Beiträge von Conni

    Mir kommt das auch so vor...
    Das ist teilweise wirklich Spezialwissen, welches von Lehrbuch zu Lehrbuch ja auch abweichend ist. Ich wüsste einige Fragen da auch nicht.
    Mir kam schon die Idee, dass die erwachsenen Kandidaten fürs Dümmlich-Tun bezahlt werden...

    Conni

    Zitat

    Original von lissy

    da ich im nächsten Schuljahr eine 1 Freitags in der 5. Stunde im Fach Musik (fachfremd) unterrichten "darf"
    LIssy

    Herzliches Beileid, du hast mein volles Mitgefühl!
    Nee, im Ernst: Ich habe das gerade ein Schuljahr lang durch: 8 Stunden Musik, davon 4 in Klasse 1 und 4 in Klasse 2. 4 davon in der 5. Stunde, 3 in der 4. Stunde und eine - oh Wunder in der 3. Stunde. Ich bin zwar ausgebildete Musiklehrerin, allerdings fühlte sich die Ausbildung meist nur für höhere Klassenstufen (Uni etwa ab Klasse 8, Studienseminar ab Klasse 3) verantwortlich. Ein trauriges Körbchen mit einigen zerrütteten Orff-Instrumenten, welches nur in einer Etage (=2 Klassen) verfügbar war, tat ein Übriges. Dadurch fiel es mir irgendwie auch schwer, ein Feuerwerk musikalischer Aktivitäten zu entfachen. Sowohl die Kinder als auch ich waren in der 5. Stunde einfach nur noch fertig.

    Was gut ankam:
    Musizieren mit Orff-Instrumenten. (Bitte mit beleidigten, tobenden Kindern rechnen, die ihr Wunschinstrument nicht bekamen.)
    Bodypercussion (Rhythmen mit oder ohne Musik klatschen, klopfen, mit Stiften klopfen, auf die Oberschenkel patschen etc.)
    Bewegungslieder (Vorsicht, Unfall- und Prügelgefahr)
    Malen zu Liedern oder zu Musikstücken

    Getanzt habe ich nur mit 2 Klassen, da hatte ich dann beide Klassen zusammen in der Turnhalle an der Backe, wobei etwa 1/5 der Kinder permanent auf dem Boden lagen, rollten, quiekten und sich gegenseitig Beine stellten. Ist nur im Nachhinein witzig.
    In den anderen Stunden war die Turnhalle nicht frei und im Klassenraum kann die ganze Klasse kaum stehen, geschweige denn tanzen.

    Grüße,
    Conni

    Zitat

    Original von Fröschle
    Oh, bei mir gibts im Moment auch so merkwürdige Störungen. Und zwar deshalb, weil sich die Schüler gegenseitig ermahnen, still zu sein.

    Ahhhja, ich vergaß, kenne ich auch. Meine Klasse hat das dann ganz gut hinbekommen, weil ich die z.B. in Deutsch versäumten Minuten dann in Musik nachgearbeitet habe. Und dass Musik Spaß macht, finden die meisten.
    Die 4. Klasse, die ich jetzt vertretungsweise hatte, hat am Freitag 25 min gebraucht, bis sie still wurden. Und das, obwohl der Videorecorder mit dem begehrten Film schon da stand. Kamen wir halt nur bis kurz nach dem Vorspann. (Die Klasse ist so laut, dass selbst ich mit trainierter Stimme mir kein Gehör verschaffen konnte, eine schriftliche Aufforderung an der Tafel half auch nicht viel, da brüllten sie sich dann an, ob die Schreibung korrekt ist, hat eine Kollegin probiert. Im nächsten Jahr habe ich die Klasse nicht mehr.)

    indidi
    Ja, Schreibaufgaben sind auch ganz gut. Ich habe nach einem Massenstreit letzte Woche als Hausaufgabe gegeben, über ein Kind 3 positive Dinge zu schreiben. Wobei die größten Kontrahenten übereinander schreiben mussten und ansonsten Junge über Mädchen und umgekehrt. Ich glaube, das ist auch auf Dauer heilsam. Außerdem habe ich noch eine schöne Sache für den Schuljahresabschluss daraus gemacht, über die sich die Kinder gefreut haben.
    Leider arbeite ich nur in Eingangsstufenklassen (1/2) und dann sieht es mit dem Schreiben schwieriger aus.
    Neulich haben sie sich im Unterricht mal mit "Ey Alder!" betitelt (7- bis 8jährige wohlgemerkt). Da ich grad lustig drauf war und keine Belehrungen und keinen Stress mehr wollte, habe ich gesagt: "Der Alte in der 3. Bank dreht sich jetzt mal um." Der war sprachlos und ich habe an dem Tag kein "Alder" mehr gehört. :D

    So, und nun sind Ferien!

    Conni

    Hallo ihr,

    ich habe auch 2 konkrete Beispiele:

    1. Schimpfwörter (Grundschule, innerhalb der ersten 2 Schuljahre):
    Immer wieder werden Schimpfwörter von einigen verwendet, es scheint "dazu zu gehören". Ich möchte es aber trotzdem nicht. "So reden wir nicht miteinander" habe ich oft genug gesagt, auch die Regel geübt, wie man sich höflich ausdrückt, welche Sätze einem gefallen, welche nicht etc. Ich habe mir die Kinder beiseite genommen und mit ihnen allein gesprochen. Ich habe mit der ganzen Klasse gesprochen, wenn es eine größere Gruppe traf. Ich habe Einträge ins Hausaufgabenheft erteilt, die sinnlos sind, da die Eltern der Meinung sind, die Ausdrücke kämen aus der Schule und ich wäre dafür verantwortlich, dass in der ganzen Schule keinerlei solcher Ausdrücke mehr gesagt werden.
    Die Kinder bezeichnen sich weiterhin munter als "Schlampe", "schwul" und weitere Schimpfwörter, die ich persönlich nicht sage oder schreibe.


    2. Wenn ich frontal etwas erarbeite, dann ist es zur Zeit so, dass nach einer Antwort von einem Kind ein paar Kinder laut aufstöhnen: "Das wollte ich auch sagen!" - "Ohhh Mann ey, das wollte ICH gerade sagen!" - "Mann, warum komm ich denn hier nicht dran?"
    Ignorieren hilft genauso wenig wie ermahnen oder darüber reden, warum nicht alle rankommen können.
    Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass einige Jungs zur Zeit ein betont-obercool-pubertäres Verhalten mit Elementen aus dem Repertoire besoffener Fangruppen im Fußballstadion an den Tag legen und das auch toll finden und auch die Eltern damit kein Problem haben. (Wäre gespannt, ob sie das in 5 Jahren auch noch so sehen, das werde ich nur leider nicht mehr mitbekommen.)
    Ich habe mir nun einen der Oberstöhner mal rausgenommen und mit ihm geredet. Fazit: Der Junge hat offenbar massive Ehe- und Perspektivlosigkeitsprobleme im Elternhaus gekoppelt mit (trotz Elterngesprächen immer noch) hohen Anforderungen bei momentan eher unterdruchschnittlichem Leistungsvermögen zu ertragen. Nach dem Gespräch ging es 2 Tage etwas besser, danach rief er wieder mehr dazwischen.

    Habt ihr noch weitere Ideen? (Jetzt ja kaum noch, aber für ähnliche Fälle in den nächsten Jahren.)

    Conni

    Hmm, da haste auch wieder Recht. Aber mit Ortungssystem lassen die Kinder sich vielleicht problemloser finden? Keine Ahnung.

    Die Idee mit dem Ehepartnervertrag ist gut. Sollte man mal vorschlagen. :evil:

    Ja, eben.
    Es wird beworben wie blöde, habe neulich Fernsehen geschaut.
    Und wer weiß, wer alles diese Ortungsfunktion noch nutzen kann? In der Werbung hat die Mutter nämlich über Einloggen auf der Internetseite das Kind geortet. Nachher hackt noch ein Pädophiler den Zugang?
    Keine Ahnung...

    Conni

    Das Blitzrechnen für Klasse 1 ist gut aber sehr viel, besonders, wenn du es laminierst.
    Ansonsten gibt es noch von der Rabenwerkstatt (Klett) eine Kopfrechenkartei 1/2. Die ist nicht ganz so umfangreich und ich weiß nicht, ob sie reicht, wenn die Kinder da täglich drin üben sollen.

    Conni

    Es gab auch mal solche Auto-Massage-Sitze aus Holzperlen. Wenn du so ein Ding irgendwo geschenkt kriegen kannst: Wunderbar zum Rechenkettenbasteln!
    Ansonsten sind 50€ recht wenig an Kalkulation für privat angeschaffte Materialien. (Ich saß vor 2 Jahren in einem Klassenraum mit Möbeln, Besen, Mülleimer. Mein Schulleiter überreichte mir feierlich Tafellappen und Schwamm. Damals gab es übrigens an unserer Schule auch noch farbige Kreide, inzwischen nicht mehr...)

    Conni

    Ich habe einen Jack-Wolfskin-Rucksack. Der hält gewichtsmäßig ne Menge aus, hat Riemen, mit denen man ihn enger (=weniger Inhalt) stellen kann. Er hat ein großes Fach, das gut für A4 passt, ein weniger großes, auch in A4, ein kleineres vorne, in dem kleine Fächer sind für einen Noteuro (einkaufen, aber neue Hose an und kein Euro im Portemonnaie), Halsbonbons und die Notstifte, wenn die Federtasche sich vor mir versteckt irgendwo! Außerdem gibt es ganz vorne noch ein Minifach.
    Laptop brauche ich zum Glück nicht.
    Wenn ich mehr zu transportieren habe, nehme ich zusätzlich noch einen Baumwollbeutel oder einen Schulterbeutel oder eine Obitasche dabei.

    Conni

    Zitat

    Original von yasumi
    Die Schaumküsse sind das Drachenfutter - der Kandidat bekommt eine Drachenmaske auf und muß versuchen die Schaumküsse aus der Luft mit dem Mund zu fangen.

    Und an der darauffolgenden Station werden dann Drachenkostüme selber genäht, damit die Kinder nicht den Rest des Tages in verklebten Klamotten rumlaufen?
    Ich musste mir das grad bildlich vorstellen. :rofl:

    Conni

    Hallo Unaussprechliche (oder gibts nen Trick),

    hast du zufällig den Dyskalkulie-Test für Mathe Ende Klasse 2/Anfang Klasse 3?
    Wenn nicht: Schick mir mal per PN deine Mailadresse, ich scanne ihn dir ein und schicke ihn dir zu. An unserer Schule wird der seit Jahren eingesetzt, um für Dyskalkulie gefährdete Kinder herauszufinden und eventuell beim schulpsychologischen Dienst weiter zu testen.

    Grüße,
    Conni

    Talida

    Also mein Eindruck: Laut Gesetz bis du für alles verantwortlich. Außer vielleicht dafür, den Kindern ein Frühstück zu servieren oder so.
    Aber mehr als Schreibhaltung korrigieren und vielleicht mal ein differenziertes AB kannst du in einem normalen Rahmen nicht machen, das Kind ist ja nicht allein in der Klasse. Große Defizite lassen sich da nicht ausgleichen. Ich habe 2 Kinder in der Klasse, deren Eltern es nicht einsehen woll(t)en. Bei einem soll jetzt angeblich was passieren (nach fast 2 Schuljahren, ich glaub aber noch nicht dran), die anderen halten Ergo für überflüssig. Das Kind quält sich nun mit Schreibschrift herum.

    Conni

    Wie wäre es denn mit Konzentrationsspielen oder einer kleinen Fantasiereise statt Eckenrechnen? Da könntest du alle mit ins Boot holen und das auch irgendwie noch vertreten, da sie die Konzentration ja auch zum erfolgreichen Lernen brauchen.
    Ich habe mir vor einiger Zeit beim Oldenbourg-Verlag das Buch "Spaß mit Konzentrationsspielen" von Almuth Bartl bestellt, kostet 4,95 € als Schnäppchen und ich hab schon ein paar Sachen draus gemacht. Ich habe es jetzt nicht hier, kann also keine speziellen Spiele aufführen. KIM-Spiele sind darin, lange Sätze bilden, Kommando Pimpernell (Konzentrationsspiel mit Bewegung). Weiter bin ich noch nicht vorgedrungen.

    Außerdem habe ich z.B. ein Spiel aus einem Discounter, bei dem gerechnet werden muss mit Würfeln. Ganz einfache Spielregeln, Kl. 1/2 Anpassung möglich, meinen Förderkindern macht es Spaß und sie rechnen dabei.
    Dann habe ich selbst gemachte Uhrenmemorys und Klammerkarten.

    Aber ehrlich, dein Chef ... :rolleyes:

    Conni

    @Anais
    Normalerweise beurteilt der Amtsarzt, ob du vorraussichtlich lebenslang dienstfähig sein wirst. Die Freiheiten der AÄ sind da groß und es gibt keine klaren Richtlinien.

    Ausnahme: Du bist schwerbehindert oder Schwerbehinderten gleichgestellt (30% Weißnichtwiedasheißt). Dann beurteilt der AA, ob du vorraussichtlich mindestens 10 Jahre dienstfähig sein wirst. Der Rest gilt wie oben.

    Viel Erfolg,
    Conni

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