Beiträge von Conni

    Ich habe an Korrekturen angefangen "zu sparen".

    Noch vor 3 Jahren habe ich ebenfalls fast alles korrigiert, nahm Hefte und AB mit nach Hause etc.
    Das hat mir viel Arbeit, wenig Schlaf etc. eingebracht. Die Kinder haben sich um das eigene Korrigieren meist wenig geschert bzw. es nur Zähneknirschend verbessert.
    Ferner gab es Beschwerden von Eltern, teilweise mit langen Anschreiben, wie sehr doch meine Glaubwürdigkeit leiden würde, wenn ich auf einer Seite mit 60 Rechenaufgaben 2 Fehler übersehen würde.

    Also, Strategie geändert:
    Generell gilt: Ein spezieller Stempel unter dem AB / der Aufgabe für eine gelungene Leistung, die kann auch unter 60 Rechenaufgaben bis zu 3/4 Fehler umfassen, die dann eben nicht einzeln angestrichen sind.
    Ein weiterer Stempel für eine Aufgabe, die beendet wurde, aber nicht gründlich oder sauber genug.
    Ein dritter Stempel für Aufgaben, mit deren Erledigung ich nicht einverstanden bin und die deshalb zu korrigieren sind.

    Ansonsten gehe ich eben auch rum und schaue und helfe. Manchmal lasse ich auch die Kinder mit einer speziellen Aufgabe zu mir kommen und Fehler gleich verbessern.

    Eine Kollegin erzählte gestern aus einem Problemkiez (90 % Kinder nicht deutscher Herkunft), dass der Beste 3 von 17 Punkten in der Leseaufgabe hatte.
    Ohne Worte....

    Unsere Kolleginnen haben noch nicht reingeschaut, fanden es aber auch Unmöglich.

    Wir haben Rechenrahmen mit 10 Kugeln auf einer Stange, da sieht man den Zehner leichter. In der 1. Klasse zählen viele auch noch, ich intensiviere den Zehnerübergang am Anfang der 2. Klasse nochmal. Leider klappt es bei vielen Zweitklässlern trotzdem nicht sicher.

    Die Analogieaufgaben (7+6= 13, 47 + 6 = 53) biete ich dann als zweite Möglichkeit an. Kinder, die im Zahlenraum bis 20 sicher sind und z.B. 7 + 6 = 13 auswendig wissen, können das dann auf größere Aufgaben übertragen.

    Edit: Da ich gerade den Artikel lese: Der Rechenrahmen wird nicht zählend verwendet. Wir haben einen großen Rechenrahmen vorne und arbeiten viel damit frontal. Dabei wird immer die Ergänzung hervorgehoben:
    47 + 6
    Erster Schritt: 47 + alle Perlen, die noch auf der 5. Zehnerstange sind (3)
    danach müssen wir noch wissen, wie viele Perlen wir noch brauchen, damit wir insgesamt 6 hinzugefügt haben (3).
    Voraussetzung ist, dass im 1. Schuljahr das simultane Erfassen von Mengen an diesem Rechenrahmen geübt wurde.

    [ironie]
    Ist doch ganz klar: Du sollst die Aufgaben in Version A und Version B kombinieren. Ausschneiden und neu zusammenschnibbeln.

    Alternativ könntest du dir auch noch 12 Tische in den Raum stellen, damit jeder einzeln sitzen kann.
    [/ironie]

    Und jetzt mal im Ernst:
    Wie willst du denn den Kindern das Abschreiben erschweren? Was meinst du denn, was sich die Leute, die diese Empfehlung geben, dabei gedacht haben? Ich vermute: Bestenfalls, dass Klassen in der Schule nur 15 Schüler haben, die man alle einzeln setzen kann. Ich vermute eher: nichts.

    Die Vergleichsarbeiten sind so angelegt, dass jeder die gleichen Aufgaben bekommt. Damit ist Abschreiben möglich und Klassen, in denen die Kinder dazu neigen, wird man nur schwer davon abbringen können.
    Wenn deine nicht dazu neigen, würde ich dazu gar nichts sagen.

    caliope
    Dass das festgelegt ist. Und dass es nur dann Wirkung hätte, wenn ALLE Schulen sich geschlossen weigern würden.
    An den Hauptschulen sind bei uns in Kl. 7 die Vergleichsarbeiten offenbar freiwillig, das wird in der Gesamtkonferenz abgestimmt. 8o

    Ich habe übrigens eine Schuleingangsphasenklasse, also nur 1./2. Das Vergnügen, diese Lernstandserhebungen zu schreiben, hatte ich genau einmal, das hat mir aber gereicht.

    Daten und Wahrscheinlichkeit schaffe ich mit der 2. Klasse auch nicht. Die Uhr werde ich nur anreißen, das Messen gleich weglassen und das Einmaleins "durchhecheln".
    Addition und Subtraktion bis 100 ist komplett eingeführt und gefestigt. ABER: Viele Kinder haben die Vorstellung nicht, die zählen z.T. noch mit den Fingern, obwohl wir bis 20 bis zum Erbrechen geübt haben und immer Anschauungsmaterial verschiedener Art bis 100 verwendet.
    Heute kam ein Kind, welches inzwischen mal wieder Zehner und Einer verwechselt, mit einer genialen Rechenmethode seiner Mutter (Mathematikstudentin) an: Zuerst addiert man "die Zahl vorne" und dann "die Zahl hinten". Dass die Zehner und Einer heißen, weiß er nicht.
    Natürlich stellte dann 54 + 6 ein großes Problem dar.
    60 - 57 war 17. Der Hinweis eines Mitschülers "Wieviel fehlen von 57 zu 60" brachte nur Fragezeichen in die Augen. (Hatte ich erwähnt, dass wir ein viertel Jahr lang Zehnerzahlen rauf und runter aufgesagt, Nachbarzehner bestimmt etc. haben?)
    Ich habe ihm als Aufgabe gegeben, seine Mutter zu fragen, wie er denn nun 60 - 57 nach der neuen Methode rechnen soll. Ich habe es den Eltern nämlich extra anders gezeigt auf der Elternversammlung. :skeptisch:

    Ich komme gerade von einer Fortbildung. Dort hat eine Kollegin gefragt, ob sie verpflichtet ist, diese Arbeiten zu schreiben. Schließlich wüsste sie, dass ihre Klasse schlecht abschneiden würde, es wäre zusätzliche Arbeit und eine Arbeit, die sie nur für irgendwelche "Vorgesetzten" macht, die ihr aber gar nichts bringt. 8)

    Mir hat er in den Mund geschaut. Ist abhängig vom Arzt, wie es auch in all den anderen Threads zu lesen ist.

    Was aber - falls du beim Arzt durchkommst - ein wirklich ernsthaftes Problem darstellen könnte, ist die PKV. Die fragen nämlich haarklein, ob eine Behandlung angeraten ist und schließen dann die Kosten evtl. aus. Das ist sogar schon bei reinen Zusatzversicherungen für GKV-Mitglieder so.

    Und ja, ich gebe panic Recht: Auch angestellt kann man problemlos überleben.

    alias
    Weißt du auch, wie es mit Möbeln aussieht, die von anderen öffentlichen Einrichtungen besorgt wurden?
    Wir haben Regale aus der Bibliothek bekommen. Außerdem haben wir uns in einem Kontor, welches gemeinnützigen Vereinen gegen Lieferkostenerstattung gebrauchte Möbel schenkt, Regale und Stühle besorgt. (Mit Wissen und Unterschrift der Schulleitung und des Hausmeisters.)

    Grüße,
    Conni

    Wie wäre es, wenn du in Mathe in den beiden Stunden, die du die Klassen alleine hast, Einführungen machst oder Probleme besprichst, die beiden gemeinsamen Stunden Übungsstunden werden, dann hast du nicht so viel Stress.

    Wie sieht es mit der FSJ-lerin aus? Macht die das bei euch, weil sie sonst nicht wusste wohin, oder will sie mal Lehrerin werden?
    Vielleicht könntest du mit ihr etwas absprechen, dass sie in ihrer Gruppe selber unterrichtet, also den Kindern nochmal etwas erklärt. Sie in der einen Gruppe, du in der anderen, dann müsstet ihr nicht tauschen.

    Eventuell könntest du auch eine Leistungsdifferenzierung überlegen: Eine leistungsstarke Gruppe bekommt für die 2 Stunden eine Art "Wochenplan" - die FSJlerin beaufsichtigt die Kinder und bekommt von dir Lösungsblätter, damit sie weiterhelfen kann.
    Du arbeitest mit den Kindern, die noch mehr Probleme haben und kannst nochmal etwas erklären...

    Ich wurde heute begrüßt mit der Frage, ob wir heute wieder Aprilscherze machen würden. Wieso denn nicht, es sei doch immer noch April... :D

    Ich werde die Kinder morgen nochmal veralbern: Auf jedem Platz steht eine winzige Schokoladenfigur. Ich werde ihnen sagen, dass der Osterhase nicht mehr für sie dagelassen hat wegen des Verhaltens. In der Zwischenzeit wird dann jemand die Filtertütenosterhasen verstecken...

    Übrigens hat gestern eine Klasse Sprungübungen gemacht. Die Lehrerin wusste, dass es ein Aprilscherz war, hat es aber aus Spaß mitgemacht. Die bekommen morgen von mir Bonbons.... Und meine Konrektorin hat heute auch ihren Zettel ausgefüllt in mein Fach gelegt. :lach2:

    Ich habe einen ESA-Brief allen Kolleginnen ins Fach gelegt. Mit Auswertungs-Abschnitt (Selbsteinschätzungen der Schüler zum Sprungverhalten erfragen). Keine Reaktion, naja, vielleicht hab ich keine mitbekommen.
    Die Sekretärin habe ich eingeweiht, die fand es lustig und hat es gleich an eine Freundin, die Sekretärin an einer benachbarten Schule ist, weitergeleitet.

    Dann habe ich allen Zweitklässlern erzählt, dass in der 5. und 6. Stunde heute 2 Zusatzstunden anstünden, in denen nach Anordnung der Schulleitung alle Schüler die Schulordnung abzuschreiben haben, da es in letzter Zeit einige Verstöße gab. Ein paar Kinder haben vermutet, dass es ein Aprilscherz war (hatte meine Mimik recht gut unter Kontrolle), waren aber doch unsicher. Ich habe auf Nachfrage felsenfest behauptet, es wäre keiner. Nach der 1. Stunde stritten sich dann die Befürworter und die Gegner. Am Ende der 2. Stunde habe ich aufgeklärt. Einigen fiel ein Stein vom Herzen.

    In der Musikklasse habe ich tatsächlich einen Test geschrieben. Ich habe ihnen gesagt, dass es ja nicht nur wichtig ist für die Kurzkontrolle (letzte Woche) zu lernen, sondern sich wichtige Dinge auch für die folgenden Schuljahre zu merken. Also gab es einen Mini-Test zu Johann Sebastian Bach.
    In einem Worträtsel am Schluss kam dann "April" als Lösungswort raus. Die Kinder, die nicht da waren in der letzten Woche, mussten auch mitmachen, es wäre genug Zeit gewesen zum Nachholen. Die schauten sehr entsetzt. Einem habe ich dann ins Ohr geflüstert, dass er keine Zensur bekäme, der war kurz vorm Weinen. Klasse fand ich, dass die ersten Kinder, die das Lösungswort raus hatten, den Zettel auf den Schreibtisch legten und nichts verrieten.
    Ich habe dann ein Puzzle ausgeteilt, unter jede Arbeit noch "April !" geschrieben und einen Smiley ergänzt. Da aber viele Kinder alles richtig hatten (inkl. Geburts- und Todesjahr!) habe ich diesen Kindern eine 1 gegeben und denen, die es wollten und fast alles richtig hatten eine 2.

    Die Horterzieherin habe ich auch in den April geschickt: Ich habe ihr in das Hort-Verbindungsheft geschrieben, dass Flöhe in der Klasse aufgetreten wären und alle Sofas im Hortgebäude mit Flohpulver behandelt werden müssten. Sie war ganz aufgebracht und kratzte sich schon überall. Als sie fragte, ob es ein bestimmtes Kind beträfe, sagte ich todernst: "Nein, alle!" Dann hat sie es kapiert und mich mit dem Heft gehauen. :D


    Ansonsten hatte ich diverse Spinnen und Fliegen auf dem Kopf, ständig offene Schnürsenkel und meine Ohrringe verloren. 8)

    Klasse!
    Leider sind wir morgen leitungslos. Vielleicht fahre ich einfach etwas früher und hänge ein Schreiben ins Lehrerzimmer?

    Meinen Zweitklässlern habe ich morgen nach der 4. Stunde 2 zusätzliche Stunden "Schreiben" angehängt und werde ihnen ankündigen, dass sie in der 5. und 6. Stunde die neue Schulordnung abschreiben müssen. (Sie haben sich gestern und heute daneben benommen. Ich darf nur nicht grinsen - mein größtes Problem ist meine Mimik...)


    Meinen Viertklässlern wollte ich ankündigen, dass sie die Kurzkontrolle nochmal schreiben müssen. Vielleicht bereite ich auch noch ein Rätsel vor, das ich als "Kurzkontrolle" austeile? :D

    @Elaina
    Ich habe Lesekarteien, für die ich solche Abhaklisten gemacht habe - A5. Ich habe die Karteien so geteilt, dass die Liste auf A5-Blätter passt, sonst finde ich es zu unübersichtlich.
    Die Blätter landen in einer Ablage für angefangene Arbeitsblätter, die jedes Kind bei uns hat. Wenn alle Aufgaben gelöst wurden, geht sie mit nach Hause und die nächste Lesekartei ist dran.
    Beim Schreiben sehe ich ja, was im Heft ist. Mathekarteien gibt es zwar, aber sie werden nur in wirklichen Freiarbeitsstunden genutzt, die sind bei mir selten - oder in Regenpausen oder von sehr leistungsstarken Rechnern. Hier habe ich keine Abhakzettel.

    Stundenplan ist kompliziert.
    Ich habe in meiner Klasse:
    - 11 Stunden jahrangsgemischt alle
    - 4 Stunden jahrgangshomogen mit der Parallelklasse (alle Zweities bei mir, alle Ersties bei der Lehrerin der Parallelklasse) - 2 Deutsch, 2 Mathe
    - 3 Stunden alle Zweities (Ersties beim Sport zusammen mit den Ersties der Parallelklasse) - hier haben wir unsere Förderstunden mit eingebracht, ohne dass die Kinder mehr Stunden haben, dafür haben wir aber eine kleinere Gruppe. Wir trennen auch mal nach Leistungsgruppen, aber seltener, denn das bringt für die Kinder wieder ein Orientierungsproblem (Warum muss ich jetzt woanders hin und kann nicht in meinem klassenraum bleiben wie mein Banknachbar?) Wenn Vertretung anfällt, wird hier meine Kollegin oder ich rausgezogen und die andere nimmt alle Zweities zusammen. - Hier machen wir meist 2 Mathe und eine Deutsch.
    - 3 Stunden alle Ersties - Zweities sind beim Sport, genauso wie die anderen 3 Stunden

    In meiner Klasse sind je knapp 1/3 Migranten und deutsche Kinder mit sprachlichen Defiziten (Grammatik, Wortschatz, Aussprache).

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