Beiträge von Conni

    So eine wertvolle Stunde wird nicht der Klassenlehrerin gegeben, weil:
    - du alle Stunden voll hast
    - du keine Stunde mehr abgeben kannst an jemand anderen (bei uns sind z.B. fast alle Musik- und Kunstlehrerinnen in den Eingangsstufenklassen, das wird inzwischen z.T. von Klassenlehrerinnen unterrichtet, damit wir unsere eigenen Klassen nicht von Fachlehrerinnen unterrichten lassen müssen)
    - aus Gedankenlosigkeit
    - die Schulleitung sich nicht in dich und die Belange der Kinder hinein versetzen kann/will

    Such dir was aus.

    Parallele Einführungen/Wiederholungen mache ich ab und an bei Buchstaben (Druckschrift-Schreibschrift), z.B. wenn uns eine Teilungsstunde wegfällt.
    In Mathematik wird es schwierig: Unsere Ersties sind noch lange nicht so weit, dass sie Analogieaufgaben lösen könnten (einige haben noch Probleme mit den Zahlen/Mengen bis 6), während die Zweities dringend im ZR bis 100 rechnen müssen. Klar, da kann ich mal 10 Minuten Analogieaufgaben zeigen, aber muss damit rechnen, dass die Hälfte meiner Ersties komplett abschalten, weil sie keine Peilung haben, worum es geht.
    Sofern der Leistungsstand der Gruppe aber so ist, dass es zusammenpasst, ist es eine gute Möglichkeit. Vergleichen, Zahlenstrahl etc. könnte man eventuell dann auch parallel einführen/auf den größeren Zahlenraum ausdehnen.

    Achje, armes kroko! Das sind ja Zustände!

    Wir haben unsere beiden Förderstunden so mit "verarbeitet", dass daraus 4 Teilungsstunden werden (je 2 für Kl. 1 und Kl. 2; die anderen haben in der Zeit Sport mit der Parallelklasse zusammen), dazu haben wir 7 Erzieherstunden, sofern die Erzieherin da ist, meist macht sie dann die ganzen Lernstandstests etc. Sofern Vertretung anfällt, sind die Teilungsstunden natürlich auch weg.
    Außerdem arbeiten wir zu Zweit zusammen und machen pro Woche 3 bis 4 Stunden, in denen alle Erstklässler aus der Parallelklasse und aus meiner Klasse zu meiner Parallelkollegin gehen (die hat dann quasi 2 halbe Klassen Erstklässler da), alle Zweitklässler sind bei mir, ich habe dann quasi 2 halbe Klassen Zweitklässler. Die Stunden sind zwar sehr anstrengend, weil die Kinder es kaum noch gewöhnt sind, frontal zu arbeiten, aber ohne diese Einführungen und Festigungen würde kaum noch was bei der ganzen Sache "herauskommen". Bestimmte Sachen können sich unsere Schüler einfach nicht selber beibringen.

    Was ich in ähnlichen Situationen wie deiner beobachtet / gehört habe:

    - Erstklässler bekommen stille Aufgabe (ein Buchstabenheft mit Ausmal- und Schreibübungen tut da Wunder, Einstern geht aber eigentlich auch, wenn sie eingewiesen sind, freies Schreiben war bei meinen immer so, dass ich zu viel helfen musste), du holst die Zweitklässler in den Sitzkreis nach vorne und arbeitest mit ihnen. Und umgekehrt. Vielleicht keine ganze Stunde, aber 20 min geht das, sofern die Kinder generell ruhig arbeiten können. Wenn das noch nicht klappt, würde ich feste Übungszeiten für "stilles Arbeiten" einführen.

    - Mathematikunterricht, keinerlei Teilung, Fachlehrerin in fremder Eingangsstufenklasse: Am Anfang des Schuljahres gab sie den ERstklässlern ein Mandala und arbeitete mit den Zweitklässlern. In der Folgestunde arbeitete sie mit den Erstklässlern und die Zweitklässler bekamen Übungsblätter zur Wiederholung des Rechnens bis 20. Später konnten die Erstklässler dann auch selbstständiger arbeiten. Ich persönlich würde das nicht machen, sondern immer eine wenigstens an Mathematik erinnernde Aufgabe geben (Zahlen schreiben, Zahlenmandala, Links- Rechts-Ausmalblatt, Mengen zuordnen)

    Für die Freiarbeit/Wochenplan gilt:
    Zuerst werden Aufgaben gelöst, die das Kind kann. Weiß es einmal nicht weiter, schaut es zum Nachbarn, dann darf es im Flüsterton fragen. Weiß der Nachbar nicht weiter, darf ein weiteres Kind im Flüsterton gefragt werden. Dann darf ich gefragt werden. (Und das überprüfe ich auch, ich frage, wer vorher um Rat gebeten wurde.)
    Ich habe eine "Ampel" an der Tafel: Steht sie auf "rot", darf mich keiner stören, denn dann arbeite ich mit einzelnen Kindern und ignoriere Fragen bzw. zeige auf die rote Ampel, wenn ein Kind "von der Seite" kommt.

    Wer fertig ist, darf:
    - angefangene Blätter aus dem Hängeregister bearbeiten (dort hat jedes Kind sein "Fach")
    - im Einstern weitermachen (Kl. 1)
    - Schreibschriftlehrgang, 5-Minuten-Trainingsheft, Leseheft (Kl. 2)
    - Lernmaterialien aus den Regalen nehmen (Bücher, Lesehefte, Bandolo, Lük, Lesekarteien,Klammerkarten, laminierte Zahlen-Ausmal-Blätter, Tangram, Sudoku, Kopfrechentrainer, diverse Spiele etc.)

    Freiarbeitsmaterialien:
    - Lük-Kästen wurden freiwillig von den Kindern mitgebracht, 3 sind von mir gekauft zum Ausleihen
    - ein paar Spiele waren Geschenke
    - unsere nette Sekretärin mag uns und da die Schule Geld über hatte, haben wir in diesem Jahr einige Spiele aus Katalogen bekommen, die ich jetzt nach und nach einführe
    - alle anderen Materialien sind von mir gekauft bzw. gebastelt, in meinem Klassenraum steckt ein kleines Zeit- und Geldvermögen
    - Spiele gibt es manchmal preiswert bei Kik, Aldi, Plus, ebay, Rudis Resterampe & Co. Ich habe daher 2 ABC-Zuordnungsspiele, 2 Lesespiele, ein Zahlenspiel, 2 Rechenspiele, 3 Hefte mit so Rädern zum Verschieben zu verschiedenen Themen
    - schnell zugängliche Lesekarteien gibt es z.B. bei Stolz: Kopieren, knicken, laminieren, Lösung kopieren, eventuell für jedes Kind ein Blatt zum Abhaken machen, hinstellen
    - Lange Basteleien habe ich mir inzwischen abgewöhnt. Alles, was ich bastle, kopiere und laminiere, muss in einem angemessenen Zeit-Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen.

    Alles in allem wirst du Abstriche machen müssen. Selbst wir mit unseren Teilungsstunden schaffen es unter den gegebenen Bedingungen (jüngere Schüler, Sonderschüler ohne tiefgreifende Zusatzförderung mit drin, Verwirrung der Kinder durch ständigen Raumwechsel) nicht mehr, den gleichen Umfang an Stoff zu vermitteln wie noch vor 2 Jahren.

    Grüße,
    Conni

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    venti
    Das erinnert mich an irgendwas. Die meisten meiner Kolleginnen haben so schonmal unterrichtet, bis vor ca. 18 Jahren...
    Seit froh, dass die Inspektoren nur das zu meckern hatten...

    Bei meiner Parallelkollegin und mir ist es so, dass wir:

    - donnerstags den Nachmittag sitzen und die Folgewoche planen (pro Stunde grob das Thema, Seiten im Arbeitsheft, Arbeitsblätter - alles in meinem Kalender, da ein funktionsfähiger Computer erst seit kurzem nachmittags zugänglich ist; dabei planen wir Puffer mit ein
    - donnerstags (danach) oder freitags kopieren wir die nötigen Arbeitsblätter (meine Kollegin für Klasse 1, ich für Klasse 2, gleiche Blätter für Musik, Sachkunde oder Kunst macht diejenige, die es schafft oder wir wechseln uns ab)
    - Manchmal erstelle ich noch ein AB am Wochenende,
    - täglich sprechen wir uns kurz (10 min bis 1 Stunde) über den Verlauf ab und verändern ggf. kurzfristig etwas
    - den Jahresarbeitsplan (Stoffverteilungsplan) mache ich für uns beide - inzwischen nur noch sehr grob, da kräht kein Gockel nach und er dürfte wohl im Vergleich zu einigen Kolleginnen noch sehr ausführlich sein (meine Kollegin ist in Teilzeit und schafft es dann z.B. mal eher in der Kita anzurufen oder eine Exkursion abzusprechen)

    Dazu kommt dann am Wochenende eben das Schreiben von Elternbriefen, eventuell vorausschauendes Erstellen von Arbeitsblättern, Sortieren der Originale in Ordner und zusätzlich die Vorbereitung für meine beiden Musikklassen und den Förderunterricht, wobei ich da dann oft für mehrere Wochen plane.

    Grüße,
    Conni

    Powerflower

    Die Zusatzversicherungen verlangen aber ebenfalls einen ausführlichen Gesundheitsfragebogen. Die fragen nach allen Ärzten, bei denen du in Behandlung warst, allen Krankheiten, ob du mal länger als 3 Tage arbeitsunfähig warst etc.
    Mit Diabetes hast du vermutlich keinerlei Chancen, da rein zu kommen.

    Mit weniger "ernsten" Erkrankungen gibt es eine Kombi-Zusatzversicherung der Signal-Iduna (Heilpraktiker, Brille, Zahnersatz), die "vereinfachte Gesundheitsfragen" stellt.

    Außerdem soll es beim Deutschen Ring einen Kombitarif mit Kontrahierungszwang geben.


    Was auch noch bedacht werden muss: Als freiwillig Versicherter muss man die GKV-Kosten auf ALLE Einnahmen zahlen, z.B. auch auf Zinseinnahmen! :rolleyes:

    Grüße,
    Conni

    Mir gefällt Flex und Floh auch besser, aber damit habe ich noch nicht genug Erfahrung, um das wirklich beurteilen zu können.

    Im 3./4. Schuljahr haben sie noch den Nussknacker. Früher gab es den auch in der 2. Klasse und ein antiquiertes Buch in der 1. von VuW. Aber die Kolleginnen in der 3./4. werden dann in den nächsten Jahren doch noch mal nachdenken müssen, denn das Niveau geht durch die Schulanfangsphase (und die daran geknüpften Bedingungen zum Lernen) doch merklich nach unten.

    Huch? Schulleiterin lädt Eltern ein? 8o

    Neeee, bei uns ist das an der Tagesordnung. "Du du" sagen, mit den Kindern reden, manche Kolleginnen lassen die Kinder dann untereinander (mit Lehrerin als Mediatorin) den Streit so weit wie möglich selber verbal lösen. Wenn es sich häuft, Eintrag an die Eltern / Anruf oder Hofpausenverbot. Um alles müssen wir uns selber kümmern, Schulleitung fühlt sich nicht für zuständig, es sei denn, es ist wiederholt zu schweren Ausschreitungen eines Einzelnen gekommen und die Klassenleiterin hat sich massiv für das Einschreiten der Schulleitung stark gemacht.

    Grüße,
    Conni

    Hallo Panama,

    ich schließe mich da Herzchen an bzgl. folgender Fragen:

    - Welche Lehrerin würde dein Kind bekommen? Ist sie Kann-Kindern gegenüber aufgeschlossen? Unterrichtet sie differenziert?
    - Was passiert, wenn dein Sohn den Anforderungen nicht gerecht wird? Kann er das "wegstecken", wenn er jetzt in der Kita vielleicht richtig gut mithält, in der Schule aber Mühe hat?
    - Käme er mit Kindern aus der Kita in eine Klasse?

    Ich hatte bisher einmal ein Kann-Kind, welches gegen den Rat der Kita eingeschult wurde. Emotional und von der Konzentration und Feinmotorik her anfangs ziemlich katastrophal, auch Mathe und Deutsch waren schwierig im 1. Schuljahr. Bis auf seine egozentrische Art und seine Konzentrationsprobleme hat er sich aber gefangen und kommt im mittleren Bereich mit.

    Selber sollte ich von Seiten der Kita auch als Kann-Kind eingeschult werden - aber meine Eltern waren dagegen. Das war zuerst traurig und in der Schule extrem frustrierend, da ich bei Schuleintritt einen großen Teil der Lerninhalte des 1. Schuljahres schon konnte (ohne besondere Elternhilfe) und immer darauf wartete, dass ich "endlich was lernen" darf. Differenzierung war damals nicht angesagt und für zu viel Wissen gabs hämische Bemerkungen.

    Deshalb halte ich auch die Frage nach der Lehrerin für wichtig, denn eine Lehrerin, die differenziertes Arbeiten anbietet, kann dann auf deinen Sohn eingehen - egal ob er früher eingeschult wurde und eventuell etwas länger für manche Dinge braucht oder ob er normal eingeschult wurde und vielleicht weiter ist als die anderen.

    Und zuletzt: Gäbe es eine Möglichkeit, deinen Sohn jetzt mal einen Probetag machen zu lassen? Dann könnte er selber sehen, ob ihm so ein Vormittag bekommt.

    Grüße,
    Conni

    Ich kann euch auch einerseits nachfühlen, habe jetzt fast 4 Jahre nach dem Ref um und ärgere mich auch über einige Dinge im Ausgangsposting + die Dinge, die dadurch hinzukommen, dass ich an einer Schule im sozialen Brennpunkt (einkommensmäßig) arbeite.

    Ich sehe aber auch, wie es in anderen Berufen aussieht: Auch dort gibt es Dinge, die einem nicht passen - und es wird dann schneller mal gesagt: "Na wenn es Sie stört, dass ihr Büro ein Durchgangszimmer ist und Sie sich nicht genug konzentrieren können, suchen Sie sich doch einen anderen Arbeiteber!"

    Für mich ist es auch wichtig, dass ich meine Ansprüche runterschraube:
    Viele Dinge sind in der Erziehung vor Schuleintritt schon entgegen bestimmter Normvorstellungen vonstatten gegangen. Daran können wir nur noch bedingt etwas ändern. Mir fällt übrigens dadurch positiv auf, dass:
    - die meisten meiner Schülereltern (und Eltern von Parallelklassen auf der Etage) grüßen.
    - die meisten meiner Schüler/innen morgens von sich aus grüßen,
    - viele Kinder "Bitte" und "Danke" sagen. (Wenn sie das nicht "bitte" sagen, setze ich die Bitte in der Regel nicht um. "Kannst du mal die Flasche aufschrauben?" - "Klar, kann ich." Die meisten sagen dann "bitte".)
    - die meisten Kinder Müll vom Boden aufheben, wenn er an ihrem Platz liegt. Wenn sie sagen "Das war ich nicht." dann entgegne ich: "Heb es doch bitte trotzdem auf, das ist auch dein Klassenraum!". Bei den meisten Kindern funktioniert das, bei manchen nicht, dann springt aber oft ein Kind vom Nachbartisch auf und hilft. Für das Aufheben und Wegbringen bedanke ich mich in der Regel und lobe die Hilfeleistung. Einige Kinder sind es nicht gewöhnt, ihren eigenen Müll aufzuheben und wegzubringen. Wie willst du es da von ihnen erwarten, wenn es sonst keiner erwartet?

    Bei Kolleginnen die alles besser wissen oder ständig jammern, höre ich nicht mehr als nötig zu. "Du tut mir leid, ich muss schnell...", solange ich aus der Unterhaltung raus kann.
    Auf Fortbildungen fand ich es bisher eigentlich nicht so schlimm. Und wenn Unmut aufkommt, mache ich mit. Dann bin ich meinen "Dampf" los, weiß, dass es anderen genauso geht und habe gleich meine Zweifel ("Andere sind bestimmt viel weiter!") gelindert. :tongue:

    Ein großer Nach- und Vorteil, den unser Beruf neben anderen noch hat ist übrigens, dass es kaum Aufstiegschancen gibt und dadurch die Ellenbogen bei vielen nicht so weit ausgefahren sind, wie es in anderen Branchen der Fall wäre.

    Grüße,
    Conni
    PS: Ob ich das 40 Jahre durchhalte? Keine Ahnung. Aber vielleicht ist mit Hörgerät der Lärm nur noch halb so laut? :D

    Hallo dussek,

    all die Sachen, die du nennst, klingen nicht nach "ungeeignet", sondern nach "Anfangsproblemen". Im Einzelnen:

    Die Unterrichtsvorbereitung ist extrem zeitaufwändig am Anfang (+ Korrekturen).

    Dass immer wieder Schüler fehlen, daran musst du dich auch gewöhnen, die könnten ja auch krank sein. Den versäumten Stoff müssen sie sich doch bestimmt von einem Mitschüler besorgen und nacharbeiten? Gerade am Gymnasium kannst du ja nicht jede Stunde von vorne anfangen, weil in der Vorstunde welche fehlten. Wenn dich das allerdings sehr nervt und du dich nicht daran gewöhnen kannst, ist das problematisch, denn das wird ja immer mal wieder passieren.

    Tafelbilder anfertigen ist schwer. Da solltest du mit dir selber Geduld haben. Mir erzählte mal jemand, zu seiner Studienzeit gab es dazu einen Kurs! Auch ich bekomme ab und an mal die letzte Zeile nicht mehr drauf oder vergesse, dass meine Zweitklässler noch keine Schreibschrift lesen können.

    Stundeneinteilung: genauso gewöhnungsbedürftig. Ich habe in der letzten Woche 2mal total überzogen (in die Folgestunde reingearbeitet, was an der GS als Klassenlehrerin nicht so schlimm ist), einmal vergessen, die Kinder rechtzeitig vor dem Sport frühstücken zu lassen und 2mal zu früh Schluss gemacht, weil ich verpeilt hatte, wann die Stunde zu Ende ist. (Ich bin jetzt 4 Jahre nach dem Vorbereitungsdienst in der Schule.)

    Auch das Einsammeln bzw. Besprechen der Hausaufgaben bekomme ich erst seit dem letzten Schuljahr kontinuierlich und an sinnvollen Stellen des Unterrichtstages hin. In meinen Fachklassen kontrolliere ich Hausaufgaben am Stundenanfang und trage sie mit Bleistift im Klassenbuch zu der Stunde ein, zu der sie auf sind.
    Das Klassenbuch lege ich am Anfang der Stunde aufgeschlagen hin (dann sehe ich, was an HA auf war) und trage entweder gleich oder am Ende ein oder wenn ich eine ruhige Minute zwischendrin habe (Schüler schreiben etwas ab, heften etwas ein, tragen sich die Hausaufgaben ein).

    Huch, wie lange habt ihr denn schon Schule?

    Meiner Erfahrung nach dauert es eine Weile, bis die Kinder sich das Schreiben alleine zutrauen und auch die Laute hören. Auch das Erlernen der Anlauttabelle dauert eine Weile.

    Dehnt ihr beim gemeinsamen Schreiben die Wörter? Also "Taaaaaaaante" - "Tannnnnnnnnnnnnnnnte" etc. (die stimmlosen Konsonanten spreche ich besonders betont, damit mehr Kinder sie hören). Ich lasse die Kinder dann auch gedehnt mitsprechen. Nach einer Weile haben dann bisher alle noch irgend etwas außer dem Anlaut gehört.

    Macht ihr weiter Buchstabeneinführungen? Damit kann man Hörübungen verknüpfen. Unsere Kinder haben ein "Lauttier", das hat vorne, in der Mitte und hinten ein Loch in Fingerdurchmesser. Beim Hören von Lauten gibt es Aufgaben wie: "Hörst du das T am Anfang, im Wort oder am Ende?" - Die Kinder stecken den Finger dort durch, wo sie den Buchstaben hören. Wichtig ist, dass beim Lauttier sich Kopf und Schwanz deutlich unterscheiden. also Ente - gut, Regenwurm - nicht gut. Anfangs sind die Kinder unsicher, hören dann die Position des Lautes aber immer besser heraus. Dies fließt dann wieder mit dem Abhören von Wörtern zusammen.

    Ich würde an deiner Stelle (weiter) solche Übungen durchführen und den Kindern etwa 10 Schulwochen Zeit geben, bei Interesse auch den Eltern Übungen erklären, mit denen sie das Kind unterstützen. (Anlauttabelle üben, Lauttier für zu Hause etc.)

    Ich stimme meinen Vorschreiberinnen uneingeschränkt zu. Du wirst sicher Gesprächsprotokolle in der Schülerakte haben, ebenso wie Förderpläne/individuelle Lernpläne (z.B. mit der Maßnahme "Kind sitzt nah beim Lehrer, frontal zur Tafel").
    Wenn dem so ist, ist auf dem Hintergrund dessen, was ich weiß und wie der Fall von dir geschildert wurde, alles getan, was für dich möglich und sinnvoll war.

    Du darfst das Kind auch gar nicht "therapieren" oder etwas Ähnliches. Bei so massiven Schwierigkeiten, wie du sie beschreibst, müssen Fachleute ran. Bei uns gibt es einen ähnlichen Fall, bei dem die Eltern nun, im 4. Schuljahr, der Überprüfung durch die Schulpsychologie zugestimmt haben. Vorher gab es auch viel Ärger, die Lehrerin wurde scharf angegriffen, weil das Kind im schriftlichen Bereich fast nichts zustande bekam.

    kaddl
    Für die meisten "externen Kontakte" benötigt man die Einverständniserklärung der Eltern (Sonderpädagogen, Schulpsychologie), nur beim Jugendamt wäre eine Meldung möglich ohne die Einverständniserklärung. Insofern denke ich, dass das meiste da ausgeschöpft ist.

    Grüße,
    Conni

    Das sind Fantasiewörter, "Klangmalerei" heißt das in der Musik. Sie können zur Stimmbildung genutzt werden. (Richtige Formung der Vokale, Erweiterung des Klangraumes im Mund etc.)

    pinacolada
    Wir haben die Buchstabenordner.

    Am Anfang des Schuljahres stelle ich mich einen Nachmittag hin und hefte alle Karten aus und sortiere sie buchstabenweise. Sie kommen hochkant in eine Kiste, mit Büroklammern zusammen, alphabetisch geordnet. Der kleine Ordner geht nach Hause.
    Die zu bearbeitenden Buchstaben hole ich im Packen heraus, die fertigen Karten gehen nach Hause und werden zu Hause in den Ordner abgeheftet.
    Das klappt bei uns ganz gut.

    Grüße,
    Conni

    Ein schönes Lied, auch noch zur Stimmbildung geeignet und indirekt mit dem Thema "Herbst" verknüpft ist

    "Nebel legt sich übers Land" von Meinhard Ansohn ("Ein Haus für die Kinder")

    http://www.wissen-und-wachsen.de/media/2/downlo…bst_gesehen.pdf

    Linke Seite: Ich singe das mit einer 4. mit leicht verändertem Text ("mit unserer Bimmelabum" --> "um Stoppelfelder herum")

    Rechte Seite: Letztes Jahr mit Kl. 1/2 gesungen, werde das Lied dieses Jahr wohl mit der 3. machen.

    http://www.geocities.com/forum_frauenli…lfuehl2001.html
    Das linke Lied habe ich letztes Jahr mit der 3. gesungen, es scheint ein mp3 zu geben (google mit Textanfang), welches aber mit meinem Browser nicht abspielbar ist.

    In der "mip" 11/2004 (helbling) waren: "Bunte Blätter, Wind und Wetter", "Kartoffel-Rap" und "Drachensteigen" inkl. weiterführender Ideen für fächerverbindenden Unterricht.

    Grüße,
    Conni

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