Beiträge von Conni

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    Original von venti
    Hallo ihr Lieben,
    Und @ alias: du hattest hier im LF vor vielen Jahren mal den tollen Satz geschrieben - auf die Frage, ob man Aktenordner wieder gerade kriegt, die sich im Regal gebogen haben, dass man solche Ordner getrost samt Inhalt entsorgen kann

    Daher kommen die schiefen Ordner? Und ich wundere mich immer, dass ich die so schwer wieder zu bekomme. Wobei das bei mir eher daran liegt, dass sie zu vollgestopft sind. Jaja, ich will neue kaufen, aber diesen Monat ist das Geld für Arbeitsmittel bereits über-alle. (Oder doch lieber: alle - aller - am allesten? :D )

    Ich habe sämtliche Sachen aus dem Studium weggeschmissen, bis auf die 1. StEx-Arbeit, die fristet ihr Dasein gemeinsam mit der 2. StEx-Arbeit im dunklen Abstellraum.
    Aus dem Referendariat habe ich einige Dinge behalten, auch Unterrichtsreihen. Als ich in diesem Jahr mal wieder "Peter und der Wolf" unterrichtete, stolperte ich über diese meine erste U-Reihe aus dem Referendariat. Ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen und entsorgte den Mist. Wirklich, das kann ich inzwischen besser!

    Von den Sachen, die ich weggeworfen habe, vermisse ich bisher nichts.
    Grauen breitet sich in mir aus, wenn ich an meinen Computer denke, der müsste nämlich auch mal entrümpelt und sortiert werden.

    Ich habe keine, da ich derzeit nur in Deutschland in den Urlaub fahre.
    Mein Debeka-Vertreter will mir allerdings jährlich eine Auslandsreisekrankenversicherung verkaufen für 6 Euro pro Jahr. Ob die auch für privat Krankenversicherte möglich ist, weiß ich nicht. Neben Arztkosten würde diese Versicherung z.B. auch den Rücktransport bezahlen.

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    Original von Hawkeye
    hm,

    ich wollte einfach nur fotos sehen, so von anderen lehrerzimmern...*buähhhh*

    h.

    Hawkeye
    Ja, dann sag uns das doch. Meinen heimischen Schreibtisch werde ich wohl eher nicht fotografieren. 8o


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    Original von Maren
    oder hat sonst jemand an den Fenstern in der Schule/Uni stehen: "Achtung! Fenster geschlossen halten! Lebensgefahr!!!"?

    Nein, in der Schule wird sowas nicht drangeschrieben. Das könnte jemand lesen und sich beschweren.

    Geht es um Arbeitsplätze im Lehrerzimmer oder den Schreibtisch im Klassenraum, der teilweise noch durch Hortgruppen belegt ist, wenn ich arbeiten müsste?
    Im Lehrerzimmer haben wir nicht mal genug Sitzplätze für das ganze Kollegium...

    Stimme zu. "Concerto" absolut nicht für 1./2. (bis auf vielleicht 4 bis 5 Seiten, aber dafür muss man sich das nicht für so viel Geld zulegen). Lässt sich gut in der 3. bis 6. verwenden, je nach Leistungsstand auch in höheren Klassenstufen.

    Auf der Homepage des Helbling-Verlages stehen bei jeder Pamina-Ausgabe die Themen. Wenn du etwas bestimmtes suchst, kannst du dort die einzelnen Ausgaben besser einschätzen.
    In den Zeitschriften sind für jedes Thema die Klassenstufen aufgeschrieben, für die es benutzt werden kann und die fett gedruckt, für die es empfohlen wird. Teilweise finden sich Ideen zur Differenzierung in den Beiträgen. Ein weiteres Plus ist, dass die Playbacks sehr sehr gut sind und die Kinder ansprechen.

    Wenn du eine 1. Klasse hast, könntest du dich auch an den Buchstabenliedern von Helbling versuchen. Achtung: Auf der CD sind nur die Playbacks und einige Lieder etwas schwieriger, wenn du keine Noten lesen kannst, wird das kompliziert.

    Du könntest auch mal bei z.B. Amazon in die CDs der Band "Junge Dichter und Denker" reinhören, besonders die beiden CDs "Erstes Lernen", die Weihnachts-CD und die 1x1-CD. Du musst selber entscheiden, ob dir das zusagt, die Kinder mögen diese Raps und einige haben die CDs zu Hause.
    Wie sieht es mit Liedern von Rolf-Zuckowski aus?

    Zarja, in welchem Zusammenhang sollst du die Satire denn schreiben? Kennst du die Bücher von Gabriele Frydrych? Die sind sehr gut.

    Jetzt mal ein Brainstorming von mir:

    Wenn du Musik hast, könntest du speziell dieses Fach betonen:

    1. Stunde: Instrumentales Gruppenmusizieren, 4 Instrumente für 32 Schüler, davon 2 kaputt (Instrumente!).

    2. Stunde: Tanzenvon Folklore mit 8.-Klässlern. (Dazu gibt es schon eine Satire von o.g. Autorin, die aber "ein alter Hase" ist.)

    3. Stundel: Singen mit sangesunlustigen Schülern.

    4. Stunde: Singen mit einer Klasse, in der sich alle für fähig halten, DSDS zu gewinnen.

    Hinzu kommt bei SekI/II natürlich, dass du die Schüler nur 1 bis 2 Stunden wöchentlich hast, z.T. epochal, du kennst also nicht wirklich die Namen und turnst den ganzen Tag um den Sitzplan drumrum. Wehe, sie setzen sich heimlich um.


    Speziell zur Alterstendenz habe ich folgenden Vorfall erlebt:
    Ich wollte für unser Küken sammeln, die wurde 30. Unsere zweitälteste Kollegin tönte laut durch's ganze Lehrerzimmer: "Hier wird erst ab 50 gesammelt, das hatten wir mal beschlossen." Ich fragte beim Chef nach, der bestätigte das. 8o

    Und noch etwas: Jungen Kollegen wird versucht, jede unbeliebte Zusatzarbeit zuzulotsen. Bezirkslehrerrat, Schulprogramm etc. etc.

    Plötzlich erhälst du Post von der GEW auf der "Vertrauensleute-Info" steht. Durch Telefonate kannst du herausbekommen, dass du zur Vertrauensfrau gewählt wurdest und diese Wahl weder durchgeführt noch angenommen werden muss. Herzlichen Glückwunsch!
    Auf vielfachen Wunsch erhälst du irgendwann eine Liste der anderen GEW-Mitglieder deiner Schule. Davon weiß 1/3 nichts von seiner Mitgliedschaft. 1/3 ist verbeamtet und zahlt nur wegen der Schlüsselversicherung und das restliche Drittel ist so überarbeitet, dass es sich nicht kümmert.
    Organisiere bitte eine Basisgruppe, gleich, sofort, gestern!
    Nebenbei versucht dein Schulleiter ständig, dich abzuwerben in den VBE. Du musst ihm jedes Mal erklären, dass du nicht verbeamtet, sondern angestellt bist.
    Speziell für Berlin: Nur, als die Riesengehaltserhöhung versprochen wird, können sich plötzlich alle daran erinnern, dass du angestellt bist - und dann jammern auch die 63jährigen über ihre geringe Besoldung, was das Zeug hält. 2,43 € mehr Kranken- und Pflegeversicherung als ein Angestellter.... An dieser Stelle hast du am besten dringend etwas zu tun und verlässt das Lehrerzimmer. Dass die Riesengehaltserhöhung nie kommt, interessiert eh keinen.

    Die Eltern, denen du begegnest, sind älter als du.

    Die andere Musikkollegin der Schule erklärt dir, dass jeder Schüler ein Liederbuch entleiht und dies bis zum Ende der 10. Klasse behält. Sie gibt dir 60 Stück. Die müssen für deine 8 Musikklassen reichen.
    Natürlich ist der Musikraum auch immer belegt, weil sie dort Musik oder Deutsch gibt. Du musst dir dann eben in deinem Klassenraum ein paar Sachen unterstellen.
    Du erbittest dir einen Stoffverteilungsplan von ihr, den du prompt bekommst. Die in ihm enthaltenen Lieder hat zuletzt deine Mutter bei den Pfadfindern/Thälmannpionieren gesungen.

    Von deiner Deutsch-Parallelkollegin erbittest du dir auch einen Stoffverteilungsplan, den sie dir verweigert, da es ihr geistiges Eigentum ist. Im Gegenzug erwischt sie dich beim Kopieren deiner nagelneuen Literaturwerkstatt und reißt gleich ein paar Kopien an sich.

    Speziell für Frauen: Während dein Chef dich zweimal wöchentlich daran erinnert, bloß die Pille nicht zu vergessen, führen deine Kolleginnen heimlich einen Zykluskalender für dich und versuchen dich an den fruchtbaren Tagen für deinen Mann fit zu machen, da es schließlich schon seit 10 Jahren keine Kollegin mit Nachwuchs mehr an der Schule gab.

    Edit: Die Anlage in der Aula ist noch "mono", während alle CD-Player an die Sport- und Mathekollegen vergeben sind, die sie für wichtige Zwecke brauchen. "Wieso brauchen Sie einen CD-Player, können Sie nicht Gitarre spielen?" fragt euer CD-Player-Verleih-Beauftragter dich.

    Wir führen den Schreibschriftlehrgang auch erst im 2. Schuljahr durch. Überwiegend aus pragmatischen Gründen (ein zusätzliches Schreibschriftheft passt in das Budget der Schulbuchliste Kl. 1 nicht mehr hinein).
    Die fitteren Erstklässler lassen wir dann im 2. Halbjahr anfangen mit den ersten Buchstaben (auf Kopien oder vorgeschrieben im Heft).
    Die Kinder, die im 1. Schuljahr langsam angefangen haben, sind dann am Ende des 2. Schuljahres sicher. Im letzten Jahr haben wir mit Zweitklässlern die Schreibschrift begonnen, da haben es nicht alle bis zur Sicherheit geschafft.

    Na immerhin können sie diese Fragen sogar mit minimalem Rechenaufwand beantworten.

    Gedanken würde ich mir erst machen, wenn sie fragen: "Was ist ein Buch? :D

    Kennt ihr den Sachrechenprofi von Schroedel? Auch dort sind Seiten, in denen die Kinder ankreuzen müssen, welche Frage sie aufgrund eines Situationsbildes beantworten können.
    Wobei mir hier gerade die "Bunte Sammlung" von Aufgaben in die Hände gefallen ist. Eine Aufgabe lautet:

    "Eine Kuh hat 87 Fliegen auf dem Rücken. 49 erschlägt sie mit einem Schwanzschlag."

    Die Frage dürfen die Kinder selber finden. Wenn ich Kind wäre, oh mir würden viele schöne Fragen einfallen:
    "Wie viele Fliegen ersetzen die Toten?"
    "Wo werden die Fliegen begraben?"
    "Schafft sie das auch mit Wespen?"
    "Wo ist meine Milch?"

    Conni

    Kennt ihr schon die "Super M" Materialien? Ich habe gerade für die 1/2 die Materialien geschickt bekommen: Buch, Arbeitsheft und eben einen Differenzierungsblock, der bietet je 67 Blätter "Einstiege" und "Aufstiege", wobei die Seiten parallel sind, also auf S. 49 werden Sachaufgaben geübt, bei den Einsteigen stark strukturiert, bei den Aufstiegen sehr frei. Ob sich damit gut arbeiten lässt, ob es schon für Klasse 3 da ist, weiß ich nicht, aber ich finde das erstmal nicht schlecht.
    (Wir haben Einstern für die 1. und Flex und Flo für die 2., das ist auch sehr empfehlenswert, dabei werde ich bleiben.)

    Vom Ruhrverlag gibt es Karteien zum Schreiben von Texten, die kannst du kopieren, laminieren und die Kinder können danach das Schreiben von Aufsätzen üben.

    An meinem Traumschultag....

    stehe ich um 7:30 (im Sommer gerne 7:00) Uhr auf, dusche, frühstücke in Ruhe, fahre mit dem Bus zur Schule.

    In meinem Klassenraum, welcher durch eine große, durchsichtige Verbindungstür in zwei Teile geteilt ist (beide jeweils so groß wie mein jetziger Klassenraum), erwarten mich 18 Schüler und der Integrationserzieher meiner beiden mehrfach leicht behinderten Kinder (Lernen, em-soz, Sprache, Motorik), die in einer realen Schule des Jahres 2009 leider nicht als förderbedürftig gelten.
    Während der Integrationserzieher mit den beiden genannten und einem weiteren Kind Konzentrationsübungen durchführt, arbeiten die anderen 15 Kinder leise und ausdauernd an ihren Wochenplanaufgaben. Gespräche finden im Flüsterton statt und werden durch ausreichende schallisolierende Bauelemente des klassenraumes gedämpft.
    Ich setze mich in dieser Zeit an einen der Tische und übe oder wiederhole mit kleinen Gruppen Lerninhalte, frage etwas ab, übe mit einzelnen Kindern lesen oder rechnen.
    In einem Blitzlicht erzählt jedes Kind kurz, woran es gearbeitet hat und ob es etwas Besonderes zu berichten gibt.
    In der anschließenden Frühstückspause bleibt dem I-Erzieher und mir Zeit, die Lernfortschritte und Beobachtungen im pädagogischen Tagebuch zu notieren und uns kurz über die erste Unterrichtsphase auszutauschen.

    Nach der Frühstückspause gehen die Erstklässler zum Sport. Die Zweitklässler üben in der Zeit einen neuen Unterrichtsinhalt. Danach wechseln die Gruppen.

    In der Bewegungspause, während der die Kinder unseren geräumigen Schulhof mit vielen Spielgeräten nutzen können, melde ich dem Sozialarbeiter, dass einer meiner Zweitklässler den 3. Tag fehlt. Der Sozialarbeiter setzt sich mit Mutter und Familienhelferin in Verbindung und gibt mir selbstständig Rückmeldung. Ich setze mich an einen freien, schuleigenen Computer mit eigenem Passwort, rufe mir einige Arbeitsblätter auf, die Kolleginnen in den gemeinsamen Arbeitsblattpool eingestellt haben. Ich verändere zwei der Arbeitsblätter passend zu meinem nächsten Thema auf verschiedenen Niveaus, erstelle eine kleine Übung für meine fitten Zweitklässler, stelle alle Blätter in den gemeinsamen Pool ein und drucke sie auf schuleigenem Papier mit schuleigenem Drucker aus.
    An einem freien Kopierer kopiere ich die Blätter und sortiere sie in meinen geräumigen, abschließbaren Arbeitsmittelschrank mit den vielen zweckmäßigen Unterteilungen in die Ablage für den Unterricht der Folgewoche ein.

    Während die Kinder Mittag essen, sitzen meine Kollginnen und ich zusammen, um über aktuelle Themen zu beraten: Themen der nächsten Unterrichtswoche, Probleme in den Klassen, gemeinsame Gespräche mit Familien, die Kinder in mehreren Klassen haben. Wir weisen uns auf neu erstellte Arbeitsblätter im gemeinsamen Arbeitsblattpool hin. Falls wir nichts besprechen müssen, bereiten wir Unterrichtsmaterialien vor.

    Danach kann ich in Ruhe mein Pausenbrot essen, ohne mich dabei in ein freies Zimmer heimlich einschließen zu müssen.

    Nachdem sich alle Kinder nach dem Mittag noch ein wenig ausgeruht haben, gehen wir frisch an's Werk:
    In unserem großen Kunstatelier basteln die Kinder mit schuleigenen Bastelmaterialien hübsche Kunstwerke, ohne sich dabei mit der Schere nachzujagen, die Hosen und T-Shirts kaputt zu schneiden, ihr Tuschwasser zu trinken, dem Nachbarn mit dem Pinsel in der Nase zu bohren, sich mit dem Edding Lidstriche zu malen etc.
    Am Ende der Stunde räumen sie nach der 3. Ansage alles auf.

    Danach gehe ich in unseren Musiksaal. Freudestrahlend erwartet mich dort die musikbegeisterte 4. Klasse, mit der ich nun tolle Lieder singen und dazu grooven darf. Mit ausreichend zur Verfügung stehenden Boomwhackers üben die Kinder eine Begleitung ein. Selbstverständlich haben alle ihren Musikhefter mit den zugehörigen Liedblättern dabei.

    Mist, der Wecker klingelt...

    Conni
    PS: Die Zeugnisse sind fertig. Ich habe offenbar einen Totalschaden davongetragen.

    Hallo Vanessa,

    was steht denn in den rechtlichen Vorschriften eures Bundeslandes so drin?
    Was sagt eure Deutsch-Fachkonferenz?

    Bei uns sind die vorgegebenen Hilfen und die Voraussetzungen festgelegt. (gesetzlich oder vom Schulamt)

    Die Anzahl der Arbeiten und deren Aufteilung in Aufsatz, Diktat, Grammatik sowie die genaue Bewertung werden bei uns in der Deutsch-Fachkonferenz geregelt.

    Außerdem brauchst du genug Platz, um das Material aufzustellen und dann noch genug Platz an den Wänden zu haben für Whiteboards und Sofa, für Flächen am Boden zum Liegen und Sitzen.
    Ich arbeite mit 27 Kindern in einem Klassenraum. Dieser Klassenraum ist an einer Seite mit einer Heizung und Fenstern versehen, der Rest mit Regalen und Schränken an der Wand, um meine Materialien unterzubringen. (Nein, ich arbeite nicht besonders offen, ich habe in dem Wust den Überblick veloren in meinem 1. Berufsjahr und daraus für mich gelernt.) Ich habe im Vergleich zu Herrn Peschel wirklich wenig Materialien, aber es sind genug, dass sich nun die Schüler zwischen Mappen, Tischen, Regalen und Stühlen durchdrängen muss. Platz für einen Sitzkreis oder um sich auf den Boden zu legen gibt es in meinem Klassenraum nicht mehr.

    Der Lärmpegel würde mich auch wahnsinnig machen.

    Schön, lunafee, nun konnte ich auch noch lachen. Ich habe nämlich einen Thread der Art "Ich bin eingeschnappt, weil ich nur blöde Antworten bekomme" erwartet.

    Na dann:


    Gratulation!


    Und:
    Du darfst gerne weiter fragen, auch "fertige Lehrerinnen" müssen das manchmal. =)

    Die Ausschlussklausel gibt es aber nur für neue Angestellte (nach August 2004 glaube ich).

    Für alle anderen gibt es einen Topf, aus dem die Schule Fahrtkosten erstatten kann. Das führt dazu, dass eine Kollegin Ausgaben für die Klassenfahrt erstattet bekommt und jede Klasse (knapp) eine Begleitperson für den Jahresfahrschein für die öffentlichen Nahverkehrsmittel. Das sind 8 Euro, manchmal gab es die, manchmal nur 7,50 Euro. Die Kolleginnen mit Auto nehmen dieses Fahrgeld dann für sich, ich habe sowieso eine Monatskarte und lasse dann auf die Jahresfahrkarte eine Begleitperson schreiben, die dann von Eltern genutzt wird, die uns auf Wandertagen begleiten.
    Der Rest wird eben über Freiplätze gedeckt oder selber bezahlt.

    Fortbildungen besuche ich nur in dem Gebiet, das durch meine Monatskarte abgedeckt ist. Und seit der letzten Steuererklärung musste ich feststellen, dass man darüber nun genau Protokoll führen sollte, da die Fahrtkosten nur noch anteilig anerkannt werden. Da meine Schule nur wenige km Luftlinie von mir entfernt ist, protokolliere ich jede weitere dienstliche Fahrt nun genau. :evil:

    Conni

    Als Angestellte in Berlin musste ich zusätzlich zu meinem Arbeitsvertrag eine Erklärung unterschreiben, dass ich auf sämtliche Erstattungen für Fortbildungen und Klassenfahrten verzichte.

    Ich war noch nie auf Klassenfahrt in meiner Berliner Zeit. Das hat aber nicht nur diesen Grund, sondern eben auch noch den, dass viele Kinder so spezielle Bedürfnisse haben, dass mindestens noch 3 Eltern als Begleiter mitkommen müssten. So viele Freiplätze gibt es nirgendwo, die gibt es nichtmal im Tierpark.

    Und da sehe ich das nächste Problem: Wenn ich mit meiner Klasse in den Tierpark möchte (oder ins FEZ = große Freizeit-, Musik- und Theatereinrichtung für Kinder), dann bekomme ich für meine 27 Schüler nur eine Begleitperson frei rein. Ich bezahle meinen Eintritt selber, meine Horterzieherin nicht, also ist das die Freiperson. Dazu brauche ich mindestens noch 1, besser 2 Begleiter, üblicherweise Eltern oder Großeltern. Soll ich die dann selber bezahlen lassen? Die 3 Euro für eine Theaterveranstaltung im FEZ mögen noch gehen, aber 10 Euro für den Tierpark sind wirklich happig. Da müsste ich eigentlich auch umlegen...
    Fazit: Ich war noch nie im Tierpark mit meiner Klasse, was eigentlich sehr sehr schade ist...

    Schmeili
    Das Konzept ist für Kleingruppen mit 4 bis 8 Schülern und 1 (oder 2??) mal wöchentlich 90 min.
    Ich könnte mir vorstellen, daraus ein Konzept für eine ganze Klasse zu erstellen, an dem kontinuierlich gearbeitet wird. Ob das dann klappt, hängt von der Klasse ab.
    Es sind verschiedene Spiele zur Förderung von Konzentration und Gedächtnis beschrieben. Außerdem sind Aufgaben zum Nachzeichnen von Mustern dabei, bei welchen die Schüler lernen sollen mitzusprechen (später mitzudenken), was sie tun. Dies ist für Schüler gut, die konzeptlos an Aufgaben gehen und ihre Handlung nicht planen können. (Ich öffne meine Federtasche. Ich nehme den Bleistift und den Radiergummi heraus...)
    Zudem sind schöne Kopiervorlagen für Verstärkerpläne drin.

    Für 10 Euro plus Porto würde ich das Material sofort nehmen- aber ich brauche es nicht, wir haben es an der Schule.

    aust
    30 Kinder???? 8o
    Mach dich nicht verrückt, da musst du deutliche Abstriche machen.
    Ich habe 27, darunter eine Reihe von Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf und muss ebenfalls deutliche Abstriche in Kauf nehmen, was mir sehr sehr schwer fällt - Fazit: In diesem Schuljahr war ich vor Beginn der Osterferien so fertig wie sonst vor den Sommerferien. Jetzt bin ich nur noch müde, auch wenn ich genug schlafe.
    In meinem Klassenraum sind viele Regale, aber es ist zu eng, um dort freien Zugriff zu haben, die Kinder drängeln sich durch. Ein Platz für einen Sitzkreis, eine Experimentier- oder Leseecke sind nicht möglich. Ich genehmige mir eine kleine Lehrerecke hinter meinem Lehrertisch, denn ich muss ja aufgrund der Differenzierung auch eine Vielzahl an Zusatzmaterialien, Lernstandsbögen, Förderplänen etc. unterbringen, dazu die Materialien für den Fachunterricht in anderen Klassen, CD-Player und diverse CDs, außerdem ein kleiner Hocker, auf den ich mich setze, wenn ich einem Kind länger helfe - für Stühle ist kein zusätzlicher Platz vorhanden, der Hocker ist leicht und ich trage ihn über die Kinderköpfe hinweg.

    In meinen Regalen sind: Kunstkartons, Kunstmappen, Zeichenblöcke, Buntpapier, Bücher (Tinto, Lesekiste, Wörterbücher), Buchecke (da geht mittlerweile fast keiner mehr ran, da es einfach voll ist überall und da Kinder davor sitzen), diverse Lesekarteikästen (platzsparend!), Mathematikmaterialien (Rechenrahmen bis 20 und 100, Rechenketten, Zehnerstreifen, Papp-Uhren, eine Zusatzaufgabenkartei, Selbstkontrolleordner für Einstern, eine große Kiste mit Steckwürfeln, Tangram-Kartei, eine Kiste mit den Zehnerstangen und Einerwürfeln aus Holz, Rechenchips etc.), ein paar Spiele. (Nachteil: Kinder brauchen oft einen Stuhl, um an die Tafel schreiben zu können.)
    Die Regale unter der Tafel enthalten die Hängeregistraturen der Erstklässler (keinen andern Platz gefunden), Signalkarten, zwei Rechenkarteien und Materialien, die ich nur unter Aufsicht herausgebe.
    Auf den Regalen an der Seite und hinten im Raum stehen die Stehordner der Kinder, dort bewahren sie Materialien (Bücher und Hefte) auf, die sie nicht unbedingt mit nach Hause nehmen müssen. Dazu die Hängeregistraturen der Zweitklässler (für angefangene Arbeitsblätter im Wochenplan). Eine Strecke ist für den Wochenplan der 2. Klasse - hier liegen die Arbeitsblätter bzw. die Hefte, in denen gearbeitet werden soll, in Plastikablagen aus. Ein weiteres Stück der hinteren Strecke ist für den Wochenplan der 1. Klasse. Dadurch, dass beide Strecken etwas getrennt sind, müssen die Kinder dort meist nicht anstehen.

    Für den Wochenplan müssen die Fachlehrer mitmachen, sowohl in der Erstellung von Aufgaben als auch im Bereitstellen von Unterrichtszeit für die Bearbeitung des Planes. Eigentlich ist das nur möglich, wenn man sehr gut im Team arbeitet. - Oder fast alles selber unterrichtet. Ich bevorzuge die zweite Variante und habe diese zum Glück nun auch in meiner jetzigen Schule. Das ist ein wirklich positiver Effekt meines Wechsels von Brandenburg nach Berlin. Ich möchte bitte nie nie wieder in einer 1. oder 2. Klasse eine Fachlehrerin für Mathematik in meiner Klasse haben.

    Meine Tische stehen - nach anfänglicher Gruppentischeuphorie vor 4 Jahren - nun wieder frontal - vor einer Woche habe ich den letzten Gruppentisch aufgelöst. Ich bekomme in eine Klasse mit so vielen Kindern - und darunter so vielen Kindern mit massiven Konzentrationsschwächen - keine Ruhe hinein, weder wenn ich etwas frontal erkläre noch im Wochenplan.

    @aschenputtel
    Ja ist es. Ich habe es einmal am Anfang des Schuljahres gemacht, weil die Schulbuchbestellung daneben gegangen war und die Hälfte der Klasse ohne Bücher und Arbeitshefte dasaß. Es hat letztlich allen Spaß gemacht und war für mich eine schöne Erfahrung.

    Die Materialien kann ich heute auch nicht mehr verwenden, weil es damals schon recht anspruchsvoll war und das Niveau so weit heruntergegangen ist mittlerweile, dass es jetzt vielleicht etwas für die 3. Klasse wäre, die ich aber nicht mehr unterrichte.

    Ich stelle aus zeitökonomischen Gründen derzeit in erster Linie wiederverwendbare Arbeitsmittel und Arbeitsblätter her und lasse die Kinder so viel wie möglich in den von den Eltern gekauften Materialien arbeiten, damit sich auch diese "lohnen".
    Daher gibt es bei mir derzeit keine Ganzschriften (und dafür jede Menge anderer "Brennpunkte").

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