Wir haben als Bewegung:
Streichen mit der Hand auf dem Arm - langer Vokal (extra langgezogen), tippen auf den Arm - kurzer Vokal. Die Kinder probieren beides aus und entscheiden sich für das Passende. Klappt auch bei meinen Russen ganz gut, wobei die alle gut Deutsch sprechen...
Beiträge von Conni
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Hallo SchiWp,
wenn du es so genau nimmst, wirst du nur wenige lautgetreue Wörter finden.
Die Kinder üben das lautgetreue Schreiben. Das kann man an jedem Wort üben, nicht nur an lautgetreuen. Es ist nur bei einigen Wörtern schwerer als bei anderen. Im Prinzip kannst du die Kinder jedes Wort schreiben lassen.
Es empfiehlt sich, anfangs kurze Wörter ohne Konsonantenhäufungen zu nehmen. "Sofa" und "Oma" passen gut, aber "Feder" und "Teller" gehen auch, wenn du auf den Anspruch verzichtest, dass die Kinder die orthographisch normgerechte Schreibeweise selber herausfinden müssen. Die dazu passenden Rechtschreibstrategien sollten nach und nach eingeführt werden. Man kann den Kindern ja schon recht bald erklären, dass man fast immer -er am Ende schreibt, wenn man -a hört. Einige Kinder setzen das schnell um, andere benötigen mehr Zeit.Wichtig ist, dass du die Eltern ausreichend über dein Vorhaben, die Kinder lautgetreu schreiben zu lassen, informierst.
In "Pinsel" höre ich das "s" stimmhaft, also ideal. Schwerer sind Wörter mit stimmlosem "s", da schreiben die Kinder dann oft "z".
Damit die Kinder das "e" in Kerze schreiben, musst du in deiner Anlauttabelle / Buchstabeneinführung darauf achten, dass es das "e" in kurzer und langer Qualität gibt, die Kinder müssen das hören der kurzen Vokale üben. Wenn du das "ä" einführst (oder wenn ihr gemeinsam verschriftet und ein Kind schlägt "ä" für "e" vor), gibst du den Kindern mit auf den Weg, dass dieser Buchstabe selten vorkommt. Damit werden sich die "Kärzän" und die "Wolkän" und die "Äntän" in Grenzen halten.In unserem Rechtschreibheft des 2. Schuljahres sind den Wörtern mit schwer hörbarem "r" (Traum, Brücke, noch schwieriger: Turm, warm) extra Übungen gewidmet. Die Kinder hören das "r" aber vorher schon, wenn du ihnen das Wort übertrieben deutlich vorsprichst.
Ich hoffe, dass ich jetzt deine Frage passend beantwortet habe. Sollte sie von rein akademischem Interesse gewesen sein, muss ich leider passen.
LG,
Conni -
Dein Verstärkerplan verlangt von dem Kind, dass es 20 Tage lang (mein Clown hat 13 Bälle?? ) "leise" ist für 1mal Hausaufgaben weglassen.
Da stelle ich mir folgende Fragen:
Was bedeutet "leiser"? Wie habt ihr das festgelegt? Ist die Zielvorgabe klar? Vielleicht empfindet sich das Kind als "leiser", weil es einen Satz pro Unterrichtsstunde weniger redet?Hast du schonmal kürzere Abschnitte verwendet? Ich finde "1 Punkt - 1 Tag leiser sein" sehr viel verlangt. Die meisten Kinder können noch gar nicht so lange vorausschauend denken. Und die kurzfristige Befriedigung des Mitteilungsbedürfnisses scheint dem Jungen momentan deutlich mehr Zufriedenheit zu bringen als der Verstärkerplan.
Wäre es denn denkbar, dass du wirklich mal die Sache mit der Sanduhr ausprobierst? 1mal Sanduhr: 1 Punkt + Extralob vor der ganzen Klasse
Eine Sanduhr kann man auch aus 2 Bechern oder Gläsern und etwas Sand selber basteln, dann kann man sie länger als 3 min "dosieren".Bei vielen Kindern (nicht bei allen!) hilft es, wenn sie ein unerwünschtes Verhalten zeigen, ein anderes Kind für das erwünschte Verhalten zu loben. Z.B.: A quatscht, du lobst B dafür, dass er leise ist. Wenn A daraufhin ruhig ist, musst du ihn sofort loben.
Und denke immer dran: So ein Verhalten abzustellen ist ein langer Weg mit Rückschlägen. Unsere eigenen Macken bekommen wir ja auch nicht in 2 Tagen weg.
Grüße,
Conni -
Oh schön, da lern ich doch mal was Neues. Ich werde es meinen Kolleginnen mal vor der nächsten Einschulung vorschlagen, falls ich dann noch dran denke.

Conni, die grad aus 12 durchgearbeiteten Tagen rund um die Einschulung auftaucht und sich morgen auf den ersten Wochenendtag dieses Schuljahres freut
Edit: Ich sehe grade meine Signatur. Wie passend...

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Hallo meryca,
die U-Reihe ist etwa so aufgebaut (laut des von mir erwähnten Heftes).
1. Klassenumfrage über Hilfe im Haushalt (Ist / Soll)
2. Konflikte um Hausarbeit in der Familie (Fotostory)
3. Hausarbeit in anderen Ländern anhand von 4 Beispielen aus Bangladesh, Sambia, Indien (2 der Beispiele beschreiben Arbeit in fremden Haushalten, d.h. Dienstmädchen, 2 Arbeit im eigenen Haushalt)
4. Recht auf Arbeit - Regeln für Kinderarbeit entwickeln
5. Gesetze zur Kinderarbeit
6. Ursachen von Kinderarbeit
7. Aktionen gegen Kinderarbeit -
Vermutlich etwas kurzfristig, aber falls nochmal jemand anders sucht:
http://www.kindernothilfe.de/Gruppe/Sch%C3%…llen-p-221.html
Dort unter Unterrichtseinheit "Ist das fair? Kinderarbeit im Haushalt" schauen, lässt sich bestellen. Ab und an kommt dann an die angegebene Adresse mal ein Brief mit der Bitte um Spende, hält sich aber im Rahmen.
Das Heft ist für die Sekundarstufen geeignet, es geht v.a. um Indien. -
Aktualisierung:
Die Schreibhandwerk-Kurse sind verkauft.
5 Minuten Logik-Knacker (D. Wolley) - Dabei handelt es sich um mathematische Knobeleien für Klassenstufe 3/4.
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Wir nehmen auch immer Kunst/Musik/Sachunterricht mit für Deutsch und Mathe.
Für den Wochenplan hatten wir 6 Stunden pro Woche für Deutsch, Mathe und Sachunterricht. (Sachunterrichtsaufgaben waren z.T. aber Texte zum sinnentnehmenden Lesen.)
Bei uns werden die wichtigen Schreibschriftbuchstaben und -verbindungen eingeführt und aus dem Lehrgang gibt es im 1. Halbjahr des 2. Schuljahres täglich Hausaufgaben. Zudem steht eine Seite des Lehrganges im Wochenplan zum Bearbeiten.
Ab dem kommenden Schuljahr werden wir mit einem kürzeren Schreibschriftlehrgang arbeiten, denn im Tinto-Lehrgang werden eine ganze Seite die Einzelbuchstaben geübt und die Verbindungen machen dann Schwierigkeiten. Wir hatten auch Kinder, die den Lehrgang nicht geschafft haben.Die Seiten aus dem Tinto-Heft, welche zu schwer für unsere Kinder waren (Wir haben hier inzwischen die sehr jung eingeschulten Kinder, die den Anforderungen des Rahmenlehrplanes oft nicht gewachsen sind.), haben wir weggelassen, auch wenn sie zu unübersichtlich waren. Zusätzlich hatten wir noch ein dünnes Rechtschreibheft, daraus standen auch immer Aufgaben im Wochenplan und - wenn alleine zu bearbeiten - auch aus dem Tinto-AH.
Zusätzlich gab es Leseblätter. Die Arbeit an Lernwörtern haben wir etwas weniger intensiv betrieben und das Schreiben von Geschichten fiel oft unter den Tisch - aus den von dir genannten Zeitgründen. (Hinzu kommt, dass einige Kinder bis zur Mitte des 2. Schuljahres brauchen, um lautgetreu zu schreiben...)Viel schwieriger fand ich übrigens das Einhalten des Stoffplanes in Mathe, der ist für die Altersgruppe nicht wirklich angemessen.
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Einen Tusch für unseren fleißigen Forenbetreiber und Serverumräumer!Danke Stefan, nicht nur für dieses Wochenende, sondern für all die Arbeit, die Du seit Jahren in diese Seite steckst!
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Aktualisierung:
Schreibhandwerk (A. Grabe, A. Mucha), 3 Bände, alle für Klasse 3/4 geeignet:
- "Gute Texte schreiben" - Grundtechniken
- "Gute Texte schreiben" - Aufbaukurs - verkauft
- "Richtige Textformen finden und üben" - verkauft5 Minuten Logik-Knacker (D. Wolley) - Dabei handelt es sich um mathematische Knobeleien für Klassenstufe 3/4.
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Da ich nun wohl auf Jahre in den Klassenstufen 1/2 arbeiten werde, möchte ich gerne folgende Materialien verkaufen. Alle sind benutzt, aber gut erhalten:
Schreibhandwerk (A. Grabe, A. Mucha), 3 Bände, alle für Klasse 3/4 geeignet:
- "Gute Texte schreiben" - Grundtechniken
- "Gute Texte schreiben" - Aufbaukurs
- "Richtige Textformen finden und üben"5 Minuten Logik-Knacker (D. Wolley) - Dabei handelt es sich um mathematische Knobeleien für Klassenstufe 3/4.
Preisliche Vorstellung: 10 Euro pro Mappe + Versandkosten. Bei Interesse bitte PN an mich!
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Ohhh, schicke Diskussion....
Schalhevet
Ich habe im gleichen Bundesland studiert wie du, Mathematik war mein Zweitfach im Studium für Kl. 7 bis 13, bin aber irgendwann in ein Grundschulstudium gewechselt. Nein, von den Mathematiksachen kann ich nichts mehr anwenden - mein Kopf hat den Platz, der damit gefüllt war, sehr schnell freigegeben.ZitatOriginal von Schalhevet
Ja entschuldige, aber genau DAS, also die Empathie und Sensibilität wird im Lehrerstudium ganz GROSS geschrieben. Zumindest in meinem Grundschulpädagogikstudium. Ich möchte behaupten, dass wir die menschliche Kompetente und die unterrichtende Kompetente in ihrer Bedeutung gleichsetzen.Genau das habe ich in meinem Grundschulstudium auch erlebt. Ich hatte es bisher als eine Besonderheit meiner damaligen Uni angesehen und mich hinterher tierisch drüber aufgeregt.
Als Unterrichtende brauchst du einen gewissen "Führungsstil", konsequentes Setzen von Grenzen, Überblick über die gesamte Klasse gleichzeitig, schnelle Entscheidungsfähigkeit. Du musst eben auch mal "eintrichtern" und mal völlig unindividuell mit der ganzen Klasse was machen. Mit "mal" meine ich mindestens 1/3 der Unterrichtszeit, wenn du SEHR sehr gut organisiert bist und SEHR sehr viel Geld und Zeit für differenzierte Unterrichtsmatieralien hast und die Zusammensetzung der Klasse es zulässt (Fähigkeiten zum selbstständigen Arbeiten, Akzeptieren von Regeln etc.), passt da was nicht, wird es eher mehr.
Als Mensch kannst du Verständnis dafür haben, dass Fritzchen unter dem Tisch liegt und bockt, weil Mama ihn nie anlächelt und die 3 Papas sich die Klinke in die Hand geben. Als Unterrichtende kannst du sagen "Achtet mal nicht auf Fritzchen!" oder "Fritzchen, wenns dir besser geht, setzt du dich wieder hin!", aber du kannst in dem Moment nicht auf Fritzchen eingehen, weil sonst sehr schnell Sofiechen und Antonchen daneben liegen. Und wenn die Kinder selbstständig arbeiten und du landest nicht grad in Zehlendorf, dann kannst du auch in Wochenplan/Freiarbeitsphasen nicht viel Zeit für Fritzchen aufwenden, weil dich nämlich mindestens die Hälfte der Kinder gleichzeitig für sich zum Erledigen seiner Aufgaben, dem Erzählen seiner Erlebnisse oder zum Ausfechten von Kämpfen, die es zu Hause nicht ausfechten kann, benötigt. Und du musst in derartigen Arbeitsphasen dafür sorgen, dass die Kinder auch ruhig arbeiten können. Wenn dann einer pfeifend auf dem Tisch liegt und 2 Einkriegezeck spielen, dann musst du die zur Ruhe bringen - egal, ob sie am Wochenende stetig am Computer saßen oder irgendwo gedrillt wurden, mit netten Ansprachen erreichst du dann wenig.Das Ideal, welches auch ich im Studium und im Referendariat kennen gelernt habe, war: "In der Wochenplanarbeit/Werkstattarbeit/etc. arbeiten die Kinder selbstständig an individuell erstellten Arbeitsmaterialien, nach individuellen vorgaben. Die Lehrerin wendet sich nach und nach verschiedenen Kinder(gruppe)n zu, um mit diesen Aufgaben zu lösen, etwas zu wiederholen etc."
Eine der härtesten Lektionen meines Berufslebens war es zu lernen, dass das nicht funktioniert. Zumindest nicht in dem Stadtteil, in dem ich unterrichte. Ich habe in diesem Thread das Wort "Dompteur" gelesen. Ja, so fühle ich mich. Ich bin froh, wenn ich mich mal eine Minute mit einem Kind beschäftigen kann. Lehrersein ist keine individuelle oder Kleingruppenarbeit. Du stehst immer der Großgruppe gegenüber. Und du kannst nicht neben 5 Kindern mit ausreichender Verwurzelung und vernünftiger Erziehung noch 10 Kinder, welche zu Hause keine Grenzen erfahren, 5 verhaltensauffällige und 5 (sozial/emotional) vernachlässigte Kinder erziehen und therapieren.Kurz: So wie du als Therapeutin auf die Kinder eingehen könntest, kannst du es als Lehrerin nicht.
Wenn du mit den von dir beschriebenen Idealen an den Beruf herantrittst, wirst du Abstriche machen müssen - und zwar gewaltige.
Dabei wird dir vermutlich keiner zur Seite stehen - im Gegenteil. Seminarleiter, andere Ausbilder und Eltern werden meinen, du müsstest genauso individuell und differenziert auf die Kinder eingehen, wie du das in der Uni lernst. Genauso sensibel und empathisch und gleichzeitig konsequent mit dem oben beschriebenen Führungsstil. Das ist ein Drahtseilakt, du wirst es nie allen recht machen können. Du wirst alleine für dich entscheiden müssen, an welcher Stelle du Abstriche machst und wie du dafür sorgst, deine physische und psychische Gesundheit zu erhalten.Was ich auch lernen musste: Auch wenn Dozenten und Seminarleiter das anders sehen: Man kann nicht für jede Stunde differenzierte Arbeitsmaterialien vorbereiten, zumindest nicht mit voller Stelle. Und nicht alle Kinder können mit differenzierten Materialien umgehen. Manche kommen damit gar nicht klar, weil sie zum Lernen generell eine 1:1-Betreuung benötigen würden, die du ihnen in den nächsten Jahren (solange das Klonen von Lehrern noch verboten ist) nicht bieten kannst.
Nach all dem, was ich geschrieben habe, möchte ich dir noch mit auf den Weg geben:
Probiere es aus. Mach deinen Vorbereitungsdienst, schau wie du klar kommst.
Du kannst in dem Beruf auch deine Menschlichkeit zeigen. Kinder spüren es, wenn du sie magst und sie ernst nimmst.
Gerade jüngere Grundschüler vertrauen dir und die meisten werden dich als Klassenlehrerin lieben.
Gerade in den nächsten Jahren hast du noch den Vorteil, dass Kinder es toll finden, wenn es junge Lehrerinnen gibt.Und ich würde dir empfehlen, deine psychischen Probleme nicht vor Kollegen / Seminarleitern zu artikulieren. Wenn du Glück hast, zeigen sie Verständnis. Wenn du Pech hast, hast du einen Stempel weg, den du nie wieder los wirst (egal wie gut du deine Arbeit machst) und der dir eventuell die Zeit des Vorbereitungsdienstes vergällt und die Examensnote versaut.
Viele Grüße,
Conni -
War auch brav. Nur... ich glaub... die Unterschiede zwischen Lehr- und Lernmitteln sind mir nicht so geläufig. Naja, egal, ich schreib ja keine Hausarbeit drüber. Außerdem sind wir ja keine "Lehrer" mehr, sondern "Lernbegleiter". Eigentlich müsste das dann ja nicht "Lehrmittel" sondern "Lernbegleitmittel".
Dass man die Materialien z.T. selber basteln muss, weil kein Geld da ist, war leider auch nicht möglich anzugeben.
Conni - voll identfiziert vom "unsere Schüler lernen alle selbstständig"-Virus
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Das Wiederholen erlebe ich auch gerade als nicht so angenehm. Mein einer derzeitiger Wiederholer hat alles daran gesetzt, der coolste und frechste und lauteste Junge zu sein. Die anderen haben sich daran orientiert, d.h. ich habe nun auch coolste und lauteste und frechste Erstklässler dabei, unter denen nun auch ein Wettkampf ausgebrochen ist. Da denen, die in der Hierarchie ganz oben stehen, Lob ziemlich egal ist, bekomme ich damit auch immer nur ein paar wieder aus diesem sozialen Kreisel heraus.
Meine beiden künftigen Wiederholer haben keine Freunde unter den Erstklässlern, werden also erstmal alleine dastehen. Gleichzeitig haben die anderen Kinder -trotz aller Erklärungen - eben doch das Wort "Sitzenbleiben" verwendet. Sicher spielen da auch die Elternhäuser eine Rolle und das wird in 10 Jahren anders ausschauen -wenn es die Altersmischung dann noch gibt. Denn so, wie die Lernergebnisse momentan aussehen, wird das ganze wohl bald wieder still und heimlich zurückgenommen. Unsere jung eingeschulten Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern können eben nicht autodidaktisch lernen und wiederholen, sie brauchen die Anleitung - und einige brauchen sie flächendeckend.
Mag sein, dass es in einer 1-3 auch ein paar Drittklässler gibt, die wirksam jüngeren helfen und dabei nebenbei ihren eigenen Stoff erarbeiten können. In der 1-2 ist mir sowas nicht begegnet. Meine Parallelkollegin und ich wünschen uns auch eine 1-3, aber dazu bräuchten wir 3 weitere Kolleginnen, die mit einsteigen. Die werden wir nicht bekommen, denn ab Klasse 3 gibt es fast nur noch Oberstufenlehrerinnen bzw. Kolleginnen, die froh sind, dass die Jahrgangsmischung an ihnen vorüberzog.
Und aufgrund der extrem gestiegenen Anforderungen (Verhaltensauffälligkeiten, Multitaskingfähigkeit-hoch-3) glaube ich auch nicht, dass es dauerhaft einfacher wird. Wir sind eigentlich alle nur noch fertig und viele auch schon dauerhaft gesundheitlich angeschlagen.Und an Material haben wir ja doch noch Hefte und Bücher, d.h. für ein Kind, das zwei Jahre in einem durcharbeiten würde, müssten wir einen großen Teil der Schülerhefte kopieren... So kann das eigentlich auch nicht sein, das Geld für das Material müsste eben da sein.
alias
Bei uns werden jetzt in den Klassen mit vielen Kindern nichtdeutscher Herkunft die Klassenstärken von 20 auf 26 angehoben. (Grundschule)
In den Sonderschulklassen entfällt die Teamlehrkraft. Wenn es dann noch die Gemeinschaftsschule gibt, kann man die geringeren Klassenstärken für Hauptschüler gleich mitkillen.Und dann darüber meckern, dass Lehrer nicht ausreichend differenzieren. Klar, sobald ich mich klonen darf.
Conni
PS: Sorry, dass ich den Thread jetzt so vollmülle, mich kotzt diese ganze Bildungspolitik nur noch an. -
Wir hatten Buchstabenpuzzles, die die Kinder dann ausgeschnitten, aufgeklebt und ausgemalt haben. Das ist sicher nicht jede Stunde toll, aber mal kann man das machen.
Zu Beginn des Schuljahres hat jedes Kind ein Ich-Buch erstellt, darin haben sie aufgeschrieben/gemalt/geklebt, wie sie aussehen, ihre Familie, Lieblingsspeisen, Größe (anhand eines zusammengeringelten Wollfadens) etc. Fand in Zusammenarbeit Deutsch-Sachunterricht-Kunst statt.Herbst: Blätter sammeln, pressen (Hausaufgabe) und mitbringen. Blätter benennen. Auf große Blätter einen Baumstamm vorzeichnen, in Gruppen ausmalen lassen. Dann die Blätter mit Tusche bepinseln und die Blätter an die Äste drucken lassen.
Anschließend kann man die Blätter noch aufkleben und daraus Tiere kleben lassen.
Igel kneten / malen / collagieren
Drachen malen, dazu könnte man dann ein Drachenlied (aus Musik) singen oder "Flieg, flieg, flieg, Drachen im Wind" von R. Zuckowski hören.Winter: farbiges Papier, mit Deckweiß Winterlandschaft malen.
Ausmalbilder und Basteleien zu WeihnachtenFrühjahr: Osterbilder, eventuell Ostereier bemalen oder gemeinsam färben, wenn ihr eine Küche habt
Blüten sammeln und pressen, Blumenstrauß oder Wiese vormalen, Blüten auf die Stängel kleben.
In Absprache mit Sachunterricht: Frühblüher ausmalen lassen; Collage aus Frühblühern erstellen (die gibt es zu gegebener Zeit in Werbeprospekten aus dem Baumarkt oder Gartencenter)
kleine Geschenke für Mutter- und VatertagSommer (auch Schuljahresanfang): Sonnenblume besorgen (eventuell Dekoblume) und die Kinder abmalen und austuschen lassen.
Dann haben wir ein Ausmalbild genommen (Blumenstrauß, Malvorlage irgendwo aus dem Internet gewählt) und mit Wattestäbchen austupfen lassen.Weitere Techniken:
Drucken mit Stempeln, eventuell Kartoffeln, Fingern, Pinseldruck, mit Händen (z.B. ein Klassenbild zu Beginn oder Abschluss des Schuljahres mit den Händen der Kinder und Namen dazu)
Wachsstifte
collagieren (verschiedene Papiersorten, Kataloge, Kalenderbilder, Stoffe, Wolle)
Salzteig / Knete
Lesezeichen basteln
zu Musik malen
bei einer unruhigen Klasse: Mandalas malen, dazu ruhige Musik hören als Stilleübung
Traumreisen/Fantasiereisen
Lesezeichen bastelnAls weitere Quelle ist für die Kleinen unbedingt kidsweb.de zu empfehlen. Hier findet man auch tolle Vorlagen für Lesezeichen, wir hatten dieses Jahr welche zum Mutter/Vatertag, die wir dann laminiert haben.
Wegen der Jahrgangsmischung würde ich mir erstmal keine großen Gedanken machen. Gerade in Kunst musst du nicht immer zwei Niveaustufen haben. Versuche erstmal, das Ganze mit einheitlichen Themen zu gestalten, eine Differenzierung fällt dir dann vielleicht von alleine ein.
Ach doch, eine Idee habe ich: Am Anfang des Schuljahres haben unsere Erstklässler eine kopierte Figur bekommen, die sollten sie als ein Abbild von sich selber gestalten und ausschneiden. Die Zweitklässler haben nach Vorgabe der Erstklässler einen Hintergrund gestaltet. (Wiese, Spielplatz, Raumschiff, Traumwohnung) Dann wurde die Figur hineingeklebt.Viel Spaß!
Conni -
Ich habe sowohl mein Ref in Brandenburg gemacht, als auch meine erste Stelle dort angetreten. Beide Mal war ich in Berlin beim Gesundheitsamt und musste nichts bezahlen. Das kann allerdings auch daran liegen, dass die Länder einige Abkommen untereinander haben.
Wie streng die Untersuchung ist, hängt vom Amtsarzt ab.
Ansonsten wird in Berlin nicht mehr verbeamtet, sondern ab sofort nach TV-L eingestellt - immerhin jetzt mit ganzen Stellen statt früher mit 2/3. Sofern du eine Planstelle bekommst, ist daher NRW vielleicht nicht die schlechteste Lösung, zumal derzeit noch im Oberschulbereich abgebaut wird.
Von der Besoldung (falls du verbeamtet bist) her ist es so, dass es im ehemaligen Westteil Berlins wohl die gleiche Besoldung gibt wie in den alten Bundesländern und im ehemaligen Ostteil wie in den neuen Bundesländern. Daher ist ja auch bei uns beim Aldi alles viel billiger als "im Westen", logisch, sonst hätten die verschiedenen Einstellungsbedingungen ja gar keinen Grund...
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Und falls du das alles bis zum Ende noch erlebst und bis dahin die Raumfahrt weiter fortgeschritten ist und Brüderlein und Schwesterlein im All fand, könntest du noch zum intergalaktischen Gerichtshof! Wobei du dann auch eine Klassenfahrt zum Nachbarplaneten vorbereiten könntest.

Conni<-- zu viel nette Zeugnisformulierungen erdacht
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"Fehler: Netzwerk-Zeitüberschreitung
Der Server unter http://www.kreativitaetsumfrage.de.vu braucht zu lange, um eine Antwort zu senden."
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Zitat
Original von strubbelsuse
Wie unterrichte ich, wo unterrichte, wen unterrichte ich.Ich habe jetzt vier Jahre mit Einstern gearbeitet und bin außerordentlich gut klar gekommen, ABER ich habe in einer sehr leistungsstarken, kleinen Klasse gearbeitet, die offenen Unterricht von Anfang an gewöhnt war.
Die aufgeführten Kritikpunkte fielen bei uns nie ins Gewicht.strubbelsuse
Da stimme ich dir zu. Ich kann mir das auch gut in einer leistungsstarken Klasse vorstellen. Die Beobachtungsbögen sind toll - wenn die Kinder in der Lage sind überwiegend leise und selbstständig zu arbeiten, sodass du dich als Lehrerin zu einem Kind hinsetzen und dieses wirklich beobachten kannst. (Funktioniert bei uns nicht.)Ich konkretisiere also:
Brennpunktschule, viele unausgeglichene Kinder, viele verhaltensauffällige Kinder, viele Kinder mit starken Konzentrationsproblemen, viele Kinder, die nicht so selbstständig lernen können, wie bei differenzierten Aufgaben eigentlich nötig, viele deutsche Kinder, die Arbeitsaufträge kaum verstehen und sich schlecht verständigen können, viele Kinder mit Problemen im häuslichen und sozialen Umfeld, viele lernschwache Kinder, viele bildungsferne Elternhäuser, jahrgangsgemischte Klasse, Klassen werden mit bis zu 28 Kindern vollgestopft, Kinder werden mit 5einhalb bis 6einhalb Jahren ohne Rückstellung eingeschult - Einstern ist in der 2. Klasse ein großes Problem.
Als ich noch im Referendariat war, habe ich mir das auch alles anders vorgestellt. Aber ich glaub, die Ansprüche sinken mit dem Erkennen der Realität.LG,
Conni -
Man kann die Seite bei Duden-Paetec nicht verlinken, deshalb kopier ich dir die Daten hier rein:
Üben mit Lexi Deutsch 1/2: Sprache entdecken
Bestellnummer: 978-3-89818-864-7
Preis: 4,95 €
Schuljahre: 1,2
Schulfach: DeutschThemen sind die Wortarten, zusammengesetzte Namenwörter, Vorsilben und Wortfamilien. Den Rest weiß ich nicht, Buch ist in der Schule.
Nikki
Du kannst das Buch einsetzen, wenn du neue Sachthemen einführst. Es gibt zu jedem Thema ein Eingangsbild, das kann man beschreiben, Fragen beantworten, also Gespräche dazu führen und die visuelle Wahrnehmung fördern. Meist sind dort auch kleine Wörter versteckt, so dass auch Kinder, die schon lesen können, etwas zu entdecken haben.
Das Buch zum Lesen für alle (Pflichtaufgabe im Wochenplan) eingesetzt habe ich erst, als alle schon ein bisschen lesen konnten, das war etwa im November/Dezember. Vorher haben die Kinder aber schon individuell darin gelesen. Manche haben es z.B. mitgenommen, weil sie neugierig waren und zu Hause etwas darin gelesen.
Vorher und parallel hatten die Kinder die Lesehefte vom Jandorf-Verlag.LG,
Conni
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