Drogerie mit Fabelwesen? Die scheint es in meinem Bundesland nicht zu geben... ![]()
Beiträge von Conni
-
-
Transparenz in die Entscheidungen bringen
selber teamfähig sein
Aufgaben gerecht verteilen
Sonst kann ich mich den anderen anschließen
-
Line
Suche mal bei Cornelsen im Shop nach der Bestellnummer 611086 (Lese-Mal-Geschichten von Claudia Edel).
Ich habe dieses Heft letztes Jahr gekauft. (Ich weiß nicht mehr für wieviel Geld, aber wesentlich weniger als 20 Euronen. War heute die Preissteigerungen bei Cornelsen "bewundern" und bin entsetzt: 11% und z.T. mehr.
)
Bei uns hatten das in diesem Jahr v.a. die Zweitklässler, inzwischen können aber auch die fitteren Erstklässler die Blätter bearbeiten. Es gibt einen kleinen Text zum Lesen und ein Bild muss fertig gemalt werden. Der Malanteil hält sich in Grenzen und kleine Feinheiten lassen durchaus erkennen, ob die Kinder genau verstanden haben.Grüße,
Conni -
Gerade gefunden - eine große Sammlung an Malvorlagen:
-
Zitat
Original von lale2
Zu den 28 Stunden Unterricht werden ja noch die Vor- und Nacharbeitungszeit dazugerechnet. Ist die Wochenarbeitszeit dann nicht mehr? Hab was von 42 Stunden und aus einer anderen Quelle von 49 Stunden gehört.Die Unterschiede gibt es, weil eine Quelle von 46 Arbeitswochen ausgeht (52 - 6 Wochen Jahresurlaub), die andere von 40 Arbeitswochen (52 - 12 Wochen Ferien, in denen du dann keinen Finger krumm machst und auch nicht in der Schule erscheinst).
Conni
-
In meiner letzten 2. Klasse haben einige Kinder den Schreibschriftlehrgang abge- bzw. unterbrochen, die waren motorisch total überfordert. Drei Kinder haben den Lehrgang nach längerer Zeit wieder aufgenommen aus eigenem Wunsch. Ein Kind ist bei der Druckschrift geblieben. Der hatte nun in der 3. Klasse massive Probleme, da sein Schreibtempo immer weiter hinter dem der anderen zurückblieb. Er war zwar vorher schon langsamer als die anderen, aber während er etwa beim gleichen Tempo blieb, entwickelten die anderen sich weiter. Einem Kind in der Parallelklasse ging es ähnlich. Beide haben also zuerst Schreibschrift gelernt, um dem Tempo in Klasse 3 gewachsen zu sein.
In diesem Jahr habe ich kein Kind mehr vom Lehrgang "befreit", egal wie die Schrift aussah, weil ich ihnen dieses Los ersparen möchte.Conni
-
Von unserer LRS-Kontaktlehrerin gibt es einen angeblich total hilfreichen Spruch:
"Das kleine d ist gar nicht dumm, es dreht sich einfach um." Setzt voraus, dass die Kinder das D kennen und sich merken, dass der Bogen des d in die andere Richtung zeigt als der Bogen des D. Nun gut, ich habe noch kein Kind gefunden, dem das dauerhaft half. Die Idee mit den Händen und Bildern probier ich vielleicht mal aus, die gefällt mir. -
http://www.gew-berlin.de
--> Neuigkeiten zum Tarifvertrag, es liegt seit gestern ein Vorschlag vor, dem noch zugestimmt werden müsste. Immerhin gäbe es dann Weihnachtsgeld.Vertretungslehrer werden übrigens zur Zeit gesucht, da werden v.a. Leute ohne 2. Stex eingestellt, weil der Markt leer ist. Mit festen Stellen sieht es weit weniger gut aus. Bei dem, was hier allerdings mit Schuleingangsphase und weiteren Schulversuchen läuft, kann ich jedem, der nicht an Berlin hängt, ein ruhigeres Bundesland empfehlen - sofern es das noch gibt.
Viel Erfolg,
Conni -
Zitat
Original von alias
Ist die Zeit, in der ich beim häuslichen Einkauf im Kaufhaus vor dem Kühlregal stehe und und darüber nachsinne, ob ich die Schmelzkäseecken für die Bruchrechenstunde kaufen soll, Arbeitszeit?Geizhals! Bei uns kauft die Kollegin Torte.

scnr,
Conni -
Zitat
Original von snoopy64
[quote]
Schon mal drüber nachgedacht, dass auch Halbtagskräfte die vollen Ferien bzw. die volle unterrichtsfreie Zeit haben ....

Wer in einer Firma halbe Zeit arbeitet, hat die gleiche Anzahl von Tagen an Urlaubsanspruch wie ein vollzeit Arbeitender, denn der Teilzeitarbeitnehmer hat ja dann auch nur einen halben Tag Urlaub, die andere Hälfte wäre eh frei.
-
Ich kann die Beobachtungen zu Einstern nur unterstreichen, habe aber keinen Vergleich.
Ich denke, dass es in einer jahrgangsübergreifenden Klasse ohne eine sinnvolle Anzahl (> 10) Teilungsstunden mit qualifizierter Teilungspädagogin vermutlich eh schwierig wird, denn die Kinder brauchen Anleitung, bis sich bestimmte Dinge als Gewohnheit eingestellt haben. Diese Anleitung kann ich in der gemischten Klasse nicht ständig geben. Selbst wenn ich vorstrukturierte Aufgabenblätter habe (derzeit z.B. Analogieaufgaben in Klasse 2), dann rechnen bei der ersten Aufgabe, die nicht gemeinsam gelöst wird, einige Kinder wieder zählend am Hunderterfeld.
Im letzten Jahr waren meine Möglichkeiten in einer jahrgangshomogenen Klasse besser.
In Klasse 1 zählen - trotz Kopfrechentrainings - viele Kinder.
Meine Zweitklässler - ebenfalls mit Einstern unterrichtet - zählen auch.Im Einstern 2 kommt das Durcheinander der verschiedensten Rechenwege hinzu: 1/2 Seite mit Bildern (Steckwürfelstangen), 1/2 Seite mit Bildern (Abakus), 1/2 bis 1 Seite mit Bildern mit vereinfachten Steckwürfelstangen (Striche und Punkte). Bereits hier sind die meisten 2mal durcheinander gekommen, da ihnen die Drehung der Zeichnung um 90 ° (Steckwürfelzehner sind horizontal, Abakuszehner sind waagerecht, vereinfachte Steckwürfelzehner sind wieder horizontal) aufgrund des jungen Alters nicht oder nur schwer zugänglich ist. Dann folgen 1/2 Seite mit Zahlenstrahl, 1/2 Seite mit Hunderterfeld, 1/2 mit Geld, 1/2 Seite Analogieaufgaben, 1/2 Seite bei der Analogieaufgaben gebildet werden können, 1 Seite mit selbst zu wählendem Rechenweg. Dazu ein Arbeitsheft in dem ein paar der Rechenwege nochmal kurz angeschnitten werden oder eben auch nicht. Manchmal werden sie auch für die Kinder "neu" dargestellt, indem von der Aufgabe zum Bild gedacht werden muss im einen Heft und vom Bild zur Aufgabe im anderen Heft, für viele Kinder eine riesige Herausforderung.
Ich lasse momentan etwa die Hälfte aller Seiten aus und habe den Eltern dringend geraten, dies zu Hause auch zu tun.
Die Lernstandstests aus dem Lehrerband sind deshalb nun z.T. auch nicht mehr nützlich und ich darf neue basteln. (Nein, ich habe noch nicht genug zu tun mit der jahrgangsgemischten Klasse, nein, ich pfeife noch nicht auf dem letzten Loch, nein, ich vereinsame noch nicht, weil ich ständig arbeite, ich könnte noch soooooooooooooooooooooooooo viel tun. <ironie aus>)Argumente für Einstern 2 fallen mir gegenwärtig nicht mehr ein.
Tinto:
Sehe ich differenziert.
Mir gefällt gut: Das Arbeitsheft für die 1. Klasse gefällt mir gut und der Buchstabenordner. Dies sind Materialien, mit denen die Kinder bald selbstständig arbeiten können. Im Buchstabenordner sind die Aufgaben immer gleich oder sehr ähnlich. Wir geben z.B. jede Woche das Schreibblatt am Montag und Dienstag als Hausaufgabe und müssen die Kinder nur nochmal dran erinnern. Auch das Laute hören und Wörter verschriften auf den anderen Karteikarten können die Kinder inzwischen selbstständig.
Im Arbeitsheft gibt es immer wieder Seiten zum Silbenbögen zeichnen und Wörter verschriften bzw. Sätze schreiben. Auch das können die Kinder mit etwas Übung dann selbstständig.Mir gefällt nicht gut an Tinto: Der Schreibschriftlehrgang. Es gibt nur klitzekleine Seitenzahlen. ("Schlagt S. 78 auf, ihr lernt heute, wie man das Sch schreibt." --> Fehlanzeige. "Sucht mal die Seite mit dem sch, in 10 Minuten komme ich wieder." trifft es eher.) Es werden auf den Seiten nur Buchstaben, keine Buchstabenverbindungen geübt. Die Verbindungen werden dann sofort in ganzen Wörtern vorausgesetzt.
Es gibt einige Seiten, auf denen selbst ich erstmal genauer schauen muss, was dort zu tun ist. Eltern und Kindern geht das genauso, mit dem Unterschied, dass sie nicht genau schauen, sondern irgendwas machen.Wir werden im nächsten Jahr den Schreibschriftlehrgang vom Papiertiger nehmen, der gefällt uns nach erster Sichtung gut: Ansprechend gestaltet, es werden zusätzlich zu den Einzelbuchstaben auch Buchstabenverbindungen geübt und ab einer bestimmten Seite gibt es auf jedem Blatt eine kleine Abschreibübung. Zudem müssen auch kleine Arbeitsaufträge in Schreibschrift erlesen werden.
Arbeitsheft Klasse 2 (Tinto): Da gibt es schöne Seiten, die man gut in den Unterrichtsalltag einbringen kann. Und es gibt Seiten, bei denen ich mich immer wieder Frage, was der Sinn sein soll, was die Kinder daran lernen sollen etc., d.h. ich kopiere dann etwas und lasse diese Seiten frei. Da die Eltern die Hefte bezahlen, ist das natürlich nicht optimal. Und so werden wir im nächsten Jahr bei den Arbeitsheften mehr auf den Duden-Verlag zurückgreifen (Üben mit Lexi).
Ebenfalls differenziert sehe ich das Buch: Schön, dass alle das gleiche Buch haben. Es ist aber ein Buch für "die Mitte", d.h. für die Erstklässler war es bis vor Kurzem zu schwer und kaum zu gebrauchen als Lesebuch. Kurze Texte sind z.T. durch schwierige Wörter gespickt, über welche selbst meine Zweitklässler stolpern bzw. sie nicht erlesen können. Dann denken die Ersties "Oh, schön kurz, was für uns!" und scheitern kläglich. Lesefreude wird so nicht geweckt. Längere Texte sind eher selten. Ein Bezug zum Buch fehlt im Heft teilweise völlig, es ist gerade Mal das Thema gleich. Im Heft geht es z.B. um Riesen, Wörter mit ie, Verkleinerungsformen, Adjektive. Im Buch gibt es dann Minitexte über Saurier und Wale. Ein Text mit Verkleinerungsformen wäre schön. Eine Aufgabe im Arbeitsheft, bei der Fragen zum sinnverstehenden Lesen beantwortet werden sollen oder Ähnliches. Im nächsten Kapitel gibt es eine (ja, genau eine ganze) Kopiervorlage zum sinnerfassenden Lesen eines Buchtextes. Wenn wir nicht viele zusätzliche Hefte, Kopien und Lernkarteien in der Klasse hätten, dann würde dieser Bereich viel zu kurz kommen.
Vom jahrgangsübergreifenden Aspekt her, gefällt mir Tinto insgesamt am Besten unter den Werken, die ich gesehen habe und die hier in unserem Bundesland auf die Listen können. (Konfetti oder bestimmte Fibeln mit Differenzierungsmaterial können wir nicht nehmen, da der Betrag, den wir für die 1. Klasse auf die Schulbuchliste setzen dürfen, lächerlich klein ist. Allein die Lollipop-Fibel mit allen Materialien "fräße" den auf.)
So, genug gesülzt.
Conni -
nashorn
Die Einstellungsverfahren in Brandenburg sind so durchsichtig wie die Spree in Berlin-Mitte. Zu meiner Zeit der Einstellung gab es da eben 65%-Stellen. In Berlin allerdings auch: Auf 1 oder 2 Jahre Teilzeit, dann Zusage auf Vollzeit. -
Zum ersten Einlesen eignet sich dieses hier vielleicht:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3834601063/lf-21?tag=lf-21 [Anzeige]Da sind auf der CD-Rom auch Vorschläge für Wochenpläne etc.
Wir arbeiten in Klasse 1/2 sehr unterschiedlich.
Meine Kollegin und ich favorisieren Wochenpläne. D.h. pro Tag etwa 1 bis 2 Unterrichtsstunden Arbeit an diesem Plan, die Aufgaben passen direkt zum Stoff der anderen Stunden. Daneben gibt es Teilungsstunden (hier haben wir unsere Förderstunden mit verarbeitet, um Teilung überhaupt zu bekommen) und Stunden, in denen 2 jahrgangsübergreifende Klassen parallel Unterricht haben. In diesen Stunden machen wir dann ca. 3mal pro Woche "Club". Das heißt, alle Erstklässler beider Klassen gehen zur einen Lehrerin, alle Zweitklässler zur anderen. Dann werden neue Inhalte eingeführt.Wir arbeiten mit Tinto, das macht sich gut. Das Arbeitsheft 2 ist für das selbstständige Arbeiten aber weniger geeignet. Auch das Schreibschriftheft ist nicht das beste, das ich kenne, mir gefällt das vom Jandorf-Verlag z.b. besser. Zusätzlich haben wir noch einzelne Hefte er Duden-Reihe "Üben mit Lexi". In diesen wird z.B. explizit auf Rechtschreibung und Grammatik eingegangen.
Daneben führen wir ab dem nächsten Jahr die Lesehefte vom Jandorf-Verlag ein, die sind zum selbstständigen Arbeiten, z.B. im Wochenplan, sehr gut. (Heft 1 und 2 etwa für Klasse 1, Heft 3 und 4 etwa für Klasse 2).
Zusätzlich solltet ihr euch einen Fundus weiterer, verschiedener Materialien zum selbstständigen Arbeiten anschaffen, z.B. Klammerkarten, Stöpselkarten, Logico, Lesedominos, Lesekarteien etc.In Mathe haben wir Einstern und sind in der 1. Klasse zufrieden. In der zweiten nicht, weil es für das Leistungsniveau unserer Schüler zu unübersichtlich ist und zu wenig Übungsmöglichkeiten bietet. Ich habe mir jetzt Flex & Flo angeschaut und finde das deutlich übersichtlicher.
Grüße,
Conni -
Berlin: Vergiss es.
Brandenburg: 2004 wurde dort noch verbeamtet, allerdings teilzeit
-
Möchte meine Aussage und die von Muckele nochmal bekräftigen:
Bitte nicht Einstern für die 2. Klasse! Erschreckend. Ich könnte täglich nur den Kopf schütteln.
Beispiel: Einführung + und - ohne Zehnerübergang bis 100.1. + Mit einer ZE und einer E Zahl (34 + 5)
- Zehnerstangen (Stangen stehen, Einer stehen daneben) - 1/2 Seite
- Reihen wie beim Abakus (Reihe mit 10 Punkten) - 1/2 Seite
- Aus Bildern mit Strichen (Z) und Punkten (E) Aufgaben machen - 1/2 Seite
- Aus Aufgaben solche Bilder machen - 1/2 S.
- am Zahlenstrahl - 1/2 S.
- am Hunderterfeld mit vorgegebenen Pfeilen --> zum Pfeil die Aufgabe schreiben - 1/2 Seite
- mit Geld - 1 Seite (Welches Kind kann sich denn bitte unter einem 50-Euro-Schein und daneben einem 20-Euro-Schein was vorstellen? Wir sind froh, wenn die Euro und Cent unterscheiden.)
- Analogieaufgaben - 1/2 S.
- Zu einer gegebenen Aufgabe die Analogieaufgabe finden. - 1/2 Seite
- freies Rechnen - 1 Seite
Ergänzung im Arbeitsheft / Kopiervorlagen:
- 1 Seite freies Rechnen mit Ausmalen der Ergebnisfelder
- 1 Seite Rechnen ohne Ergebnisfelder, aber z.T. mit Analogieaufgaben
- am Zahlenstrahl - 1/2 Seite
- am Hunderterfeld - 1/2 SeiteNun geht es weiter mit .... nein, nicht der Subtraktion...
Addition mit Zehnerzahlen (34 + 50)
Aufgabenformate und Übungsformen - siehe oben, ohne AnalogieaufgabenUnd nun kommen Aufgaben der Form ZE + ZE (34 + 51)
Anschließend Sachaufgaben und dann das ganze für die Subtraktion. Danach fangen wir dann mit dem Zehnerübergang an.
Ich habe die Reihenfolge zwar verändert - Addition und Subtraktion immer hintereinander nach Aufgabenformat sortiert und wir führen nur einen kleinen Teil der Übungsformate ein. Trotzdem "hampeln" wir immer noch bei Addition und Subtraktion ohne Zehnerübergang herum. Im letzten Jahr haben wir um die Zeit mit der Einführung der Multiplikation angefangen... (Schuleingangsphase lässt grüßen.)
Conni
-
Bei uns ist es wie bei der Musikmaus.
Wenn ein Unfall aufgrund abgeklebter Ohrstecker passiert, siehst du nämlich alt aus, die Unfallkasse macht dann Ärger.Ohrlöcher sollen in den Sommerferien gestochen werden. (Land Berlin)
Conni
-
Hallo Micky,
ich weiß nicht, ob ich dir weiterhelfen kann, bin ja an der Grundschule.
Als Klassenleiterin mit den meisten Fächern ist es eh was anderes, da kann ich mit den Kindern ein Lied singen oder ein Spiel machen, wenn mal Zeit übrig ist.Als Fachlehrerin bin ich mit dem Planen einzelner Stunden auch oft nicht klar gekommen, da vieles dazwischen kommt oder anders funktioniert als gedacht.
Also plane ich jetzt nur noch Reihen oder Themen. Und die laufen dann hintereinander ab. Ich habe ein grobes Raster für die Verteilung auf die einzelnen Stunden im Kopf, aber wenn das nicht klappt, dann klappt das nicht. Ich habe eine Klasse, die manchmal zu spät aus der 5. Stunde losgeschickt wird und dann in der 6. Stunde schon 10 min zu spät ankommt. Bis sich dann alle einigermaßen gesammelt haben, sind nur noch 30 min Unterricht übrig und davon kann ich eh nicht die ganze Zeit nutzen, da die Konzentration der Kinder am Ende des Tages erheblich nachlässt. Meine erste Unterrichtsreihe hatte ich z.B. auf 3 Wochen a 2 Stunden konzipiert. In der einen Klasse hat sie 4 Wochen gereicht, in der anderen 5.
Ich habe - wenn möglich - Arbeitsblätter oder Übungen in Buch/Heft, die sich in Teilen bearbeiten lassen. Wenn dann noch 10 min Zeit sind, teile ich ein AB aus, lasse es einheften und die Kinder lösen die erste Aufgabe, in der nächsten Stunde geht es weiter.
Oder ich nutze die Zeit für eine Wiederholung oder Zusammenfassung, aber das haben andere schon geschrieben. Wie wäre es mal, zu einem Thema ein Mindmap erstellen zu lassen von den Schülern? Ist gleich auch Methodentraining. Edit: Die Schüler könnten sich paarweise das Wichtigste der Stunde nochmal erzählen. Oder eine Karteikarte mit 5 Stichwörtern machen...Ich bin auch sehr chaotisch, was mein Arbeitszimmer anbelangt, habe mir aber inzwischen Folgendes angewöhnt:
- Arbeitsblätter und Originale, die aus der Schule mit nach Hause kommen und erstmal nicht benötigt werden, hefte ich am selben Tag oder spätestens am Folgetag in den entsprechenden Ordner.
- Kopiervorlagen und Materialien für den Folgetag (oder die Woche, je nachdem) packe ich in eine Fächermappe, sortiert nach: "Vor der 1. Stunde zu kopieren", "nach dem Unterricht oder auch einen Tag später zu kopieren", "ins Fach legen, damit das in die Schülerakten kommt", "auf den Schreibtisch legen, weil es gebraucht wird", "auszuteilende Arbeitsblätter". Diese Fächermappe kommt in meinen Rucksack und dieser steht fertig gepackt - bis auf das Essen - im Arbeitszimmer. So kann ich auch morgens im Halbschlaf die Wohnung verlassen und vergesse nur noch selten etwas. Meist brauche ich inzwischen nur noch montags diese Mappe, dann ist alles in der Schule. Dort habe ich mir 2 Plastikteile mit mehreren Fächern zugelegt und dort die verschiedenen Arbeitsblätter etc. - nach Klassensätzen in Prospekthüllen gepackt und nach Fächern sortiert - hineingelegt. Für Musik in meinen Fachklassen sogar auf Wochen im Voraus. Durch das Packen am Nachmittag/Abend schlafe ich auch deutlich ruhiger und entspannter.
- Es gibt eine ToDo-Liste, sobald die Aufgaben mein Gedächtnis überlasten. Auf dieser Liste hake ich ab, was fertig ist. Wichtige Aufgaben haben Priorität. Wenn ich jetzt Lernentwicklungshefte ausfüllen muss, dann liegt das fertig laminierte und noch zu zerschneidende Spiel für den Freiarbeitsbereich eben noch 3 Wochen länger da.
- In meinem Arbeitszimmer habe ich bislang ebenfalls 2 solcher Plastik-Ordnungsteile. Auch da sind dann Unterrichtsideen für folgende Reihen drin sowie 2 Fächer für die Klassenleitung.
- Wichtige Dinge, die mir im Unterricht einfallen, trage ich in meinen Kalender ein und schaue nachmittags/abends dort rein.Wenn du GEW-Mitglied bist und in der Nähe eine Geschäftsstelle hast, schau dort mal, manchmal machen die auch Seminare zum Selbstmanagement.
Wenn du ein Coaching machen möchtest, suche dir unbedingt jemanden, der Ahnung von Lehrern hat! Ich hatte sowas, aber bin an eine Dame geraten, die das Lehrerleben nur aus der Schule ihrer Tochter kannte und keinerlei Verständnis für die Probleme mit der Ordnung in meinem Arbeitszimmer hatte.Und noch ein Tipp: Es gab einen Thread mit Anti-Burnout-Tipps. Durchlesen. Ausdrucken. Ins Arbeitszimmer hängen. Täglich lesen!
Grüße und viel Erfolg,
Conni -
Ich hab sie auch laminiert und in Sperrholz-Kästen der Lernwerkstatt Vogt gesteckt. 3 Kästen, für jede Farbe einen.
Conni
-
Das ist eine tolle Idee.
Ich hatte im letzten 1. Schuljahr ein Blatt Tonkarton genommen, dieses wie ein Heft auf A5 gefaltet, d.h. so zum Aufklappen. Vorne war der Name der Schule, Klasse, Name des Kindes, ein Stempel unseres Klassentieres und ein Foto vom Kind drauf. Innen waren eine Gratulation drin und es standen ein paar Sätze, was das Kind schon gut kann, zusätzlich glaube ich ein 2. Foto. Es war sehr individuell, die Kinder waren sehr stolz - und ich war 3 Wochenenden sehr beschäftigt, weil der Tonkarton nicht gut durch den Drucker ging (eigentlich sollte der Drucker das aushalten, aber gut), weil es schwierig war, die Fotos so aufzukleben, dass sie nicht sofort abfielen oder das ganze Papier wellten durch Flüssigkleber. Ich musste vorher die Fotos aussuchen, bearbeiten, hochladen, entwickeln und schicken lassen. Das hat sogar mehr Zeit gekostet als das Überlegen einiger Sätze für jedes Kind.
Ich werde das in dieser Form in diesem Jahr nicht wieder machen.Eine zweite Idee, die ich auch schon umgesetzt habe:
Tonpapier (!) mit einer Gratulation bedrucken, Name und Schule drauf, Foto des Kindes dekorativ in die Mitte, die Schrift ein bisschen schick setzen, das Ganze so konzipieren, dass das Blatt nicht zu falten ist. Ist gut praktikabel, würde ich wieder machen.Eine dritte Idee, aber eher was für ein 2. Schuljahr in Vorbereitung auf Zensuren ab Kl. 3 ist ein Smileyzeugnis, auf dem die einzelnen Fächer und dahinter ein Smiley stehen.
Eine 4. Idee, die ich von jemandem aus dem Forum hier hatte: Ein Smileyzeugnis zum Selbereinschätzen für die Kinder.
5. Idee: Die Kinder schreiben eine Selbsteinschätzung: "Ich kann schon gut ...." (lesen, rechnen und malen) Beliebig erweiterbar. Funktioniert wohl auch eher ab Kl. 2.
Conni
-
Wir haben seit 2 Jahren zusätzlich zum Berichtszeugnis Lernentwicklungshefte. Die wurden von 2 Kolleginnen unserer Schule erarbeitet. Sie haben sich unendlich viel Mühe gegeben und den Lehrplan bis ins Kleinste aufgedröselt.
Leider führt das dazu, dass diese Hefte nur unter erheblich mehr durchgemachten Wochenenden/Nächten auszufüllen sind als man dann ohnehin in der Zeugniszeit schon hat, denn die Berichte musst du eh noch schreiben. Die beiden Kolleginnen haben das selber leider noch nie ausfüllen müssen.
In diesem Jahr gibt es nun die Möglichkeit, in der Schuleingangsphase mit einem vorgegebenen tabellarischen Zeugnis zu bewerten. Wir haben uns das angeschaut - und uns dagegen entschieden.
Denn:1. Viele Punkte waren extrem abgehoben. Wir schaffen es unter den veränderten Bediungenen in diesem Bundesland und in einem sozial schwachen Einzugsbereich kaum noch, den quirligen, kleinen Kindern die grundlegenden Lese- und Rechenfähigkeiten beizubringen, damit sie in der 3. Klasse Land sehen. Das heißt, wir haben 2 Möglichkeiten: a) Die wichtigsten Dinge gründlich und für viele Kinder verständlich unterrichten, Pfiffige bekommen Zusatzaufgaben, ein Teil des Stoffes muss dann im Schnelldurchlauf oder gar nicht unterrichtet werden. (Wir haben einen Rahmenlehrplan, der eigentlich nur verlangt, dass 60% der Unterrichtszeit auf die Inhalte verwendet werden und der Rest für Aktuelles. Es steht nicht drin, dass man jeden Inhalt unbedingt schaffen muss.) Möglichkeit b): Wir schaffen alle Inhalte, dann alle im Schnelldurchlauf, d.h. die Pfiffigen kommen mit, der Rest sieht bald keinerlei Land mehr. Wir haben uns für a) entschieden. Wie sollen wir also diese ganzen abgehobenen Punkte bewerten? (Und: Ja, ich mache guten, straffen, strukturierten Unterricht, aber Kinder sind keine Maschinen und richten sich nicht unbedingt nach den Ideen von Rahmenlehrplankomissionen.)
2. Viele Punkte waren extrem schwammig formuliert. Die hätten wir erst mal mit "Leben" füllen müssen. Also "Punkt A ist mit einem Kreuz ganz links zu versehen, wenn das Kind das und das kann." Das für 4 Seiten Zeugnis, wobei es extrem differenzierte Meinungen in unserem Team gibt. Da hätten wir entweder für 3 Wochen vom Unterricht freigestellt werden müssen oder 6 Wochen nicht mehr schlafen dürfen. Beides ist nicht zumutbar.3. Der Punkt 2 hätte bei vielen Eltern zusätzliche Fragen und Unsicherheiten aufgeworfen. Wir müssten uns also mit jedem Elternhaus hinsetzen und ihnen das Zeugnis und dessen Formulierungen erklären nebst Zusammenstellungen von Lernstandstests, an denen wir detailliert erklären können, warum das Kreuz in Punkt 1 da und in Punkt 120 dort ist.
4. Unter den gegebenen Arbeitsbedingungen ist es nicht möglich, jedes Kind in jedem kleinsten Detail haargenau einzuschätzen. Der wunderschöne Unterricht, in dem alle still und fleißig lernen und die Lehrerin als Beraterin am Gruppentisch sitzt und einzelnen Kindern hilft oder diese beobachtet - also das, was wir in der Uni gelernt haben - ist blanke Theorie. In der Praxis haben wir in den Eingangsklassen jeweils mindestens 5 Kinder, die aus emotional-sozialen oder lernschwierigkeitsbedingten Gründen eine Einzel- oder Kleingruppenbetreuung und ständige Aufmerksamkeit eines Erwachsenen benötigen würden, um effektiv zu lernen. Und alle anderen haben ja auch noch ein Recht auf die Lehrerin.
Edit:
5. Wir hätten noch mehr testen müssen. Unsere Kinder füllen eh schon ständig Lernstandstests aus, da wir ja Grundlagen für die Berichtszeugnisse brauchen und den Eltern auch die Entwicklung des Kindes darlegen möchten. Wir hätten nun noch viele zusätzliche Tests für alle diese Punkte entwerfen und durchführen müssen. Dies führt zu einer weiteren Reduzierung der zum Einführen, Üben und Wiederholen von Lerninhalten nötigen Unterrichtszeit geführt, was letztlich insbesondere den leistungsschwächeren Kindern schadet.Ein Berichtszeugnis hat mich im letzten Schuljahr 5 Stunden pro Kind gekostet vom ersten Wort bis zum Einheften des Duplikates in die Schülerakte. Dieses tabellarische Zeugnis würde erheblich mehr Zeitaufwand kosten, erheblich unsicherer in der Aussage sein und erheblich anfechtbarer sein.
Wir fanden das Zeugnis so einfach unpraktikabel.Edit:
Wenn ihr sowas macht, sucht euch praktikable, verständliche Kriterien, die sich aus dem normalen Unterricht heraus einschätzen lassen und für die ihr dann nicht noch 1 Stunde zusätzlich für Tests abknapsen müsst.Conni
Werbung