Zarja, in welchem Zusammenhang sollst du die Satire denn schreiben? Kennst du die Bücher von Gabriele Frydrych? Die sind sehr gut.
Jetzt mal ein Brainstorming von mir:
Wenn du Musik hast, könntest du speziell dieses Fach betonen:
1. Stunde: Instrumentales Gruppenmusizieren, 4 Instrumente für 32 Schüler, davon 2 kaputt (Instrumente!).
2. Stunde: Tanzenvon Folklore mit 8.-Klässlern. (Dazu gibt es schon eine Satire von o.g. Autorin, die aber "ein alter Hase" ist.)
3. Stundel: Singen mit sangesunlustigen Schülern.
4. Stunde: Singen mit einer Klasse, in der sich alle für fähig halten, DSDS zu gewinnen.
Hinzu kommt bei SekI/II natürlich, dass du die Schüler nur 1 bis 2 Stunden wöchentlich hast, z.T. epochal, du kennst also nicht wirklich die Namen und turnst den ganzen Tag um den Sitzplan drumrum. Wehe, sie setzen sich heimlich um.
Speziell zur Alterstendenz habe ich folgenden Vorfall erlebt:
Ich wollte für unser Küken sammeln, die wurde 30. Unsere zweitälteste Kollegin tönte laut durch's ganze Lehrerzimmer: "Hier wird erst ab 50 gesammelt, das hatten wir mal beschlossen." Ich fragte beim Chef nach, der bestätigte das. 
Und noch etwas: Jungen Kollegen wird versucht, jede unbeliebte Zusatzarbeit zuzulotsen. Bezirkslehrerrat, Schulprogramm etc. etc.
Plötzlich erhälst du Post von der GEW auf der "Vertrauensleute-Info" steht. Durch Telefonate kannst du herausbekommen, dass du zur Vertrauensfrau gewählt wurdest und diese Wahl weder durchgeführt noch angenommen werden muss. Herzlichen Glückwunsch!
Auf vielfachen Wunsch erhälst du irgendwann eine Liste der anderen GEW-Mitglieder deiner Schule. Davon weiß 1/3 nichts von seiner Mitgliedschaft. 1/3 ist verbeamtet und zahlt nur wegen der Schlüsselversicherung und das restliche Drittel ist so überarbeitet, dass es sich nicht kümmert.
Organisiere bitte eine Basisgruppe, gleich, sofort, gestern!
Nebenbei versucht dein Schulleiter ständig, dich abzuwerben in den VBE. Du musst ihm jedes Mal erklären, dass du nicht verbeamtet, sondern angestellt bist.
Speziell für Berlin: Nur, als die Riesengehaltserhöhung versprochen wird, können sich plötzlich alle daran erinnern, dass du angestellt bist - und dann jammern auch die 63jährigen über ihre geringe Besoldung, was das Zeug hält. 2,43 € mehr Kranken- und Pflegeversicherung als ein Angestellter.... An dieser Stelle hast du am besten dringend etwas zu tun und verlässt das Lehrerzimmer. Dass die Riesengehaltserhöhung nie kommt, interessiert eh keinen.
Die Eltern, denen du begegnest, sind älter als du.
Die andere Musikkollegin der Schule erklärt dir, dass jeder Schüler ein Liederbuch entleiht und dies bis zum Ende der 10. Klasse behält. Sie gibt dir 60 Stück. Die müssen für deine 8 Musikklassen reichen.
Natürlich ist der Musikraum auch immer belegt, weil sie dort Musik oder Deutsch gibt. Du musst dir dann eben in deinem Klassenraum ein paar Sachen unterstellen.
Du erbittest dir einen Stoffverteilungsplan von ihr, den du prompt bekommst. Die in ihm enthaltenen Lieder hat zuletzt deine Mutter bei den Pfadfindern/Thälmannpionieren gesungen.
Von deiner Deutsch-Parallelkollegin erbittest du dir auch einen Stoffverteilungsplan, den sie dir verweigert, da es ihr geistiges Eigentum ist. Im Gegenzug erwischt sie dich beim Kopieren deiner nagelneuen Literaturwerkstatt und reißt gleich ein paar Kopien an sich.
Speziell für Frauen: Während dein Chef dich zweimal wöchentlich daran erinnert, bloß die Pille nicht zu vergessen, führen deine Kolleginnen heimlich einen Zykluskalender für dich und versuchen dich an den fruchtbaren Tagen für deinen Mann fit zu machen, da es schließlich schon seit 10 Jahren keine Kollegin mit Nachwuchs mehr an der Schule gab.
Edit: Die Anlage in der Aula ist noch "mono", während alle CD-Player an die Sport- und Mathekollegen vergeben sind, die sie für wichtige Zwecke brauchen. "Wieso brauchen Sie einen CD-Player, können Sie nicht Gitarre spielen?" fragt euer CD-Player-Verleih-Beauftragter dich.