Beiträge von Conni

    Also allgemein zum Thema "Wut" gibt es "Anna und die Wut". Das handelt von einem Mädchen, dass immer Tobeanfälle bekommt und die schließlich in Trommeln umwandelt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das mit dem Lärmschutz vereinbar ist, wenn vielleicht 26 Kinder anfangen zu trommeln. :D

    Grüße,
    Conni

    Hallo ihr,

    mein Seminar war so in der Mitte eurer Erfahrungen: Einerseits war ein gewisser Zusammenhalt da, aber ziemlich in Grüppchen, die sich nach IchmachedietollsteDiät, IchhabedasbesteFitnessstudio und IchgehejedeWocheindieDisco zusammenfanden. (Da gehörte ich zu keiner Gruppe und stand auch etwas allein da. Hab mich dann mit einer zusammen getan, die auch noch etwas allein dastand.)
    Ein paar Leute haben etwas geschleimt, das ging in meinem Hauptseminar noch, in unserem parallelen Hauptseminar fand ich es wirklich schlimmer: 1. wurde voll auf Vorwendezeit gemacht, ich führe das nicht näher aus. Und: Tiefe Stirnfalte, nur wenige Millimeter von den riesigen, grauen Augenringen entfernt: "Meine Stunde, die war ja so schlecht, aber wie kann man an dieser Schule auch...." [längere Ausführungen] Zwischennote: Als einzige in unserem Fachseminar eine 2+.
    Naja, genützt hat es ihnen nichts, ich hab in der Prüfungsanflugbahn nochmal kräftig beschleunigt und eines der begehrtesten Fächer --> Ich hab in unser aller Wunschstadt ne Stelle (und noch ein paar wenige andere).

    Grüße,
    Conni

    Hallo ihr,

    bitte hier nicht weiterlesen, wenn ihr euch ganz doll auf den Film freut oder wenn ihr unbefangen reingehen wollt.


    Ich war jedenfalls gestern in dem Film und wenn ich nicht in der Mitte gesessen und Begleitung gehabt hätte, wäre ich irgendwann gegangen. Nach einer Stunde (Filmdauer) habe ich auf die Uhr geschaut und gewartet, wann es zu Ende ist. Zwischendurch hatte ich peinlicherweise Kicheranfälle.

    1. Für Kinder: Sicherlich wirklich ein schöner Film, hübsches Märchen, gut gegen böse, flache Story.


    2. Für mich: Die Effekte sind beeindruckend, aber lange nicht so gut wie in Harry Potter und Herr der Ringe, obwohl der Film auch viel Geld gekostet haben soll. Ein Teil der Tiere wirkt gar nicht richtig real, sondern irgendwie so trickfilmartig, finde ich. Der Fuchs z.B. und die Biber. Die Vogelraubkatzenviecher, die Wölfe und die weißen Elche hingegen sind wirklich gut gelungen. Der Zwerg sieht für mich auch eher aus wie ein alkoholliebender Eunuch, der in der falschen Größe ins Bild gesetzt wurde, aber das mag Ansichtssache sein.

    Die Geschichte ist an einigen Stellen sehr langatmig. Bis nun alle überzeugt sind, dass sie doch mal in den Kleiderschrank sollen. Bis sich die beiden Mädels auf dem toten Löwen ausgeweint haben, bis Peter nun endlich sein Schwert benutzt... Viele aßen dann halt Popcorn zur Ablenkung. Wir hatten leider keins gekauft und Pech...
    Lachen musste ich bei der Ernennung Peters zum Ritter. "Auch das noch!" raunte meine Mutter neben mir. Ein Ritual, das in einem guten Film an passender Stelle ja noch heroisch oder irgendwie passend wirken kann, aber in dem Film nicht, v.a. Peter mit zitterndem Schwert während des Ritterwerdens. Die Buben sahen eh die ganze Zeit aus, als wüssten sie nicht, wie sie ihr Schwert anfassen sollen. Manchmal hatte ich Angst, sie verletzen aus Versehen einen der Guten, wenn sie mit dem Schwert die Angriffsbefehle geben.
    Im Übrigen: Als friedensliebende Pädagogin widerstrebt es mir zutiefst, dass die Protagonisten ihre Kriegsspielzeuge vom Weihnachtsmann bekamen. Wer weiß, wieviele Kinder dann zu Weihnachten mit Pfeil und Bogen ala Susan rumlaufen werden. Ich denke darüber nach, mir ein Mithrilhemd schenken zu lassen, denn in meiner Straße gibt es viele Kinder.
    Das Schwertchen der kleinen Lucy ist in dem Moment, wo sie es rauszieht, um es im Kampf einzusetzen, auch irgendwie witzig, sieht eher aus, als könnte man maximal einen kleinen Apfel damit erstechen.
    Handlung... naja, viel war es nicht. Eigentlich kann ich nur wenig von Handlung nacherzählen. Am meisten Handlung fällt mir noch ein, bis alle 4 nach Narnia kommen - und das ist ja eigentlich nur der "Vorspann". Tiefe - nein. Warum sich Aslan und die weiße Hexe bekriegen? Hätte ich gerne gewusst, wird aber nicht erwähnt. Warum es die Prophezeihung gibt? Was vor dem ewigen Winter war? Keine Ahnung, hätte mich interessiert. (Und es wäre Zeit gewesen das zu erzählen.) Warum Aslan sich 100 Jahre nicht blicken ließ, obwohl der Wald und seine Bewohner unter der klirrenden Kälte litten und von der weißen Hexe unterdrückt wurden? Erfährt man nicht. Aber so einem Herrscher würde ich mich nicht anvertrauen.
    Und warum erzählt der Weihnachtsmann Susan, dass ihr Pfeil den Gegner immer trifft. Aber als sie übt, trifft sie nicht in die Mitte der Zielscheibe?

    Achja, für alle Deutschlehrer: Die Prophezeihung (die 2. Stelle, an der ich lachen musste): Aus einem (mehr oder weniger guten) Englischen Vers wurde eine grottenschlechte Deutsche Reim-dich-oder-ich-fress-dich-Prophezeihung. Da reimen selbst aktuelle deutsche Rapper 10mal besser. Ich habe erst nach einige Sekunden, in denen ich darüber nachdachte, was das für ein komischer Satz war, gemerkt, dass sich das reimen sollte. Am Ende gibt es noch eine Stelle (Krönung), wo die Übersetzung wirkt wie gewollt und nicht gekonnt. (Attribute der 4 König/innen)

    Die Schauspieler.... hmm...... der Faun hatte das ausdrucksvollste Gesicht und hat am besten gespielt von allen. Die Haushälterin war nur kurz da, aber das ging auch. Der Professor ist kauzig und witzig, aber sein Gesicht ist ausdruckslos. Lucy guckt süß (die ganze Zeit über). Die anderen bleiben ebenfalls ausdruckslos in meiner Erinnerung. Die weiße Hexe hat ein Gesicht starr wie Eis (das mag noch gewollt sein). Peter hat keine Ausstrahlung, Susan wirkt wie aus dem Wachsfigurenkabinett (außer wenn sie die Falten auf der Stirn anlegt), Edmund bleibt für mich ein zwiegespaltener Charakter, aus dem ich nicht schlau werde.

    Zuletzt die Musik: Ohne die Bilder dazu wären Teile der Musik wirklich schön (für denjenigen, der so Entspannungsmusik oder Enya oder sowas in der Art mag). Aber: Ich habe mich im Studium mit Filmmusik beschäftigt (eines meiner mündlichen Prüfungsthemen). Ich habe dabei gelernt: Wenn die Musik das Gegenteil von dem hören lässt, was zu sehen ist, wird damit entweder eine tiefere Ebene gezeigt ("Er meint was anderes als er sagt!") oder Ironie ausgedrückt. Der Filmmusikkomponist des Filmes scheint diese von mir gelesenen Bücher nicht zu kennen. Ich konnte weder eine tiefere Ebene noch Ironie erkennen, obwohl sanft-seichte Entspannungsmusik zu fiesen Bildern von Luftkämpfen des 2. Weltkrieges und anderen Kampfbildern gezeigt wird. Ich dachte erst, die haben versehentlich die falsche Musikrolle zum Film eingelegt.

    Fazit für mich: Ich werde mir die weiteren 6 Folgen nicht im Kino anschauen.

    Viele Grüße - und sorry fürs Verreißen - ,
    Conni

    Draußen ziehen weiße Flocken


    Draußen ziehen weiße Flocken
    Durch die Nacht, der Sturm ist laut;
    Hier im Stübchen ist es trocken,
    Warm und einsam, stillvertraut.

    Sinnend sitz ich auf dem Sessel,
    An dem knisternden Kamin,
    Kochend summt der Wasserkessel
    Längst verklungne Melodien.

    Und ein Kätzchen sitzt daneben,
    Wärmt die Pfötchen an der Glut;
    Und die Flammen schweben, weben,
    Wundersam wird mir zu Mut.

    Dämmernd kommt heraufgestiegen
    Manche längst vergessne Zeit,
    Wie mit bunten Maskenzügen
    Und verblichner Herrlichkeit.

    Schöne Frauen, mit kluger Miene,
    Winken süßgeheimnisvoll,
    Und dazwischen Harlekine
    Springen, lachen, lustigtoll.

    Ferne grüßen Marmorgötter,
    Traumhaft neben ihnen stehn
    Märchenblumen, deren Blätter
    In dem Mondenlichte wehn.

    Wackelnd kommt herbeigeschwommen
    Manches alte Zauberschloss;
    Hintendrein geritten kommen
    Blanke Ritter, Knappentross.

    Und das alles zieht vorüber,
    Schattenhastig übereilt -
    Ach! da kocht der Kessel über,
    Und das nasse Kätzchen heult.

    Mir hat neulich ein 5jähriger Schüler erzählt, dass er Godzilla geschaut hat. Falls ich das jetzt schon mal geschrieben hab: Macht nicht, ich bin halt immer noch geschockt. ;)

    Conni

    Die von Kohl sind angeblich feucht abwischbar, deshalb habe ich keine gekauft. Ich lasse die Kinder auch mit Folienstiften schreiben oder sogar mit dünnen Whiteboardmarkern, die sind trocken abwischbar, je nach Fabrikat geht das unterschiedlich leicht oder schwer und es können Rückstände bleiben. (Aber nicht so viele, wie wenn eine laminierte Seite abgewaschen und das gesamte abfließende Wasser über das weiße Marken-T-Shirt gelenkt wird.)

    Grüße,
    Conni

    Mir geht es ein bisschen wie Hennes, ich habe einiges an Inhalten vermisst, wo ich mich drauf gefreut habe. Wer das Buch nicht gelesen hat, versteht einiges sicher auch nicht. Die ganze Geschichte der Einmischung von MadEye fehlt, dass er Dobby geschickt hat, um das Dianthuskraut zu klauen, die Monster im Labyrinth beseitigt etc. Alles kommt außerdem sehr schnell hintereinander.
    Die Musik ist ganz anders (neuer Komponist), mir gefielen die vorigen Filmmusiken besser, aber sie ähnelten sich durch die Leitmotive dann auch wieder, so dass etwas Neues auch nicht schlecht ist.

    Am Schlimmsten fand ich die 50 Minuten Werbung vorher und die 10-Minuten-Popcornholpause. Nach 40 Minuten Werbung fingen auch die alteingesessenen Kinowerbungsschauer (zu erkennen an dem "Ach das ist ....!" <beliebiger Firmenname an Stelle der ....>) an zu buhen.
    Etwas nervig auch die Groupies, die bei Harrys halbnacktem Anblick anfingen zu quieken.

    Conni

    Hallo Bablin,

    ja das ist es eher. Ich habe dem Kind jetzt bewusst Aufgaben in einem größeren Zahlenbereich gegeben (die leistungsstarke Kinder bereits lösen). Das ging eben nur, wenn jemand neben ihm saß und genau die Fragen stellte, die seine Mutter ihm zu Hause stellt, wenn sie gemeinsam rechnen. Das Problem ist eben nur, wie das Kind jemals lernen soll, in der Schule zu arbeiten, wenn wirklich gar nichts geht, nur mit 1zu1-Betreuung und auch dann nur manchmal.

    Grüße,
    Conni

    Hallo Heike

    Zitat

    Heike schrieb am 04.12.2005 15:46:


    8o8o !!!

    Was stand denn da bloß alles drin?? Ich könnt' zu einer Stunde nicht mal so viel texten, wenn's mir einer beazhlen würde!

    <ul>
    - Curriculare Analyse: Einordnung in den Rahmenlehrplan mit Richtziel und Grobzielen in einem schönen Schaubild mit erläuterndem Text: 1 bis 2 Seiten,
    - Sachanalyse: 1 bis 2 Seiten,
    - Klassenanalyse mit Analyse der Gesamtklasse inkl. aller eventuell relevant werden könnender Faktoren, Einteilung in 3 Leistungsgruppen mit Beschreibung des Niveaus bzgl. der gezeigten Stunde und Beispielschüler/innen, schulische Rahmenbedingungen: 2 bis 3 Seiten,
    - Feinziele: eingeteilt in kognitive, affektive, psychosoziale, psychomotorische und differenziert nach Leistungsgruppen und in vorgeschriebener Formulierung ("Die Kinder der leistungsstarken Gruppe können den Flur rückwärts entlang laufen, indem sie ein Bein hinter das andere setzen." Zugehöriger Arbeitsauftrag: "Laufe den Flur rückwärts hinunter, indem du ein Bein hinter das andere setzt!") - 2 bis 3 Seiten
    - didaktisch methodischer Kommentar: Hier musste man begründen, warum man die Feinziele und die Methoden zur Umsetzung wählt, mit Schwerpunkt, je nach Ausbilder langte 1 Schwerpunkt oder es musste jedes bisschen ein Schwerpunkt sein. Demnach 2 bis 5 Seiten.
    - Verlaufsplanung: 1 bis 2 Seiten
    - Literaturliste: Je nach Fach und Aufwand 1 bis 2 Seiten,
    - Anhang: Sitzplan inklusive Geheimzeichen für Brillenträger, AD(H)S, Linkshänder, leistungsschwach, leistungsstark, Besonderheiten (1 Seite); alle Arbeitsblätter (je nach Differenzierungsgrad und Klassenstufe 2 bis 10), Tafelbild. </ul>

    Wenn ich das so lese, bin ich froh, dass ich es nicht mehr machen muss.

    Grüße,
    Conni

    Hallo indidi,

    danke fürs Mutmachen. Ich glaub auch, dass es gut ist, weiterzumachen, denn sonst wären ja die Kinder blöd dran, die schon gut ihre Arbeit organisieren können. Im Gespräch mit der Klasse haben nämlich bis auf 3 Kinder alle gesagt, dass sie gerne Freiarbeit machen, weil sie dann in ihrem eigenen Tempo arbeiten können oder sich etwas aussuchen können. Nur 3 wollten gerne einen Unterricht, in dem alle zur gleichen Zeit das gleiche machen - erstaunlicherweise die Langsamsten, die dabei gar nicht mitkommen würden. Außerdem ist es eben so, dass einige Angebote nicht für alle da sind, z.B. Buchstabenstempel. Sowas könnten die Kinder sonst gar nicht mehr machen und ich hätte die Teile umsonst gebastelt.

    Bei den Wahlaufgaben ist es schon so, dass eigentlich einige Kinder mit den Bausteinen auch leise spielen. Stören tut das nur die, die auch gerne damit spielen möchten, aber noch nicht fertig sind. Die wären aber auch von jeder anderen Wahlaufgabe dann "gestört".

    Ich weiß im Moment aber gar nicht, wie klein ich die Aufgaben noch stückeln soll, damit die Langsameren mal zu Wahlaufgaben kommen. Und wie erkläre ich den Eltern dann, dass ihr Kind nur eine halbe Zeile schreiben als Aufgabe hatte, während andere zusätzlich gerechnet haben etc. Die Eltern machen sich doch Gedanken um die Bildung ihrer Kinder. :( Und dann wäre da noch der Junge, der zu Hause immer erzählt, es wäre so langweilig. Die Mutter schließt daraus, er sei hochbegabt. Meiner Meinung nach ist ihm langweilig, weil er nur mit persönlicher Hilfe der Mutter arbeiten kann. Da weiß ich auch nicht weiter.


    Viele Grüße,
    Conni

    Zitat

    strubbelsuse schrieb am 03.12.2005 07:08:
    Wenn ich merke, dass es Kinder in der Klasse gibt, die einfach viel Bewegung brauchen, dann binde ich eben viel Bewegung in den Unterricht ein.
    Das geht - in der Grundschule zumindest - doch ganz hervorragend.

    Sei es durch gemeinsame Bewegungslieder in den niedrigeren Klassen oder durch gezielte Bewegungsaufträge in den durchaus auch höheren Klassen.

    Hallo Strubbelsuse,

    wie gehst du mit Kindern um, die nach Bewegungsangeboten erst recht "aufgedreht" sind und sich gar nicht wieder beruhigen können? In den schönen Vorschlägen zu Bewegung etc. kommt das Problem leider nie vor.

    Conni

    Heike

    Zitat

    Heike schrieb am 03.12.2005 19:51:
    7seitige Entwürfe für eine einzige Stunde, was ein Quatsch.


    Nur 7? :D Ich hatte meist 15 bis 25. Bis auf einmal, da durfte ich einen "Kurzentwurf" machen, das könnten 7 Seiten gewesen sein.

    Aber das Prinzip ist ja das Gleiche: Zu viel Wert auf Details und Planung für Idealklassen im Ref, und jetzt stehe ich wie doof da. "Wenn Sie 1 Kind mit ADHS haben, dann setzen Sie es am besten vorne, schräg, hin. Wenn Sie 2 haben, dann auf jede Seite eins vorne, schräg." (Klar, im Seminar war das auch so, dass die gedachten ADHS-Kinder vorne auch nicht die ganze Klasse aufmischten, das machen die NUUUUUUUUUUUUUUR bei mir jetzt! ) Meine Frage: "Und wenn ich 3 habe?" wurde mit "Ach naja, Ihre Ausbildungsklasse..." beantwortet.
    Tja, und nun habe ich wieder so eine Klasse.
    Streitschlichtung wurde uns vorgestellt im Ref. Sehr schön. Leider erst ab Kl. 4 geeignet das Modell. Und für Klasse 1 bis 3? Tja, keine Ahnung!
    Elterngespräche? Mal daneben gesessen, mal ein paar Seiten dazu im Seminar gelesen, aber selber führen, besonders mit Eltern, die ihre Kinder ganz toll finden und keinen Handlungsbedarf sehen, auch wenn die Kinder fachlich nicht mitkommen und fast jeden Tag jemanden verletzen? Nie gemacht. (Wenigstens konnte ich beobachten, dass 2 Kolleginnen mit jahrelanger Berufserfahrung da nicht wesentlich resoluter aufgetreten sind als ich und im Gespräch unter 4 Augen auch langsam eher hilflos wirken. )
    Mit Kolleg/innen klarkommen, die meinen, man könnte in der flexiblen Eingangsphase noch genauso unterrichten wie vor 20 Jahren... Nie gelernt.

    Und sich durchsetzen? Eine Klasse erziehen und zu gewissen grundlegenden Lernzielen führen mit vielen Kindern, die im Kindergarten besser aufgehoben wären? Keine Ahnung.
    Zeitmanagement? Keine Ahnung.
    Supertolle Unterrichtseinstiege, für die man 1. Künstler sein und 2. einen halben Tag Zeit zum Vorbereiten haben muss - ohja, das hab ich gesehen. (Und ich bin so froh, dass ich mich nicht als Künstlerin fühle und das selber nie probiert habe!)
    Das schlechte Gewissen kenne ich auch.
    Ich komme mir wie der letzte Depp vor teilweise und nutze auch oft die Telefonseelsorge durch eine meiner ehemaligen Mentorinnen. :O

    Grüße,
    Conni

    Hallo Rena,

    der Vergleich mit anderen Klassen kam, weil ihr ja so schöne Beispiele gebracht habt. Diese Beispiele kenn ich ähnlich eben auch. Mehr nicht.

    Am Raum kann ich nichts ändern. Leider. Zum Lesen sitzt schon manchmal eine Lesemutti draußen. Aber alleine rausschicken kann ich kaum Kinder, die fangen an zu toben.
    Das Einhalten von Regeln und den Umgang miteinander üben wir seit Anfang des Schuljahres intensiv. Ich befürchte, wenn ich mit der Tagesplanarbeit so lange warten will, bis das klappt, kommen wir bis zum Ende des 2. Schuljahres nicht mehr dazu.
    Ich weiß, dass Kinder auch so lernen. Nur: Ich möchte das Klasse gern so weit unter Kontrolle haben, dass
    - die Kinder sich nicht gegenseitig absichtlich verletzten,
    - sie eine Lautstärke einhalten, bei der einige Kinder und ich kein Ohropax brauchen,
    - alle Kinder etwas lernen. So wie das momentan teilweise läuft, seh ich nämlich bei einigen noch gar nicht, dass sie das Ziel der 1. Klasse erreichen können, wenn ich ihre Lernfortschritte nicht kontrolliere und auf sie zugeschnittene Aufgaben bereitstelle.

    Wie differenziert man denn im Frontalunterricht in 3 Gruppen? 8o Wie bringt man die Kinder, die sich dann bei 3 Gruppen dabei langweilen dazu, halbwegs ruhig zu sein? Ich kenn Frontalunterricht nur als einheitliches Arbeiten mit einheitlichen Lernzielen, einheitlichen Methoden und einheitlichem Tempo und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das anders laufen soll. 8o

    Grüße,
    Conni

    Hallo Elaine,

    ich habe auch ein Buch schon drüber gelesen, dort wurde sogar mehr am Wochenplan gearbeitet als bei mir. Ich habe das, was ich im Moment mache in einer meiner Ausbildungsklassen schon vor den Herbstferien in Klasse 1 recht problemlos gemacht, sogar erweitert auf insgesamt 4 bis 5 Schulstunden an 3 bis 4 Tagen.
    Wenn ich kürzer dran arbeite, bekommen manche gar nichts hin. Denn viel weniger als 2 Wörter schreiben (oder alternativ: 1 Zeile Buchstaben üben) geht ja nun nicht. :(
    Und noch eine Frage: Wie bekommt ihr es hin, dass die Kinder dann auch aufräumen? Meine brauchen dafür immer mindestens 10 Minuten, so dass sich da 20 min Arbeit gar nicht "lohnen".

    Rena
    Die Wahlaufgaben sind schon so gewählt, dass nichts erklärt werden muss. Auch die anderen Aufgaben sind überwiegend bekannt, aber einige bekommen es einfach auch beim 5. Mal nicht mit.
    Eine Bauecke / Leseecke haben wir nicht, ich bin froh, dass alle Kinder in den Raum passen und noch ein paar Regale reinpassen und ich vorne vor der Tafel ein bisschen Platz habe. Eigentlich müssten noch einige Tische rein, um einige Kinder einzeln zu setzen, aber schon das geht nicht.
    Außerdem ist durch das Am-Platz-Sitzplatzbleiben das totale Chaos verhindert, denn leider "kämpfen" einige meiner "lieben Kleinen" so gerne, dass - wenn sie denn im Raum rumlaufen dürfen - alle paar Minuten ein Kind weint / haut / tritt und es "Ernst" wird.
    Die Idee mit dem Baukastenverbot ist gut. Vielleicht brauchen das einige einfach. Ich muss es dann nur "fürs nächste Mal" aussprechen, da ich während der Arbeit meist gar nicht dazu komme, das ganze zu kontrollieren.

    das_kaddl
    Die Idee find ich gut. Das Problem ist: Es gibt viel mehr Leistungsgruppen bei mir: Ich habe ein Kind, das in allen Bereichen etwa auf dem Niveau zu Ostern der 1. Klasse ist. Wobei es bei ihm kaum ein Problem ist, er arbeitet selbstständig und die anderen sehen drüber hinweg. Er ist nur sehr laut und macht dann auch für die um ihn sitzenden Kinder die Aufgaben mit.
    Ich habe mehrere Kinder, die Deutsch oder/und Mathe deutlich weiter sind als die anderen. Ich habe einige Kinder, die das sog. Mittelfeld sind, einige, die leistungsmäßig noch nicht so weit sind wie das Mittelfeld und einige, die leistungsmäßig noch lange nicht so weit sind. Und dann das Tempo, was auch noch variiert und zwar in allen Leistungsgruppen. Und Kinder mit speziellen Schwierigkeiten. Ich wüsste nicht, wie ich da so Gruppen einteilen könnte. Habs grad durchgerechnet, komme auf mindestens 10 Differenzierungen (qualitativ und quantitativ).
    Ich habe auch schon für jedes Kind einen eigenen Plan gemacht, aber mal abgesehen davon, dass der Tag nur 24 Stunden hat und ich Schlaf brauche, habe ich dann z.B. in den Arbeitsheften etwas angekreuzt, die schleppe ich aber nicht jeden Tag nach Hause und oft plane ich im Detail erst am Nachmittag des Vortages.
    Das Problem ist auch immer, dass ich so ein "Grundpensum" für alle im Kopf habe, vielleicht muss ich davon wirklich Abstand nehmen bei ganz langsamen Kindern? Ich weiß es nicht, das trau ich mich noch nicht.


    leicht konfuse Grüße,
    Conni

    Hallo ihr,

    es geht darum, dass ich in letzter Zeit versuche, mit meiner 1. Klasse offener zu arbeiten. Das passiert meistens über einen Zeitraum von 40 bis 80 Minuten + Erklären der Aufgaben vorher, Aufgaben für diese Zeit, einmal bisher auf 2 Tage verteilt. Also noch nichts mit Wochen- oder Tagesplan, das würde richtig daneben gehen momentan glaube ich.

    Es gibt dann 3 bis 6 Pflichtaufgaben für alle und dazu Wahlaufgaben für den Tag und Wahlaufgaben für immer.
    Beispiele:
    Pflichtaufgaben: aktuellen Buchstaben schreiben, Kneten, Klebearbeit, Rechnen
    Wahlaufgaben: kneten, kleben, Rechenmandala
    Wahlaufgaben für immer: weitere Lernmaterialien und Spiele, die eingeführt wurden: Klammerkarten, Malblätter, Nachschreibbuchstaben, Spiele, Bausteine, Lük-Kasten.

    So, jetzt ist das Problem, dass einige Kinder extrem langsam sind oder extrem schnell ablenkbar oder extrem schnell ablenkend.
    Das heißt, einige schaffen in 60 Minuten vielleicht eine Pflichtaufgabe (z.B. 2 Wörter mit der Anlauttabelle schreiben oder 6 Aufgaben rechnen).
    Nun bin ich selber noch am Herausfinden, wie ich sowas auch individueller verteilen kann, damit die langsamen auch mal zu einer Wahlaufgabe kommen. (Ja, im Vorbereitungsdienst hab ich das gelernt, im Seminar funktionierte in der Theorie immer alles super. In der Ausbildungsklasse halbwegs. Aber da waren auch nicht die Unterschiede, wie ich sie jetzt habe.)

    Nun gibt es für mich zur Zeit 3 grundlegende Probleme:
    1. Wenn ich langsamen Kindern weniger Aufgaben gebe, dann sind die schnelleren sauer. Kann ich verstehen. Wenn ich die Aufgabenanzahl gleich lasse, aber den jeweiligen Umfang reduziere, komme ich aber sehr schnell an die Grenzen: Weniger als 1 Wort mit der Anlauttabelle schreiben und 3 Aufgaben rechnen geht ja kaum. Und das schaffen einige nicht mal.

    2. Einige Kinder malen sich eine Pflichtaufgabe als "fertig" aus, damit sie schneller an Wahlaufgaben kommen. Leider habe ich während der Arbeitsphasen nur mit viel Glück mal Zeit, mir das bei 1 oder 2 Kindern anzuschaun, ansonsten sind immer so viele Fragen, so viele Kinder, die andere vom Lernen ablenken, so viele Kinder, ein paar Kinder, die immer noch nicht verstanden haben, was "wegnehmen" bedeutet und dazu bereitgestellte Materialien auch nur nutzen, wenn ich mich neben sie setze. Ich kann also nicht aktuell bei jedem Kind reagieren, wenn es eine Aufgabe schon ausmalt, sie aber noch nicht gelöst hat. Viele Kinder gehen in den Hort, teilweise sehr lange. Dort werden donnerstags und freitags keine Hausaufgaben erledigt, d.h. die Kinder müssten zu Hause um 18 Uhr noch sitzen und nacharbeiten, wenn ich es für zu Hause aufgebe. :(

    3. Ich zweifle momentan sehr daran, ob sich offeneres Arbeiten für meine Klasse überhaupt eignet. Bislang war ein "straff geführter" Frontalunterricht zwar keine gute, aber die - in Bezug auf Konzentration und körperliche Unversehrtheit der Kinder - bessere Alternative. Da kann man alle 10 Minuten eine kleine Auflockerung machen. Schade eben für die, die dann immer warten müssen, weil sie schneller / schon weiter sind, aber noch nicht so weit, dass sie sich selbstständig in neue Bereiche einarbeiten können.
    In offenen Arbeitsphasen hält bei einigen die Konzentration eben nur 5 Minuten, dann lenken sie mehrere Kinder um sich herum ab, einige nehmen anderen dann Materialien weg, hauen oder treten. Da es nicht nur 1 oder 2 Kinder sind, die so unkonzentriert arbeiten, sondern 8 bis 10, hilft auch ein gut ausgeklügelter Sitzplan nicht weiter. Eine "Auflockerung" während der offenen Arbeitsphasen ist auch nicht wirklich gut, denn dann müssten die Kinder ihre aktuellen Tätigkeiten unterbrechen und viele (16 bis 18) sind ja meistens konzentriert bei einer Aufgabe. Leisezeichen (Klangstab) und Erinnern an ruhiges Arbeiten bringt nur ca. 2 Minuten etwas.

    Habt ihr noch irgendeine gute Idee, möglichst eine, die ich noch nicht hatte, die mit den vorhandenen materiellen, räumlichen und personellen Mitteln auskommt und meine Position als Nicht-Schulleiterin und jüngste Kollegin berücksichtigt? ;)
    Achja, dass Kinder beim Spielen mit Baukästen auch was lernen, weiß ich. Nur es gibt einen Rahmenlehrplan, der aussagt, dass die Kinder schreiben, rechnen und lesen lernen sollen. Ich kann also nicht das Spielen mit Baukästen zur Pflicht- und das Schreiben und Rechnen zur Wahlaufgabe machen.

    Grüße,
    Conni

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