1 bis 3, in der zweiten Stunde Nr. 4 und 5 und in der dritten Stunde vielleicht noch die Zusatzaufgaben. -
-
Stimmt, da hast du prinzipiell Recht. Edit: Ich habe was gepostet, was das eine Kind (siehe unten) betrifft und worüber ich gerade nachgedacht habe. Prinzipiell habe ich die laminierte Karte aus einem anderen Grund.
In meinem Einzugsgebiet gibt es aber Eltern, die sind immer unsicher, welches nun die Hausaufgabe ist oder sie finden die grünen Kreuze nicht bzw. behaupten es. Ich kann das nicht nachvollziehen, aber unsere Eltern haben völlig andere Bildungsvoraussetzungen als ich, ich muss die von ihnen angeführte Unsicherheit akzeptieren. Daher habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, wie es besser geht.
Mit Hausaufgabenheft oder laminierter Karte wissen sie immer, wo die Aufgaben stehen, sind weniger verunsichert bzw. können sich nicht mehr rausreden.
PS: Seit Einführung der laminierten Karte habe ich nur noch ein Kind, bei dem es nicht funktioniert, vorher waren es mindestens 8 und ich musste die Eltern einzeln ansprechen / anrufen.
-
sarahkatha meint sowas:
[Blockierte Grafik: http://images.tradoria.de/de34420e49e6bc295b5088704f3bb134/images/b0ea6eaf0ae374437cf7f4e1744b28fb.jpg]
[Blockierte Grafik: https://www.wild24.de/images/artikel/819304A1.gif]
Bei den blauen ist das Mittelband zusätzlich gelborange hinterlegt, das ist leichter über eine ganze Zeile zu erkennen als bei den grünen.
Schwungübgungen habe ich gerade heute kopiert für meine Schüler mit motorischem Förderbedarf:
Mimi, die Lesemaus (oder so, Hefte sind alle in der Schule) hatte im Schreiblehrgang (erst Druckschrift, dann Schreibschrift) anfangs eine Reihe von Übungen zum Nachzeichnen von Linien und auch Übungen zum Vorbereiten der Buchstaben in "extra groß". Mein Heft ist mit bayrischer Druckschrift (M in der Mitte nur bis zum Mittelband), fände ich aber nicht so schlimm, da ja sowieso jeder seine Handschrift entwickeln darf.
Viel Erfolg!
Conni -
Das haben wir außerdem noch. Leider klappt das nur, solange die Eltern in die Mappe schauen. Die Kinder denken überwiegend noch nicht selbstständig daran.
-
Vermerkt werden da nur schriftliche Hausaufgaben, die sind ausnahmslos zum nächsten Tag.
Ich teile Folienstifte aus (pro Tisch einen und ein Tuch dazu) und die Kinder wischen das alte ab und tragen dann ihre Seite ein.Lesehausaufgaben sind immer, die werden nicht extra aufgeschrieben.
-
Bei uns mussten sich die Ersties in den letzten Jahren die Hausaufgaben merken. D.h. sie wurden im Arbeitsheft angekreuzt und dann nur dieses Heft mit nach Hause geschickt.
In diesem Jahr habe ich sehr wenige Hortkinder, sodass das nicht klappte.
Daher bin ich nach den Empfehlungen hier im Forum nun auch auf eine laminierte Ankreuzliste umgestiegen und das klappt sehr gut. -
Unterhaltung in einer 4. Klasse:
M.: "Also ich möchte Kinder."
L.: "Überleg dir das gut! Wenn du Kinder hast, dann musst du einen Kindergarten suchen und dann eine Schule. Und wenn du umziehst, musst du schon wieder einen Kindergarten und eine Schule suchen."
A.: "Ich will keine Kinder! Ich will einen Hund...... Und 'ne Arbeit. Mit einem Hund und einer Arbeit hat man genug zu tun." -
Ich habe Materialkosten für die Renovierung sowie neu angeschaffte Möbel, Lampe, Jalousie abgesetzt vor 4 Jahren.
-
Es sei denn, dein Hund ist ein Therapiehund und arbeitet auch an deiner Schule...

-
Dann fällt mir noch ein:
"Ein Haus für die Kinder" von Meinhard Ansohn. Ich glaube, beim Lugert-Verlag erschienen: Heft, CD, Playback-CD. Die Lieder sind zwar für Klasse 5 bis 10 ausgeschrieben, mindestens die Hälfte eignet sich aber auch für jüngere Schüler, ich habe 7 der Lieder bereits mit Kl. 2 bis 4 im normalen Musikunterricht gesungen. Hier gibt es mehrere schöne Weihnachtslieder nichtchristlichen Inhalts. (Der Autor ist Musiklehrer in Berlin und unterrichtet eine ganze Reihe muslimischer Schüler).
Werbung